Das Konzil der Verdammten von Peter Tremayne

Buchvorstellung

Das Konzil der Verdammten von Peter Tremayne

Originalausgabe erschienen 2008unter dem Titel „The Council of the Cursed“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 424 Seiten.ISBN 978-3-7466-2468-6.Übersetzung ins Deutsche von Irmhild Brandstädter, Otto Brandstätter.

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Kurzgefasst:

Burgund um 670: Kurz vor Beginn des Konzils wird im Kloster zu Autun ein Bischof ermordet. Man bittet Fidelma und Eadulf um Hilfe. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie auf politische und kirchliche Intrigen, frauenfeindliche Ordensregeln, Sklavenhandel und das mysteriöse Verschwinden von Frauen sowie Kindern. Als der nächste Bischof stirbt und Fidelma einen bösen Verdacht hat, wird sie kurzerhand entführt …

 

Ihre Meinung zu »Peter Tremayne: Das Konzil der Verdammten«

anath zu »Peter Tremayne: Das Konzil der Verdammten«23.07.2009
Wie alle Bücher um Schwester Fidelma: Spannend, unterhaltsam und sehr informativ. Dabei habe ich mich diesmal recht schwer getan, den Einstieg in die Geschichte zu finden. Das lag aber keineswegs daran, daß die Geschichte schlecht erzählt wäre, im Gegenteil. Mir fällt es aber schwer, diese religiösen Auseinandersetzungen um Regeln und theologische Grundhaltungen zu verfolgen ,das Ende dieser Auseinandersetzungen ist ja allseits bekannt. Und ich denke oft, daß die Welt dadurch viel verloren hat und daß es sehr schade ist,daß sich die zölibatären Eiferer durchsetzen konnten.
Entsprechend der Thematik sind die Rollen im Buch reichhaltig mit unsympathischen Personal besetzt - und manch ein netter Mensch verliert im Laufe der story seine Maske und wandelt sich . Letztendlich wirft das Buch ein Schlaglicht auf ein grausames Stück Kirchengeschichte und zum Teil konnte ich überhaupt nicht begreifen, wie einige der Protagonisten (z.B. die ehemals verheirateten Mönche) am Ende so ruhig bleiben konnten. Tremayne hat es jedenfalls geschafft, zumindest mich in gerechte Empörung zu versetzen.
Der Kriminalfall ist angemessen verzwickt - auch wenn dem Leser recht schnell klar ist, daß da der berühmte Unbekannte seine Hand im Spiel haben muß und die Verdächtigen sich keineswegs auf zwei Beteiligte beschränken. Aber welche Hintergründe hier eine Rolle spielen, welche Personen hier die Fäden in der Hand halten - das wird dem Leser genauso langsam klar wie Fidelma und Eadulf (der in den Büchern zunehmend zu seinem Recht kommt und immer sympatischer und agiler wird - die Zeit als Dr. Watson ist zum Glück vorbei und Fidelma hat einen ebenbürtigen Partner!)
Alles in allem ein weiteres empfehlenswertes Buch aus dieser Reihe!
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