Die Schatten von Edinburgh von Oscar de Muriel

Buchvorstellung

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „The Strings of Murder“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 480 Seiten.ISBN 3-442-48505-3.Übersetzung ins Deutsche von Peter Beyer.

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Kurzgefasst:

Edinburgh, 1888. Der begnadete Ermittler Ian Frey wird von London nach Schottland zwangsversetzt. Für den kultivierten Engländer eine wahre Strafe. Als er seinen neuen Vorgesetzten, Inspector McGray, kennenlernt, findet er all seine Vorurteile bestätigt: Ungehobelt, abergläubisch und bärbeißig, hat der Schotte seinen ganz eigenen Ehrenkodex. Doch dann bringt ein schier unlösbarer Fall die beiden grundverschiedenen Männer zusammen: Ein Violinist wird grausam in seinem Heim ermordet. Sein aufgelöstes Dienstmädchen schwört, dass es in der Nacht drei Geiger im Musikzimmer gehört hat. Doch in dem von innen verschlossenen, fensterlosen Raum liegt nur die Leiche des Hausherren ...

Ihre Meinung zu »Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh«

tassieteufel zu »Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh«08.11.2017
Inspektor Ian Frey verliert seinen Posten bei Scotland Yard als sein Förderer Commissoner Sir Charles Warren zurück treten muß und sein Nachfolger Monro sämtliche Protegès seines Vorgängers aus dem Amt haben will. Doch für Frey kommt es noch schlimmer, er wird nach Schottland zwangsversetzt, wo er Inspektor McGray bei der Aufklärung eines brutalen Mordes helfen soll. Von Anfang ist klar dass sich der kultivierte Engländer und der bärbeißige und ungehobelte Schotte nicht leiden können. Sie haben nur eins gemeinsam, den schier unmöglichen Mordfall zu lösen. Wie konnte der Violinist Guilleum Fontaine in einem von innen verriegelten Raum ermordet werden? Und das sind nicht die einzigen Rätsel, dem Toten wurden die Eingeweide entfernt und mit seinem Blut seltsame Zeichen auf den Fußboden gemalt. Eine schier unlösbare Aufgabe für das ungleiche Duo.

An Krimis, die im viktorianischen England spielen, komme ich grundsätzlich nicht vorbei und sowohl das ansprechende Cover als auch der Klappentext versprachen spannende Unterhaltung! Um es vorweg zu nehmen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Das Buch bietet alles, was man von einem historischen Krimi erwartet.
Neben dem stimmigen und sehr gelungen geschilderten historischen Hintergrund, in den der recht brutale Mordfall wunderbar eingebettet ist, überzeugt vor allem die Figurenzeichnung und das schwierige Verhältnis der beiden Hauptfiguren, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Für die Ermittlungen sind ihre unterschiedlichen Ansätze und Arbeitsweisen von Vorteil, denn so ergänzen sie sich und kommen am Ende dem Täter auf die Spur. Ihre kleinen Kabbeleien und launigen Dialoge sorgen dafür dass neben der düsteren Krimispannung auch der Humor nicht zu kurz kommt und man immer mal schmunzeln kann.
Der Mordfall, bzw. die Mordfälle wurden sehr knifflig konstruiert, es gibt hier auch eine ganze Reihe von Verdächtigen, doch immer wenn die Ermittler glauben, den Täter ausfindig gemacht zu haben, fällt auch dieser einem Mord zum Opfer. Zeitweise werden übersinnliche Phänomene, Geisterspuk und Flüche ins Spiel gebracht, doch am Ende werden die Morde schlüssig und logisch aufgelöst, so dass hier keine Fragen offen bleiben.
Sehr gut gefallen hat mir, dass man ganz nebenbei noch einiges Wissen zum Thema Geigenbau und Violinenspiel vermittelt bekommt, was der Geschichte eine besondere Dichte und Authentizität verleiht.
Gern bin ich Frey & McGray durch das bildhaft und anschaulich geschilderte alte Edinburgh gefolgt. Hier entsteht die viktorianische Zeit geradezu vor den Augen des Lesers und vermittelt ein stimmiges Bild dieser Ära.


FaziT: großartige viktorianische Krimiunterhaltung, die sowohl mit viel düsterem Lokalkolorit und einer dichten Atmosphäre, als auch mit einen gelungen konstruierten Krimiplot überzeugt. Das Highlight des Buches ist aber ungleiche Ermittlerduo, das sich nur langsam zusammen rauft und die Neugier auf weitere Bände weckt!
Kai Sieben zu »Oscar de Muriel: Die Schatten von Edinburgh«17.04.2017
Wer sich für Edinburgh und dessen erfrischend morbide Seite interessiert, für den ist das Romandebüt von de Muriel ein interessantes Leseerlebnis. Spannend, mit originellen Charakteren und vor allem mit einer bestechend logischen Aufklärung, trotz der vertrackten Indizien, besitzt der Krimi alles was man sich wünscht.
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