Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus von Oliver Pötzsch

Buchvorstellungund Rezension

Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus von Oliver Pötzsch

Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Der Spielmann: Die Geschichte des Johannes Georg Faustus“,, 784 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

1486: Knittlingen ist ein ruhiger Ort im Kraichgau. Bis zu dem Tag, als die Gaukler in die Stadt kommen und plötzlich Kinder verschwinden. Johann Georg, genannt Faustus, der Glückliche, kümmert das nicht. Ihn interessiert nur der Spielmann und Magier Tonio del Moravia: Von dem blassen Mann mit den stechend schwarzen Augen, der Johann eine große Zukunft als Gelehrter voraussagt, geht eine seltsame Faszination aus. Johann schließt sich ihm an, gemeinsam ziehen sie durch die deutschen Lande. Der junge Mann saugt alles auf, was Tonio ihm beibringt. Doch von Tonios Lehren geht eine ungeahnte Gefahr aus, und schon bald beschleicht Johann das Gefühl, dass sein Meister mit dunklen Mächten im Bunde steht. Mächte, die Johanns ganzes weiteres Leben bestimmen werden …

Das meint Histo-Couch.de: „Aude sapere – Wage zu wissen“95Treffer

Rezension von Karin Speck

Johann Georg wächst im Kraichgau auf. Es ist ein ruhiges Leben im ausgehenden 15. Jahrhundert. Aber dann kommen die Gaukler in die Stadt. Johann ist fasziniert von dem Magier Tonio del Moravia. Dieser Mann liest Johann aus der Hand und sagt ihm eine große Zukunft voraus. Für Johann steht schnell fest: er will mehr von diesem Magier lernen. So beginnt seine Zeit als Lehrling und Student. Doch die Gefahr, die auch von diesem seltsamen Mann ausgeht, sieht der Junge nicht. Dunkle Mächte umgeben Tonio del Moravia. Mächte, die auch nach Johann Georg Faustus greifen.

Vom Jungen zum Gelehrten

In Der Spielmann erzählt Oliver Pötzsch die Geschichte eines über seine Zeit hinaus bekannten Zauberers, Gauklers und Lebenskünstlers überhaupt. Johann Georg Faustus, auch genannt der Glückliche, ist vermutlich jedem ein Begriff, der sich für Literatur interessiert. Aber eigentlich ist über diesen Mann nur wenig bekannt, viele halten ihn vermutlich auch nur für eine Sagengestalt aus dem 16. Jahrhundert. Aber inzwischen ist man sich ziemlich sicher, Faustus hat wirklich gelebt und war in seiner Zeit ein berühmter Mann.

Oliver Pötzsch hat nun dieses Leben geschildert. Er geht dazu ins Detail und lässt den Gelehrten auferstehen. Er erzählt von dem Kind Johann, von seiner ersten Liebe zu Gretchen und seiner ersten Begegnung mit dem Teufel. Dann geht es weiter in den Jahren, der Leser ist dabei, als er zu lernen beginnt. Er schaut zu, wie aus dem jugendlichen Faust ein erwachsener Mann und Gelehrter wird.

Lebendig und magisch

Lebendig und vor allem authentisch erzählt der Autor eine Geschichte, vom Leben eines Mannes, der doch eigentlich nur sein Leben leben wollte. Dabei erlebt man gleichzeitig einen Streifzug durch die Zeit um die Jahrhundertwende vom 15. Jahrhundert ins 16. Jahrhundert. Die Menschen waren abergläubisch und fest verankert in ihren Glauben an Gott. Es gab Menschen, die sich dies zunutze machten und so ihr Geld und Auskommen hatten. Gaukler galten als unehrlich und auch fahrende Studenten waren nicht unbedingt angesehen. Faustus aber hat es geschafft, sich einen gewissen Ruhm zu erarbeiten und eben genau dies schildert Pötzsch, und zwar so bildhaft und authentisch, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Auch wenn einem der Werdegang und der Umgang mit dem Teufel bekannt sind, es hier noch einmal in Romanform zu lesen, ist fast unwiderstehlich. Johann Georg Faustus zieht einen magisch in den Bann.

Spannender als so mancher Krimi

Gleichzeitig erzeugt Pötzsch einen gewissen Gruseleffekt und sorgt für Spannung durch einen Handlungsstrang, der es mehr knistern lässt als so mancher Krimi, über den hier aber nichts weiter verraten wird, auch wenn im Klappentext schon etwas über verschwundene Kinder zu lesen ist. Der geneigte Leser soll selbst feststellen, was es mit Faustus, den Kindern und dem Teufel auf sich hat.

Dem Autor ist es gelungen, ein spannendes Leben zu schildern und bringt dem Leser damit eine Geschichte näher, die doch wohl eher etwas Mystisches als Reales hat. Hier aber liest es sich so, als wenn jedes Wort der Wahrheit entspräche. Man kann das Buch nur schwer aus der Hand legen, dies zeugt dann wohl davon, dass Oliver Pötzsch alles richtig gemacht hat. So hat man nach 760 Seiten zwar das Ende des Buches erreicht, aber doch nur des Fausts ersten Teil gelesen.

Ihre Meinung zu »Oliver Pötzsch: Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus«

PMelittaM zu »Oliver Pötzsch: Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus«16.10.2018
Wer kennt ihn nicht, Goethes Faust? Oliver Pötzsch hat sich dem historischen Faust angenommen und erzählt seine Geschichte von Kindheit an. 1486 treffen wir Johann Georg zum ersten Mal, er ist noch ein kleiner Junge, der sich an Gauklern, die seine Heimatstadt Knittlingen besuchen, erfreut. An diesem Tag trifft er, und der Leser, auch zum ersten Mal auf Tonio del Moravia, der den Jungen für etwas Besonderes hält und ihn zeitweise unter seine Fittiche nimmt. Seine Absichten scheinen allerdings eher ungut zu sein.

Johann, den seine Mutter Faustus, der Glückliche, nennt, hat es nicht leicht, sein Vater hält wenig von ihm, die Mutter ist schwer krank, im Dorf ist er nicht gut gelitten. Der Name Faustus scheint fast Hohn zu sein – und wird es auch weiterhin bleiben. Leicht ist nämlich auch sein weiteres Leben nicht, er selbst macht es sich dabei oft selbst schwer, lügt und betrügt, und tut den Menschen, die er mag, oft nicht gut. Er wird getrieben von Wissensdurst, und erhält auch immer wieder die Chance, sein Wissen zu mehren. Doch es scheint auch etwas Dunkles um ihn zu sein, etwas, das vielleicht mit seiner Geburtsstunde zu tun hat?

Der Autor hat seinen Roman in einen Prolog und fünf Akte aufgeteilt, die jeweils über einen Lebensabschnitt Fausts berichten. Sehr gut hat mir bereits der erste Satz gefallen „Im Herbst, als die Kinder verschwanden, kamen die Gaukler in die Stadt“ - na, wenn das nicht direkt neugierig auf den Roman macht! Oliver Pötzsch erzählt sehr bildhaft und atmosphärisch und zieht den Leser schnell in den Roman hinein. Manche Szene ist recht gruselig, aber das gehört bei Faust halt auch mit dazu. Sehr interessant ist auch der historische Background, es gibt viel Zeitkolorit und der Leser lernt manches dazu.

Die Geschichte ist spannend, Faust und mit ihm der Leser erlebt sehr viel, und dennoch habe ich manchmal das Gefühl, es zieht sich, manche Abschnitte sind deutlich besser, spannender und interessanter als andere. Leichte Probleme hatte ich mit dem großen Zeitsprung, der den 5. Akt einläutete, hatte man Johann zuvor noch praktisch ständig begleitet, sind nun auf einmal 13 Jahre vergangen, und der Protagonist zunächst kaum wieder zu erkennen. Es brauchte seine Zeit, bis ich mich daran gewöhnt hatte, und sicher wäre die Zeit dazwischen auch nicht uninteressant gewesen. Dennoch erscheint es mir im Nachhinein ganz gut, dass der Autor hier gestrafft hat und somit dichter an der Geschichte bleibt, die er eigentlich erzählen will.

Man lernt Johann sehr gut kennen, gerade zu Anfang leidet man oft mit ihm mit, später wird das schwieriger, Johanns Entwicklung geht teilweise in eine eher ungute Richtung, sein Handeln zu verstehen fällt manchmal schwer. Das macht ihn dafür aber interessanter. Selten bleibt er an einem Ort, er ist viel unterwegs, in Begleitung, aber auch allein, sein Leben ist abwechslungsreich, mal ist er Gaukler, mal Student ... Er trifft auf viele unterschiedliche Menschen, auch historische Persönlichkeiten (es lohnt sich, die einzelnen Personen zu googeln). Gut gefällt mir, dass die Charaktere, auf die man hier trifft, einschließlich Faust, fast alle sehr vielschichtig gestaltet sind, reines Schwarz oder Weiß ist selten. Mehr als ein Charakter ist auch für die eine oder andere Überraschung gut – einschließlich Faust selbst.

Als Bonusmaterial gibt es Karten, ein interessantes Nachwort, einen Reiseführer auf Fausts Spuren und „Faust für Klugschwätzer“, bei letzterem kann man vergleichen, wie viele Faust-Zitate man im Roman entdeckt hat. Leider fehlt ein Personenverzeichnis, man bringt zwar die Personen des Romans nicht durcheinander, ich hätte es aber schön gefunden, noch einmal nachschlagen zu können.

„Der Spielmann“ erzählt nicht Fausts ganze Geschichte, es wird noch mindestens einen Nachfolgeroman geben. „Der Lehrmeister“ ist für September 2019 angekündigt. Natürlich werde ich auch diesen Roman lesen, ich muss doch wissen, wie es mit Faust weitergeht.

Einen Roman über Faustus zu schreiben ist eine großartige Idee, ist dieser Mann doch sehr interessant und bietet alleine durch die vielen Legenden reichhaltigen Stoff. Oliver Pötzsch ist ein guter Roman gelungen, der mich über weite Strecken gefesselt hat, der einen interessanten Protagonisten hat und gutes Kopfkino bietet. Trotzdem bin ich nicht durchweg begeistert, stellenweise zieht sich der Roman in meinen Augen zu sehr. Ich vergebe eine Leseempfehlung für Faust-Fans und Freunde guter historischer Romane. 83
anyways zu »Oliver Pötzsch: Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus«11.10.2018
1486 steht ein achtjähriger Junge in dem kleinen Ort Knittlingen im Kraichgau auf dem Marktflecken und schaut zu wie ein Trupp Gaukler am Simonis-Judae-Tag, dem Feiertag der beiden Apostel, in seine kleine Stadt zieht. Mit offenem Mund staunt er über die Jongleure, die Musikanten, die farbenfrohen Gewänder und über den Zauberer. Johann Georg, genannt „Faustus der Glückliche“ ist von dem Magier Tonio del Moravia sofort fasziniert, auch hat er ein wenig Angst vor dessen schwarzen stechenden Augen. Dabei ist es riskant zu dieser Zeit als kleiner Junge ohne Aufsicht durch die Stadt zu stromern, denn es verschwinde auf unerklärliche Weise Kinder. Vier Kinder im Laufe der letzten Wochen. Doch all das interessiert den kleinen Johann nicht, er verfolgt wie gebannt den Zauberkunststücken. Er darf sich sogar nach der Vorstellung mit Tonio unterhalten. Acht Jahre später sieht der nun schon fast erwachsene Johann Georg den Zauberer zum Apostelfeiertag wieder und diesmal begibt er sich mit ihm auf eine unheimliche und abenteuerliche Reise, die ihn weit weg von seiner Heimat bringen wird.

Zeitreisen sind ja leider (noch) nicht möglich. Wie gerne würde ich mal durch die verschiedensten Jahrhunderte streifen, ja auch ins Mittelalter. Oliver Pötzsch schafft es fast mühelos diese Epoche in all seinen Romanen für den Leser erlebbar zu machen. Er legt dabei eine Fülle an Details vor ohne dass sie die eigentliche Geschichte erschweren. In „Der Spielmann“ nimmt er sich der wohl berühmtesten deutschen Sage an, die des Faust. Allen Schülern der neunten und zehnten Klasse Deutschunterricht wohl noch allzu bekannt. Nahm sich doch auch Johann Wolfgang von Goethe dieser Thematik an und beschert mit Faust I und II dem einen oder anderen Schüler seit vielen Jahren schlaflose Nächte. Ich bin, muss ich ehrlicherweise zugeben, nie warm geworden mit Goethes Faust. Pötzsch’s Faustus hingegen hat mich regelrecht gefesselt. Er kombiniert Teile der Faust-Sage mit dem wohl meistbeachteten Prozess in Frankreich Anfang des 15. Jahrhunderts. Er nimmt den Leser mit in die sagenhafte Welt der Gaukler, an die wohl bekanntesten Städte des Mittelalters, gibt dem Aberglauben der damaligen Bevölkerung ein Gesicht und kreiert damit einen Roman der eher als Mysterie-Thriller eingestuft werden könnte.
Seit der „Henkerstochter“ verfolge ich die Werke des Autors, und schon immer konnte er mich sehr gut unterhalten. Ich freue mich jedes Mal über ein neues Buch, denn mit jedem neuen steigert er sich noch mehr. Die Romane werden dabei stetig umfangreicher lassen sich durch seine schöne Erzählkunst jedoch mühelos lesen.
Ich möchte allen Lesern auch das Nachwort ans Herz legen. Hier beschreibt er auf eine sehr amüsante Weise die Entstehungsgeschichte des Faustus.

Fazit: Ein ungemein fesselnder Mittelalterroman mit Mysterie-Charakter.
Miss Marple zu »Oliver Pötzsch: Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus«02.10.2018
Der Magier
Faustus-der Glückliche – so wird der junge Johann Georg von seiner Mutter genannt, bestaunt an Markttagen die weithergereisten Spielmänner und Gaukler. Von einem ist er besonders angetan und wartet jedes Jahr auf seine Rückkehr. Als die Mutter stirbt und das Geheimnis um seine Geburt mit ins Grab nimmt, verstößt ihn sein Stiefvater und er schließt sich dem Magier Tonio del Moravia an. Mit ihm zieht er gen Süden, saugt formlich alles Wissen und alle Kenntnisse, die dieser ihm präsentiert, in sich auf. Er lernt Zaubertricks und Horoskope zu erstellen. Doch nach und nach muss er erkennen, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht und der Magier scheinbar mit dunklen Mächten in Verbindung steht. Auf der Flucht vor ihm schließt er sich einer Gauklergruppe an, mit der er über die Alpen gen Venedig zieht.
Der Leser begleitet Faustus über viele Jahre durch ganz Deutschland. Seine Wege führen ihn bis hoch in den Norden nach Hamburg und wieder zurück in die Heimat bis nach Nürnberg. Wir erleben ein buntes historisches Kaleidoskop an der Seite einer der sagenumwobensten Figur der Literatur. Viele Dichter und Schriftsteller haben sich bereits in der Vergangenheit vom Faust-Stoff für eigene Werke leiten lassen.
Pötzsch lässt uns auf unterhaltsame Weise ein Stück Dichtung und Wahrheit erleben und bedient sich auf kecke Weise auch an Goethes klassischem Text, indem er viele Originalzitate einfließen lässt. Wer seinen Goethe kennt, dem fällt es nicht schwer, diese zu finden. Und wer nicht, dem hilft der Autor am Ende des Buches auf die Sprünge. Tolle Idee!
Mit Spannung erwartet der Leser den angekündigten 2. Teil im Herbst nächsten Jahres.
€nigma zu »Oliver Pötzsch: Der Spielmann: Die Geschichte des Johann Georg Faustus«25.09.2018
Inhalt
Johann Georg „Faustus“ ist bereits als Achtjähriger von den Gauklertruppen fasziniert, die in seiner Heimatstadt Knittlingen auftreten. Jahre später, nach dem Tod seiner geliebten Mutter, kehrt Johann seiner Familie, in der er immer ein ungeliebter Außenseiter war, den Rücken und reist mit dem Gaukler und Magier Tonio del Moravia durch das Land. Von seinem Lehrmeister lernt Johann viele Gauklerkunststücke und Zaubertricks, jedoch hat er schon bald das Gefühl, dass dieser eine dunkle Seite verbirgt und mit ihm unheimliche Pläne hat. Nach einem traumatisierenden Erlebnis gelingt es Johann zunächst, den unheimlichen Mann abzuschütteln, bei einer Gauklertruppe unterzukommen und sich nach einiger Zeit als umherziehender „Zauberkünstler“ selbstständig zu machen. Sein Weg führt ihn kreuz und quer durch das Heilige Römische Reich; an der Universität Heidelberg bekommt er die Gelegenheit, sein Wissen zu vertiefen und einen Magister- und Doktortitel zu erwerben. Doch wohin es Johann auch verschlägt, sein einstiger Lehrmeister Tonio ist ihm auf den Fersen, denn er hat mit seinem ehemaligen Schüler finstere Pläne…

Beurteilung
In seinem Roman „Der Spielmann“ greift Oliver Pötzsch die Geschichte des Johann Georg Faust(us) auf, die ihn nach eigener Aussage im Nachwort schon seit seiner Kindheit beschäftigt. Über den historischen Faust, bzw. dessen Lebenslauf gibt es keine lückenlosen Quellen, aber der Autor gestaltet die Lebensgeschichte seiner Protagonisten sehr ideenreich, fesselnd und anschaulich fiktiv aus.
Dabei charakterisiert er seine Hauptfigur ausgesprochen detailliert und glaubwürdig mit guten und weniger guten Eigenschaften und macht ihn zu einem Menschen aus Fleisch und Blut. Auch den anderen Figuren in Johanns Umfeld verleiht er ausgeprägte Persönlichkeiten, lediglich der Magier Tonio del Moravia wirkt gelegentlich ein wenig zu sehr als das personifizierte Böse. Durch dessen finstere Persönlichkeit und Machenschaften wird eine durchgehend hohe Spannung erzeugt, wobei sich der Autor gelegentlich einiger „übernatürlicher“ oder nicht rational erklärbarer Elemente bedient.
Im Rahmen der Handlung werden einige geschichtliche Ereignisse der Epoche angesprochen, aber nicht weiter vertieft. Interessant ist die (historisch nicht belegte) Begegnung des Protagonisten Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim, die anschaulich verdeutlicht, wie die gebildeten Menschen Anfang des 16. Jahrhunderts zunehmend forschend nach Wissen streben und nicht mehr ausschließlich den Lehren der Kirche unterworfen sein wollen.
Die Geschichte um Johann Georg Faust ist sehr flüssig und anschaulich erzählt, die Lektüre erzeugt „Kopfkino“ und Vorfreude auf den zweiten Band.
Das Nachwort des Autors und vor allem der Reiseführer auf Fausts Spuren runden den Roman gelungen ab.

Fazit
Ein fesselnder historischer Roman um Johann Georg Faust, der beste Unterhaltung für dunkle Herbstabende auf dem heimischen Sofa verspricht, sehr lesenswert!
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