Zeitpunkt.
29.10.1911

Tod des Verlegers Joseph Pulitzer

József Pulitzer wurde am 10. April 1847 in Makó im damaligen Königreich Ungarn geboren. Er wurde privat unterrichtet und bewarb sich mit 17 Jahren für die Armee. Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen wurde er schließlich Soldat in der US-Armee und gelang 1864 über Boston in die USA, wo er bis zum Ende des Bürgerkriegs im 1. New Yorker Kavallerieregiment diente. 1867 wurde er amerikanischer Staatsbürger und wurde 1868 in Missouri als Reporter für die deutschsprachliche „Westliche Post“ angestellt. 1878 kaufte er den „St. Louis Evening Dispatch“ und 1883 die „New York World“, die sich unter seiner Leitung zu einer der wichtigsten und einflussreichsten Zeitungen des Landes entwickelte. Vor allem der gut recherchierte, investigative Journalismus brachte die Zeitungen nach vorne. 1885 wurde er ins US-Repräsentantenhaus gewählt. 1890 war er fast erblindet und zog sich als Herausgeber zurück, behielt aber trotzdem die Kontrolle über seine Zeitungen. 1892 wollte er eine Geldspende für die Gründung einer Journalistenschule machen, was aber nicht akzeptiert wurde. So verfügte er in seinem 1904 verfassten Testament, dass mit hinterlegten zwei Millionen Dollar eine Journalistenschule und ein Journalisten-Preis finanziert werden sollen. Pulitzer starb am 29. Oktober 1911, erst ein Jahr später wurde der erste Pulitzer-Preis verliehen.

Literatur zum Zeitpunkt.

Ein Zeitpunkt. von Carsten Jaehner
Foto: © istock.com/SLA-central