Die Pranken des Löwen von Mac P. Lorne

Buchvorstellungund Rezension

Die Pranken des Löwen von Mac P. Lorne

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Die Pranken des Löwen“,, 560 Seiten.ISBN 3927454222.

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Kurzgefasst:

England 1110. Der junge Gardist Robert Fitzooth wird zum persönlichen Leibwächter der englischen Prinzessin Matilda bestimmt, die den deutschen König Heinrich V. heiraten soll. An ihrer Seite überquert er die Alpen, gelangt bis nach Rom, wird in den Streit zwischen Kaiser und Kurie verwickelt und muss in einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg kämpfen. Doch er findet auch die Liebe seines Lebens und sein Enkel wird dereinst einen Namen tragen, den alle Welt kennt – Robin Hood.

Das meint Histo-Couch.de: „Ahnenreicher Lesespaß“80

Rezension von jkk

Der junge Gardist Robert Fitzooth wird 1110 der persönliche Leibwächter der kleinen, englischen Prinzessin Matilda. Robert begleitet Matilda auf das Festland, da sie den deutschen König Heinrich V. heiraten soll. An der Seite von Matilda überquert Robert die Alpen, gelangt bis nach Rom, gerät in den Streit zwischen Kaiser und Papst und trifft die Mystikerin Hildegard von Bingen. Und als er endlich nach England zurückkehrt, muss er in einem jahrelangen Bürgerkrieg kämpfen. Aber er findet auch die Liebe und erkennt sich selbst in seinem Enkel Robin wieder.

Nach Das Herz der Löwen und Das Blut des Löwen widmet sich Mac P. Lorne erneut dem König der Diebe Robin Hood, wenn auch diesmal nicht ganz so intensiv wie in den ersten beiden Romanen. Denn im Vordergrund steht Robin Hoods Großvater. Damit stellt der Roman ein Prequel dar.

Lebendige Geschichte

Mac P. Lorne bleibt sich und seinem Erzählstil treu. So erlebt man keine böse Überraschung, im Gegenteil: Die Pranken des Löwen haben alles, was ein guter historischer Roman haben muss: Spannung, eine erstklassische Geschichte, großartige Figuren und ein sicheres Händchen dafür, Historie lebendig werden zu lassen. Einmal mehr verwebt Lorne geschickt Fiktion und reale Geschichte. Dank gewissenhafter Recherche ist der Roman mit historischem Wissen vollgepackt, ohne den Leser zu ermüden und gar zu langweilen. Er erzählt die Ahnengeschichte des Robin Hood so gut, dass man es glatt für bare Münze halten könnte. Und nebenbei liefert er dem geneigten Leser nicht nur eine Biographie von Matilda, sondern betrachtet reale Figuren wie Hildegard von Bingen auch einmal aus einem anderen Blickwinkel.

Kaiserin Matilda stellt der Autor Robin Hoods Großvater Robert Fitzooth an die Seite. Fitzooth ist ein Draufgänger, mutig, manchmal etwas übermütig, aber eine treue Seele mit wahrer Führungsstärke. Natürlich hat er diese Charakterzüge nicht gleich alle mit zarten achtzehn Jahren parat. Doch Lorne lässt ihm Raum, um sich zu entwickeln und an den Aufgaben zu wachsen und das ist eine wahre Freude zu lesen. Denn an Fitzooths Seite erlebt der Leser auch ein Stück kaiserliche Geschichte. Packend und auch erklärend beschrieben, aber ohne Dinge zu verschönen. Wenn es blutig zuging, dann wird es auch als solches dargestellt. Konflikte im Mittelalter verliefen selten ohne Kampfhandlung.

Ganz ohne Robin Hood kommt der Roman zum Glück nicht aus, denn im letzten Drittel erfährt der Leser, wie und warum Robin zum Geächteten wurde, wie er seine Merry Men fand und wie ein walisischer Bogen ihn zu einer Legende machte. Robin und sein Großvater weisen viele Gemeinsamkeiten auf. Beide haben Ecken und Kanten, aber ein Hauch Idealismus schwingt immer mit. Und so rundet der Ausflug in Robins Jugendjahre den Roman gekonnt ab.

Kleines Manko

An Spannung mangelt es dem Buch nicht, es fesselt bis zur letzten Zeile. Nur der Schreibstil ist dieses Mal an manchen Stellen nicht ganz so flüssig. Zu pragmatisch wird hier und da beschrieben, was bisweilen etwas hölzern wirkt. Aber das alleine ist absolut kein Grund, die Finger von diesem Roman zu lassen, denn dann würde einem ein Stück lebendige Geschichte durch die Lappen gehen.

Ihre Meinung zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«

wampy zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«23.07.2018
Buchmeinung zu Mac P. Lorne – Die Pranken des Löwen

„Die Pranken des Löwen“ ist ein historischer Roman von Mac P. Lorne, der 2018 bei Knaur TB erschienen ist.

Zum Autor:
Mac P. Lorne ist Jahrgang 1957.
Aufgewachsen in der ehemaligen DDR studierte er aus politischen Gründen statt Geschichte und Literatur Veterinärmedizin.
Im Frühjahr 1988 gelang ihm die Flucht in die Bundesrepublik.
Gemeinsam mit seiner Familie baute er einen Reit-und Zuchtbetrieb in Bayern auf, aus dem sich auch Olympiareiter ihren Nachwuchs sicherten.
Heute lebt er zu Füßen einer mittelalterlichen Burg in einem der größten Waldgebiete Europas.
Er ist Co-Autor mehrerer Fach- und Sachbücher aus den Gebieten Veterinärmedizin und Pferdezucht.
Englische Geschichte ist die große Leidenschaft des Autors und seine Romanreihe rund um Robin Hood begeistert zahlreiche Leserinnen und Leser.

Klappentext:
Die wahre Geschichte von Robin Hood - neu erzählt von Erfolgsautor Mac P. Lorne
Wie alles begann! Der fulminante Auftakt der Reihe um den Meister der Diebe. Rasant erzählt und genau recherchiert von Bestseller-Autor Mac P. Lorne.
England 1110 - Der junge Gardist Robert Fitzooth wird zum persönlichen Leibwächter der englischen Prinzessin Matilda bestimmt, die den deutschen König Heinrich V. heiraten wird. An ihrer Seite überquert er die Alpen, gelangt bis nach Rom, wird in den Streit zwischen Kaiser und Kurie verwickelt und muss in einem jahrzehntelangen Bürgerkrieg kämpfen. Doch er findet auch die Liebe seines Lebens und sein Enkel wird dereinst einen Namen tragen, den alle Welt kennt - Robin Hood.
Mac P. Lorne führt den Leser eindrucksvoll durch das Europa des 12. Jahrhunderts, an die Höfe von Kaisern und Päpsten, in die Hütten der einfachen Menschen und tief hinein in den Sherwood Forest

Meine Meinung:
Dieses Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil begleiten wir Robert Fitzooth als Leibwächter der jungen Matilda und im zweiten Teil treffen wir auf seinen Enkel, den legendären Robin Hood. Der Autor schreibt in einer recht modern wirkenden Umgangssprache und nimmt bei den Beschreibungen der Kampfszenen kein Blatt vor den Mund, ohne aber allzu sehr ins Detail zu gehen. In vielen Details überrascht mich der Autor mit mir unbekannten, aber nachvollziehbaren Interpretationen. Das gesamte Werk ist spannend geschrieben und kann flüssig gelesen werden. Sowohl Robert Fitzooth als auch Robin Hood finden Gelegenheiten ihr Handeln zu hinterfragen, aber in der Regel geht es geradeaus. Beide Figuren sind trotz einer gewissen Härte sympathisch gezeichnet und haben kaum Schwächen. Mich hat der Umgang von Robert mit den weiblichen Wesen beeindruckt. Er hat ein aussergewöhnlich enges Verhältnis zu seiner Matilda und erst recht zu seiner Frau. Aber es ist vor allem ein Abenteuerroman und beide Hauptfiguren bestreiten viele und auch heftige Kämpfe. Wenn ein Gegner zu Schaden kommt, so war es doch gerecht. Für mich war Robert Fitzooth eine Spur interessanter als Robin Hood, vielleicht weil er überhaupt nicht berechnend agiert. Wenn es sein muss, dann handelt er mit vollem Einsatz. Bei Robin kommt eine planvolle Herangehensweise dazu. Ihm ist es wichtig, wie sein Handeln auf die Bevölkerung wirkt und ein Sänger sorgt für die Verbreitung der Heldensagen. In die Kampfszenen sind Passagen eingebunden, die unauffällig aber doch fundiert Geschichtswissen vermitteln. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Er dient auch der Auflockerung nach mörderischen Passagen. Die Figuren der Guten sind liebevoll und lebendig gestaltet, auch mit dem ein oder anderen Grauton versehen, während ihre Gegenspieler fast nur böse sind. Und manchmal ist es halt so, dass diese Bösen sich dann auch noch saudumm anstellen. Aber dies ist mein einziger Kritikpunkt.

Fazit:
Eine aufregend gestaltete Abenteuergeschichte mit sympathischen Helden und unglücklich agierenden Bösen. Die Mischung aus Historie und Fiktion ist gelungen. Gerne vergebe ich vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.
PMelittaM zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«31.05.2018
1110: König Henry I stellt seiner kleine Tochter Matilda Robert Fitzooth als Leibwächter zur Seite, der ihr Leben über Jahrzehnte begleiten, ihr nach Deutschland, über die Alpen, in die Normandie und wieder nach England folgen und mehrfach sein Leben für sie einsetzen wird.

Nach vielen Jahren ist es Robert möglich, für sich und seine Familie einen Traum zu erfüllen. Doch das Glück hält nicht ewig, und schon sein Enkel Robin sieht sich seiner Existenz beraubt und wird zu einem der berühmtesten Geächteten, zu Robin Hood.

Mir gefällt die Idee sehr gut, die Geschichte um Robin Hood mit einem seiner Vorfahren beginnen zu lassen, und diesen einen Teil der mittelalterlichen (englischen) Geschichte miterleben zu lassen. Wer sich ein bisschen auskennt, weiß, dass Matilda nicht nur Königin und Kaiserin gewesen ist, sondern auch die Stammmutter der Plantagenets. Außerdem stürzte ihr Kampf um die englische Krone das Land in einen schlimmen Krieg, der von Anarchie geprägt war.

Der Autor hat den Roman in zwei Teile getrennt und den längeren Part Robert gewidmet. Dieser hat mir gut gefallen, da wir hier mittendrin im historischen Geschehen sind und es dem Autor gut gelungen ist, Roberts individuelle Lebensgeschichte mit den historischen Ereignissen zu verknüpfen. Mit ihm trifft der Leser eine Vielzahl historischer Persönlichkeiten, wie z. B. Papst Paschalis II, Hildegard von Bingen und Eleonore von Aquitanien. Mac P. Lornes anschauliche Erzählweise gibt dem Leser dann auch das Gefühl mit dabei zu sein. Hier ist der Roman auch oft sehr spannend, so dass man ihn ungern aus der Hand legt.

Gut gelungen finde ich in diesem Teil auch die Charaktere, allen voran Robert. Dieser, aber auch z. B. Matilda sind tiefgründig gezeichnet, ihre Charaktere sind interessant, wenn auch vielleicht manchmal etwas klischeehaft, wie auch das Geschehen hin und wieder etwas zu sehr ins Klischeehafte abdriftet, vor allem wenn es um Roberts Lebensgeschichte geht, die im Gegensatz zu Matildas fiktiv ist.

Weniger gut hat mir dagegen der zweite Teil, der sich um Robin dreht, gefallen, hier habe ich sogar ein bisschen die Lust am Weiterlesen verloren. Ich kenne die Robin-Hood-Geschichten ganz gut, und mir fiel direkt auf, dass der Autor sie ein wenig anders erzählt, als gewohnt, so ist z. B. Henry II noch König. Das finde ich allerdings nicht schlimm, man kann sich gut daran gewöhnen, und immerhin trifft man viele bekannte Charaktere der Robin-Hood-Legende wieder. Probleme habe ich hier allerdings mit den Charakteren, sie sind mir alle zu blass, zu oberflächlich, mit Robin werde ich gar nicht warm, aber auch z. B. Marian oder Little John kommen mir nicht wirklich nahe. Die Antagonisten, der Sheriff von Nottingham und Guy von Gisbourne, sind, wie man sie kennt, einfach nur böse, ein bisschen weniger schwarz hätte ihnen vielleicht gut getan. Auch die Geschichte kommt nicht an die Roberts heran, ich fand sie eher langweilig als spannend.

Ich kann gut verstehen, dass Mac P. Lorne in diesen ersten Band auch den Übergang zum eigentlichen Titelhelden der Reihe bringen wollte, aber mir hätte es gereicht, wenn er ihn hier nur eingeführt, und alles weitere in die nächsten Bände übernommen hätte. So hat man das Gefühl, zwei verschiedene Bücher zu lesen, was dem Roman nicht gut tut.

Dieser Roman ist bereits 2014 erstmals erschienen und wurde nun im Knaur-Verlag neu aufgelegt. Ich hatte beim Lesen hin und wieder das Gefühl, das etwas holprig erzählt wird, was ich von einem späteren Roman des Autors so nicht kannte. Meinen Lesefluss beeinträchtigte das aber nicht wesentlich. Das taten allerdings zunehmend Aussagen wie „konnte er da noch nicht ahnen, dass“, die im ersten Teil vielleicht noch angingen, weil man die historischen Ereignisse im wesentlichen kennt, die aber im zweiten Teil immer mehr stören, und insgesamt zu viel vorwegnehmen. Wenn der Autor damit Spannung aufbauen wollte, ist ihm das bei mir missglückt.

Dennoch bin ich neugierig geworden auf die Folgebände und nun ganz gespannt auf den zweiten Band der Reihe, in dem Robin dann hoffentlich auf Richard Löwenherz trifft. Denn, auch wenn mich die Geschichte nicht immer überzeugen konnte, vor allem im zweiten Teil, so ist der historische Unterbau gut gelungen, und auch die Zusatzinhalte, die bei einem historischen Roman für mich dazu gehören, sind gelungen: Neben zwei Karten und einem Personenregister, in dem die wesentlichen Personen erwähnt werden und die historischen gekennzeichnet sind, gibt es ein Glossar, historische Anmerkungen des Autors und eine Bibliografie.

Zwar konnte mich dieser erste Band der Reihe nicht durchgehend überzeugen, machte mich aber doch neugierig darauf, wie der Autor Robin Hoods Geschichte weitererzählen wird. Insgesamt gibt es vier Bände, die vom Knaur Verlag zügig neu aufgelegt werden, ein fünfter wird neu geschrieben. Für diesen Band kann ich leider nur 3 Sterne vergeben, wer sich aber für diese Epoche und/oder für Robin Hood interessiert, sollte der Reihe eine Chance geben.
dorli zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«30.05.2018
In seinem historischen Roman „Die Pranken des Löwen“ geht Mac P. Lorne der Frage nach, wie aus einem mittelenglischen Freibauern ein so hervorragender Kämpfer und Bogenschütze wie der legendäre Robin Hood werden konnte. Hierzu hat der Autor die historischen Ereignisse zwischen Februar 1110 und dem Winter 1186 mit einer facettenreichen fiktiven Handlung verflochten und nicht nur ein glaubwürdiges Bild der damaligen Zeit gezeichnet, sondern zudem eine durchaus denkbare Ahnengeschichte für den englischen Volkshelden konstruiert.

Matilda, Tochter Henry I., ist 8 Jahre alt, als sie den jungen Gardisten Robert Fitzooth davor bewahrt, seine rechte Hand zu verlieren. Robert wird zum persönlichen Leibwächter der Prinzessin ernannt und begleitet Matilda nicht nur zu ihrer Verlobung mit Heinrich V. nach Deutschland, sondern bleibt jahrzehntelang treu an ihrer Seite. Als der während eines Italienaufenthalts an Malaria erkrankte Robert auf dem Rückweg nach Trier bewusstlos von Pferd fällt, lässt Matilda ihn von heilkundigen Nonnen im Kloster Disibodenberg gesund pflegen. Hier lernt der Leibwächter die junge Martha kennen und lieben – die späteren Großeltern von Robin Hood haben sich gefunden.

Mac P. Lorne erzählt sehr unterhaltsam, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich nicht nur ruckzuck mittendrin im Geschehen war, sondern mir die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte.

Der Autor wartet besonders im ersten Teil des Buches mit einer geballten Ladung an historischen Fakten auf, die aber so spannend und mitreißend verpackt sind, das es großen Spaß macht, die Wege der Akteure zu verfolgen und ihr Miteinander und Gegeneinander zu beobachten. Das Leben und Wirken Matildas steht hier im Mittelpunkt und man erlebt ihre aufregende Zeit als Kaiserin des römisch-deutschen Reiches genauso intensiv mit, wie das viele Jahre andauernde Gerangel mit ihrem Cousin Stephan von Blois um die englische Krone.

Im zweiten Teil des Buches wird der historische Roman dann zu einer fesselnden Abenteuergeschichte. Mac P. Lorne erzählt in diesem Part, wie es dazu kam, dass aus dem jüngeren Robert Fitzooth der sagenumwobene Robin Hood wurde. Es geht mitten hinein in den Sherwood Forest und man bekommt die bekannten Geschichten rund um Robin und seine Merry Men kurzweilig präsentiert.

Fiktive und historische Figuren werden von Mac P. Lorne einleuchtend miteinander kombiniert, ihr Zusammenspiel ist gut durchdacht und ausgeklügelt. Jeder Einzelne bekommt schnell ein Gesicht, zeigt Emotionen und handelt entsprechend seinen Eigenheiten.

„Die Pranken des Löwen“ hat mir sehr gut gefallen – eine tolle Mischung aus Historie, Spannung und Abenteuer, die mir nicht nur abwechslungsreiche Lesestunden beschert, sondern mir auch eine fesselnde Zeitreise in die Geschichte Europas ermöglicht hat.
Roland T. zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«06.05.2017
"Die Pranken des Löwen" ist die Vorgeschichte zu der dreiteiligen Löwenreihe, die sich mit dem Leben und den Abenteuern des englischen Volkshelden und Räubers Robin Hood beschäftigt. In diesem Roman erfährt man auf unterhaltsame und spannende Weise die Geschichte von Robert Fitzooth dem Älteren und Robert Fitzooth dem Jüngeren. Werden die Abenteuer des Großvaters noch etwas in geraffter Form geschildert, wird mit der Schilderung der Kindheit und Jugend des Enkels Robin Hood aus einem guten Buch ein sehr gutes Buch. Die Geschichte wird spannend, locker und unterhaltsam erzählt. Es wird nie langweilig, auch weil es dem Autor gelingt, historische Fakten mit fiktiver Handlung zu einer guten Story zu verbinden. Ein Muß für jeden Leser, der sich für diese Epoche der Geschichte interessiert.
Heide zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«11.10.2014
Der Prolog erschüttert wie ein Paukenschlag und es ist klar: man muss das Buch lesen. Und - der geschichtsinteressierte Leser wird abermals nicht enttäuscht. Reales wird durch den Autor geschickt mit Erdachtem gemischt, dass man oft veranlasst wird, nachzuschauen, was nun eigentlich Tatsachen waren. Das Leben im Mittelalter war gewiss hart und kann mit unseren heutigen Moralvorstellungen nicht gemessen werden. Auch das beschreibt der Autor in manchen Szenen gnadenlos und das ist gut so!
Da ich die Bücher M.P. Lornes in der Reihenfolge des Erscheinens las, habe ich nunmehr große Lust, die 2 ersten Bände noch einmal durchzuarbeiten, weil ich vermute, dass neue Aspekte zum Vorschein kommen werden. Oder gibt es bald ein viertes Buch?
DocRomeo zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«28.03.2014
Wieder einmal eine abenteuerliche und aufregende Reise durch die Zeit.
Diesmal dreht sich alles um den jungen Robert Fitzooth, dessen Enkel "Robin Hood" später Aufsehen erregen wird.
Erneut gelingt es dem Autor, eine der Geschichten aus Europas 12. Jahrhundert spannend und lebendig darzustellen.
Man begegnet geschichtlich belegten Personen wie z.B. Hildegard von Bingen oder Heinrich V., auch aus bisher weniger bekannten Sichtweisen heraus.
Der aktuelle Roman steht den beiden "Vorgängerbüchern" jedenfalls in nichts nach.
Eine klare Kaufempfehlung meinerseits!
unclethom zu »Mac P. Lorne: Die Pranken des Löwen«23.03.2014
Bisher war mir der Autor gänzlich unbekannt. Als ich auf Facebook den Klappentext las, war es mir klar dass ich das Buch lesen muss. Und es hat sich mehr als gelohnt.
Das Buch ist der dritte Band einer Trilogie, ist aber als Prequel zu verstehen, also der Geschichte vor der Geschichte.
Sehr plastisch und auch sehr genau recherchiert beschreibt er die Schauplätze sowie die Figuren. Der Autor entführt einen in die Zeit in der Robin Hoods Vorfahren lebten und beschreibt ihr Leben. Man erfährt die geschichtlichen Zusammenhänge und auch warum Robin Hood zum geächteten wurde.
Das ganze garniert mit fiktiven Erlebnissen der Protagonisten und fertig ist ein wundervoller historischer Roman. Auf fast 600 Seiten, die keinerlei Längen aufweisen, wo es einem wirklich schwer fällt das Buch aus den Händen zu legen.
Sehr fesselnd beschrieben reisen wir mit dem Autor durch das 12. Jahrhundert und erfährt so vieles bekanntes, aber auch so manche Überraschung.
Ich war begeistert von diesem Buch und freue mich auf die ersten beiden Bände der Trilogie.
Hochverdient vergebe ich hier 5 von 5 Sternen.
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