Schön verpackt -
oder nur der Inhalt zählt?

Ein ansehnliches Cover macht ganz sicher noch kein gutes Buch...

... aber zumindest ist es fast immer der erste Eindruck, den wir von einem Buch gewinnen. Die Verlage geben sich sehr viel Mühe, um die Aufmerksamkeit des Lesers auf das Buch zu lenken. Schon lange zählt nicht mehr nur das Cover-Motiv allein, auch mit Form und Haptik wird immer kreativer umgegangen.

Wie sehr lasst Ihr Euch beim Kauf von einem Buch-Cover beeinflussen? Habt Ihr sogar schon ein Buch nur wegen des Covers gekauft? Mögt Ihr einen besonderen Stil bzw. was gefällt Euch gar nicht?

Foto: istock.com/sabelskaya

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Letzte Kommentare:
17.12.2020 21:53:51
Kerstinsbücherecke

Ausschließlich wegen des Covers habe ich noch nie ein Buch gekauft. Aber es ist wichtig. Aufgrund der Fülle an Büchern in den Buchhandlungen und Onlinestores muss ein Cover meinen Blick einfangen, um das Buch überhaupt in meinen Wahrnehmungskreis zu bringen.
Bei historischen Romanen ist das bei mir gar nicht so einfach.
Mit einer Frau in historischem Kleid bekommt man mich nur bedingt dazu ein Buch in die Hand zu nehmen. Meist nur dann, wenn Titel und Kleidung nicht zu einander passen. Das liegt aber eher an meinem Interesse für historische Kostüme. Außerdem vermittelt eine Frau auf dem Cover meist gleich bei mir den Eindruck "Beziehungsdrama" (egal ob große Liebe oder tragisches Schicksal) in historischer Verpackung und da gab es schon zu viele für meinen Geschmack schlechte Bücher.
Hier einmal zwei Beispiele für positive Kaufentscheidungen.
1. Joanna Courtneys Drei Königinnen-Reihe.
Die Autorin kannte ich zuvor nicht. Und ich mag ja eigentlich gar kein Herzschmerz. Aber das Cover machte auf sich aufmerksam. Ein ins rechte Licht gerückter Titel; dazu eine etwas verschnörkelte Ornamentik auf gealtert wirkendem Hintergrund unterstrichen durch den kleinen Hinweis historischer Roman. Schon war mein Blick auf das Buch gerichtet. Der herzförmige Schlüssel an einem Band hatten dann einen kleinen "Naja, schauen wir mal" -Effekt, da geht es auch um Gefühle. Aber das schreckte mich nicht ab, das Buch in die Hand zu nehmen und erst einmal den Klappentext zu lesen und das Buch kurz durchzublättern und ein paar Seiten an zu lesen. Alles passte, also Buch (oder besser die ganze Reihe) besorgt und nicht bereut. Zudem muss ich gestehen, dass die geprägte Schrift auf dem Cover auch als Handschmeichler schon ganz gut sind.
2. C.J.Sansom "Die Gräber der Verdammten", ein historischer Kriminalroman. habe ich gerade erst in unserer Buchhandlung vor Ort gekauft und möchte es gerne über Weihnachten lesen. Gut, es ist der siebte Band der Reihe und die anderen Bände fand ich auch gut, aber hätte das Cover meinen Blick nicht auf sich gezogen, hätte ich es im Regal der Buchhandlung vollständig übersehen. Ein schlichtes Cover mit einer Holzvertäfelung, wie es für englische Häuser im 16. Jahrhundert durchaus üblich war. Aber dieses Coverbild in Verbindung mit dem Namen des Autors sorgte dafür, dass ich eigentlich nur noch den Klappentext kurz lesen musste, um zu sehen wo sich der Roman genauer bewegt und schon war ich damit an der Kasse.

Fazit: Ein gutes Cover ist für mich sehr wichtig, um auf einen Roman aufmerksam zu werden und damit indirekt schon kaufentscheidend.

Zeitpunkt.
Menschen, Schicksale und Ereignisse.

Wir schauen auf einen Zeitpunkte unserer Weltgeschichte und nennen Euch passende historische Romane.

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