Jungfernmord von Dagmar Hansen

Buchvorstellungund Rezension

Jungfernmord von Dagmar Hansen

Originalausgabe erschienen 2018unter dem Titel „Jungfernmord“,, 310 Seiten.ISBN 3839223172.

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Kurzgefasst:

Als sich die Linnicher Herbergswirtin Edith im Frühjahr 1354 auf den Weg zur Burg Gripekoven macht, plant sie ihre geschäftstüchtige, aber säumige Magd zurück nach Hause zu holen. Doch sie kommt zu spät, das Mädchen ist tot. Obgleich sich die Belagerung der Burg anbahnt, bleibt Edith fest entschlossen, den Mörder ihrer Magd zu entlarven. Bald muss sie feststellen, dass der unerbittliche Feind nicht nur vor den Burgmauern lauert.

Das meint Histo-Couch.de: „Edith, auf der Jagd nach der Wahrheit“90Treffer

Rezension von Karin Speck

Im Frühjahr des Jahres 1354 verschwindet die Dienstmagd von Edith spurlos. Edith betreibt eine Herberge in Linnich und ihre Magd sollte auf der Burg von Gripekoven etwas abholen, doch sie kehrte nicht zurück. Edith macht sich auf den Weg, um die junge Frau zu suchen. Bis auf die Burg führt sie ihr Weg. Leider muss sie feststellen, dass sie zu spät kommt: ihre Magd wurde tot aufgefunden und die Umstände ihres Todes nicht weiter untersucht. Die Wirtin beschließt, auf der Burg zu bleiben. Diese Idee soll sich schon bald als Fehler herausstellen. Die Burg wird belagert und die Bewohner haben anderes im Sinn, als nach einem Mörder in ihren Reihen zu suchen. Edith aber lässt sich nicht unterkriegen und macht sich auf die Suche.

Fesselnde Geschichte

Dagmar Hansen wagt sich mit ihrem historischen Krimi Jungfernmord in für sie unbekanntes Land. Für die Autorin ist es der erste historische Roman, den sie geschrieben hat. Dabei hat Dagmar Hansen alles richtig gemacht. Dieser Roman ist fesselnd bis zur letzten Seite.

Sie erzählt von einer verschwundenen Magd und von einer Wirtin, die sich nicht alles gefallen lassen will. Mit Edith als Protagonistin hat sie eine selbstbewusste Ermittlerin lebendig werden lassen. Dabei geht Edith so vor, wie man es wohl von einer Frau aus dem 14. Jahrhundert erwarten darf. Mit ihren Möglichkeiten verfolgt sie ihr Ziel. Gleichzeitig erlebt der Leser das Leben auf einer Burg, die unter Belagerung steht. Die Menschen sind einer großen Bedrohung ausgesetzt und müssen dementsprechend handeln. Genau dies hat Frau Hansen glaubhaft in Szene gesetzt. Sie beschreibt den Tagesablauf der Bewohner so lebensecht, dass es leicht fällt, sich die Gegebenheiten vorzustellen. Dabei verliert Hansen aber nicht ihr eigentliches Ziel aus den Augen. 

Sowie Edith auf der Burg neue Menschen kennenlernt, begegnet auch der Leser diesen Protagonisten. Die Entscheidung, wem man vertrauen kann und wer als Täter infrage kommt, ist dabei nicht leicht. Die Lösung beinhaltet dann auch einige Überraschungen.

Eine Belagerung mit historischem Hintergrund

Ein Nachwort gibt es hier leider nicht und so bleibt es dem Leser überlassen, was er für Fiktion hält und was der Wahrheit entspricht. Die Belagerung der Burg Gripekoven im Jahre 1354 hat stattgefunden und so wie hier beschrieben, könnte es sich durchaus zugetragen haben.

Gelungener Schluss, mit Potenzial für eine Fortsetzung

Jungfernmord ist ein historischer Krimi, der alles beinhaltet, was einen guten Roman ausmacht: eine spannende Handlung und vor allem eine nicht gleich von Anfang an zu durchschauende Geschichte. Protagonisten, die kleine Geheimnisse mit sich tragen und ebenfalls nicht leicht zu durchschauen sind. Die Frage, wer ist hier gut und wer eher nicht, ist nicht einfach zu beantworten. Der Schluss lässt den Leser zwar mit dem Wissen zurück, was auf Gripekoven geschehen ist, hat aber noch genügend Raum, um auf eine Fortsetzung der Geschichte zu hoffen.

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