Abschied in Prag von Alyson Richman

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „The Lost Wife“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 384 Seiten.ISBN 3-453-35959-3.Übersetzung ins Deutsche von Norbert Möllemann, Charlotte Breuer.

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Kurzgefasst:

Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen...

Das meint Histo-Couch.de: „Wie der Holocaust über das Kriegsende hinaus wirkt“87Treffer

Rezension von Birgit Borloni

Lenka und Joseph lernen sich 1936 in Prag kennen und lieben. Doch das Glück währt nicht lange. Kurz nach ihrer Hochzeit 1939 gelingt es Jospehs Vater, für seine Familie Ausreisevisa zu bekommen. Doch Lenka weigert sich, ihren Mann zu begleiten, da sie ihre eigene Familie nicht zurücklassen möchte. Die beiden verabreden, dass Joseph aus den USA versuchen wird, seine Frau, ihre Eltern und ihre Schwester nachzuholen. Doch sein Schiff wird auf der Überfahrt von einem deutschen U-Boot versenkt. Joseph ist der einzige seiner Familie, der überlebt, aber sein Name landet trotzdem auf der Liste der Todesopfer, die in der Zeitung veröffentlich wird. Für Lenka bricht eine Welt zusammen, hält sie ihren Mann doch nun für tot. Als Joseph schließlich in den USA landet und es schafft, einen Brief an Lenka zu schreiben, ist es zu spät. Sie und ihre Familie sind bereits deportiert: Zunächst nach Theresienstadt, dann nach Auschwitz. Lenka überlebt, aber Joseph kann sie auch nach dem Krieg nicht ausfindig machen und hält sie schließlich ebenfalls für tot. Beide heiraten, bauen sich ein neues Leben auf und versuchen, mit der Vergangenheit zu leben. Dann stehen sie sich eines Tages im Jahr 2000 auf der Hochzeit ihrer Enkel gegenüber&

Von der Schuld der Überlebenden

Abschied in Prag von Alyson Richman beginnt mit dem Treffen von Lenka und Joseph im Jahre 2000 in New York, als sie beide erkennen, dass er jeweils andere noch lebt. Das ist jedoch nur ein kurzes Kapitel, danach wird die Geschichte von Lenka und Jospeh erzählt, und zwar aus beiden Perspektiven. Von der Jugend in Prag an, durch die dunkle Zeit des Holocaust hindurch bis hin zum Leben nach dem Krieg. Während Lenkas Erzählungen sich hauptsächlich um die Zeit in Prag und nach der Deportation dreht, berichtet Joseph überwiegend von seinem Leben in Amerika nach seiner Flucht aus der Heimat.

Josephs Perspektive ist dabei extrem interessant, denn sie behandelt ein Thema, das so nicht oft vorkommt: Die Schuld der Überlebenden. Auch wenn er nichts dafür kann, hadert er sehr mit sich und der Welt, dass seine ganze Familie auf der Überfahrt ausgelöscht wurde und dass er Lenka zurück gelassen, ihrem Schicksal überlassen hat. Zwei Jahre nach Kriegsende heiratet er erneut. Seiner Frau, Amalia, ist es ebenfalls als einzige ihrer Familie gelungen, in die USA zu fliehen. Auch sie lebt mit der Gewissheit und der Schuld, die von ihr geliebten Menschen dadurch auf immer verloren zu haben. Doch dieses gemeinsame Schicksal verbindet nicht, sondern trennt sie. Jeder ist in seiner Sprachlosigkeit gefangen, unfähig, die Mauer zwischen ihnen nieder zu reißen, unfähig, wirklich glücklich zu sein. Es gelingt Richman, das an Kleinigkeiten darzustellen. An Überlegungen, Gedanken und Taten, die mehr sagen als alle Worte es könnten. Es wäre jedoch schön gewesen, noch etwas mehr darüber zu erfahren, denn Joseph hat im Vergleich zu Lenka den geringeren Erzählanteil, so dass manches doch etwas zu kurz kommt.

Schrecken und Überleben

Lenkas Gesichte hat man so oder so ähnlich schon häufiger gelesen, so dass im ersten Teil ab und zu Längen auftreten, denn man erfährt nicht wirklich etwas Neues. Das ändert sich nach der Deportation und insbesondere nach der Ankunft in Auschwitz. Zwar gibt es auch über das Leben in Lagern genug Romane, doch der Schrecken nutzt sich auch beim wiederholten Lesen nicht ab. Dazu trägt auch Richmans Sprache bei: Nüchtern und unaufgeregt lässt sie Lenka erzählen und dadurch gehen die Schilderungen unter die Haut. Es ist unfassbar, was Menschen anderen Menschen in dieser Zeit angetan haben. Die Qualen und Leiden sind unbegreiflich und es ist kaum vorstellbar, dass überhaupt jemand Auschwitz überleben konnte. Doch inmitten des Schreckens gibt es auch Augenblicke der Menschlichkeit. Insbesondere der Widerstand, den die Künstler leisten, und das Bemühen aller, das Leben für Kinder so erträglich wie möglich zu gestalten. Auch Lenka berichtet schließlich über ihr Leben nach dem Krieg und man kann alle Überlebende des Holocaust nur bewundern, wie sie fähig sind, ihr Leben mit diesen Wunden weiterzuführen.

Abschied in Prag ist ein feinfühlig erzähltes Buch über eine große Tragödie, das auf billige Effekthascherei verzichtet, sondern ruhig und präzise die Schrecken und Hoffnungen darstellt. Da es bereits so viele Romane über das Leben im Holocaust gibt, hätte es das Buch noch besser gemacht, wenn der Anteil der Jahre nach dem Krieg in der Erzählung größeren Raum eingenommen hätte. Die Schuld und der überwältigende Schatten, der über allem liegt, berührt einen und macht erst wirklich klar, dass der Holocaust nicht nur die Überlebenden traumatisiert hat, sondern auch in das Leben ihrer Familien hinein wirkt.

Zum Schluss sei noch gesagt, dass derjenige, der von einer Liebesgeschichte zwischen Joseph und Lenka nach ihrem Wiedersehen ausgeht, enttäuscht werden wird. Lediglich die ersten und die letzten Szenen handeln von dem Treffen und über das gegenseitige Erkennen geht es nicht hinaus. Das Ende ist somit offen gehalten, auch wenn es eine eindeutige Richtung gibt, was aber dem Buch insgesamt keinen Abbruch tut.

Ihre Meinung zu »Alyson Richman: Abschied in Prag«

Gina1627 zu »Alyson Richman: Abschied in Prag«28.01.2018
Eine Verbindung für die Ewigkeit!
Ein Blick genügt und du weißt, dass du mit diesem Menschen dein Leben verbringen willst. Lenka und Josef hatten diesen magischen Augenblick als sie sich 1936 in Prag im Hause der Kohns begegneten. Doch ihr Glück ist nicht von langer Dauer. Die Gefahr für jüdische Menschen wird immer größer als der Einmarsch der deutschen Besatzer bevorsteht. Josef flieht auf Lenkas Wunsch mit seiner Familie kurz nach ihrer Hochzeit nach New York und sie bringt es nicht übers Herz ihre Eltern und ihre Schwester zu verlassen. Sie schaffen es nicht mehr ihnen nachzufolgen und die Macht des Nationalsozialismus schlägt zu. Unausweichlich landen sie im Konzentrationslager. Lenka überlebt mit viel Glück und baut sich nach dem Krieg in Amerika ein neues Leben auf. Doch ihre erste Liebe lässt sie niemals los und wie durch ein Wunder begegnen sie sich nach 60 Jahren bei einer Hochzeitsvorbereitung wieder.

„Abschied in Prag“ ist ein sehr emotionales, eindringliches, bedrückendes und außergewöhnliches Buch über eine nie vergessene große Liebe, die geprägt wird durch die Schrecken des 2. Weltkrieges. Sehr warmherzig, bildlich und poesievoll erzählt die Autorin mit einem wunderschönen Sprachgebrauch die Liebesgeschichte von Josef und Lenka und ebenso schonungslos und authentisch den unvorstellbar grausamen Umgang mit der jüdischen Bevölkerung zur damaligen Zeit. Das Buch kommt einem wie ein Gemälde vor, bei dem man durch einen Bilderrahmen einen Blick in eine unvergessliche Zeit wirft und eine bewegende und erschreckende Szenerie darstellt. Man fühlt die Verbundenheit der Autorin zur Malerei. Gefühle werden mit Farben und Bildern unvergleichlich schön und traurig dargestellt und es liegt ganz viel Melancholie in der Luft.

Wunderschön und sehnsuchtsvoll kommen Josef und Lenka zusammen rüber und die Trennung und ihre weiteren tragischen Lebensgeschichten nehmen einen emotional sehr mit. Ihre sich abwechselnden Erzählungen in der Ich-Form ziehen einen ganz tief in ihr Leben hinein und man erlebt ihre Freude, ihre Ängste, ihre Machtlosigkeit und ihr tiefes Leid hautnah mit. Bei Josefs Flucht nach Amerika denkt man an all die vielen Menschen, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben Familie und Freunde zurückgelassen haben und fühlt ihre Qualen und Gedanken, ob jemand von ihnen überlebt hat. Noch tragischer erlebt man mit Lenka und ihrer Familie die Grauen der Zwangsverlagerung und Deportierung in ein Konzentrationslager und den dortigen Überlebenskampf. Mit unserem heutigen Wissen kommen einem diese Szenarien und Horrorvisionen noch barbarischer und unfassbarer vor und man wird still, demütig und froh, dass man im Jetzt leben darf. Es liegt so viel Angst der Menschen beim Lesen in der Luft. Durch Lenkas Gedanken weiß man, dass diese Erinnerungen einen nie mehr loslassen und tief im Herzen vergraben sind.
Das Wunder des Wiedersehens rührt einen zu Tränen und man ist von der Macht der Liebe sehr ergriffen.

Mein Fazit:

„Abschied in Prag“ ist ein sehr geschichtsträchtiger und bewegender Roman, der mich gefesselt, begeistert und mitgenommen hat. Wie in der Anmerkung von der Autorin geschildert, hat sie bei ihrer Recherche wirkliche Schicksale und Erzählungen mit eingewoben und dadurch das Buch noch ausdrucksstarker und nachvollziehbarer gemacht.

Von mir gibt es hier eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne!
dorli zu »Alyson Richman: Abschied in Prag«11.01.2018
New York im Jahr 2000. Als Josef beim Probedinner vor der Hochzeit seines Enkelsohnes der Großmutter der Braut vorgestellt wird, glaubt er einen Geist zu sehen – vor ihm steht Lenka, die Frau, die er vor 60 Jahren in Prag geheiratet hat…

In „Abschied in Prag“ erzählt Alyson Richman die Geschichte zweier Liebenden, die durch die Wirren des beginnenden Zweiten Weltkriegs getrennt werden und einander über sechs Jahrzehnte hinweg für tot halten. Die Autorin lässt Lenka und Josef abwechselnd zu Wort kommen und von ihren jeweiligen Erlebnissen vor diesem überraschenden Wiedersehen auf der Hochzeit ihrer Enkelkinder berichten.

Lenka Maizel, die nach einer sehr glücklichen Kindheit in Prag Kunst studiert, verliebt sich in Josef Kohn, den Bruder ihrer Freundin und Mitstudentin Veruška. Da das Leben in der Tschechoslowakei Ende der 1930er Jahre aufgrund der politischen Lage für Juden immer schwieriger wird, beschließen die beiden, schnell zu heirateten, damit Josefs Eltern auch für die Maizels Ausreisevisa und Schiffspassage nach Amerika organisieren können. Als Lenka erfährt, dass es für ihre Eltern und ihre Schwester keine entsprechenden Papiere geben wird, entschließt sie sich, zunächst bei ihrer Familie in Prag zu bleiben und Josef nachzureisen, sobald es Visa für alle gibt. Doch es sollte alles anders kommen…

Lenka und ihre Familie landen in Theresienstadt. Alyson Richman erzählt äußerst anschaulich und eindringlich von Lenkas Erlebnissen in dem Konzentrationslager und beschreibt das Grauen, das unsägliche Leid, die Schikanen und Misshandlungen, die die Juden erdulden mussten, sehr ausführlich und realistisch. Es ist immer wieder erschütternd zu lesen, mit wie viel Kälte und Brutalität Menschen einander begegnen können.

Josef kommt nach einem mehrmonatigen Aufenthalt mit seiner Familie in England allein in New York an. Er beendet sein Medizinstudium und wird Geburtshelfer, er trifft Amalia, heiratet sie und gründet mit ihr eine Familie. Dennoch sind seine Gedanken immer bei Lenka. Er träumt von ihr. Da seine Briefe ungeöffnet zurückkamen, hat er nach Kriegsende versucht, Lenka über einen Suchdienst zu finden, musste jedoch erfahren, dass ihr Name auf einer Liste aus Auschwitz steht…

Alyson Richman besitzt die beeindruckende Fähigkeit, die Gedanken und Gefühle ihrer Protagonisten mitreißend darstellen und auf den Leser zu übertragen. Ich habe mit den Akteuren gelebt und gelitten, gebangt und gehofft. Habe Kummer und Furcht genauso mit ihnen geteilt, wie die kleinen Glücksmomente. „Abschied in Prag“ lässt mich ergriffen zurück – eine tiefgründige, berührende Geschichte, die nach dem Lesen noch lange nachklingt.
Mohnblume zu »Alyson Richman: Abschied in Prag«28.12.2017
Inhaltsangabe:
Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…

Meine Meinung:
Zur Autorin:
Alyson Richman, hat eine sehr bewegende und berührende Geschichte geschrieben, die mein Herz sehr berührt und mich erschüttert hat. Eine sehr tiefgründiger Roman, der von der dunkelsten Epoche seit Menschen gedenken erzählt. Es geht um die Verfolgung und Vernichtung der Juden, das sie mit viel Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl erzählt, ein Emotion geladener Roman. Ihr Schreibstil ist sehr klar, kraftvoll und mitreißend, es ist wie ein Sog dem man sich beim Lesen nicht mehr entziehen kann. Man versinkt bei Lesen in der Geschichte wird eins mit den Protagonisten und leidet mit ihnen mit. Alles ist so Bildhaft erzählt das alles wie ein Film im Kopf abläuft. Ihre einzelnen Figuren sind so real und glaubhaft beschrieben, das sie wie aus Fleisch und Blut wirken. Auch die Charaktere der einzelnen Personen und ihre Emotionen sind sehr gut herausgearbeitet, das man das Gefühl hatte in ihre Seelen zu blicken. Eine traurige, facettenreiche und doch wundervolle Liebesgeschichte, in lesen tönen erzählt. Sehr schön hat sie das ganze das auf zwei Ebenen spielt miteinander verwoben. Besonderes das ganze geschehen aus der Sicht von Lenka, war das dramatisches, Josef Geschichte dagegen war ruhiger erzählt und nicht ganz so aufwühlend.

Zum Inhalt:
Wunderschön hat sie die zarten Liebesbande zwischen Josef und Lenka in den 1930-er Jahren Prag erzählt. Lenka die Kunst studiert, und durch ihre beste Freundin deren Bruder der Arzt wird kennen lernt. Eine Liebe die sehr tief ist und schließlich in einer Ehe endet. Da beide dem jüdischen Glauben angehören, wird das Leben immer schwerer für sie im Land, ihnen und ihren Familien bleibt nur die Flucht. Josefs Familie hat Verwandte in Amerika und besorgt Visa, aber für Lenkas Familie gibt es keine. Schweren Herzens bleibt Lenka bei ihrer Familie zurück, sie möchte sie nicht im Stich lassen. Josef bricht mit seiner Familie auf, das Schiff sinkt und Josef überlebt wie durch ein Wunder, wird aber irrtümlich für Tod erklärt. Eine Welt zerbricht für Lenka, dann übernehmen die Nazis auch Prag, und Lenka wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Das Leben dort ist gnadenlos hart und unmenschlich. Hunger, Elend und Tod sind immer anwesend. Ich habe Lenka für ihre Kraft und Durchhaltevermögen bewundert. Auch ihrem Mut verbotene Dinge zu tun ,um Aufmerksamkeit zu den Zuständen im Lager in der Welt mit ihren Mitstreiter zumachen. Diese Zustände dort sind so erschreckend und realistisch beschrieben, das ich Gänsehaut hatte beim Lesen und mir die Tränen kamen. Später landen sie und ihre Familie nur noch aus Haut und Knochen in Auschwitz, dort entkommt sie nur kapp dem Tod. Mit ihrem Amerikanischen Retter geht sie nach Amerika, ohne zu Ahnen das dort Josef als Arzt praktiziert. Den beide hallten den anderen für Tod. Aber in ihren Herzen lieben sie sich immer noch, sie können einander nicht vergessen. Wie es das Schicksal so will stehen sich beide in New York gegenüber.....
Mohnblume zu »Alyson Richman: Abschied in Prag«28.12.2017
Inhaltsangabe:
Lenkas und Josefs Geschichte beginnt im Prag der 1930er Jahre. Kurz nach ihrer Heirat werden die jungen Liebenden beim Einmarsch der Deutschen auseinandergerissen. Josef emigriert, arbeitet als Arzt in New York, heiratet. Lenka entrinnt im Konzentrationslager dem Tod nur knapp und beginnt nach dem Krieg ein neues Leben in den USA. Obwohl sie glauben, einander nie wiederzusehen, vergessen sie ihre Liebe nie. Bis sie sich sechs Jahrzehnte später in New York zufällig begegnen…

Meine Meinung:
Zur Autorin:
Alyson Richman, hat eine sehr bewegende und berührende Geschichte geschrieben, die mein Herz sehr berührt und mich erschüttert hat. Eine sehr tiefgründiger Roman, der von der dunkelsten Epoche seit Menschen gedenken erzählt. Es geht um die Verfolgung und Vernichtung der Juden, das sie mit viel Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl erzählt, ein Emotion geladener Roman. Ihr Schreibstil ist sehr klar, kraftvoll und mitreißend, es ist wie ein Sog dem man sich beim Lesen nicht mehr entziehen kann. Man versinkt bei Lesen in der Geschichte wird eins mit den Protagonisten und leidet mit ihnen mit. Alles ist so Bildhaft erzählt das alles wie ein Film im Kopf abläuft. Ihre einzelnen Figuren sind so real und glaubhaft beschrieben, das sie wie aus Fleisch und Blut wirken. Auch die Charaktere der einzelnen Personen und ihre Emotionen sind sehr gut herausgearbeitet, das man das Gefühl hatte in ihre Seelen zu blicken. Eine traurige, facettenreiche und doch wundervolle Liebesgeschichte, in lesen tönen erzählt. Sehr schön hat sie das ganze das auf zwei Ebenen spielt miteinander verwoben. Besonderes das ganze geschehen aus der Sicht von Lenka, war das dramatisches, Josef Geschichte dagegen war ruhiger erzählt und nicht ganz so aufwühlend.

Zum Inhalt:
Wunderschön hat sie die zarten Liebesbande zwischen Josef und Lenka in den 1930-er Jahren Prag erzählt. Lenka die Kunst studiert, und durch ihre beste Freundin deren Bruder der Arzt wird kennen lernt. Eine Liebe die sehr tief ist und schließlich in einer Ehe endet. Da beide dem jüdischen Glauben angehören, wird das Leben immer schwerer für sie im Land, ihnen und ihren Familien bleibt nur die Flucht. Josefs Familie hat Verwandte in Amerika und besorgt Visa, aber für Lenkas Familie gibt es keine. Schweren Herzens bleibt Lenka bei ihrer Familie zurück, sie möchte sie nicht im Stich lassen. Josef bricht mit seiner Familie auf, das Schiff sinkt und Josef überlebt wie durch ein Wunder, wird aber irrtümlich für Tod erklärt. Eine Welt zerbricht für Lenka, dann übernehmen die Nazis auch Prag, und Lenka wird mit ihrer Familie nach Theresienstadt deportiert. Das Leben dort ist gnadenlos hart und unmenschlich. Hunger, Elend und Tod sind immer anwesend. Ich habe Lenka für ihre Kraft und Durchhaltevermögen bewundert. Auch ihrem Mut verbotene Dinge zu tun ,um Aufmerksamkeit zu den Zuständen im Lager in der Welt mit ihren Mitstreiter zumachen. Diese Zustände dort sind so erschreckend und realistisch beschrieben, das ich Gänsehaut hatte beim Lesen und mir die Tränen kamen. Später landen sie und ihre Familie nur noch aus Haut und Knochen in Auschwitz, dort entkommt sie nur kapp dem Tod. Mit ihrem Amerikanischen Retter geht sie nach Amerika, ohne zu Ahnen das dort Josef als Arzt praktiziert. Den beide hallten den anderen für Tod. Aber in ihren Herzen lieben sie sich immer noch, sie können einander nicht vergessen. Wie es das Schicksal so will stehen sich beide in New York gegenüber.....
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