Der Rosenhof
- Goldmann
- Erschienen: Februar 2026
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Mut und Stärke durch Zusammenhalt und Miteinander.
Freiburg/Breisgau 1914: Der erste Weltkrieg hat begonnen. Fest in dem Glauben, den Krieg in kurzer Zeit siegreich zu beenden, verabschieden sich mit großem Jubel und Kriegsbegeisterung die Soldaten auf dem Freiburger Bahnhof von ihren Angehörigen, um an die Front zu fahren. Die Zurückgebliebenen machen sich auf den Weg, mutig und entschieden ihre neue Lebenssituation zu meistern.
„Vielleicht gibt es auch nicht mehr genügend Worte, die dem Ganzen gerecht werden.“
Die schweizerische Schriftstellerin Priska Buchsbaum gibt in ihrem Roman „Der Rosenhof“ einen umfassenden Einblick in das Kriegsgeschehen des ersten Weltkrieges 1914 – 1918. Im Mittelpunkt stehen die Familie Lauer, deren Angestellte sowie ihre Pensionsgäste Helene und Pauline, auf dem Weingut „Rosenhof“ in Freiburg / Breisgau.
Sehr spannend und mit großem Einfühlungsvermögen geschrieben, versteht es die Autorin, die LeserInnen in die entbehrungsreichen Kriegsjahre des wilhelminischen Reiches einzuführen. Chronologisch aufgebaut, beginnt die Autorin ihre Erzählung mit dem Kriegsbeginn 1914. Flüssig geschrieben verbindet sie gekonnt die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation der Freiburger Bevölkerung mit dem Leben auf dem „Rosenhof“. Dessen Bewohner stehen ebenfalls den sich kriegsbedingt rasch verändernden Herausforderungen gegenüber. Authentisch verknüpft Priska Buchsbaum die einzelnen Schicksale der Bewohner mit dem Kriegsalltag und seinen Folgen für die Bevölkerung und Soldaten. Entsprechend ihrer sehr guten Recherchearbeit untermauert Priska Buchsbaum historisch fundiert, anschaulich mittels Zeitungsartikel und Feldpostbriefen, deren Lebenssituation, Gefühle und Hoffnungen mit den prägnantesten Einschnitten während der Kriegsjahre.
Als wäre das zusammen nicht schon genug an sehr bewegendem Lesestoff, gibt sie in diesem äußerst vielschichtigen, 700 Seiten umfassenden Roman auch den Klassenunterschieden und der damals vorherrschenden Geschlechterordnung eine nicht zu unterschätzende Sprache. Zu guter Letzt überrascht die Autorin mit einem aussagekräftigen Anhang, der sicherlich keine offenen Fragen übrig lassen wird.
Priska Buchsbaum ist in Bern / Schweiz geboren und aufgewachsen. Mehrere langjährige Auslandsaufaufenthalte inspirierten sie, Romane zu schreiben. Unter mehreren Pseudonymen, wobei jeder Name für ein bestimmtes Genre steht, widmet sie sich seit ihrer Rückkehr in die Schweiz intensiv dem Schreiben. Unter ihrem Geburtsnamen Priska Buchsbaum veröffentlicht sie historische Romane, die im 19./20. Jahrhundert angesiedelt sind. Die Schriftstellerin lebt heute mit ihrer Familie in Zürich / Schweiz.
Fazit
Mit großem Rechercheaufwand ist es Priska Buchsbaum gelungen, überaus spannend die Zeit des ersten Weltkrieges in Deutschland zu erzählen. Elegant verbindet sie historische Begebenheiten mit Fiktivem. Ein gutes Buch, das zudem durch ihr teilnehmendes Schreiben zu einem packenden und wichtigen Lesestoff wird.

Priska Buchsbaum, Goldmann

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