Die Tocher des Salzsieders von Ulrike Schweikert

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2000unter dem Titel „Die Tocher des Salzsieders“,, 454 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

Wie ein Gemälde von Brueghel! Das mittelalterliche Leben einer deutschen Stadt und die Geschichte einer außergewöhnlichen jungen Frau. Anne Katharina Vogelmann ist die Tochter eines wohlhabenden Salzsieders und unzufrieden mit ihrer Rolle als das sittsame Mädchen, das nur auf den Ehemann zu warten hat. Ihr beschauliches Leben ändert sich, als sie dunkle Geheimnisse und sogar einen Mord entdeckt. Die Spur führt in ihre eigene Familie… 

Das meint Histo-Couch.de: „;Tappen Sie gerne im Dunkeln?“;83

Rezension von Elke Röhrig

Wer schon immer etwas über das Salzsieden wissen wollte, mehr über die Rolle der Frau im 16. Jahrhundert oder die Freiheiten des Mannes, gern historische Krimis liest und es liebt, bis zum Schluss im Dunkeln zu tappen, für den ist dieses Buch ein guter Tipp.

Anne Katharina Vogelmann ist ein junges heranwachsendes Mädchen, das nicht nur durch ihre Wissbegierde und Eigenwilligkeit selbstbewusst die Sympathie einer jeden Leserin erzielen dürfte. Sie ist außerdem klug, gebildet und an ihren Mitmenschen interessiert. Ihr Verhalten allerdings wird vor allem von den männlichen Zeitgenossen eher als pflichtvergessen und trotzig empfunden. Sie gehört nicht zu den Schaulustigen, wenn jemand an dem Pranger steht, sondern versucht sogar noch zu helfen. Und dann entdeckt sie einen Mord und ihr bis dahin beschauliches Leben beginnt sich zu verändern…

Karten und Vorwort für das Leseverständnis

Dieses Buch hat einen wundervollen Einstieg erhalten, denn nicht nur eine Karte gibt dem Leser die Möglichkeit sich klar in dieser Welt zu Recht zu finden. Anstelle eines Vorwortes wird ein erster Überblick über die Haller Salzsieder gegeben, die Zusammenhänge und Hierarchien dieser „;Zunft“;. Während des Lesens des Romans werden auch die Arbeitsweisen erklärt, was allerdings manchmal ein wenig zu ausführlich und langatmig wirkt.

Das Ende des Buches bilden nicht nur die Literaturauswahl zu den einzelnen Themen des
16. Jahrhunderts, die eingeflossen sind, alle wichtigen Personen sind aufgelistet und erläutert, umfangreiche Begriffserklärungen können jederzeit nachgeschlagen werden und der Leser erfährt, welche Personen tatsächlich gelebt haben, welche Überlieferungen erhalten geblieben sind und was erfunden wurde.

Schleppend aufgebaute Verbrechensaufklärung

Neben Anne Katharina gibt es noch viele Personen, die durch ihre Handlungsweisen sympathisch erscheinen – und genau dadurch wird der Leser in die Irre geführt. Während die Autorin ganz bewusst vor allem die Gewalttätigkeiten herausstreicht, wird eine falsche Fährte gelegt und der Leser am Ende überrascht. Die Verbrechensaufklärung allerdings wird schleppend aufgebaut, ebenso wie die Spannung. Anfangs erscheinen viele Erzählstränge miteinander verwoben, die kaum von Bedeutung zu sein scheinen. Aber wenn sich der Leser davon nicht hindern lässt, sondern herausfinden will was es mit diesem Mord auf sich hat, wird er nicht enttäuscht werden – denn die Spannung nimmt in der zweiten Hälfte rapide zu und gipfelt dann in einem überraschenden Showdown.

Eine Hexe wie aus dem Märchenbuch

Andere Figuren, wie die Hexe Berta zum Beispiel, wirken eher einem Märchenbuch entnommen und geben dem Buch eine eigenwillige humorvolle Note. Auch Fragen bleiben offen: Was ist aus dem Holzhändler Georg geworden, der nur einmal im ganzen Buch auftaucht? Was mit dem jungen Mann, in den sich die Protagonistin verliebt? Was geschieht am Ende mit der Protagonistin?

Was dieses Buch zu etwas ganz Besonderem macht, ist zum einen der reiche Wortschatz der Autorin, zum anderen die sehr guten Recherchen, um uns Lesern ein farbiges, äußerst gelungenes Sittengemälde zu präsentieren, aber auch das schriftstellerische Können den Leser derart aufs Glatteis zu führen.

Wie gut, dass es eine Fortsetzung gibt.

Ihre Meinung zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«

claudia crivellaro zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«24.03.2013
Grazie alla sua esperienza di geologa ricercatrice e alla capacità di mezzi espressivi in quanto giornalista, Ulrike Schweikert trascina il lettore in un dipinto di Brüghel, ma senza eccedere in descrizioni inutili. La città medievale, gli ambienti, i costumi, la società e le sue contraddizioni, i pregiudizi, la vita della borghesia fondata dai Salzsieders, quella dei contadini, dei poveri della città sono raccontati con grande ricchezza e precisione storica.
Tensione narrativa
Questo Krimi storico, è denso di suspence e colpi di scena, narrati con grande maestria. L’autrice inganna e confonde il lettore fino alle ultime righe.
Elementi di grande interesse sono i misteri oscuri che si nascondono nelle famiglie borghesi, le morti misteriose, le tracce dell’indagine di Anne Katarine, che conducono dritto all’interno della sua famiglia .
Questo racconto ci presenta anche a tinte drammatiche la situazione della donna di allora: drammatica è la vita come madre e moglie, alle dipendenze dei famigliari maschi.
Ma diviene terribilmente pericolosa per colei che cerca di sottrarsi a queste regole, come la giovane serva rimasta gravida, la moglie del barbiere, la strega berta, la levatrice, la stessa Anne K.
L’effetto psicologico che tutto ciò produce è impressionate e si dimostrerà l’elemento scatenante dei crimini narrati.
Ritmo e strategia linguistica:
Sebbene il narratore sia esterno, la prospettiva è quella di Anne Katharina, descrizione di ambienti, caratteri e situazioni sapientemente dettagliati e caratterizzati, linguaggio pulito ed elegante, mai banale. Il ritmo narrativo è deciso e rapido.
Nonostante la densità del romanzo e i vari livelli su cui può essere disposto il testo ( intreccio di numerosi eventi, descrizione della società, psicologia dei personaggi, mistero), l’autrice mantiene una chiarezza e una lucidità nella narrazione che non confondono mai il lettore.
Ingrid Herrmann-Nytko zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«13.03.2010
Das absolut Bestechende an diesem Roman ist die exzellente Recherche. Wer auf leichte Spannung nach Thriller-Manier aus ist, wird sicher nicht gut bedient, aber die Freunde eines echten historischen Romans kommen voll auf ihre Kosten. Der Leser ist nach diesem Buch ein wenig schlauer geworden, und gerade die Frauen unter der Leserschaft finden sicher Gefallen an den Bestrebungen einer jungen Frau, sich den einengenden, absolut von Maennern dominierten dominierten Gegebenheiten zu widersetzen. Eine anspruchsvolle Lektuere fuer Fans des historischen Kriminalaromans.
happymartina zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«04.08.2009
Für meinen Geschmack etwas zu leichte Kost. Man hat die Story doch sehr schnell wieder vergessen. Als ich jetzt zwei Wochen nach der Lektüre versucht habe Stichwörter zum Buch in mein Bücherregal einzutragen viel mir sogar das schon schwer. Ich finde die Story sehr weit hergeholt und etwas überzogen. Der inzige Pluspunkt ist tatsächlich, dass es sich schnell wegliest.
Günter zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«06.01.2009
Ich bin selbst aus Schwäbisch Hall und konnte mir die Örtlichkeit aus dem Roman "Die Tochter eines Salzsieders" lebhaft vorstellen. Es ist toll und spannend geschrieben. Absolut Lesenswert. Das Ende war absolut überraschend, vor allem als sich herausstellte wer die Mörderin war. Das Buch habe ich zu Weihnachten bekommen - nach ein paar Tagen hatte ich es gelesen.
Den Nachfolgeroman "Das Kreidekreuz" werde ich mit Sicherheit auch lesen
Kerstin C. zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«02.03.2008
Ganz nett geschrieber historischer Roman, ohne allzu große Höhen und Tiefen, dem der Erstlingsgeruch noch mächtig anhaftet. Mit der Heldin konnte ich mitgehen, all die anderen Figuren erschienen mir zum Teil sehr behauptet und große Weiterentwicklung war meines Erachtens auch nicht festzustellen.
Ganz schön f. einen verregneten Nachmittag, eine kurze Grippe oder eine Zugfahrt, wo man sich leicht berieseln möchte, aber wenn man den Roman nicht kennt, hat man auch nichts versäumt.
Lesemaus zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«19.02.2008
Ein phantastisches Buch! Man sich richtig darin verlieren, ein ganz großes Lob an die Autorin. Gerade eben erst hab ich ein weiteres Buch namens "Die Hexe und die Heilige" gelesen, das ich wirklich nur weiterempfehlen kann. Ich bin von beiden Büchern hell auf begeistert!!!
bini zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«05.02.2008
Geschichte um die Siederfamilie Vogelmann aus Schwäbisch Hall. Verbrechen und auch Teile der Familie sind erfunden, viele Personen gab es allerdings wirklich.
Ein sehr kurzweiliger, interessanter Roman. Es ist mir schwer gefallen das Buch zur Seite zu legen. Szenen / Orte sehr lebhaft beschrieben, man kann sich gut in die Zeit hinein versetzen.
Das Buch ist sehr zu empfehlen.
Franz H. Ruchti zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«20.12.2007
Ulrike Schweikert
Die Tochter des Salzsieders.
Der Roman ist faszinierend und super ausgefaltet. Die Gestaltung des Buches ist vortrefflich. Widmung, Stadplan, Anstelle eines Vorwortes, "Wichtige Personen", "Begriffserklärungen", "Dichtung und Wahrheit" und das "Literaturverzeichnis" haben mir die Möglichkeit gegeben, den Roman im Seminar "zeitgenössische Literatur" eingehend und vorbehaltslos zu behandeln. Herzliche Gratulation der Autorin und ihren verlegerischen, literarischen Berater/innen.
olympia zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«11.09.2007
Muss mich meinen Vorgängerinnen anschließen und kann nur bestätigen, dass dies ein absolut spannendes und kurzweiliges Buch ist. Kein Liebesschmuß oder dgl, sondern die Realität der damaligen Zeit mit wunderschönen Worten bildhaft dargestellt. Sehr zu empfehlen!
Aeris1966 zu »Ulrike Schweikert: Die Tocher des Salzsieders«09.05.2007
Ein super Buch - hab es nicht gelesen sondern " verschlungen " welch ein Abenteuer und welch eine überraschende Wendung - fast ein Krimi - ach was ein Thriller - einfach nur empfehlenswert - am Kreidekreuz bin ich noch am lesen aber kann es kaum aus dr Hand legen - wunderbar - mehr kann man nicht sagen

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