Schnellübersicht der aktuellen Belletristik-Couch

Die Tangospielerin von Carolina de Robertis

Buenos Aires, 1913. Als die siebzehnjährige Leda in Argentinien ankommt, sucht sie vergebens nach ihrem Ehemann Dante. Sie muss erfahren, dass er tot ist. Völlig auf sich gestellt, entdeckt sie eine wunderbare, tieftraurige Musik, die sie noch nie zuvor gehört hat, die ausschließlich Männern vorbehalten ist. Mit der Geige ihres Vaters, kurzen Haaren und im Anzug ihres Mannes schließt sie sich einer Tangogruppe an. Da begegnet sie ihrer großen Liebe … "Mitreißend", findet Rita Dell'Agnese.

Interview mit Mechtild Borrmann

"Meine Formel heißt: Überarbeiten!" - Die Histo-Couch im Interview mit Mechtild Borrmann über Zeitensprünge, Schreibstrukturen und Große Politische Ereignisse

Historikus vor fünf: Der Friedhof in Prag

Unserer Redaktion war er es wert, der damals neue Roman des inzwischen verstorbenen Umberto Eco, Historikus zu werden. Der Italiener Simonini erwacht 1897 in einer Pariser Wohnung ohne Erinnerung an die vergangenen Tage. Er beginnt Tagebuch zu schreiben, um sich von seiner Kindheit an die Gegenwart heranzutasten. Doch während er schläft, kommentiert jemand seine Einträge und entlarvt Simonini nicht nur als durchtriebenen Fälscher und Agenten, sondern auch als höchst gefährlichen Antisemiten und Mitverfasser der Protokolle der Weisen von Zion.

Weitere aktuelle Besprechungen im November auf der Histo-Couch:

Pseudonym - Das Shakespeare-Komplott von Uwe Klausner

London anno 1599. William Shakespeare ist am Höhepunkt seines Erfolges angelangt. Dann wird Shakespeares ehemaliger Weggefährte James Norton, Ex-Mitglied von Londons bekanntester Theatertruppe, des Mordes angeklagt. Clayton Percival, Jurist aus Überzeugung, übernimmt die Verteidigung. Doch James Norton schweigt. Schnell wird dem Anwalt klar, dass dieser Fall von äußerster Brisanz ist und möglicherweise bis in Shakespeares Umfeld reicht. Für Carsten Jaehner "ein gelungener Roman".

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Renaissance

Winterpilger von Toby Clements

Kloster St. Mary, England, 1460. In einer klirrend kalten Februarnacht kreuzen sich die Wege von Thomas und Katherine, einem Mönch und einer Nonne. Thomas rettet die junge Frau vor einer Schar Angreifer aus höchster Gefahr. Dabei verletzt er den Sohn des mächtigen Sir Riven schwer, der fortan auf Rache sinnt. Als Sir Riven und seine Männer ins Kloster einfallen, müssen Thomas und Katherine fliehen – und geraten mitten in die Rosenkriege. "Spannend bis zur letzten Seite", meint Annette Gloser.

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Rosenkriege

Die rubinrote Kammer von Pauline Peters

London, 1907: Gegen den Willen ihrer adeligen, einflussreichen Familie lebt die junge Victoria allein mit dem alten Butler ihres kürzlich verstorbenen Vaters. Sie ist nicht reich, aber glücklich. Doch ihre Welt gerät ins Wanken, als hässliche Andeutungen über ein dunkles Familiengeheimnis laut werden. Der einzige Mann, der ihre Fragen beantworten könnte, wird ermordet …Victorias guter Ruf ist in Gefahr, doch als Retter in der Not entpuppt sich der attraktive Journalist Jeremy Ryder. Nicole Goersch las einen "fesselnden Pageturner".

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Weltkriege

Trümmerkind von Mechtild Borrmann

1946 /1947. Der kleine Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur. "Beeindruckend", urteilt Jörg Kijanski.

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Weltkriege