Schnellübersicht der aktuellen Histo-Couch

Der Jasmingarten von Simonetta Agnello Hornby

Sizilien Anfang des 20. Jahrhunderts: Die bildschöne Maria wächst als Tochter des Anwalts Ignazio Marra in wohlbehüteten Verhältnissen auf. Ihre Eltern sind außergewöhnlich liberal und erziehen Maria zu einer eigenständigen Persönlichkeit. Doch als der reiche, deutlich ältere Bergwerksbesitzer Pietro Sala um Marias Hand anhält, sagt das lebenslustige Mädchen ja aus einer Mischung aus Neugier und Vernunft heraus. Ihr Herz gehört jedoch Giosué, der als Ziehsohn in ihrer Familie aufwuchs. Zunächst versucht Maria, Pietro eine gute Ehefrau zu sein. Als der Lebemann aber immer mehr seiner Spielsucht anheimfällt, sucht Maria die Nähe von Giosué. Der Beginn einer jahrelangen heimlichen Liebe, die auch vor dem Hintergrund der bewegten Zeit immer gefährlicher wird. Für Rita Dell'Agnese "unglaublich facettenreich".

Buch des Jahres Publikumspreis

Auch 2017 ist wieder eine unglaubliche Anzahl historischer Bücher erschienen! Jetzt suchen und wählen wir das "Buch des Jahres". Gleich zweimal wird der Titel auf Histo-Couch.de vergeben: Als Preis der Histo-Couch-Redaktion und als Publikumspreis. Und so funktioniert’s:

Interview mit Tatjana Rese

"Mit klugem Witz den Hals aus der Schlinge ziehen" - Die Histo-Couch im Interview mit Tatjana Rese über ihren Schreibpartner Mathias Eckholdt, Martin Luther und die Wormser Geschichte

weitere aktuelle Besprechungen auf der Histo-Couch:

Die Schwierigen von Franz Winter

In den 30 Jahren von 1889 bis 1919 bewegt sich die aristokratische, die bürgerliche, die ländliche Gesellschaft der k. u. k. Monarchie langsam, aber unaufhaltsam einem Abgrund entgegen, den sie in ihrer Verblendung weder sehen kann noch will. Es sind die hocharistokratischen Familiengeschichten der Bühls, der Freudenbergs, der Altenwyls, der Hechingens, der Neuhoffs, die Geschichten ihrer Diener und Zofen, ihrer Sekretäre und Verwalter und schließlich die Geschichten von Offizieren und Soldaten. "Unkonventionell erzählt", freut sich Jörg Kijanski.

» mehr historische Romane aus der Epoche Die Weltkriege

Bruder Cadfael und der Ketzerlehrling von Ellis Peters

Shrewsburry, im Jahre des Herrn 1143. Es ist Hochsommer und der Tag der Heiligen Winifred steht bevor. Shrewsburry wird von Pilgern und Gönnern des Klosters bevölkert. Unter ihnen sind auch Heimkehrer. Elave kehrt mit William von Lythwood, mit dem er im Heiligen Land war, nach Shrewsburry zurück, doch nur Elave ist am Leben. William, auf der Heimreise gestorben, soll auf dem Grundstück des Klosters beigesetzt werden. Der Wunsch wird ihm erfüllt, doch seine unkonventionellen Ansichten zu religiösen Fragen führen nicht nur zu Debatten über die Beerdigung, sondern werden auch zum Problem für Elave. Und dann geschieht ein Mord, und ein Verdächtiger ist schnell gefunden. "Gute Kost auf hohem Niveau" las Christina Wohlgemuth.

» mehr historische Romane aus der Epoche Das Hochmittelalter

Wo drei Flüsse sich kreuzen von Hannah Kent

Irland 1825: Die 14-jährige Mary soll der verwitweten Bäuerin Nora mit deren schwer behindertem Enkel Michael zur Hand gehen. Der kleine Junge, so munkelt man im Dorf, sei ein Wechselbalg, ein Feenkind, und mache die Kühe krank. Mary gibt nichts auf das Gerede, doch als Nora davon hört, reift in der einsamen, verzweifelten Frau eine ungeheuerliche Idee: Wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu vertreiben, würde sie den gesunden Michael wiederbekommen und endlich wieder eine echte Familie haben. Getrieben von Angst und Aberglaube und unterstützt durch die geheimnisvolle Kräuterfrau Nance ist sie bald bereit, alles zu versuchen – und Mary fällt es immer schwerer, sich gegen die beiden Frauen durchzusetzen. Für Rita Dell'Agnese "ein bemerkenswerter Roman".

» mehr historische Romane aus der Epoche Der Viktorianismus

101, rue Condorcet, Clamart von Simon-Pierre Hamelin

101, rue Condorcet, Clamart – an der Pariser Peripherie. In den 30er Jahren, in einer engen Küche, an einem winzigen Tisch beugt sich die große russische Dichterin Marina Zwetajewa (1892-1941) über ihr blaues Heft. Draußen der graue, wolkenverhangene Himmel von Clamart, in ihr die Sehnsucht nach der fernen Heimat. Und vor dem Haus, in dem Marina Zwetajewa mit ihrer Familie im Exil lebt – ein Gerichtsvollzieher. Aber wo leben, wenn es die alte Heimat nicht mehr gibt, die Revolution sie bis zur Unkenntlichkeit verändert hat? Zwetajewas Mann Sergej Efron und ihre zwei Kinder, Alia und Mour, sind ihren Existenzängsten ganz ausgeliefert. Sich in den »geheimen Garten« des Schreibens zurückzuziehen und zumindest dort eine neue Welt zu erschaffen, ist ihnen nicht vergönnt. Für Jörg Kijanski "anspruchsvolle Literatur".

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