Die Insel der tausend Quellen von Sarah Lark

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2011unter dem Titel „Die Insel der tausend Quellen“,, 704 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

London, 1732: Nach dem Tod ihrer ersten großen Liebe geht die Kaufmannstochter Nora eine Vernunftehe mit einem verwitweten Zuckerrohrpflanzer auf Jamaika ein. Aber das Leben in der Karibik gestaltet sich nicht so, wie Nora es sich ertäumt hat. Der Umgang der Plantagenbesitzer mit den Sklaven schockiert sie zutiefst, und sie entschließt sich, auf ihrer Zuckerrohrfarm manches zum Besseren zu wenden. Überraschend unterstützt sie dabei ihr erwachsener Stiefsohn Doug, als er aus Europa anreist. Allerdings versetzt seine Rückkehr manches in Aufruhr – vor allem Noras Gefühle. Doch dann verliert Nora durch ein tragisches Ereignis plötzlich alles, bis auf ihr Leben …

Das meint Histo-Couch.de: „Wenig Tiefgang aber mit Schmöker-Potential“69

Rezension von Rita Dell'Agnese

Noch bis vor kurzem wurde der Name Sarah Lark klar mit Neuseeland in Verbindung gebracht. Dies dürfte sich nun ändern. Denn die Autorin, die emotionsreiche Unterhaltungsromane schreibt, die ein vornehmlich weibliches Publikum fesseln, hat sich einer neuen Destination zugewandt. In ihrem Roman Die Insel der tausend Quellen lässt sie eine Londoner Kaufmannstochter nach Jamaika auswandern. Nora heiratet den um einige Jahre älteren Zuckerrohrpflanzer Elias zwar nicht aus Liebe, doch empfindet sie Achtung und Zuneigung zu dem Mann, der ihr den Traum erfüllen kann, auf einer exotischen Insel zu leben. Je länger Nora jedoch auf der Plantage Cascarilla Gardens lebt, desto mehr setzt ihr der Umgang ihres Mannes und seiner Aufseher mit den Sklaven zu. Nach und nach beginnt sie, ihren Mann mit anderen Augen zu sehen, die Bewunderung für ihn verwandelt sich in Ablehnung. Noras Gefühle geraten in Aufruhr, als Elias Sohn Doug eintrifft, der in Europa studiert hatte, sich aber immer nach Jamaika zurück sehnte.

Klassischer Liebesroman

Man mag es drehen und wenden wie man will: Dieser Roman ist ein klassischer Liebesroman mit historischem Hintergrund. Dabei gilt es, den Hintergrund nicht mit Kulissen zu verwechseln. Denn, was Sarah Lark schreibt, hat durchaus eine historische Basis. So spielen die Sklaverei generell und die Ausbeutung der Menschen auf den Zuckerrohrplantagen ebenso eine Rolle, wie die gesellschaftlichen Zwänge und Verhältnisse im London des Jahres 1732. Hier bietet die Autorin für alle historisch interessierten Leserinnen einiges an Informationen. Dennoch steht im Vordergrund die durchaus gut geschriebene, wenngleich absolut voraussehbare und in diesem Sinne auch nicht besonders spektakuläre Liebesgeschichte Noras. Nora, die unbestrittene Heldin des Romans, passt denn auch wunderbar ins Schema, das man bei dieser Geschichte erwartet: Sie ist gleichermaßen klug wie auch schön und unerschrocken. Allerdings bleibt Nora als Protagonistin eher farblos und letztlich auch uninteressant. Was für Nora gilt, gilt in noch größerem Masse für Doug, der an seinem Traumprinzen-Image erstickt und dadurch wenig an Spannung zu bieten hat. Da mag man sich eher den tragenden Nebenfiguren zuwenden, etwa Noras Zofe Máanu oder der rebellische Akwasi, der gebildet und voller Hass ist.

Sich auf die Insel träumen

So oberflächlich die Handlung bleibt, wenn es um Noras Leben geht, so gekonnt ist hingegen die Schilderung der Lebensumstände auf Jamaika. Sarah Lark lässt Atmosphäre entstehen und lädt dazu ein, sich auf die Insel zu träumen. Sie zeigt aber – unter anderem anhand des Schicksals einer Pastorenfamilie – auch die dunklen Seite des exotischen Paradieses. Und dies tut sie nicht nur kraftvoll, sondern auch überzeugend. Hier zeigt sich, dass Sarah Lark ihrem Ruf, den sie mit den Neuseeland-Romanen begründete, auch gerecht wird, wenn sie sich einer anderen Destination zuwendet: Sie schreibt Bücher, die zum Schmökern einladen, zwar keine großen Ansprüche ans Publikum stellen, aber sowohl sprachlich als auch von den geschilderten Hintergründen her solide ausgearbeitet sind.

Präsentiert wird Die Insel der tausend Quellen in ihrer Erstausgabe erstmals als Hardcover, das auf der Buch-Innenseite eine Karte von Jamaika enthält sowie im Nachwort der Autorin einige Erläuterungen zum tatsächlichen Geschehen zur Zeit der Sklavenaufstände enthält. Leider zeigte sich der Verlag jedoch wenig innovativ, was das Cover anbelangt. Hier wurde auf das schon dutzendfach strapazierte Bild mit einem in den See hinaus ragenden Holzsteg (in Varianten ist dies jeweils eine Bootsspitze) und einem dahinter aufragenden Gebirge gesetzt. Gerade der Wechsel der Destination der Handlung hätte die Chance geboten, von diesem Allerwelts-Cover wegzukommen und dem Publikum eine innovativere Gestaltung zu gönnen.

 

Ihre Meinung zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«

hugo321 zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«25.08.2017
habs noch nicht gelesen, aber ein anderes von Sahra Lark unter dem pseudonym Johanna Moran : Im Banne der Maori
es mag ja sein, dass ihre Bücher Frauenliteratur sind, ich fand fand das Buch aber schon recht ergreifend.
wie ich darauf gekommen bin das Buch zu kaufen? hatte vorher von Anonymus das Buch Sinnliche Südsee(man man) gelesen, wollte mehr über die Maories erfahren .
egal, beides interessant und lesenswert, werde von Sahra Lark weiter Bücher kaufen.
inch zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«02.04.2017
Teil 1 (Die Insel der tausend Quellen) und 2 (Die Insel der roten Mangroven)

Diese beiden gehören zu den Büchern, wo einen die Geschichte den ganzen Tag begleitet und man es nicht erwarten kann, endlich wieder in sie einzutauchen. Außerdem haben sie mich in meine Jugend zurück versetzt, als ich Bücher wie "Vom Winde verweht" verschlungen habe. Allerdings sind die Protagonistinnen von Sarah Lark deutlich sympathischer als Scarlett O'Hara 😊.
Das Plantagenleben in der Karibik wird nicht nur aus der Sicht der weißen Herren erzählt, sondern man bekommt auch einen Einblick in die Lebenswelt der schwarzen Arbeiter. Es ist die Zeit der Sklavenaufstände auf Jamaika (Band 1) und Hispaniola (Band 2). Beide Bücher sind spannend und lebendig erzählt. Auch wenn die Autorin, wie sie selbst sagt, mit der ablehnenden Haltung zur Sklaverei der weißen Protagonisten die Authentizität etwas strapaziert.
Wombatsbooks zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«10.12.2014
Sarah Lark entführt uns dieses Mal zur (für mich sehr willkommenen) Abwechslung in die Karibik und zwar nach Jamaika. Im Mittelpunkt des Geschehens zu Anfang des 18. Jahrhunderts steht die junge Nora, die schon lange den Wunsch gehegt hat, ein Leben in der Karibik zu führen und diesen Traum am liebsten mit ihrer ersten grossen Liebe verwirklichen würde. Wer die bisherigen Romane von Sarah Lark kennt, weiss allerdings, dass sich dieser Traum nur zum Teil erfüllen wird. Schliesslich auf Jamaika angekommen, verliebt sich Nora zwar gleich in die Insel, kann dort aber längst nicht so leben, wie sie es sich erhofft hatte. Sie wird mit der Sklaverei & Naturkastastrophen konfrontiert und muss selbst um ihr Überleben kämpfen...

Dieser wunderbare Schmöker lebt nicht so sehr von seinen Charakteren, sondern vielmehr von den faszinierend bildhaften Beschreibungen der Schönheit Jamaikas. Gleichzeitig fesselt & erschreckt "Die Insel der tausend Quellen" mit den Darstellungen über das tägliche Leben der Sklaven, deren Rituale und den Teil ihres Daseins, den sie vor ihren "Backras", also den Herren, geheim halten. In diesem Zusammenhang gibt es noch eine Menge Interessantes über den Freiheitskampf der Schwarzen unter der Führung von Granny Nanny, der einzigen Frau unter den Nationalhelden Jamaikas.

Auch wenn die Handlung sich in einigen Teilen am Rande der Authentizität bewegt, wie die Autorin im Nachwort selbst zugibt, und in anderen Teilen ein wenig vorhersehbar ist, hat das meiner Lesefreude nur minimal Abbruch getan (daher auch der halbe Stern Abzug), weil man förmlich spüren konnte, wie viel Spaß Frau Lark beim Schreiben hatte. Auf mich sind die Funken karibischer Exotik & Mitgefühls für die Sklaven übergesprungen und haben ein wahres Lesefeuer entzündet!

Das Ende ist abschliessend genug, um mehr als zufriedenstellend zu sein und gleichzeitig offen genug für einen Nachfolgeband, auf den ich schon *wahnsinnig* gespannt bin! Empfehle diese spannende und interessante Prise karibischer Exotik und Wärme für die kürzer und kälter werdenden Tage sehr gern weiter!
praradiesvogel zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«09.11.2013
Finde das Buch okay, aber schlammpig gearbeitet. Die überschrift "Liebe" für die Zeit Herbst 1733 bis Herbst 1735 ist unpassend und es sieht so aus als habe man die Überschriften verwechselt, denn für die Zeit Herbst 1738 und Herbst 1739 steht "Rache". Der Inhalt ist aber genau das Gegenteil. Es sieht schlicht weg nach einem Druckfehler aus, der aber durchaus bedeutend sein kann....
Julia zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«22.02.2013
Ich lese das Buch auch gerade zur Zeit und ich muss erlich sein, ich habe es wieder weg gelegt.
Alleine der Anfang über den tragischen Tod ihres Geliebten hat mich zum weinen und nachdenken gebracht und jetzt auch noch diese schreckliche Geschichte mit Akwasi.

Für mich eindeutig zu düster und zu schrecklich!
Kathleen zu »Sarah Lark: Die Insel der tausend Quellen«02.12.2011
Ich bin gerade dabei das Buch zu lesen (mehr als die Hälfte) es ist ungeheuer fesselnd. Wenn man einmal angefangen hat kann man kaum wieder aufhören...
Es ist ein typisches Sarah Lark Buch...tolle Beschreibungen von Flora und Fauna, dem Leben in Lodon und auf den Zuckerrohrplantagen im 18.Jhd. und das alles toll verpackt mit einer Liebesgeschichte. Toller Roman!
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