Schwert und Krone von Sabine Ebert

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Originalausgabe erschienen 2017deutsche Ausgabe erstmals 2017, 592 Seiten.ISBN 3-426-65412-1.

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In Kürze:

Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten. Es beginnt ein jahrelanger Krieg und raffiniertes Intrigenspiel, in dem Welfen, Askanier, Wettiner und viele andere mächtige Häuser mitmischen und auch so manche Frau.

Ihre Meinung zu »Sabine Ebert: Schwert und Krone«

Steffen Löbel aus Pirna zu »Sabine Ebert: Schwert und Krone«10.03.2017
Eine typische Sabine Ebert! Die aus den historischen Quellen bekannten Fakten werden zu einem Puzzle allererster Güte zusammengefügt. Für den Leser entsteht ein Panorama einer Zeit, aus der man auch als "normal" Geschichtsinteressierter bisher bestenfalls ein paar handelnde Personen und ein paar Stichworte ("Staufer gegen Welfen", "Kaiser gegen Papst", "Ostexpansion") kannte. Wer wusste/weiß wesentlich mehr über die 30er/40er Jahre des 12. Jahrhunderts? Aus den Quellen und den real handelnden Personen wird mit Hilfe weniger dazu erfundener Romanfiguren eine flüssige Handlung entwickelt, die den (manchmal sehr plötzlichen) Wendungen und Wirrungen der Zeit gerecht wird. Man ist mittendrin, auch wenn einem manches durchaus abstoßend vorkommt. Zeitlos dagegen die Charaktereigenschaften der Mächtigen (der Zauderer, der Intrigant, der Haudrauf usw.) und - nicht zu vergessen - der Frauen, die wie immer bei Sabine Ebert eine große Rolle spielen. Köstlich einige Dialogszenen, so zwischen Albrecht dem Bären und seiner Mutter oder zwischen Albrecht und Konrad von Meißen. Ein Credo für die kommenden Jahrhunderte, wie Konrad seinen Söhnen die Politik erklärt (sinngemäß: "der König ist weit, wir halten uns weitgehend raus und kümmern uns um unser Territorium!"). Fazit: Lesevergnügen und Geschichtsstunde in einem! Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzungen.
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