Der Spiegel der Königin von Nina Blazon

Buchvorstellungund Rezension

Der Spiegel der Königin von Nina Blazon

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Der Spiegel der Königin“,, 345 Seiten.ISBN 3473352578.

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Kurzgefasst:

Stockholm im Jahr 1647: Auf Schwedens Thron sitzt die junge Königin Kristina. Bei einem Besuch in der Bischofsstadt Uppsala fällt ihr die 15-jährige Scheuermagd Elin Asenban auf. Kurzerhand nimmt die Königin das rebellische Mädchen mit auf das Schloss Tre Kronor…

Das meint histo-couch.de: „;Liebe, Freundschaft und ein großes Abenteuer“;95Treffer

Rezension von Vanessa Brinker

Ein Spiegel ist jedem bekannt, ein Alltagsgegenstand, den die einen fürchten und die anderen verehren. Man kann ihn in die Hand nehmen oder an die Wand hängen. Ein Gewässer kann als Spiegel dienen – oder aber auch ein Mensch…

Elin kennt ihre Eltern nicht und ein richtiges zu Hause hat das junge Mädchen auch nie gehabt. Als wir Elin zum ersten Mal begegnen, treffen wir sie in der Küche des Landsitzes von Kristina von Schweden in Uppsala, wo sie als Scheuermagd beschäftigt ist. Es ist ein kalter Winter in Schweden und Elin muss Schnee in Eimern schleppen, um ihn zu schmelzen, damit die Töpfe gescheuert werden können. Auf einem dieser Gänge bekommt sie mit, wie zwei junge Herren im tiefen Schnee nach dem Medaillon einer der Hofdamen Kristinas suchen. Die Scheuermagd verfügt über einen wachen und scharfen Verstand, so dass sie beginnt zu überlegen wo das Schmuckstück verloren gehen konnte. Als dann in der Küche das Gerücht auf kommt, Emilia hätte das wertvolle Stück gestohlen, setzt Elin alles daran, ihre mütterliche Freundin zu entlasten.

Der Spiegel der Königin

Tatsächlich kann sie das Medaillon von Fräulein Ebba finden – und zieht nun den Verdacht des Diebstahls auf sich. Auf ihrer Flucht vor der Dienerschaft rennt Elin durch die Gänge des Schlosses und prallt in vollem Lauf gegen die Königin. In dem folgenden Gespräch beeindruckt Elin die Königin so sehr, dass diese beschließt, sie mit auf ihren Stammsitz nach Stockholm zu nehmen. Auf Tre Kronor beginnt für Elin nun ein ganz neues Leben. Sie lernt lesen und schreiben, wird in der Kunst der Konversation unterrichtet – und wird zum Spielball der Königin, wie Elin meint. Der ehemaligen Scheuermagd fällt es nicht leicht, sich an das höfische Leben zu gewöhnen. Die vielen Intrigen, die bei Hofe herrschen, ziehen an Elin nicht unbeachtet vorbei und sie fühlt sich immer öfter fehl am Platz. Während einer Audienz bei Kristina wird Elin klar, was sie eigentlich am Hof soll. Die Königin möchte Elin als Vertraute um sich haben, da sie meint, Elin und sie hätten viel gemeinsam, ja würden sich sogar so sehr ähneln, dass sie das Gefühl hätte, in einen Spiegel zu schauen, wenn sie Elin ansähe.

Kristina I. von Schweden, Axel Oxenstierna
und René Descartes geben sich die Ehre

Nina Blazon ist mit diesem Roman ein kleines Meisterwerk gelungen. Die Autorin bedient sich einer einfachen Sprache mit der sie den Leser in den Bann des Buches zieht. Die einzelnen Charaktere sind wunderbar herausgearbeitet. Auf diese Weise erwacht nicht nur Kristina I. von Schweden wieder zum Leben, sondern auch Axel Oxenstierna und René Descartes gehören zu den historischen Personen, die eine nicht unwichtige Rolle in diesem Roman spielen. Überhaupt hat sich Frau Blazon große Mühe mit der Recherche zu diesem Roman gegeben. Das Stockholm des 17. Jahrhunderts zieht den Leser mit jeder Seite ein bisschen mehr in seinen Bann und lässt ihn nicht wieder los. Selbst die wenigen schwedischen Wörter, die sie in ihrem Werk verwendet, entpuppen sich keineswegs als Stolperstein, der den Lesefluss stört, sondern verleihen dem Roman mehr Tiefe.

Elin erlebt auf Tre Kronor an der Seite von Kristina viele Abenteuer. Sie nimmt an Banketten teil, zähmt wilde Streitrösser, lernt zu reiten wie ein Mann, übernimmt Undercoveraufträge und bestreitet schließlich das größte Abenteuer ihres Lebens: Sie verliebt sich. Mit Kristina verbindet Elin eine Freundschaft, die während ihrer zweieinhalb Jahre auf dem Schloss über alle Höhen und durch alle Tiefen führt. Die eigensinnige Königin, die maßgeblich an der Beendigung des 30jährigen Krieges beteiligt war, versucht Elin nach ihrem eigenen Bild zu formen. Sie selbst fühlt sich in der Rolle, die das Leben ihr zugedacht hat nicht wohl, wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Ehe und die Liebe, und würde lieber heute als morgen abdanken und ein freies Leben führen. Von einem freien Leben träumt Elin ebenfalls, wenn sie darunter auch anderes versteht als Kristina.

Kann eine Freundschaft die Liebe überdauern? 

Die Freundschaft der beiden Frauen wird auf eine harte Probe gestellt, als Elin sich ernsthaft verliebt. Mit diesem einschneidenden Erlebnis ändert sich auch etwas in der Beziehung der beiden. Was sich erst wie ein Schleier anfühlt, der sich zwischen die Frauen schiebt, wird schon bald zu einer Mauer. Und diese Tatsache lässt sich schnell nicht mehr verdrängen. Es gibt nur noch einen Ausweg, aus dieser verfahrenen Situation…

Auch wenn „;Der Spiegel der Königin“; eher ein Jugendroman ist, kann man ihn ohne weiteres als Erwachsener lesen. Die vielen historischen Hintergründe machen dieses Buch zu einem wahren Erlebnis und großen Lesevergnügen.

Ihre Meinung zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«

Anna zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«29.03.2010
Ich fande das Buch sehr spannend und interessant. Man kann sich sehr gut dahin hineinversetzen. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Ich wünschte mir das es noch einen zweiten Teil geben würde, der allerdings genauso interssant ist wie der erste.
Das Buch ist ein MUSS für jeden 'historischen Romane-Fan'
katja zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«31.12.2009
Dieses Buch ist wirklich sehr empfelenswert!!!
man kann sich in vielen Personen reinversetzen außerdem ist es sehr spannend. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen!. Außerdem ein großes Lob an die Autorin die Informationen in diesem Buch sind wirklich sehr Interssant. Da ich das vorherige buch mit dem namen Katharina gelesen hab war ich gefasst auf spannung, emotionen, liebe und leidenschaft!!!
gut geeignet besoders für jugendliche
aber auch für Erwachsene Leute kommt es nicht zu kurz:-))
Emma zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«12.10.2009
Dieses Buch ist eines der schönsten Bücher die ich jemals gelesen habe. Mit Herz, Witz, Charme und vor allem Ehrlichkeit erzählt Nina Blazon eine Geschichte die zugegeben jedem von uns gerne passieren würde. Besonders toll fand ich auch, dass in diesem Buch außer der Geschichte von der Königin und Elin auch noch eine Fülle von Informationen und Anmerkungen über Personen der damaligen Zeit stehen. Im Grunde müsste es noch viel mehr von diesen Büchern geben...
Kim zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«26.09.2009
Am anfang wundert man sich noch über den titel des buches, doch schon nach kurzer zeit wird klar, worum dieses einzigartige buch handelt. Man kann sich wirklich wunderbar in Elin und auch in die Königin Kristina reinversetzten. es war mein erstes Buch von Nina Blazon vor 2 jahren und esa hat mir so gut gefallle, sodass ich heute schon insgesamt 9 Bücher von ihr gelesen habe und nie enttäuscht worden bin. ich kann alle Bücher nur weiterempfehlen: Sie sind auf jeden Fall lesenswert!!!
Bella zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«12.05.2009
Meiner Meinug nach ist das Buch ein absolutes Muss für jeden der historische Bücher mag...es ist voller Witz, Stil und vor allem ist es sehr gut recherchiert... man ließt es, und man bekommt das Gefühl, als ob man selber in der Handlung miteinbezogen ist, aufgrund Blazons Schreibweise...
Ein absolutes Muss für jeden, der Historik, Liebe, und Humor mag...
Margo zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«05.04.2008
Ich habe das Buch sehr genossen !
Elin lässt die historischen Aspekte erst lebendig werden und sagt dazu auch noch ihre Meinung und so lernt man die Geschichte von einer anderen Seite kennen ...
Mein Buchreferat wird über dieses Buch handeln und ich bin sicher , dass es meinen Klassenkameraden auch gefällt :)
Das Ende finde ich gut ( @ Thesabile ) ,
Es ist nun mal realistisch und nicht naiv !
Ich werde mich auch mal an die Briefe von Kristina an Descartes setzen & durchlesen ,
vllt. entdeckt man dort eine Spur von Kristinas Wesen :)
Nicola zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«30.11.2007
Das Buch ist großartig und toll zu Lesen! die Sprache erinnert in gewisser Weise an die damalige Zeit, ist aber leicht zu verstehen.
Mit Witz und Charme erzählt die Autorin über die eigensinnige Elin in der sich so mancher Leser wohl wiedererkennen wird.

Eines der besten Bücher überhaupt! Unbedingt lesen;-)
Noemi zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«07.01.2007
Ich finde das Buch sehr gut und will es jetzt auch in der Schule vorstellen,damit möglichst viele dises Buch lesen.Villeicht kommt ja noch ein zweiter Band,das würde mir sehr geffalen. Denn bei so guten Büchern gibt es immer ein schlechtes:dass sie irgendwann aufhören.
Thebasile Leith zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«01.11.2006
Ich finde das Buch sehr gut geschrieben.Und gut recherchiert, doch ist das Ende nicht ganz so gelungen wie ich es mir gewünscht hätte. Ich lese sehr viel und schreibe sogar ab und zu selbst. Es ist sehr schwer ein passendes Ende zu finden ,ist meine Erfahrung. Man sollte es passend zum Charakter des Buches machen. Auf mich wirkte das Buch sehr genau auf das Verhältnis zwischen der Hauptperson und der Königin bezogen, dass die Hauptperson dann aber im Streit mit der Königin das Land verlässt, finde ich unwohlendet. Aber sonst fand ich das Buch sehr spanned und es lieferte einen guten Einblick in das Leben damals.Für einen 2. Teil würde ich mich begeistern lassen.
Yvonne zu »Nina Blazon: Der Spiegel der Königin«25.10.2006
Dieses Buch zu lesen ist wirklich ein reines Vergnügen!!! Jeder der sich ein wenig für historische Romane interessiert, sollte sich dieses bestens recherchierte Buch nicht entgehen lassen! Nina Blazon schafft es mit ihrer bildhaften Sprache immer wieder zu überraschen und in ihren Bann zu ziehen!

Nicht entgehen lassen und unbedingt lesen!
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