Die Morde des heiligen Grals von Michael Clynes

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Die Morde des heiligen Grals von Michael Clynes

Originalausgabe erschienen 1993unter dem Titel „The Grail Murders“,deutsche Ausgabe erstmals 1994, 317 Seiten.ISBN 3-404-13568-7.

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Kurzgefasst:

England im 16. Jahrhundert. Roger Shallot, Schurke und Glücksritter und sein Freund und Meister, der Lord Benjamin Daunbey werden um die Machenschaften um die Hinrichtung des Herzogs von Buckingham hineingezogen. Der war in Ungnade gefallen wegen seiner Rolle bei der Suche nach den Hinterlassenschaften König Artus', seinem sagenumwobenem Schwert Excalibur und dem heiligen Gral. Ausgerechnet diese Reliquien sollen nun Shallot und Lord Daunby finden, auf direkten Befehl des unberechenbaren Königs.

 

Ihre Meinung zu »Michael Clynes: Die Morde des heiligen Grals«

tassieteufel zu »Michael Clynes: Die Morde des heiligen Grals«31.08.2017
Benjamin Daunbey und sein Freund und Diener Roger Shallot werden von Kardinal Wolsey zur Hinrichtung des Herzogs von Buckingham zitiert, unwillig folgen die beiden dieser Anordnung, denn sie wissen genau, dass damit wieder ein gefährlicher und riskanter Auftrag verbunden sein wird. Tatsächlich weiht sie der Kardinal nach der Hinrichtung in die näheren Umstände ein, die zur Enthauptung des Herzogs führten. Angeblich soll Buckingham Mitglied in einer Bruderschaft der Templer gewesen sein und auf der Suche nach dem legendären Schwert Excalibur von König Artus und dem heiligen Gral. Diese Gegenstände möchte auch König Heinrich in seinen Besitz bringen. Schon 2 Agenten des Königs, die in dieser Angelegenheit ermittelten, wurden ermordet. Nun sollen Benjamin und Roger nach Somerset reisen und dort die wertvollen Reliquien finden. Dabei werden sie die Familie Santerre begleiten, die ebenfalls den Verdächtigungen des Königs ausgesetzt sind. Doch kaum ist die Reisegruppe auf dem Landsitz Templecombe angekommen, beginnt eine unheimliche Mordserie.

Auch in seinem 3. Abenteuer, das der inzwischen uralte Roger Shallot aus seiner Sicht erzählt, beweist der Autor erneut, dass er ganz wunderbar fabulieren kann und aus realen historischen Ereignissen und fiktiven Geschehnissen eine interessante und spannende Geschichte weben kann, die von Anfang bis Ende fesselt! Erneut zieht die Zeit Heinrich des VIII vor den Augen des Lesers auf und Michael Clynes gelingt es wieder diese längt vergangene Zeit als bunten Bilderbogen mit vielen kleinen Details und Anekdoten lebendig werden zu lassen.
Die Artussage, der heilige Gral und das legendäre Schwert Excalibur bewegen bis heute die Fantasie vieler Menschen und sind als Aufhänger für den 3. Fall für das Ermittlerduo Benjamin Daunbey und Roger Shallot ein sehr gelungenes Setting, das von Anfang an eine dichte Atmosphäre verbreitet. Mit der Ankunft der Gruppe in Templecombe wird die Stimmung dann düsterer und mysteriöser. Unerklärliche Mordfälle geschehen, Geister und Hexen scheinen ihr Unwesen zu treiben und auch diesmal werden die Mitglieder der Gruppe nach und nach dezimiert. Hier hätte ich mir allerdings einmal ein etwas anderes Strickmuster gewünscht, denn obwohl die Geschichte sehr spannend und mit viel Atmosphäre umgesetzt wurde, ist der Ablauf mit den beiden Vorgängern identisch. Benjamin und Roger befinden sich in einer Gruppe, die mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten ist und es gilt einen Mörder zu entlarven, der sich innerhalb der Gruppe befindet. Allerdings hat der Autor die Morde auf sehr knifflige Weise inszeniert, zunächst scheint es fast unmöglich, dass die Morde auf natürliche Weise geschehen sein können, letztendlich ist es Benjamins scharfer Verstand, der die unmöglich scheinenden Morde aufklärt und den Täter entlarvt. Trotzdem ist es natürlich Roger Shallot, der als Hauptfigur im Fokus steht, es wird aus seiner Sicht berichtet und es fließen auch immer mal kleine Anekdoten aus seinem bewegten Leben ein, die die Neugier auf weitere Abenteuer wecken.


Fazit: auch das dritte Abenteuer für Benjamin Daunbey und seinen Freund und Diener Roger Shallot wurde auf sehr unterhaltsame, spannende und kurzweilige Weise geschrieben. Dass der Autor Historiker ist und sich in der Zeit auskennt, merkt man am dichten und stimmigen historischen Hintergrund, der ein wunderbares Setting für diesen Fall abgibt. Ein herrliches Schelmenstück, das bestens unterhält und eine längst vergangene zeit zum Leben erweckt.
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