Vom Winde verweht von Margaret Mitchell

Buchvorstellung

Vom Winde verweht von Margaret Mitchell

Originalausgabe erschienen 1936unter dem Titel „Gone with the Wind“,deutsche Ausgabe erstmals 1937, 956 Seiten.ISBN 3-546-00239-3.Übersetzung ins Deutsche von Martin Beheim-Schwarzbuch.

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Kurzgefasst:

Die auf der Baumwollplantage aufgewachsene kokette Scarlett O’Hara liebt Ashley Wilkes, der jedoch seine Kusine Melanie zum Altar führt. Aus Trotz heiratet Scarlett Melanies Bruder Charles. Die Männer ziehen in den beginnenden Bürgerkrieg und Charles stirbt in den ersten Gefechten. In der Hoffnung, Ashley wieder zu sehen, zieht Scarlett nach Atlanta und trifft dort auf den Abenteurer Rhett.

Als die Nordtruppen vor Atlanta stehen, flieht sie mit der gerade niedergekommenen Melanie in die vom Krieg verwüstete Heimat. Scarletts Mutter ist inzwischen gestorben, ihr Vater geistig verwirrt und so nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand: Sie entscheidet sich, den Familienbesitz Tara wieder aufzubauen. Um Steuern bezahlen zu können, heiratet sie in Atlanta den bemittelten Verlobten ihrer Schwester und entwickelt sich zu einer habsüchtigen Geschäftsfrau.

Als ihr Mann an einem Racheakt des Ku-Klux-Klans teilnimmt und erschossen wird, heiratet sie Rhett. Ihr gemeinsames Kind stirbt bei einem Unfall. Die Ehe ist außerdem durch Scarletts nicht erloschene Neigung zu Ashley belastet. Erst durch den Tod Melanies erkennt sie, dass Ashley nur ein Wunschbild war und sie eigentlich Rhett liebt …

 

Ihre Meinung zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«

LettersFromJuliet zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«12.09.2013
Inhalt

Wir sind auf der Plantage “Tara” in der Nähe von Atlanta/Georgia/USA. Das Buch beginnt ein paar Tage vor dem amerikanischen Bürgerkriegs (auch Sezessionskrieg genannt 1861-1865). Scarlett O’Hara ist zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt und schwärmt für einen Erben der Nachbarplantage Ashley Wilkes, sie ist festentschlossen ihn zu heiraten. Auf einem Sommerfest der Wilkes’ stellt sich jedoch heraus, dass dieser seine Cousine Melanie Hamilton heiraten wird, so ist das eben bei den Wilks’. Tief gekränkt von ihm so abgewiesen zu werden, beschließt sie Charles, Melanies Bruder, zu heiraten. Der Krieg bricht aus…
Ihre Mutter schickt sie nach Atlanta, damit sie nach dem Tod ihre “geliebten” Mannes wieder unter Leute kommt, dort wohnt sie bei Tante Pittipat und Melanie…und sie wartet auf Ashley. Hier trifft sie allerdings auch wieder auf Rhett Butler, diesen ungehobelten Kerl, den sie schon auf dem Sommerfest gesehen hatte…
Der Krieg zwingt die Südstaaten in die Knie, Scarlett flieht nach Hause zu ihrer Mutter und muss feststellen, dass ihrer Familie fast nichts mehr geblieben ist. Sie beschließt zu kämpfen und ihr Leben wieder aufzubauen, koste es was es wolle!

Meine Meinung

Man sollte den Film nicht mit dem Buch vergleichen!!! Ich habe zwar zuerst den Film gesehen und da wurde nichts verändert, jedoch wurden einige Sachen aus dem Buch weggelassen. Dies ist aber absolut verständlich, der Film geht ja eh schon über 3 Stunden und das Buch hat ca. 1100 Seiten, da muss gekürzt werden.
Allerdings hätte man das Buch auch an ein paar Stellen kürzen können, es gibt schon mal ein paar Seiten, die man nicht lesen muss. Gerade am Anfang dauert es ziemlich lange, bis endlich die Geschichte losgeht.
Da ich aber diese Zeit furchtbar interessant finde, musste ich das Buch einfach haben und ich war bis auf die etwas langatmigen Stellen nicht enttäuscht. Für den ein oder anderen mag der Schreibstil wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig sein, ich kam damit jedoch sehr gut zurecht.
Scarlett hat mich von Anfang an fasziniert, wie sie sich immer wieder aufrappelt und versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, auch wenn sie dafür schon mal über Leichen gehen muss. Sie ist eine geborene Kämpferin, allerdings ist sie sehr naiv was Ashley angeht und es ist sehr schade, dass sie Rhetts Liebe für sie nicht sieht.
Ihre Cousine Melanie mag dumm erscheinen, da sie immer zu Scarlett hält, sie ist aber die einzige, die Scarletts wahre Gefühle sieht. Auch wenn sie einen schwachen Eindruck macht, so ist auch sie eine Kämpferin.
Ashley Wilkes kann man mit einem Wort beschreiben: Schlappschwanz.
Rhett Butler hingegen ist eine Mischung aus Kämpfer, Seeräuber und Gentleman, eine gelungene Mischung. Er würde Scarlett auf Händen tragen, wenn diese endlich mal ihre wahren Gefühle entdecken würde, so bleibt sie eben ein Sturkopf, der nur Ashley im Kopf hat. Rhett wollte Scarlett seitdem er sie auf dem Sommerfest sah und selbst Jahre später lässt er nicht locker.
Ein grandioser Südstaatenroman mit allem was das Herz begehrt: Liebe, Krieg, Drama, Spannung, die Schönheit des Südens und mit fantastischen Charakteren.
Heike Zink zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«09.09.2010
Ich bin 25Jahre alt habe das Buch zufällig im ebay für ein euro ersteigert wollte es eigendlich verschenken.
Habe es aber doch selber gelesen und bin der Meinung das ich noch nie ein besseres Buch gelesen habe!
Ich finde es einfach spitze geschrieben!
Nich viel Schnulze und kein Happy end!
Echt spitze werde es bestimmt noch einpaar mal lesen!
Ich bin total begeistert!!!!!
Steffi zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«23.07.2010
Ich habe das Buch schon vor etwas längerer Zeit gelesen und mir ging es genauso wie Nina. Das Buch ist einfach klasse und ich denke, jeder sollte es mal gelesen haben. Es entführt den Leser in eine andere Welt, die doch irgendwo so nah erscheint. Rhett Butler, der Mann, der immer auf Scarlett wartet, obwohl diese ihn fast immer ablehnt, bis es dann zu spät ist. Man fiebert mit und wünscht den beiden zueinander zu finden, einfach toll. Glücklicherweise gibt aber noch eine Fortsetzung - zwar von einer anderen Autorin, aber trotzdem lesenswert. Es rundet die Geschichte ein bisschen ab.
LG Steffi
Nina zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«26.12.2008
Ich kann nicht glauben, dass das das Ende gewesen sein soll. Solange bin ich dem Film aus dem Weg gegangen, habe immer nur schlechte Kritiken gehört, aber nichts über den Inhalt. Nun habe ich das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen und bin fassungslos. Ich habe das Buch gerade beendet und schreibe diese Zeilen mit Tränen in den Augen. Scarlett brachte ich kaum mehr als Verachtung und Zorn entgegen, vor allem wegen ihrer Selbstsüchtigkeit und ihrer Unwissenheit und Rhett, ständig dachte ich, er sei zu gut für sie, trotzdem, ohne es zu merken, hoffte ich sie würden glücklich miteinander werden und dann dieses Ende. Ich brauche alle meine Kraft, auch wenn das unglaublich übertrieben klingt, mich aus der Welt der Scarlett O'Hara zu befreien. Sie hält mich so gefangen, dass ich nichts essen, an nichts anderes denken an, es ist zum Verzweifeln. Ich habe das ganze Internet durchforscht und gehofft, es gäbe einen zweiten Teil, gäbe ein Happy-End, denn Margaret Mitchells Ende ist nicht unbedingt ein abgeschlossenes, unerfülltes. Jeder, der das Buch gelesen hat, weiß, dass Scarlett bekommt, was sie will und sie wird auch Rhett bekommen, sie muss einfach. Sie sind sich zu ähnlich, begehren einander zu wild, als dass sie je voneinander loskommen könnten. Oi, jetzt, nachdem ich das geschrieben hab, gehts mir bei weitem besser, jetzt bin ich sicher, dass es ein Happy-End ist. Es geht gar nicht anders!!!
Deborah zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«04.08.2008
Ein unglaubliches Buch. Das erste Buch seit langem, das mir nah gegangen ist. Selten habe ich mich den Charakteren so verbunden gefuehlt wie in diesem Buch. Habe mitgefuehlt, oft auch Weinen muessen beim Lesen. Ich habe dieses Buch durchgelesen, ohne es aus der Hand zu legen. Ich hab die Nacht durchgelesen und erst heute frueh damit fertig geworden. Aber ich muss sagen es geht mir sogar zu nah, denn ich kann nur an das traurige Ende denken und seitdem auch unfaehig zum Essen oder Sonstigem. Jemand der ein Nicht-Happy End bei so einem Buch haben kann, der kann das lesen. Wer aber die historischen Romane eher als moderenes Maerchen liest, sollte es lieber nicht lesen, sonst gehts einem wie mir;). Von einem Buch erwarte ich naemlich, dass es einem Kraft gibt und einen gluecklich macht. Vielleicht ist meine 15-jaehrige Vorstellung von Buch falsch, aber trotzdem empfehle ich dieses buch jmd. nur mit starken Nerven. Wer diese hat, wird ein Buch finden was wundervoller und trauriger nciht sein kann. Es sind nicht die typischen Protagonisten, ohne Fehler und Edel. Jeder muesste eig. Scarlett hassen,aber die Autorin schafft, dass man mit ihr fuehlt und sie glueklich sehen will mit Rhett. Man ist traurig ueber den Tod von M. aber nicht nur wegen ihrer guten Person, sondern weil man Angst hat was aus Scarlett wird. Und voller Hoffnung denkt man dann an die Versoehnung von Rhett und Scarlett. Und was passiert? Genau das was meine Traumwelt zerstoert hat. Aber jetzt hab ich mir meinen Frust runtergeschrieben und versuche etwas zu essen ;).
Komisch aber, dass ein Buch mich so aus der Bahn wirft. Ich hab wohl mehr gelesen als die meisten Erwachsenen, aber nie erwartet dass dieses Buch mir so nah geht.
Euch aber lasst nicht die Freude an diesem Buch versauen.
Lg Deborah
spandaukarin zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«19.04.2008
Das ist ja wohl der Klassiker überhaupt! Dieser Roman war so ziemlich mein erster als ich ins "Erwachsenenalter" kam und ist bis heute noch eines meiner Lieblingsbücher, das ich bestimmt schon drei Mal gelesen habe. Ein unbedingtes Muss für die Fans historischer Romane! Die Charaktere sind sehr detailliert gestaltet, machen während des Geschehens auch eine Wandlung durch und nebenbei erfährt der Leser noch eine Menge über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg. Das offene Ende gibt zu Spekulationen Anlass und jedes Mal wünscht man sich ein Happy-End, das aber leider nicht eintritt.
Helga Gillmeister zu »Margaret Mitchell: Vom Winde verweht«06.04.2008
6. 4. 2008

Nun wird im ndr-Kultur-Radiosender „Vom Winde verweht“ gelesen, da es in Kürze als Hörbuch erscheint. Da ich den Roman ja sehr kenne, vergleiche ich gelesen Szenen und Erörterungen mit dem tatsächlichen Text, der auch keine neue Übersetzung erfahren hat, sondern noch die von Beheim-Schwarzbach aus dem Jahre 1936 ist. Anscheinend gibt es keine bessere. Sie ist auch sehr gut.

Ich sollte den Text auch mal in der Original-Fassung lesen. Den Schluss habe ich schon mal verglichen, besonders den Ausspruch Rhett` s: „Mein Kind, es ist mir ganz gleichgültig“ und dann Scarlett verlässt. Er ist in der Urfassung etwas anders, etwa so: „es macht mir nicht einen Pfennig aus“.

Natürlich wird nicht alles gelesen, ganze Passagen sind fortgelassen, aber auch Wichtiges, z. B. Melanies Qualen, als sie in den Wehen liegt und die Suche Scarletts nach dem Doktor, bei der sie Hunderte von Verwundeten in der Sonne liegen sieht. So auch Rhett´s spöttischer Ausspruch, als er die aus der verlorenen Schlacht heimkehrenden Soldaten durch Atlanta ziehen sieht und damit den Zorn von Scarlett auf sich zieht, die noch immer an einen gerechte Sache glaubt. Oder wenn sie voller Wut das Taschentuch von ihm verbrennt, welches sie erkennt, als Melanie von der Prostituierten der Stadt Geld für das Lazarett darin erhält.

Der Schluß des Romans ist unbefriedigend, und wie viele, versuche ich mir auszumalen, wie es weitergeht. Inzwischen ist ja ein „Fortsetzungsroman“ mit dem Titel „Scarlett“ erschienen, der auch verfilmt wurde. Er versucht da anzuknüpfen, was Scarlett beschließt, nachdem sie Rhett verlassen hat. Sie kehrt nach Tara zurück, findet aber Mammy, bei der sie Trost erhofft, auf dem Sterbebett wieder.

Natürlich findet Scarlett wieder zu Rhett zurück nach Jahren der Irrungen und Wirrungen in Irland usw., aber es ist doch eine recht triviale Geschichte, die an das Original nicht heranreicht. Warum beschäftigt dieser Roman nur die Menschen so, vor allem in Amerika? Frauen mögen ihn besonders, weil diese Scarlett trotz all ihrer Berechnung, ihres Egoismus und ihrer falschen Verführungskunst, ein Vorbild ist. Sie ist mutig, gewinnt Männer für sich und ist unglücklich verliebt in einen, den sie nicht bekommt. Dann ihre Tatkraft im und nach dem Krieg, ihr Geschäftssinn mit völliger Emanzipation, die sie damals nur unbeliebt machte.

In jeder Frau ist etwas von Scarlett. Sie wird zwar in mancherlei Hinsicht verurteilt, aber man möchte sein wie sie.

Inzwischen ist auch ein Roman über Rhett Butler erschienen, und wie kann es anders sein, von einem Mann. Rhett wäre doch viel interessanter, er sei zu kurz gekommen mit seiner Geschichte, z. B. den Abenteuern beim Blockade-Bruch und auch seiner Geschichte beim Bruch mit der Familie in Savannah.

Man kann spekulieren, wie es weitergeht: Scarlett organisiert die Beerdigung Melanies, kümmert sich um ihren Sohn, steht auch weiterhin hinter Ashley in der Mühlenverwaltung. Möglicherweise gelingt es ihr, die alten Freunde wieder zu erobern, die sich von ihr abwandten, als sie mit den Yankeys Geschäfte machte. Hin und wieder hält sie sich in Tara auf, wo es allerdings keine großen Probleme gibt, da Will die Farm vorbildlich verwaltet.

Ab und zu kommt Rhett zurück, wobei sie versucht, ihn wieder zu erobern. Es gelingt ihr jedoch nicht, mehr als ruhige Freundschaft verbindet ihn nicht mit ihr. Auch Ashley, von dem ja angedeutet wird, er würde nun auf ihre Scheidung drängen, um sie der Ehre willen zu heiraten, steht ihr nun nicht mehr nahe. Lediglich das Versprechen an Melanies Totenbett bindet sie noch an ihn.

Wie sollte eine erneute Annäherung von Scarlett und Rhett erfolgen? Sie wäre kaum möglich auch durch die radikale Änderung ihres Wesens, die sich bereits andeutet, als sie merkt, dass ihre Liebe zu Ashley nur ein Jungmädchentraum war.

Es ist vor allem auch ein historischer Roman mit genauer Analyse des Bürgerkriegs und seiner Hintergründe sowie den Wirren der Nachkriegszeit, in der das Land ausgebeutet wurde und unter Kriegsrecht stand. Ich habe es nachgelesen. Die Gegensätze von Nord- und Südstaten bestehen z. T. heute noch. Dort war die Rassentrennung am längsten. Bei Mitchell gibt es auch keine Schilderungen etwa der Ausbeutung oder Misshandlung der Schwarzen, die es ja tatsächlich gegeben hat. Hier wird den Schwarzen Krankenpflege angedeihen lassen, die Kinder erfahren eine Schuldbildung, nur die Einfachsten und zu keiner „Besserung“ Fähigen werden als Feldsklaven gehalten.
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