Jutta Ditfurth

Jutta Gerta Armgard von Ditfurth, wie ihr kompletter Geburtsname lautet, wurde 1951 in Würzburg geboren. Ihre Eltern sind die Fotografin Heilwig von Raven, ihr Vater ist der Arzt und Wissenschaftsjournalist Hoimar von Ditfurth. Ihr zwei Jahre jüngerer Bruder ist ebenfalls Schriftsteller. Ihren Adelstitel legte sie im Alter von 18 Jahren ab, da sie von elitärem Denken abgestoßen werden, wie sie selber sagte.

Sie studierte Soziologie, Politik, Kunstgeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Philosophie in Heidelberg, Hamburg, Freiburg, Glasgow, Detroit und Bielefeld und schloß 1977 als Diplomsoziologin ab. Anschließend arbeitete sie als Sozialwissenschaftlerin an den Universitäten Freiburg, Bielefeld und Marburg und zog im Winter 1977 nach Frankfurt am Main, wo sie für zwei Jahre in unterschiedlichen Firmen und Funktionen arbeitete. Parallel dazu war sie auch als Journalistin tätig, ab 1980 auch hauptberuflich.

Seit Anfang der Siebziger Jahre war sie auch im Bereich der undogmatischen Linken politisch aktiv. So wurde sie 1978 Mitbegründerin der Grünen Liste Wählerinitiative für Demokratie und Umweltschutz (GLW) und der Grünen Liste Hessen (GLH) und nachfolgend 1979/1980 Mitbegründerin der Grünen. Von 1984 bis 1989 war sie eine der drei gleichberechtigten ehrenamtlichen BundesvorstandssprecherInnen der Partei. Nach dem verpassten Einzug der westdeutschen Grünen in den Bundestag nach der Wahl 1990 verließ sie die Partei 1991 und gründete im selben Jahr die Kleinpartei Ökologische Linke.

Von 1991 bis 1999 war Jutta Ditfurth Herausgeberin der Zeitschrift ÖkoLinx und kandidierte bei der Europawahl 1999 auf Einladung eines linken Bündnisses in Griechenland auf einer internationalen Liste. Im Jahr 2000 beteiligte sie sich an der Bildung einer Wählervereinigung ÖkoLinX – Antirassistische Liste und zog für diese 2001 als Stadtverordnete ins Frankfurter Stadtparlament ein. Dieses Amt legte sie im Mai 2008 nieder.

Zu ihren umfangreichen journalistischen Tätigkeiten gehören zahlreiche politische Sachbücher und eine Biografie über Ulrike Meinhof, die 2007 erschien. Im belletristischen Bereich hat sie den Thriller Lawatzkys Kinder im Jahr 1995 veröffentlicht und im Jahr 1998 den historischen Roman Die Himmelsstürmerin, der 2010 neu aufgelegt wurde. In diesem Roman erzählt sie Erlebnisse ihrer Urgroßmutter Gertrud von Beust,

Historische Romane von Jutta Ditfurth:

Weitere Romane von Jutta Ditfurth:

  • (1995) Blavatzkys Kinder

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