James McBride

Der us-amerikanische Schriftsteller und Musiker James McBride ist Afro-Amerikaner und wurde 1957 geboren. Sein Vater war Reverend und starb noch vor seiner Geburt an Krebs. Seine Mutter war eine jüdische Immigrantin aus Polen. James war das letzte von acht Kindern seiner Eltern und wuchs im Brookly Red Hook Housing Project auf. Seine Mutter war während der Ehe mit James’ Vater zum Christentum konvertiert und heiratete später noch einmal und bekam noch drei weitere Kinder.

In seinen 1995 erschienenen Memoiren The Color of Water: A Black Man’s Tribute to His White Mother beschreibt er seine Familiengeschichte und seine Beziehung zu seiner Mutter. Das Buch war zwei Jahre in den Bestsellerlisten der New York Times und wurde zu einem amerikanischen Klassiker, der in Schulen und Universitäten zur Stantdardliteratur gehört und in über 16 Sprachen übersetzt wurde.

Zwei von James’ älteren Brüdern, Dennis und Billy, wurden Ärzte, doch er schlug diesen Weg nicht ein, sondern studierte Musikkomposition am Oberlin College, wo er 1979 einen niedrigen Abschluß machte, anschließend wechselte er an die Columbia University, wo er einen Masterabschluß in Journalismus machte. Er publizierte viele Artikel und Berichte in bekannten Zeitungen und Journalen wie The Boston Globe, The Washington Post, Wilmington News Journal, People Magazine, Rolling Stone, Chicago Tribune, The New York Times, The Philadelphia Inquirer und viele weitere mehr. Er ist Gründungsmitglied des Clint Harding Network, einer Gruppe von bkenannten Journalisten, Autoren und Musikern, die in den letzten zwanzig Jahren für das Radioprogramm von Missouri tätig waren.

Im Jahr 2002 erschien mit Miracle at St. Anna (dt. Das Wunder von St. Anna) sein erster Roman. Dieser spielt in den Jahren 1944 und 1945 und handelt von der ersten Afro-Amerikanischen 92ten Infanteriedivision aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Buch wurde von Spike Lee unter dem Titel Buffalo Soldiers '44 verfilmt, der Film kam 2008 heraus. 2008 erschien ebenfalls McBrides zweiter Roman Song Yet Sung, der im 18. und 19. Jahrhundert spielt und von versklavten Schwarzen handelt.

2012 verfasste McBride zusammen mit Spike Lee das Drehbuch zum Film Red Hook Summer, den er auch co-produzierte. Ein Jahr später erschien mit The Good Lord Bird (dt. Das verrückte Tagebuch des Henry Shackleford) sein bislang größter Bucherfolg. In dem komödiantischen Buch geht es um den Abolitionisten John Brown, der ein Gegner der Sklaverei war und die Sklaven mit seltsamen Methoden befreien wollte. Das Buch gewann 2013 den National Book Award.

Für seine Art, die Komplexität der Rassendiskussion in Amerika zu humanisieren, bekam er 2016 von Präsident Barack Obama die National Humanities Meda verliehen.

Neben seinen schriftstellerischen Tätigkeiten ist McBride auch als Musiker unterwegs. Er spielt Tenorsaxophon bei den Rock Bottom Remainders, eienr Gruppe von Bestsellerautoren, die aber schlechte Musiker sind. Er war auch mit der Jazzlegende Little Jimmy Scott auf Tour. McBride schrieb Songs für Anita Baker, Gary Burton und Grover Washington Jr., und aus seiner Feder stammt auch die Musik zum Musical Bobos. Er erhielt den American Music Festival’s Stephen Sondheim Award 1993, den American Arts and Letters Richard Rogers Award im Jahr 1996 und im gleichen Jahr den ASCAP Richrad Rogers Horizons Award.

Derzeit ist James McBride Autor-in-Residence der New York University. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt zwischen New York City und Lambertville, New Jersey.

Historische Romane von James McBride:

Mehr über James McBride: