James Gordon Farrell

Der britische Schriftsteller James Gordon Farrell kam am 25. Januar 1935 in Liverpool zur Welt. Sein Vater war Engländer und Buchhalter und musste als Manager oft in den Fernen Osten und nach Indien reisen. Seine Mutter war Irin, und die Familie zog 1945 nach Irland um, was später dazu führte, dass Engländer ihn für einen Iren hielten und Iren für einen Engländer.

Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Kanada studierte er Jura in Oxford auf dem Brasenose College, wo er ein leidenschaftlicher Sportler war, jedoch an Kinderlähmung erkrankte, worunter er für den Rest seines Lebens litt. Er hat diese Erfahrungen in seinem Roman The Lung von 1965 verarbeitet. Sein Studium schloss er 1960 ab und studierte auch Französisch und Spanisch und arbeitete zwei Jahre in Frankreich als Sprachlehrer.

Als sein literarisches Hauptwerk gilt die Empire-Trilogie, in der er sich mit dem Zerfall des britischen Empires befasst. Der erste Roman Troubles (dt. Troubles) erschien 1970 und wurde mit Preisen überhäuft, darunter den Booker-Preis. Bei der Verleihung warf er allerdings dem Hauptsponsor des Preises, der Irma Booker-McConnell, vor, ihre schwarzen Arbeitnehmer in der Karibik auszubeuten. Der Roman wurde 1988 von Christopher Morahan verfilmt.

1979 siedelte er auf die Sheep’s Head-Halbinsel in Irland um und ertrank am 11. oder 12. August des Jahres beim Angeln in der Bantry Bay. Er konnte wegen einer frühen Polio-Erkrankung nicht gut schwimmen und wurde von einer Welle ins offene Meer gespült. Seine sterblichen Überreste wurden auf dem Friedhof der St. James’s Church in Durrus begraben.

Historische Romane von James Gordon Farrell:

Weitere Romane von James Gordon Farrell:

  • (1963) A Man from Elsewhere
  • (1965) The Lung
  • (1967) A Girl in tue Head
  • (1981) The Hill Station; and An Indian Diary (posthum, unvollendet)