Isabel Allende

Die chilenische Schriftstellerin Isabel Allende wurde 1942 in der peruanischen Hauptstadt Lima geboren. Ihr Vater war chilenischer Diplomat und Cousin des früheren chilenischen Präsidenten Salvador Allende. Als Isabel Allende drei Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern, und sie kehrte mit ihren beiden Geschwistern und ihrer Mutter nach Santiago de Chile zurück, wo sie hauptsächlich bei ihren Großeltern aufwuchs.

Nach der erneuten Heirat ihrer Mutter im Jahr 1953, wiederum mit einem chilenischen Diplomaten, zog sie mit ihren Eltern um die Welt und besuchte Schulen in La Paz in Bolivien, in Beirut, wo sie eine englische Privatschule besuchte, und wieder zurück nach Santiago de Chile. Dort beendete sie ihre Schulzeit und lernte ihren ersten Ehemann Michael Frías kennen, den sie 1962 heiratete.

Bereits ab 1959 arbeitete sie bis 1965 als Fernsehjournalistin für den Informationsdienst FAO (Food and Agriculture Organization) der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft und moderierte eine wöchentliche Fernsehsendung über die Weltkampagne gegen Hunger.

1963 kam Allendes erstes Kind Paula zur Welt und die Familie zog nach Europa. Bis 1966 lebten sie in Brüssel und Genf und kehrten schließlich nach Chile zurück, wo ihr Sohn Nicolás zur Welt kam. Zudem entwickelte sie sich zur Journaistin und Frauenrechtlerin und gründete mit anderen Frauen die Zeitschrift Paula, die bis dahin einzige Frauenzeitschrift Chiles. Daneben wurde sie u.a. Herausgeberin der Kinderzweitschrift Mampato und schrieb 1973 für die Filmzeitschrift Maga-Cine-Ellas. Außerdem war sie für das chilenische Fernsehen tätig und moderierte verschiedene sehr beliebte Sendungen mit Interviews, Reportagen und Diskussionsrunden.

Nach der Veröffentlichung von Kindergeschichten und Kurzgeschichten arbeitete sie weiter für das Fernsehen und schrieb das Theaterstück El embajador, das 1973 in Santiago uraufgeführt wurde, musste aber 1975 ins Exil nach Venezuela gehen. Hier arbeitete sie für eine Zeitung und als Lehrerin.

Nachdem ihr Großvater im Jahr 1981 mit 99 Jahren gestorben war, begann sie, ihm einen Brief zu schreiben, woraus sich ihr erster Roman Das Geisterhaus entwickelte, der gleich ein Welterfolg wurde. 1993 wurde er unter der Regie von Bille August mit großem Staraufgebot verfilmt.

1988 lernte sie während eines Besuches in Kalifornien ihres jetzigen Ehemann Willie Gordon kennen und lebt seitdem mit ihm in San Rafael. 2003 erhielt sie die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. Ihre Romane erschienen in über 35 Millionen Exemplaren in über 27 Ländern, was sie zu einer der bedeutendesten Autorin unserer Zeit macht. Für ihre Arbeiten gewann sie zahlreiche Preise, und ein Ende ist nicht abzusehen.

Historische Romane von Isabel Allende:

Jugendbücher von Isabel Allende:

  • (1984) La gorda de porcelana
  • (2002) Die Stadt der wilden Götter
    La ciudad de las bestias
  • (2003) Im Reich des Goldenen Drachen
    El reino del dragón de oro
  • (2004) Im Bann der Masken
    El bosque de los pigmeos

Weitere Romane von Isabel Allende:

  • (1984) Von Liebe und Schatten
    De amor y de sombra
  • (1987) Eva Luna
    Eva Luna
  • (1989) Geschichten der Eva Luna
    Cuentos de Eva Luna
  • (1991) Der unendliche Plan
    El plan infínito
  • (1994) Paula
    Paula
  • (1997) Aphrodite
    Afrodita. Cuentos, recetas y otros afrodisiacos
  • (2003) Mein erfundenes Land
    Mi país inventado
  • (2007) Das Siegel der Tage
    La suma de los días

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