Im Feuer des Lebens von Heidrun Hurst

Buchvorstellungund Rezension

Im Feuer des Lebens von Heidrun Hurst

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Im Feuer des Lebens“,, 336 Seiten.ISBN 3842923066.

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Kurzgefasst:

Es ist die Zeit des Dreißigjährigen Krieges: Die Geschwister Jakob und Bärbel Selzer, Bergmannskinder aus dem Schwarzwald, hat es ins Rheintal verschlagen. Sie müssen ihren Weg im Leben finden. Jakob verlässt das kleine Dorf Odelshofen und zieht in den Krieg. Endlose Märsche und zermürbende Gefechte führen ihn immer weiter weg von seiner geliebten Elisabeth. Wird er sie je wieder sehen? Oder wird die hübsche Magdalena sein Herz erobern? Elisabeth versucht indessen, mit ihrer Mutter den elterlichen Hof zu bewirtschaften. Doch immer wieder werden ihr Steine in den Weg gelegt. Als ihre Mutter als Hexe beschimpft wird, spitzt sich die Lage zu. Das Straßburger Findelhaus hat inzwischen Zuwachs bekommen. Die Arbeit mit den Kindern führt Bärbel und Sebastian an ihre Grenzen. Stück für Stück lernen sie, auch in der größten Not auf Gottes Hilfe zu vertrauen. Da bedroht eine Seuche das Leben der Hausbewohner.

Das meint Histo-Couch.de: „Dem Galgen entkommen, um in den Krieg zu ziehen“89Treffer

Rezension von Daniela Loisl

Zur Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Nach dem Tod ihrer Eltern sind die beiden Kinder Jakob und Bärbel Selzer zu Fuß ins Rheintal zu Verwandten gepilgert, um bei diesen unterzukommen. Nicht gerade freudig empfangen, konnte Jakob bei seinem Onkel am Hof als Knecht bleiben. Seine Schwester wurde nach Straßburg gebracht und musste als Magd in einem Bürgerhaus für ihren Lebensunterhalt schuften.

Jakob verliebt sich in Elisabeth und die beiden wollen heiraten. Durch eine boshafte Intrige landet Jakob jedoch als Söldner im Heer und darf dieses erst nach zehn Jahren wieder verlassen. Bärbel hatte mehr Glück und baut gemeinsam mit ihrem Mann Sebastian ein Waisenhaus in Straßburg auf. Doch auch diese vermeintliche Idylle scheint bedroht&

Gleichbleibendes Niveau

Der zweite Band der Trilogie um die Geschwister des Bergmanns schließt nahtlos am Vorgänger an. So direkt die Geschichte fortgesetzt wird, so harmonisch und auf demselben Level bleiben auch Erzählstil und Sprache. Dies ist gerade deshalb besonders erwähnenswert, da es sogar erfahrenen Autoren oft nur schwer gelingt, das Niveau des ersten Bandes bei einer Reihe bis zum letzten Buch durchzuhalten. Nicht selten schwächelt schon der zweite Teil.

Heidrun Hurst aber hat diese Hürde fabelhast gemeistert und erzählt im selben Fluss die Geschichte der beiden Geschwister weiter. Authentisch und glaubwürdig verfolgt man den Weg der beiden und bekommt interessante Einblicke in die damalige Zeit.

Geschichte und Fiktion geschickt verwoben

Während Jakob dem Galgen entkommen ist, wird ihm erst nach und nach bewusst, welchen Preis er dafür zahlen muss. Hunger, Kälte und Ungewissheit sind ständige Begleiter im Heer und die Spur der Verwüstung die so ein Tross bei seinem Zug durch das Land hinterlässt, hat Hurst cineastisch dargestellt.

Schonungslos, aber ohne reißerisch zu werden, schildert Hurst das harte (Über-)Leben im Heerestross. Die gefühlvolle Herangehensweise an die Erzählung und die Veranschaulichung der kleinen, so selbstverständlich wirkenden alltäglichen Dinge, mit denen die Protagonisten stets konfrontiert sind, zeigt, wie viel Mühe sich Heidrun Hurst auch mit der Recherche machte. Alles wirkt durchdacht und glaubwürdig. So ist es ihr auch hervorragend gelungen, Geschichtliches in die fiktiven Erlebnisse der Figuren mit einzubauen, ohne dass ein Bruch entsteht oder der Lesefluss gestört wird.

Vielfältige Charaktere

Schon im ersten Band wartete die Geschichte mit einer Vielzahl an Darstellern auf, die allesamt detailliert und feinfühlig geschaffen wurden. Nicht nur die beiden Protagonisten entwickeln sich weiter, sondern auch sämtliche Nebendarsteller. So ist Elisabeths harter Überlebenskampf, die nach dem Tod ihres Vaters alleine mit ihrer Mutter den Hof bewirtschaften muss, sehr anschaulich gezeichnet. Die verachtenden Reaktionen der Dorfbewohner nach Jakobs furchtbarer Tat bekommen Elisabeth und ihre Mutter mit voller Härte zu spüren, geben aber dennoch nicht auf.

Auch Bärbel und Sebastian, die immer mehr Schützlinge aufnehmen, haben mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen und jeder hat seine eigene Art mit Schicksalsschlägen umzugehen.

In die Gedankengänge Jakobs, aber auch Elisabeths und Bärbels, gibt die Autorin nachvollziehbar und feinfühlig Einblicke, sodass ein Identifizieren mit der einen oder anderen Figur nicht schwerfällt.

Heidrun Hurst ist mit dem zweiten Band eine wunderbare Fortsetzung gelungen und der Leser wird von so mancher Wendung der Geschichte überrascht sein, denn zu der Stärke der Autorin zählt unter anderem, dass sie das Leben erzählt, wie es gewesen hätte sein können und nicht, wie man es sich vielleicht wünscht, dass es gewesen wäre. 

Ihre Meinung zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«

lesemoni zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«06.01.2015
Dieses Buch ist die sehr gelungene ,spannende aber auch traurige Fortsetzung von " Die Kinder des Bergmanns " Gleich zu Beginn des Buches war ich wieder in der Geschichte drinnen ,ohne groß zu überlegen wie das 1. Buch zuende ging ,denn man hatte gleich wieder alles vor Augen :-) Elisabeth aber auch Bärbel haben so einige Schickalsschläge zu verkraften die einem mitleiden lassen und man einfach hofft ,das sie diese Zeit so gut es geht überstehen,wobei sich beide nicht unterkriegen lassen .

Auch die Szenen mit Jakob und seinen Kriegskameraden ,von denen ein paar zu sehr guten Freunden wurden ist toll beschrieben. Man sieht den Schlamm, Dreck und Tod aber auch dem Hunger dem sie über längere Zeit ausgesetzt waren bildlich vor sich beim lesen. Überhaupt zog die Geschichte wie in einem Film an vorüber und ich hatte Kopfkino zum feinsten.

Wie es mit Elisabeth , Jakob ,Bärbel und all den anderen weitergehen wird und ob Elisabeth und Jakob sich jemals wiedersehen werden,erfahren wir leider erst im 3. und letzten Band ,der 2015 erscheinen wird. Ich freue mich jetzt schon sehr darauf !!!!

Ich lege dieses Buch jedem ans Herz ,der einen richtig guten Histoschmöcker lesen möchte der einem die Zeit des 30 jährigen Krieges sehr nahe bringt.

Von mir eine uneingeschrängte Kauf und Leseempfehlung !!!!!
Smilla507 zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«11.12.2014
Es handelt sich bei diesem Buch um die Fortsetzung zu „Die Kinder des Bergmanns“, deshalb möchte ich denjenigen, die den ersten Band noch lesen möchten davon abraten, hier weiter zu lesen, um sich nicht die Spannung zu nehmen.

Nahtlos knüpft das Geschehen an den ersten Band an: Jakob verdingt sich als Söldner im Dreißigjährigen Krieg, wobei er oftmals mit den Schattenseiten des Krieges konfrontiert wird. Doch es bahnen sich auch Freundschaften an, die ihm Halt geben.
Währenddessen kämpft Elisabeth um die Existenz und den Hof. Nachdem der Tross durch Odelshofen gezogen ist, ist ihr kaum etwas zum Leben geblieben. Doch sie gibt nicht auf, denn sie möchte Jakob eines Tages heiraten.
Bärbel und ihr Mann Sebastian müssen sich ebenfalls fortwährend neuen Herausforderungen und Prüfungen stellen: Ihr Findelhaus in Straßburg erfreut sich regen Zuwachses und platzt förmlich aus allen Nähten. Wie sollen sie nur die Mittel für all die hungrigen Mäuler aufbringen? Sebastian zwingt es förmlich in die Knie – er erkennt, dass Gott für sie sorgt und bittet ihn um alles, was sie brauchen. Als eine Seuche die Familie bedroht, scheint es, als habe Gott sie verlassen...

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird’s wohl machen“, rezitierte er einen Teil des 37. Psalms.
Tränen schossen Elisabeth in die Augen. (...) – Was blieb ihr auch anderes übrig?“ (S. 152)

Dass Gott es wohl machen wird – das vermag keine der Protagonisten dieses Romans erhoffen. Die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zerrüttet das Reich und hinterlässt viel Armut, Sorgen und Not. Jakob, der sich direkt im Tross befindet, wird damit genauso konfrontiert, wie Elisabeth. Viele Kilometer voneinander entfernt kämpfen beide ums Überleben. Die einzige Hoffnung, die ihnen bleibt, ist ein Wiedersehen, das sich jedoch immer weiter hinaus zögert.

In mehreren Erzählsträngen erfuhr ich vom Schicksal der mir inzwischen ans Herz gewachsenen Protagonisten. Das Verhältnis ist recht ausgewogen und ich fieberte auf jedem Schauplatz mit. Heidrun Hurst ist sich auch in diesem Buch sehr treu geblieben und hat die damaligen Verhältnisse dargestellt, ohne in Klischees abzudriften.
Genau wie im ersten Band tauchte ich erneut in die bildhafte Schreibweise der Autorin ab. Es ist, als würde sie mit ihren Büchern ein Gemälde zeichnen. Selbst über das Alltagsleben während des 17. Jahrhunderts zu lesen wurde mir niemals langweilig. Durch Jakob erfährt man den Alltag eines Trosses, was ich sehr interessant fand. Und auch wenn es mein dritter Roman ist, in dem es um den Dreißigjährigen Krieg geht, habe ich ihn wieder einmal aus einer anderen Perspektive kennen gelernt.

Der Glaube an Gott spielte im ersten Band noch eine eher untergeordnete Rolle. Im zweiten bekommt er eine tragende(re) Rolle. Die Szenen und selbstlose Aufnahme der Waisenkinder im Findelhaus haben mich sehr berührt. Ich bin gespannt, wie es im dritten Band weiter gehen wird. Nicht nur für Bärbel und Sebastian, sondern auch für Elisabeth und Jakob. Man darf gespannt sein, denn das Ende ist in vielerlei Hinsicht offen...
wampy zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«05.11.2014
„Im Feuer des Lebens“ von Heidrun Hurst ist der zweite Band einer Trilogie über die Bergmannskinder Bärbel und Jakob. Er führt uns zurück in die Zeit des 30-jährigen Krieges und schließt nahtlos an den ersten Band „Die Kinder des Bergmanns“ an. Jakob mußte sich für zehn Jahre als Soldat für die katholischen Truppen verpflichten, um den Strand zu vermeiden. Ihn begleiten wir die nächsten Jahre als Soldat, während seine Schwester Bärbel mit ihrem Mann Sebastian, einem Pfarrer, ein Findelheim in Straßburg unterhält. Die dritte Hauptperson des Buches ist Elisabeth, die Verlobte Jakobs, die allein mit ihrer Mutter auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe Straßburgs lebt.
Der zweite Band ist auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gut verständlich, doch nach der Lektüre des ersten Buches kann man die Entwicklung der einzelnen Charaktere besser verstehen.

Durch die bildhafte Sprache erscheinen die einzelnen Szenen wie in einem Film abzulaufen. Auch die Auswahl der Szenen ist der Autorin gut gelungen. Obwohl Jakob als Söldner unterwegs ist, kommt das Buch fast ohne Schilderung von Kampfhandlungen aus. Stattdessen werden Episoden aus dem täglichen Leben der Soldaten geschildert. Diese sind geprägt von Wetterunbilden, Hunger, Krankheiten und Verletzungen, aber auch von dem Zusammengehörigkeitsgefühl einer kleinen Soldateneinheiten. Es werden Ängste und Wünsche der Soldaten geschildert, die fast zu einer Familie zusammenwachsen.
Auch Jakobs Schwester Bärbel erlebt keine sorgenfreie Zeit mit ihrem Mann und dem Findelhaus. Auch Bärbel und Sebastian müssen hart für den Unterhalt des Hauses und der Kinder kämpfen. Dies wird eindringlich und mitreißend an Hand einer Schlüsselepisoden geschildert.
Noch schwerer hat es Jakobs Verlobte Elisabeth getroffen. Sie muss sich alleine mit ihrer Mutter um den Hof kümmern. Durch Jakobs Mordtat wird sie vom Rest des Dorfes geschnitten und nicht unterstützt. Mit eisernem Willen gelingt es ihr vorerst ein Auskommen zu finden. Doch die Autorin fordert im weiteren Verlauf noch viel von Elisabeth, die sich als sehr starke Persönlichkeit erweist und auch erweisen muss.
Trost und Stärke findet Elisabeth in vereinzelten Briefen Jakobs.
Als zusätzliche Hauptfigur wird die Apothekerstochter Magdalena eingeführt, die auch ein schweres Schicksal mit sich trägt und als Heilerin im Tross unterwegs ist. Auch sie ist eine starke Frau, die sich auch noch in Jakob verliebt.

Die Stärke des Buches liegt in der wunderbaren Beschreibung und Ausgestaltung der einzelnen meist recht alltäglichen Szenen, die ein klares Bild der damaligen Lebenssituation geben. Man spürt die Sorgen und Nöte der Beteiligten und fiebert unwillkürlich mit ihnen mit. Manchmal hofft man auf eine Besserung der Lage, aber es kommem immer wieder neue Probleme und Schicksalsschläge. Und am Ende des Buches ist man unglaublich auf die Fortsetzung gespannt, die leider noch etwas auf sich warten läßt.
Ich kann dieses Buch allen vorbehaltlos empfehlen, die nicht auf eine Schlachtenbeschreibung aus sind. Spannung, Liebe, komplexe Charaktere und fesselnde Figuren – was will man mehr!
allegra zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«04.11.2014
Meine Inhaltsangabe

Der Roman „Im Feuer des Lichts“ ist der zweite Teil der Trilogie um die Bergmannskinder Jakob und Bärbel Selzer. Er schließt in seiner Handlung lückenlos an den Vorgängerband an und beschreibt die Erlebnisse der drei Hauptfiguren Bärbel, Jakob und dessen Verlobte Elisabeth in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs. Jakob entkommt seiner Verurteilung zum Tod nur haarscharf, indem er sich für 10 Jahre in der Armee verpflichtet und in den Krieg zieht. Elisabeth lebt derweil alleine mit ihrer Mutter und bewirtschaftet den Hof, trotz wiederkehrender Verluste durch marodierende Söldner. Bärbel betreibt mit ihrem Ehemann Sebastian, einem Pfarrer ein Findelhaus. Sie nehmen Kinder von der Straße und Babys, die von ihren Eltern weggegeben wurden, in ihrem Haus auf und verschaffen ihnen dadurch Sicherheit und ein familiäres Zuhause.


Meine Meinung

Ich habe bereits den Vorgängerband „Die Kinder des Bergmanns“ von Heidrun Hurst mit sehr großer Freude gelesen und auch die Fortsetzung der Geschichte von Jakob und Bärbel hat mich nicht enttäuscht. Der Autorin gelingt es auf sehr anschauliche Weise das Leben im Tross der Söldnerarmee darzustellen ohne durch blutrünstige Szenen zu schockieren. Ich fühlte mich sehr nahe an Jakob und seinen Freunden unter den Soldaten dran und konnte seine Gefühle und Beweggründe nachvollziehen.

Meine Lieblingsfigur in diesem Roman war Elisabeth, die zusammen mit ihrer Mutter um ihren Hof und ums Überleben ihrer Schafe und Ziegen gekämpft hat. Die Beschreibungen waren sehr warmherzig und ich habe mit Elisabeth richtig mitgelitten, wenn ihr zum Beispiel eine Überschwemmung das Leben schwer gemacht hat.

Im Haushalt von Bärbel und Sebastian ging es natürlich auch lebhaft zu und her. Allerdings hatte ich da etwas Mühe mit Sebastian, weil er mir ein Stück weit zu passiv erscheint. Aber womöglich ist das einfach meiner Persönlichkeit geschuldet. Für meinen Geschmack betet er ein bisschen zu viel. Dass es dann klappt mit der Spendenfreude der Straßburger Bürger, so dass sein Findelhaus immer wieder über das Nötigste verfügt, ist natürlich schön. Aber für mich ist er nicht gerade ein großes Vorbild, weil mir Menschen, die praktisch anpacken wesentlich lieber sind, als solche, die tagelang im Gebet (und somit doch irgendwie im Nichtstun) verharren.

Sprachlich halte ich den Roman für sehr gelungen. Er lässt sich durch die perfekte Mischung aus beschreibenden Elementen und Dialogen sehr flüssig lesen, so dass man schön in die Handlung eintauchen kann.

Das vorliegende Buch, das wie erwähnt der zweite Teil einer Trilogie ist, kann auch isoliert gelesen und verstanden werden, da alle wichtigen Informationen zum Verständnis der Figuren erwähnt werden. Aber für das volle Lesevergnügen empfehle ich den Einstieg mit dem ersten Band „Die Kinder des Bergmanns“.

Im Vergleich zum ersten Teil ist die Geschichte diesmal nicht so perfekt abgeschlossen und doch noch offen, wie das dort gelungen ist. Es ist noch recht viel offen, so dass man am liebsten gleich zum nächsten Teil greifen würde. Darauf muss man aber noch bis September 2015 warten.
Rose-Aline Murr zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«27.10.2014
Habe beide Bücher gelesen und bin überrascht wie ich mit einem Mal die Geschichte des 30jährigen Krieges in mich aufnehme ohne es als lästig zu empfinden.Das macht auch die Geschichte von Bärbel Elisabeth und Jakob aus ,die mit dem Krieg verwoben ist und alles abrundet. Bin ein großer Fan von Heidrun Hurst Sie schreibt ihre Bücher alle packend und interessant so dass man sie gerne gar nicht aus der Hand legen möchte.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung der Geschichte,kann gar nicht erwarten bis der neue Band erscheint.
Auch Ihre Buchvorgänger:Der weisse Rabe und Das Opfer des Wikingers (Wikinger-Saga) sind sehr spannend und mitreissend gut geschrieben. Großes Lob an die Autorin!!!!!!!
Jana68 zu »Heidrun Hurst: Im Feuer des Lebens«20.10.2014
Heidrun Hurst's 2. Buch über die Bergmannskinder Bärbel und Jakob führt uns zurück in die entbehrungsreichen und schweren Jahre des Dreißigjährigen Krieges. Schon das Buchcover ist ein Hingucker und lädt zu einem tollen Lesevergnügen ein. Die Autorin schreibt in sehr flüssiger und bildhafter Sprache, sodass ich fast immer ein klares Bild der Szenerie vor Augen hatte.
Wenngleich nicht zwingend erforderlich, empfehle ich dennoch dringend, das erste Buch vorher zu lesen, denn nur so erschließt sich die Geschichte in ihrer Komplexität und man entwickelt ein besseres Verständnis für alle Charaktere und ihrer Weiterentwicklung.

Keiner kommt an diesem Krieg vorbei, doch ist Jakob als Rekrut im Heer des Wallensteins verpflichtet und somit tagtäglich unmittelbar im Kriegsgeschehen. Seine Kameraden und er entwickeln sich zu einer starken und verschworenen Gemeinschaft, dank der sie es schaffen, vorerst zu überleben. Und zwar sowohl die Schlachten als auch gnadenlosen Hunger, bitterkalte Winter, Seuchen und Gewalt im eigenen Lager. All sein Tun aber hat nur ein Ziel - überleben und zu Elisabeth zurückkehren, um mit ihr endlich und verdientermaßen ein Leben zu Leben.

Seine Schwester Bärbel findet in ihrem Lebensretter, dem Pfarrer Sebastian, den Partner fürs Leben und gemeinsam bauen sie in Straßburg ein Findelhaus auf. All ihr Habe und ihre Kraft verwenden sie darauf, Strassenkindern zu helfen und ihnen ein zu Hause zu geben. Dabei müssen auch sie viele Hürden nehmen und Rückschläge hinnehmen. Über allem aber steht ein sich manifestierender und gelebter Glaube an den Christlichen Gott. Vor allem Sebastian, seines Zeichens Pfarrer, findet zu wahrem Glauben, der ihm Tag für Tag dabei hilft, das Auskommen aller zu sichern, den Glaube versetzt manchmal Berge.

Wir begleiten aber nicht nur die beiden Geschwister, sondern auch Elisabeth, Jakobs Braut, und Magdalena, die im Tross mit dem Heer zieht.
Beide sind starke und kluge junge Frauen, die sich mehr oder weniger alleine durchs Leben kämpfen müssen. Insbesondere das Geschehen um Elisabeth ist mir sehr ans Herz gegangen. Ihr bleibt in der Tat kaum ein Übel erspart. Doch sie hat einen starken Lebenswillen und blickt stets nach vorn. Mit Dingen, die sie nicht ändern kann, hält sie sich gar nicht auf. Sie wartet treu auf Jakob, obwohl sie ahnt, dass sie es kaum über die 10 Jahre mit ihrer Mutter allein schaffen kann. Dennoch ist sie ihm treu ergeben - bis zu jenem Unglückstag, an dem man ihre Mutter der Hexerei bezichtigt und einsperrt. Um ihre Mutter zu retten opfert sie ihre Freiheit und ihre Hoffnung auf eine Zukunft mit Jakob und geht eine erpresste Ehe mit dessen Erzfeind Andreas ein...
Schade, dass das Buch schon zu Ende ist, ich würde so gerne gleich weiterlesen.
Ein tolles und fesselndes Buch zu der ich der Autorin auf das Herzlichste gratuliere!
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