Der Traum vom Glück von Donna Douglas

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2014unter dem Titel „Nightingales on Call“,deutsche Ausgabe erstmals 2017, 528 Seiten.ISBN 3-404-17443-7.Übersetzung ins Deutsche von Ulrike Moreno.

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Kurzgefasst:

London, 1937. Die Schwesternschülerinnen Dora und Lucy sind Rivalinnen seit ihrem ersten Jahr am Nightingale Hospital. Als ihre Abschlussprüfung näher rückt, müssen sie feststellen, dass sie eine gemeinsame Sorge verbindet: Beide hüten sie ein Geheimnis, das sie ihre berufliche Zukunft kosten kann. Auch das neue Dienstmädchen Jess sehnt sich nach einem Neubeginn. Sie kommt aus schwierigen Verhältnissen und will ihre Vergangenheit endlich hinter sich lassen. Doch es gibt Menschen, die das mit aller Macht zu verhindern suchen ...

Das meint Histo-Couch.de: „Bereits Teil Vier einer erfolgreichen Reihe“90Treffer

Rezension von Alexandra Hopf

1937 neigt sich auch die dreijährige Ausbildung der Schwesternschülerin Dora und ihren Freundinnen am Londoner Nightingale Hospital dem Ende zu. Zum Abschluß ist Dora diesmal auf der Kinderstation eingeteilt. Obwohl sie sich sehr auf den Einsatz bei den Kindern gefreut hat, ist die Arbeit dort sehr hart. Das liegt einerseits an der sehr strengen Oberschwester Parry, zum anderen daran, dass die versnobte Klassenkameradin Lucy Lane, die ihr schon immer das Leben schwer macht, ebenfalls dort eingesetzt ist. Zu allem Übel entschließt sich ihre heimliche Liebe Nick, London zu verlassen. Er will das nötige Geld für seine Scheidung von Ruby auf dem Jahrmarkt als Boxer verdienen. Doch auch wenn sich Lucy, zunächst wie gewohnt, sehr hochnäsig und herablassend gibt, wird sie bald von ihren eigenen Problemen überwältigt. Ihr Vater hat sich bei Geschäften verkalkuliert. Nun droht ihm nicht nur das berufliche Scheitern sondern auch der Verlust des Privatvermögens inklusive des Hauses am Eaton Place.

Katie o’Hara teilt sich nun ein Zimmer mit ihrer Schwester Effie, die neu am Nightingale ist. Doch die Schwesternschülerin schafft es, von einem Malheur ins nächste zu stolpern. Ebenfalls neu ist das Dienstmädchen Jess Jago. Es ist nicht einfach, die hohen Ansprüche der strengen Hausschwester Sutton zu erfüllen, doch alles ist besser als zu Hause im schäbigen Bezirk, den Hatcheries, bei der Stiefmutter zu leben. Effie würde sich gern mit dem Mädchen anfreunden, doch eine Freundschaft zwischen Dienstboten und Schwesternanwärterin ist nicht standesgemäß und nicht gern gesehen. Hier im Nightingale hat Jess eine eigene winzige Kammer, wo sie sich mit ihren geliebten Büchern zurückziehen kann. Wäre da nicht die Schwesternschülerin Anna Padgett, die an ihr herummäkelt und sie provoziert wo es nur geht. Die Probleme der Einzelnen spitzen sich drastisch zu und die Turbulenzen sind vorprogrammiert …

Interessante Einblicke ins Krankenhauswesen der 30iger Jahre

Auch mit Teil Vier gelingt es Donna Douglas wieder den Leser zu begeistern. Kenner der Serie lassen sich schon lange nicht mehr vom kitschigen Cover abschrecken. Mit Beginn des Buches ist man sofort mitten im Geschehen. Vorkenntnisse der ersten drei Bücher sind zwar nicht zwingend erforderlich, erleichtern aber den Einstieg in Der Traum vom Glück ungemein.

Auch hier bekommt der Leser wieder anschaulich vermittelt, wie sehr sich der Krankenhausalltag früher zu dem heutigen unterscheidet. So durften z. B. Eltern ihre kranken Kinder nur einmal im Monat am Besuchstag sehen. Mit Lucy Lane und Dora Doyle trifft man auf alte Bekannte. Die Wandlung der hochnäsigen verwöhnten Lucy ist erschreckend real. Eben wurde noch ein rauschendes Fest am Eaton Place gefeiert und plötzlich steht man am Abgrund und man scheint alles zu verlieren. Diese Erfahrung verändert Lucy vollends. Früher wirkte sie immer unsympathisch, doch nun erscheint sie dem Leser als normales junges Mädchen mit Gefühlen. Diese Entwicklung bringt ihr durchaus Sympathien des Lesers ein.

Dora ist eine junge Frau, die das Herz am rechten Fleck hat. Und wenn sie eine bestimmte Überzeugung vertritt, tut sie das auch bei ihrer Vorgesetzten Schwester Parry, egal, welche Konsequenzen es nach sich zieht.

Die schusselige und auch naive Schülerin Effie nimmt einen Großteil der Handlung ein. So unschuldig wie sie in manchen Schlamassel gerät, muss man sie einfach mögen. Umso mehr Achtung des Lesers bringt ihr die Tatsache ein, dass sie doch noch rechtzeitig merkt, worauf es im Leben ankommt und sie gerade noch den richtigen Weg einschlägt. Ebenfalls Hauptprotagonistin ist Jess Jago. Sie verlangt dem Leser Respekt ab. Sie ist ein junges Mädchen, das weiß, was es will. Sie macht ihren Weg, egal wie schwierig es ist. Sie findet sogar die Lösung, mit der mürrischen stets nörgelnden Schwester Sutton auszukommen. Die aus den Vorgängern bekannten Personen Millie Benedict und Helen Tremayne sind diesmal nur kurz erwähnte Randfiguren.

Absolute Leseempfehlung für Kenner und Neulinge der Serie

Auch diesmal gelingt es der Autorin mit ihrem lebhaften flüssigen Schreibstil das Buch sehr kurzweilig zu gestalten und man hat die 500 Seiten wie im Fluge durchgelesen. Bastei Lübbe wird noch zwei weitere Bände dieser Reihe herausbringen.

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