Wintersaat von Almuth Herbst

Buchvorstellung

Wintersaat von Almuth Herbst

Originalausgabe erschienen 2017unter dem Titel „Wintersaat“,, 896 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

Münsterland, Ende des 17. Jahrhunderts: Die Amsterdamer Kaufmannstochter Anderske Dijkersma reist von der münsterischen Zweigstelle ihres Vaters ins katholische Olfen, um vor ihrer Eheschließung mit dem Sohn des berühmten Amsterdamer Chirurgen Nicolaes Tulp die Kargheit des westfälischen Lebens kennenzulernen. Was als Besserungsmaßnahme für den verwöhnten Querkopf geplant war, entpuppt sich als Fiasko. Mit ihrem Schicksal verwoben ist die Geschichte des Erbdrostensohns Jeremias von Neuhoff-Ascheberg, der die heimatliche Rauschenburg an der Lippe verlässt, um nach Münster zum Studium aufzubrechen, dort jedoch erst 20 Jahre später ankommen wird.

Ihre Meinung zu »Almuth Herbst: Wintersaat«

Dieter Salje zu »Almuth Herbst: Wintersaat«19.10.2017
Historischer Roman, frisch erzählt und leicht in Sprache und Duktus
Sehr schöner historischer Roman, spielt im Münsterland und spielt auch mit Vorurteilen, die junge verwöhnte Tochter, die sich in den Schäfer verliebt, das Vorurteil, das das Recht der ersten Nacht durch den Lehnsherr immer vergnüglich sein soll und doch zur "lästigen Pflicht" werden kann. Der junge Schnösel aus dem Adel, der erkennen muss, dass zum Überleben mehr gehört, als nur Arroganz und Überheblichkeit. Auch die Bösewichter (fällt mir gerade auf, gibt es keinen weiblichen Begriff zu Bösewicht? ) Frisch in moderner Sprache rasant und packend erzählt, gleichzeitig aber die Bindung an die Historie erhalten. Der Roman hat wunderschöne lyrischen Passagen und steckt auch voller Situationskomik, manchmal überraschend modern, aber immer gelungen und treffend. Wer sich mit Theater und Musik auskennt, findet fein nuancierte Anspielungen. Man freut sich auf die nächsten Seiten und- vielleicht schon bald- auf das nächste Werk der Autorin, hoffentlich wieder exzellent recherchiert, voller Wortwitz und in mitreißendem Stil erzählt.
Kay Kirjewsky zu »Almuth Herbst: Wintersaat«10.10.2017
Ein vielschichtiges, fesselndes Buch, das in den Bann schlägt. In eigenständigem Sprachstil, der sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken anregt. Es ist eine große Freude auf die lange Reise des Protagonisten mitzukommen. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Hat mich drei Nächte Schlaf gekostet. Von der ersten Seite an ist man mitten im Geschehen. Immer wieder ist man überrascht über die vielen Anspielungen und Details, die man beim aufmerksamen Lesen serviert bekommt. Anspielungen auf die Toten Hosen, David Bowie, Udo Lindenberg, Nena, James Bond Songs, um nur einige zu nennen.
Anna Riepers zu »Almuth Herbst: Wintersaat«01.10.2017
Dieses Buch war ein Geschenk einer Bekannten der Autorin selbst. Ich hätte es mir wohl nicht gekauft. Unbekannte Schriftstellerin, zu dickes Buch...
Deshalb war es auch eine echte Überraschung im besten Sinne! Dass das ein Erstlingswerk ist, glaubt man kaum. Mir haben die schönen Naturbeschreibungen, die ausgefallenen Metaphern und die flotte Sprache besonders gut gefallen. Es ist von Anfang bis zum Ende sehr spannend. Man fiebert richtig mit.
Lasst euch nicht von den fast 900 Seiten schrecken! Es liest sich nämlich dennoch unheimlich schnell und man ist traurig, wenn es vorbei ist.
Die Protagonisten haben sehr viel Profil, entwickeln sich stimmig und logisch. In den Hauptcharakter habe ich mich regelrecht verliebt.
Es gibt zwar eine wirklich süße Liebesgeschichte, aber die ist nur schönes Beiwerk.
Man erfährt viel über die Lebensumstände der Menschen im Münsterland in der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg. Trotzdem ist es sehr lustig und lebensbejahend geschrieben.
Meine Empfehlung hat es jedenfalls. Für mich die Überraschung des Jahres!
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