Aharon Appelfeld

Der jüdische Schriftsteller Aharon Appelfeld wurde am 16. Februar 1932 in Sadhora (Zhadowa) in der Nähe von Czernowitz in der Ukraine geboren und wurde im Zweiten Weltkrieg zusammen mit seinem Vater in ein Lager in Transnistrien verschleppt, nachdem die Mutter von Antisemiten getötet wurde. Er konnte fliehen und versteckte sich in den Wäldern, bis er 1944 als Küchenjunge bei den sowjetischen Truppen unterkam. Über Italien kam er so 1946 nach Palästina.

Er studierte an der hebräischen Universität in Jerusalem und war von 1975 bis zu seiner Emeritierung 2001 Professor für hebräische Literatur an der Ben-Gurion-Universität des Negev in Beerscheba. Seit 1959 veröffentlichte er auch Gedichte, und sein erster Roman Ha-Or Ve-Ha-Kutonet erschien 1971. Er veröffentlichte auch viele Essays, Erinnerungen und Kurzgeschichten, die in vielen Sprachen erschienen sind.

International bekannt wurde er mit der englischen Übersetzung von Badenheim, das im original 1979 erschien. Er hat zahlreiche Preise für seine Werke erhalten, so u.a. 1983 den Israel-Preis, den National Jewish Book Award, den Prix Médicis und 2005 den Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund.

Aharon Appelfeld lebte und arbeitete bis zu seinem Tod am 04. Januar 2018 in Jerusalem.

Historische Romane von Aharon Appelfeld:

Weitere Romane von Aharon Appelfeld:

  • (1999) Der eiserne Pfad
    Messilat barsel
  • (2007) Elternland
    Polin erez jeruka
  • (2015) Ein Mädchen nicht von dieser Welt
    Jalda sche-lo min ha-olam ha-se