Im Land der weißen Wolke von Sarah Lark

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Im Land der weißen Wolke“,, 813 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben – als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen „Schafbarons“ versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat. Werden sie das Glück und die Liebe am anderen Ende der Welt finden?

Das meint Histo-Couch.de: „;Wunderbare Familiensaga vor atemberaubender Kulisse“;90Treffer

Rezension von Bettina Weiß

Familienbande und Fehde unter den ersten Siedlern Neuseelands. Der Debütroman der Autorin Sarah Lark schildert das Leben und die Liebe zweier sehr unterschiedlicher Freundinnen im Neuseeland des 19. Jahrhunderts. Lady Gwyneira, die Tochter eines walisischen Landlords, wird von einem neuseeländischen Schafbaron als Ehefrau für seinen Sohn umworben und sie entschließt sich, das Abenteuer Neuseeland einzugehen. Sie sucht die Freiheit und ein ungezwungenes Leben auf einer großen Farm, auf der sie ihren Interessen Hunde- und Schafzucht nachgehen kann, ohne gesellschaftliche Missachtung zu fürchten. Helen, eine Erzieherin aus London, sieht in der Suche eines neuseeländischen Farmers einer Ehefrau für seine Farm die einzige Chance, ohne Mitgift einen Ehemann zu finden und eine eigene Familie zu haben. Auch sie entschließt sich, das Abenteuer Neuseeland zu wagen.

Ernüchterung und innige Freundschaft

Auf der Überfahrt nach Neuseeland lernen sich die beiden Frauen kennen und werden Freundinnen fürs Leben. Bereits auf dem Schiff zeigen sich die unterschiedlichen sozialen Schichten, in welche die Frauen einheiraten und die ihr Leben prägen werden. In Neuseeland angekommen, verlieren die Freundinnen zunächst sich und die Waisenmädchen aus den Augen, aber sie werden sich wiederfinden und immer wieder treffen. Das Leben in der neuen Heimat nimmt Gwyneira und Helen schnell gefangen, beide erfahren eine große Ernüchterung in ihrem neuen Leben. Gwyneira ist mehr in gesellschaftlichen Konventionen und den Erwartungen ihres Schwiegervaters gefangen als ihr lieb ist und Helens Leben ist schwerer und ärmer als sie es sich ausgemalt hatte. Beide Ehemänner können die in sie gesetzten Erwartungen und Wünsche nicht erfüllen. Aber beide finden ihre Weg und das ganz persönliche Glück fernab der alten Heimat. Die tiefe Freundschaft der beiden Frauen verbindet sie ihr Leben lang und überwindet letztlich alle Grenzen.

Zwei Freundinnen nehmen die
Herausforderung Neuseeland an

Sarah Lark ist ein wunderbarer Schmöker gelungen, der die spannende Geschichte zweier Familien erzählt, die durch Hass, Liebe und tiefe Freundschaft zwischen Gwyneira und Helen untrennbar miteinander verbunden sind. Sie beschreibt das Leben der ersten Siedler Neuseelands, die Aufbruchstimmung, die ersten wirtschaftlichen Niederlagen und Erfolge. Damit verbunden ist auch eine schöne Beschreibung der Flora und Fauna der Inseln. Der Leser erfährt etwas über Schaf-, Pferde- und Hundezucht sowie das Leben der Maoris, harmonisch mit der Geschichte verflochten. Sarah Lark gelingt es diese ganzen Erzählstränge in einem stimmigen Maß zu halten und das Hauptgeschehen nie aus den Augen zu verlieren. Der Leser nimmt teil am herrschaftlichen Leben von Gwyneira, sowie den Entbehrungen von Helen, er fühlt, liebt und leidet mit den Protagonistinnen mit.

Rasante Handlung und facettenreiche Figuren

Das alles ist eingebettet in eine wunderschöne, leicht verständliche Sprache, die den Roman zu einem sehr passenden Schmöker für einen verregneten Sonntagnachmittag macht. Mit seinen über 800 Seiten ist der Roman sehr umfangreich, aber an keiner Stelle langweilig oder langatmig. Es werden viele Schicksale und Ereignisse erzählt, die den Leser an das Buch fesseln. Die Handlung wird temporeich und spannend vorangetrieben, ohne gehetzt zu sein. Die Figuren sind facettenreich, sehr lebendig und haben Tiefe. Auch die unsympathischen Figuren haben Charakter und sind in ihren Handlungen schlüssig und nachvollziehbar gestaltet. Die sympathischen Protagonisten haben ebenfalls ihre Ecken und Kanten und sind daher sehr menschlich. Sie wecken Anteilnahme und das Interesse an ihrer Entwicklung.

Alles in allem ein spannender und fesselnder Roman über die Besiedlung Neuseelands, der den Leser mit den Protagonisten mitfiebern lässt und die Sehnsucht nach dem fernen Land weckt. Sarak Lark schreibt bereits an der Fortsetzung des Romans. Am Ende werden es drei Wolkenbücher sein, auf die sich die Leser bereits jetzt freuen können.

Ihre Meinung zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«

LettersFromJuliet zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«14.10.2014
Meine Meinung

Historische Romane als Hörbuch finde ich recht schwierig. Wenn sie gekürzt werden, kann schnell mal zu viel rausgeschrieben werden. Ungekürzt können sie, allein schon wegen dem Umfang des Buchs, schnell langatmig werden. Und dann wurde als Sprecherin auch noch Ranja Bonalana ausgesucht, deren Stimme für mich zu Temperance Brennan gehört und somit in ein ganz anderes Genre.
Meine Bedenken hätte ich mir sparen können, denn ich wurde positiv überrascht und musste mir direkt den 2. Teil der Trilogie bei Audible runterladen.
Trotz der langen Laufzeit, kam keine Langeweile auf, denn die Spannung wurde immer wieder neu aufgebaut. Das Buch spielt über mehrere Jahre und so kommt es ständig zu Wendepunkten und man muss einfach mit den beiden Protagonistinnen mitfiebern.
Sowohl Helen, als auch Gwyneira fand ich sehr sympathisch, wobei ich Gwyneira interessanter fand. Sie hatte auch mehr Feuer und kann sich eher durchsetzen. Helen hingegen kuscht vor ihrem Mann und sie kam mir vor wie ein kleines graues Mäuschen. Obwohl sie vom Charakter ganz unterschiedlich sind, so verstehen sie sich sehr gut und es war sehr spannend mitanzuhören wie sich ihre Leben entwickeln. Gerade Gwyneiras Leben verläuft so ganz anders als geplant und trotzdem versucht sie noch das Beste daraus zu machen.
Die Frauen sind damals ein großes Risiko eingegangen, indem sie einfach in ein fremdes Land gefahren sind, um dort ihren zukünftigen Ehemann zu treffen. Was hätten sie denn schon machen können, wenn er ihnen nicht gefällt? Damals hatten sie keine andere Wahl als dann die Ehe mit ihm einzugehen.
Die Autorin hat einen angenehmen und gerade für einen historischen Roman recht lockeren Schreibstil. Sie verliert sich nicht in irgendwelchen Beschreibungen und trotzdem kann man sich die Szenerie genau vorstellen und sich ein Bild von der damaligen Zeit machen.
Es handelt sich hier auch nicht um einen Schmachtfetzen, wie vielleicht das Cover oder der Klappentext andeutet. Natürlich spielt die Liebe auch eine Rolle, aber geht viel mehr darum, wie sich die Leben der beiden Frauen entwickelt und wie sie sich entscheiden.
Wie gut, dass es eine Trilogie ist, denn so werden uns die liebgewonnen Charaktere noch etwas länger erhalten bleiben.

Fazit

Sarah Lark erzählt eine spannende Geschichte über zwei Frauen, die ihr Glück in Neuseeland suchen. Der erste Teil dieser Familiensaga konnte mich überzeugen und ich bin auf die weiteren Bände gespannt.
Jana68 zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«10.05.2014
Es ist eine Geschichte mit viel Potential. Zwei junge Frauen - die eine fast noch ein Kind, die andere eine gebildete Gouvernante - verlassen ihre Heimat, um am anderen Ende der Welt ihr Glück zu suchen, ohne zu ahnen, was sie erwartet. Gwyn ist die selbstbewusste, starke und kämpferische Natur; Helen ist genügsam, bescheiden und erscheint vermeintlich schwach. Die Wege der beiden führen sie auf der Überfahrt von London nach Neuseeland zusammen und sollen sich bis zum Ende nicht mehr trennen. Die unüberwindbare Fehde zwischen den beiden benachbarten Farmen, auf denen sie jeweils ihr neues zu Hause finden, schweißt sie zusammen.
Nebenbei entledigt man sich in England auch gleich noch einer Gruppe von Waisenkindern, alles Mädchen, die keiner haben will und schickt sie verantwortungslos auf eine Reise ins völlig Ungewisse - Hauptsache weg. Am Ende schaffen es beinah alle, sich durchzuboxen und zu überleben, einige finden sogar ihr Glück.

Die beiden Protagonistinnen müssen einen steinigen Weg gehen. Jedes nur denkbare Problem taucht auf, ihr Leben ist ein permanenter Kampf - ums Überleben, um ihre Würde und um Anerkennung. Dabei hätte dem Roman aus meiner Sicht ein paar Probleme weniger und dafür etwas mehr Tiefgang durchaus gut getan. Vor allem der persönliche Kampf des Paul und die Berg- und Talfahrten seiner Mutter Gwyn hätten es verdient, ein bisschen intensiver ausgeleuchtet zu werden. So aber endet es damit, dass alle "Bösen" scheitern, ihr Leben verlieren oder sich gegenseitig gar umbringen, während alle "Guten" mehr oder weniger glücklich aber als moralische Sieger durchkommen. Für meinen Geschmack ist das zu oberflächlich und zu schwarz-weiß. Die Lebensweise und die Geschichte der Maori werden leider nur leicht berührt aber nie beschrieben.
Das Buch liest sich dennoch flüssig, die Sprache ist bildhaft und geschwungen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, bei der man nicht viel mitdenken muss, durchaus geeignet zum entspannen und abschalten.
zsabi zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«02.11.2013
Dieses Werk war ebenfalls mein erster Buch, welches ich von Sarah Lark gelesen haben.
Ich fand es einfach nur klasse und hab daraufhin fast alle Bücher, die sie unter diesem Namen geschrieben hat, gelesen (zwei stehen noch aus ;) ).
Als kleiner Wermutstropfen - ich hätte es ebenfalls interessant gefunden, wie Hedwig bereits erwähnt hat, wenn mehr über das Leben zu dieser Zeit berichtet worden wäre.
Nichtsdestotrotz, eine wirklich mitreisende Trilogie!! :)
Heidi Rappold zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«08.10.2013
Ja, ich kann mich nur meinen Vorgänger/innen anschließen. Auch ich finde diese Bücher sagenhaft packend, fesselnd und sie machen einen süchtig nach der Fortsetzung.
Ich bin total verliebt in die Bücher von Sarah Lark.
Eine Frage: Gibt es schon eine Fortsetzung von "Gold der Maori" und wie heißt es?
Mit den besten Grüßen
Miriam zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«18.12.2011
Ich habe bis jetzt alle 6 Bücher von Sarah Lark gelesen. Sie sind einfach atemberaubend. Man kann nicht aufhören zu lesen. Ihre Bücher sollten verfilmt werden, denn sie sind wirklich mitreisend..Ich empfehle es an allen Frauen die die keine Angst zu Träumen und zu Fühlen haben..also dann..viel Spass beim lesen !!
Jessica zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«31.07.2011
Ich habe dieses Buch im Urlaub gelesen. Zuvor jedoch noch zwei andere von S.Lark nur so verschlungen. Dieses Buch hat einen nicht nur in das faszinierende Neuseeland eingeführt, sondern auch gleich in die dortige Maoirwelt. Es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich habe mit der Gwyneira mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint. Dieses Buch hat mich von einer faszination für Neuseeland angesteckt. Die verstrickte Famielengeschichte hat mich regelrecht gefangen genommen. Ich habe in dem Buch jedoch auch viel gelernt. Über die Maorikultur, das Land selbst in dieser Zeit und dazu durfte ich noch die mitreissende Geschichte darin erkennen. Auch bevor ich dieses Buch gelesen habe, musste ich alle drei Bücher im Schrank verstecken, damit ich sie erst im Urlaub lese. Die beiden Romane Das Gold der Maori und Im Schatten des Kauribaumes haben mich ebenfalls so gefesselt dass ich die Trilogie am liebsten gleich gelesen hätte. Ich habe es jedoch ausgehalten, dafür alle drei Bücher im Urlaub gelesen. Ich war auch froh darüber, dass ich die anderen beiden Bücher direkt dabei hatte, denn warten hätte ich nicht gekonnt, ich musste einfach wissen wie es weitergeht mit Gwyneira und ihrer Tochter Fleurette auch mit Paul. Ich verlange nach mehr und erwarte die nächsten Bücher mit grösster Spannung und Ungeduld.
Nicole zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«11.12.2010
Wow!Ein Buch über Neuseeland- mein absolutes Lieblingsland- habe ich damals gedacht und das Buch auch gleich mitgenommen. Allerdings hat es dann doch noch ca. 6 Monate gedauert bis ich es gelesen habe....und dann habe ich es gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Genauso wie Band 2 und 3.Einfach der Hammer!
Diese Beschreibungen...ich habe mit geweint,bin mit wütend geworden,habe mitgezittert...so wie es sein soll.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Bücher.
Goldi_rs zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«11.11.2010
Das Buch ist einfach toll . Voll spannung und so viel Gefühl...ganz abgesehn von den herrlichen Landschaftsbeschreibungen...ich liebe diese Bücher und konnte gar nicht aufhören...S. Lark hat einen tollen Schreibstil der dem Leser das Gefühlgibt mitten drin zu sein. Die tränen flossen, die Wut gespürt und ängstlich mit gezittert.....gott sei Dank lag Bd. 2 schon bereit.
Abslolut zu empfehlen!!
Ejyou zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«06.09.2010
Als ich dieses Buch gelesen habe, bin ich fast bis zu den Wolken hochgesprungen so voller Elan war es. Dieses Buch ist einfach voller Energie und der absolute Wahnsinn, es steckt einfach so viel darin.
Mit freundlich und spannenden Grüßen ihre Fans Ejyou.
P.S. Bitte mach weiter so, schneller, das nächste Buch möchte ich sehen!

Wir sind einfach nur so beeindruckt, und ihr aller, aller größter Fan.

Dankeeeeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Heike zu »Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke«04.02.2010
Seit langem wieder mal ein Buch das ich nicht mehr weg legen konnte. Die Schauplätze sind so beschrieben, dass man sich das direkt vorstellen kann. Man fühlt sich in die Zeit zurück gesetzt. Wenn ich hier über die Canterbury Plains schaue oder durch Otago fahre, habe ich das Gefühl mitten im Buch zu sein.

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