Das Gold der Maori von Sarah Lark

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Das Gold der Maori“,, 752 Seiten.ISBN 3-7857-6024-8.

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Kurzgefasst:

Irland, 1845: Kathleen und Michael wollen Irland verlassen. Das heimlich verlobte Paar schmiedet Pläne von einem besseren Leben in der neuen Welt. Aber all ihre Träume finden ein jähes Ende: Michael wird als Rebell verurteilt und nach Australien verbannt. Die schwangere Kathleen muss gegen ihren Willen einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern. Michael gelingt schließlich mit Hilfe der einfallsreichen Lizzie die Flucht aus der Strafkolonie, und das Schicksal verschlägt die beiden ebenfalls nach Neuseeland. Seine große Liebe Kathleen kann er allerdings nicht vergessen …

Das meint Histo-Couch.de: „Gelungener Start zur zweiten epischen Neuseelandsaga“83

Rezension von Rita Dell'Agnese

Es ist nicht das erste Mal, dass Sarah Lark den Beginn zu einer Familiensaga vorlegt. Und wie schon bei der letzten Saga hat sie als Schauplatz Neuseeland gewählt. Es ist auch nicht eine Geschichte, die von Grund auf neu ist – einiges, was in Das Gold der Maori vorkommt, dürfte den Leserinnen und Lesern der ersten Neuseelandtrilogie vage vertraut vorkommen. Trotz allem ist der erste Teil der neuen Trilogie kein Abklatsch einer erfolgreichen Trilogie, sondern eine eigenständige Geschichte, die von einigen gut gelungenen Schauplätzen profitiert.

Starke Heldinnen, schwacher Held

In den Mittelpunkt von Das Gold der Maori setzt Sarah Lark die Irin Kathleen, den Iren Michael und die Engländerin Lizzie, die es alle aus verschiedenen Gründen nach Neuseeland verschlagen hat. Als junges Paar planten Kathleen und Michael, zu heiraten und ihrer Heimat Irland in Richtung Amerika den Rücken zu kehren. Doch Michael wurde als Getreidedieb ertappt und nach Australien deportiert. Ebenso wie Lizzie, die ein Brot gestohlen hatte. Mit Hilfe von Lizzie kann Michael jedoch nach einigen Jahren fliehen und sich in Neuseeland niederlassen. Auch für Lizzie, die einst ihren Körper verkaufen musste, um zu überleben und in Australien an einen derben Arbeitgeber geriet, beginnt in Neuseeland ein neues Leben – bis sie brutal aus ihren Träumen gerissen wird. Kathleen hingegen muss in Irland den betrügerischen Viehhändler Ian heiraten, da sie das Kind Michaels unter dem Herzen trägt und ihre Familie vermeiden möchte, dass ihre Schande offenbar wird. Ian zwingt Kathleen, mit ihm nach Neuseeland auszuwandern, um dort einen Viehhandel aufzubauen.

Während sowohl Kathleen als auch Lizzi äußerst starke und überzeugende Charaktere sind, bleibt Michael blass und wird im Laufe des Romans mehr und mehr unsympathisch. Er entwickelt sich zu einem glücklosen Abenteurer, der nur dank der starken Lizzie immer wieder aus dem tiefen Loch heraus findet. Im Laufe des Romans kommen noch einige wichtige Protagonisten hinzu, doch dreht sich letztlich die Geschichte hauptsächlich um dieses Trio.

Süffige Sprache, intensive Geschichte

Sarah Lark versteht es, ihre Leserinnen und Leser schnell in das Geschehen einzubinden und sie lange bei der Stange zu halten. Erst mit der Zeit gibt es ein paar Ermüdungserscheinungen, da sich die eine oder andere Szene etwas gar zu sehr in die Länge zieht. Erleichternd ist hier die Erzählweise der Autorin, die die beiden Handlungsstränge in einem wohldosierten Wechsel erzählt und so langsam auf den Höhepunkt hin steuert. Das Gold der Maori liest sich süffig und eindringlich. Denn die Autorin erweist sich als überzeugende Erzählerin, die dazu einlädt, die geschilderten Umstände mitzuempfinden. Ob es nun die Situation auf einem Gefangenenschiff ist, die Verhältnisse, in denen die Sträflinge leben mussten – es ist nachvollziehbar und sehr mitreißend geschildert. Auch die Situation der Frau, die der Gewalttätigkeit ihres Ehemannes ausgeliefert ist und die Unvereinbarkeit der verschiedenen Kirchen, die um die religiöse Vormachtstellung auf den Inseln kämpfen, sind gut dargestellt. Sehr schön ist die Schilderung der Maori-Kultur, die den eigentlichen Reiz des Buches ausmacht und ihm eine gute Basis verleiht.

Etwas zu viele Zufälle

Vor dem überaus gelungenen geschichtlichen Hintergrund ist es eher bedauerlich, dass die den Roman prägende Liebesgeschichte von etwas gar vielen Zufällen lebt. In dieser Beziehung wäre weniger mehr gewesen – hapert es dadurch doch etwas mit der Glaubwürdigkeit der Abläufe. Etwas auf dünnem Eis bewegt sich die Autorin auch mit dem Gegensatz der strahlenden Kathleen als „Heilige“ und der praktischen Lizzie als „Hure“ – wobei Lizzie sich von der Vielschichtigkeit ihres Charakters her gegen die eher zögerliche Kathleen durchzusetzen vermag.

Dennoch: Das Gold der Maori ist eine solide und höchst unterhaltende Neuseeland-Saga, die durchaus Lust auf mehr macht. Bedauerlich ist, dass wohl viele Fans der ersten Trilogie dieser Saga nicht voll bereit sein werden, sich auf die neue Geschichte einzulassen, zumal sie zur geliebten Trilogie einige Ähnlichkeiten hat. Es ist zu hoffen, dass „Das Gold der Maori“ auf eine Leserschaft trifft, die bereit ist, die neue Saga ohne ständige Vergleiche mit der Erfolgstrilogie zu genießen.

 

Ihre Meinung zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«

Marianne Peters zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«07.12.2016
Mich stört es sehr, dass die Protagonistinnen ständig vergewaltigt und sexuell missbraucht werden. Ist das Verhalten der Männer, die in jener Zeit gelebt haben, wirklich gut recherchiert? Wenn ja, wo? Oder entspringen diese Schilderungen lediglich der Fantasie der Autorin? Mich beeinträchtigen diese beschriebenen Verhaltensweisen sehr, und ich möchte das Buch eigentlich nicht zu Ende lesen, aber das Schicksal von Kathleen und Lizzie interessiert mich dann doch.
Inez Michalke zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«26.06.2015
Ich habe mit dem Buch angefangen und jede Minute genutzt, weiter zu lesen.
Natürlich gibt es viele "Zufälle",aber Sarah Lark versteht es, einen zu fesseln.
Es ist ja nicht immer alles positiv in dem Buch,aber das ist es auch im Leben nicht.
WievielPhantasie muß man haben,um das schreiben zu können.
Alle Romane von S.Lark sind super und ich kann nicht aufhören und bedaure,dass ich im Moment nicht den 2.Teil "Im Schatten des Kauribaums ausleihen konnte.
Laura zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«02.05.2011
Ich war vollkommen verzaubert von diesem Buch! Ich kam einfach nicht mehr davon weg und MUSSTE einfach weiter lesen! Es gibt nur sehr wenige Bücher die es schaffen einen so zu "verführen", und das "Gold der Maori" ist eins davon! Es lohnt sich wirklich zu lesen!
Vielen Dank Sarah Lark sie haben mir einige Tage wirklich versüßt :)
Machen sie weiter so!
ute mahler zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«18.02.2011
ich habe alle 4 bücher gelesen, konnte nicht aufhören zu lesen.
das beschreiben von neuseeland ist so richtig vorstellbar, ich habe mich manchmal richtig in neuseeland gefühlt obwohl ich noch nie dort war.
mit den einzelnen figuren habe ich richtig mitgefiebert, dass sie ihr ziel erreichen bzw. aus der hölle ausbrechen können.

vielen dank an die autorin, für das spannende lesevergnügen.

ihre leserin ute mahler
Nicole Gnosa zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«29.07.2010
Ein super tolles Buch. Es war richtig spannend so das ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Schade das ich es schon wieder so schnell zu ende gelesen habe.
Die erste Trilogie war auch schon super und ich habe sie ganz schnell verschlungen.
Ich kann nur sagen es ist eine muss, aufjeden fall 100Punke.
Ich hoffe es kommt schnell das nächste Band raus, kann es kaum erwarten.
lesemoni zu »Sarah Lark: Das Gold der Maori«13.06.2010
Ein tolles Buch !!!! Ich hab echt bedauert als ich es zuende gelesen hatte.Besonders gut gefiel mir daß sich die Protagonisten im laufe des Buches immer weiter entwickelt haben.Das Buch war so spannend und einfach wunderschön so daß ich es kaum aus der Hand legen konnte.Wer die erste Trilogie von Sarah Lark gelesen hat wird den Beginn der neuen Trilogie lieben.Ich jedenfalls war total begeistert.Von mir eine 100% Leseempfehlung und daher gebe ich volle 100 Punkte !!!!!
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