Blut und Silber von Sabine Ebert
Buchvorstellung und Rezension
Originalausgabe erschienen 2009 unter dem Titel „Blut und Silber“, , 720 Seiten. ISBN 3-426-66288-4.
Kurzgefasst:
Deutschland 1296: König Adolf von Nassau setzt eine gewaltige Streitmacht gegen das sächsische Freiberg in Bewegung, um die reiche Silberstadt in die Knie zu zwingen. Unter den Bürgern entbrennt ein heftiger Streit: Dürfen sie sich ihrem König widersetzen? In den Reihen der Freiberger, die die belagerte Stadt heldenhaft verteidigen, kämpfen auch Änne, eine Nachfahrin der Hebamme Marthe, und die Gauklerin Sibylla. Entsetzt müssen sie miterleben, wie Freiberg blutig erobert wird – durch Verrat!
Das meint Histo-Couch.de: „Düsteres Kriegs-Epos – Nichts für empfindliche Gemüter“
von Rita Del'Agnese
Wahrlich, Blut und Silber wird seinem Titel mehr als gerecht. Denn in dem über 700 Seiten starken, vierten Roman von Sabine Ebert geht es mehrheitlich um blutige Kriege, Verrat, Menschenverachtung – und Silber. Wer den Detailschilderungen von Schlachtengetümmel mit entsprechenden Verletzungen wenig abgewinnen kann, wird allerdings schon während des ersten Teils die Frage stellen müssen, ob er das Buch wirklich zu Ende lesen will. Denn die in allen Details geschilderte Belagerung Freibergs ist wenig ereignisreich – bis eben auf die blutigen Momente. Fahrt gewinnt das Buch erst im zweiten Teil, bleibt aber dem Grundtenor „Blut“ auch hier treu. Und wem Verzweiflung, Brutalität und Folter langsam zu viel geworden sind, der kann sich wenigstens über ein paar schön geschilderte Protagonisten freuen. Diese sind es ohnehin, die die Stärke des Buches ausmachen. Zwar bleibt Änne, die Nachfahrin Marthes aus der Hebammen-Trilogie eine weitgehend unspektakuläre bis farblose Persönlichkeit, doch die verschiedenen „Helden“ haben allesamt einen spannenden Charakter verpasst bekommen. Dass Änne mit ihrem ambivalenten Wesen kaum berührt, ist nicht weiter tragisch. Doch ist es schade, dass die Autorin mit regelmäßig eingestreuten Hinweisen auf die „berühmten“ Vorfahren Ännes die Erwartungen der Leserschaft hochschraubt, ohne sie letztlich zu erfüllen.
Geschichte aufarbeiten
Der Autorin dürfte es unter anderem darum gegangen sein, in diesem Roman die Geschichte um die Stadt Freiberg und deren Herrscher Friedrich von Wettin aufzuarbeiten. Dies ist ihr mit Bestimmtheit gelungen. Doch geschah es etwas auf Kosten des Lesegenusses. Wer nicht unmittelbar aus der Gegend stammt und ein vertieftes Interesse an den Geschehnissen rund um Freiberg aufbringt, hat es nicht leicht, mit der Geschichte klar zu kommen. Vor allem stossen mit der Zeit die Schilderungen von der Verarztung der Kriegsverletzungen etwas sauer auf. Hier hätte mehr Zurückhaltung gut getan – selbst wenn es Ziel der Autorin gewesen sein sollte, die Gräuel des Krieges in seinen ganzen Facetten erlebbar zu machen.
Auflehnung gegen ungerechte Könige
In ihrem Roman hat sich Sabine Ebert auf die Seite des Hauses Wettin gestellt und aus deren Sicht geschildert, wie Friedrich und auch sein jüngerer Bruder Diezmann mehrmals von unlauteren Königen um ihr wahres Erbe gebracht wurden. In blutigen Schlachten und dank tapferen Rittern, die treu zum Hause Wettin standen, gelang es Friedrich immer wieder, sich zumindest einen Teil des ihm zustehenden Gebietes zurück zu holen. Hintergrund dieser kriegerischen Auseinandersetzungen dürfte vor allem der Silberreichtum Freibergs gewesen sein. Die Gauklerin Sibylle und die verzagte Änne, die mit ihren visionären Träumen die Gräuel in Freiberg mehr als einmal vorausgesehen hat, ergänzen den Reigen der tapferen – männlichen – Helden.
Schöne Gestaltung
Positiv überrascht die schöne Gestaltung des Hardcovers. Der Plan von Freiberg auf der Buchdeckel-Innenseite wie auch das umfangreiche Personenregister zu Beginn des Romans und die Erklärungen mit abschließendem Glossar am Ende des Buches sind ein echtes Plus und geben auch dem Ortsunkundigen einen Eindruck von den Verhältnissen in Freiberg.
Zu empfehlen ist Blut und Silber nicht nur den Fans von Sabine Ebert, sondern all jenen, die bluttriefende Kriegsschilderungen lieben. Wer daran weniger Freude findet, tut gut daran, auf die Lektüre zu verzichten.
Ihre Meinung zu »Sabine Ebert: Blut und Silber«
- Letizia zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 30.07.2010
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Ich hatte grossen Spass und konnte nicht aufhören zu lesen, ohne das ich mich fragte, was als nächstes passiert... Ich hoffe Sabine Ebert wird noch viele solcher Bücher schreiben, was mir ein wenig gefällt hat, war die Ausführung der Rollen z.B Änne und Markus. Mich hätte noch interessiert wie denn plötzlich Markus sich in Änne verliebt hat und so weiter.. Was noch weiter mit Änne, Markus und den Kindern passiert etc.
Sonst fande ich es prima. Freu mich auf die nächsten Hebammen Bücher...
- Uli zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 25.04.2010
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Nach den drei Hebammen Bücher habe ich "Blut und Silber" mit Freude gelesen und meine Erwartungen wurden nicht enttäucht.
Es wird wieder sächsiche Geschichte mit den handelnden Personen verwoben und so erlebbar. Auch wenn einige meinen das die geschilderten Kriege und die Verletzungen zu trastisch dargestellt werden. Man darf nicht vergessen das Mittelalter war grausam und mit den damaligen Waffen gab es nunmal solche Verletzungen. So wie Mittelalter heute verklärt dargestellt wird entspricht es nicht der Realität. Denoch hat mich das Buch nicht mehr losgelassen.
Gut recherchierte sächsiche Geschichte erlebbar erzählt.
Ich warte gespannt auf den nächsten Roman von Sabine Ebert.
- Mandy Frase zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 18.04.2010
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So, nun hab auch ich es gestern endlich geschafft, Blut und Silber fertig zu lesen. Erst mal danke ich Sabine Ebert für den fantastischen Stadtrundgang und die persönliche Widmung. Ich finde, für dieses Buch braucht man etwa mehr Ausdauer, da es doch ein hin und her an politischen Situationen ist. Ich hab auch leider nicht immer alles Politische verstanden. Aber die Geschichte trägt sich von selbst. Und man baut eine Richtige Bindung zu den Personen auf. Und das man alles in der Karte von Freiberg wieder finden kann, ist fantastisch. Eben realistisch. Traurig ist natürlich, dass Sibylla und auch Ulrich sterben. Was bei Ulrich seltsam ist, da er jede Schlacht überlebt und dann nur von einem Mann mit einem Messer umgebracht wird. So kann er aber bei seiner Geliebten Sibylla sein. Auch ist das Buch manchmal sehr direkt und "vulgär" geschrieben, wobei man denkt, es geht den Männern nur um das eine. Mich hätte viel mehr das Leben von Änne und Markus zusammen selbst interessiert.
Das Buch ist anders als die Hebammen Romane, aber es ist lohnenswert, vor allem für Fans von Sabine Ebert.
- Lisa90 zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 06.04.2010
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Als ich in Berlin war, habe ich das Buch gesehen und in meiner Euphorie und Begeisterung über die Hebammen-Bücher sofort gekauft auch wenn ich wusste, dass dies keine der Fortsetzungen von Marthe und Co. war.
Ich muss sagen, dass ich mich ziemlich schnell zurecht gefunden und mit den einzelnen Personen angefreundet habe. Wie schon erwähnt wurde, war Änne eher eine Randfigur was aber nicht wirklich schlimm war, da ich Markus, Friedrich und Co. ziemlich schnell ins Herz geschlossen hatte. Die oft gewöhnungsbdürftige und detailgetreue Beschreibung mancher Verletzungen oder intimer sowie schlimmer Momente haben mir nicht wirklich etwas ausgemacht sondern eher mein Interesse geweckt. Ansprechend fand ich, dass sehr viele Figuren wirklich gelebt haben, dass regt die Phantasie noch zusätzlich an. Sonst finde ich, dass die Liebesgeschichte, der von Marthe und Christian sehr ähnelt. Sie unscheinbar, Heilerin mit zweitem Gesicht, er mutig und geachtet, verlieben sich, sehen sich lange nicht, sie bekommt in seine Abwesenheit sein Kind etc. Sehr niedlich und ergreifend die Liebesgeschichte obwohl ich der Meinung bin, dass es zwischen den beiden etwas schnell ging. Bei Marthe und Christian wurde der Aufbau der Gefühle schön ausführlich erklärt, was ich immer besonders schön finde. Hier hat man einfach versucht diese Liebesgeschichten schnell mit einzubringen, was auch definitiv gelungen ist zudem wurden sie intensiv geschildert wie sehr die einzelnen Personen an ihren Partnern hängen und sie vermissen. Ich habe es einfach nur gern, wenn sich sowas langsam anbahnt und man sich mehr Zeit für die Liebes- und Familiengeschichten nimmt. Aber das ist eher nebensächlich und einfach für mich selber ein wichtiger und rührender Teil eines Buches.
Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass das Buch gelungen ist, ich würde es jedenfalls weiterempfehlen. Die Hebammen-Bücher wurden zwar nicht übertroffen, trotzdem ist es definitiv lesenswert =)
- Lena-Sunshine zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 07.03.2010
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Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich dieses Buch sehr enttäuscht hat.
Von Sabine Ebert war ich - meinem Geschmack nach - nahezu Perfektion gewöhnt. Wundervolle Geschichte, atemberaubend erzählt, gut ausgewählte Charaktäre, gefühlvoll, geschmeidig und doch spannend; so waren die letzten Bücher und ich ging mit beinahe der gleichen Erwartung an ihr neues Buch "Blut und Silber".
Doch schon nach wenigen Seiten stellet ich fest, dass meine Erwartungen vielleicht doch ein wenig zu hoch geschraubt waren. Als ich die Mitte erreicht hatte, ging mir die Lust aus und ich hatte mich zum Lesen zwingen müssen, bis ich es eine Zeit lang nicht mehr anrührte.
Mir fehlte das Gefühl, mit der Sabine Ebert sonst schrieb, das Einfühlungsvermögen und die Nähe zu jedem einzelnen Protagonisten.
Sehr schade, doch ich fiebere dennoch mit Spannung einem neuen Buch von der Autorin entgegen, nachdem die Hebammen-Triologie doch so gelungen war.
- lesemoni zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 22.01.2010
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Nun werde auch ich mal meine Meinung zum Buch loswerden.Ich fand es super geschrieben.Änne ist für mich in diesem Roman allerdings NICHT die Hauptperson und daher darf sie meiner Meinung nach etwas blasser gezeichnet sein.Für mich sind die Hauptpersonen Markus und Ulrich und diese sind überhaupt nicht blass gezeichnet.Ich habe viele schöne Lesestunden genossen und mich dabei sehr gut unterhalten ,was mir an einem Buch das wichtigste ist.
Das Sabine Ebert dieses Buch als diekte Fortsetzung der Hebammebücher bezeichnet, konnte ich nirgends finden. Im Buchumschlag steht auch nicht dass " Blut und Silber " der 4. Band der Hebammereihe ist und auch auf ihrer HP steht nirgendwo das dies so ist.Sie schreibt nur, das Änne eine Nachfahrin von Christian und Marthe ist.Für mich ein sehr gelungenes Buch bei dem es auch 2 Liebesgeschichten gibt, diese aber nicht im Vorgergrund stehen.Ich kann das Buch mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen und hat von mir auf der Scala die volle Punktzahl bekommen.
- Silke zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 22.01.2010
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Habe mich sehr gefreut als es hieß sabine Ebert bringt ein neues Buch heraus.
Der Preis hat mich aber dann doch abgeschreckt es mir zu kaufen, aber habs geschenkt bekommen :-)
Ich muss sagen das Buch ist super geschrieben, doch irgendwie hat mir die Hauptperson und das gewisse etwas gefehlt, was in den Hebammenbücher super gelungen ist.
Das Buch hat mich nicht so gefesselt, habe mir mehr davon versprochen.
- Silberfee28 zu »Sabine Ebert: Blut und Silber« 08.11.2009
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Zum Inhalt:
Änne , die Nachfahrin von Marthe und Christian lebt nun in Freiberg. Aber der Reichtum und die Freiheit wird von König Nassau bedroht. Er will an das Silber der Stadt. Es entbricht ein harter Kampf um Freiberg , der auch in anderen Gebieten des Landes nicht unbemerkt bleibt. Plötzlich muss sich jeder im Land entscheiden auf wessen Seite er steht. Verzweifelt versucht Friedrich das Land zu einen und den Frieden wieder her zu stellen. Wird ihm das gelingen ? Und welche Rolle spielt Änne bei dem Ganzen?
Meine Meinung zum Buch:
Da Cover finde ich ansprechend gestaltet, auch wenn es sich wohl nicht von der Mehrzahl der historischen Romane abheben wird. Im Laufe der Geschichte wird auch klar das der Titel des Buches sehr passend- wenn auch zunächst nichts sagend für den Leser -gewählt wurde.
Das Buch gliedert sich in drei Teile, die alle unterschiedliche Zeitepochen und Ereignisse beschreiben.
Zu Beginn des Buches erwartet den Leser eine nett illustrierte Karte und ein Personenregister das einem das Fürchten lehren kann. Als Leser fragt man sich zunächst wie man bei der Summe an Personen jemals einen Überblick behalten soll, aber diese Befürchtungen sollen sich als unbegründet erweisen.
Sabine Ebert, die Autorin, wirbt groß damit das es sich bei diesem Buch um die indirekte Fortsetzung der Hebammen Trilogie handelt.
Das mag dem Leser aus dem Klappentext noch ersichtlich werden, aber spätestens wenn er die ersten Seiten gelesen ha, wird er kaum einen großen Zusammenhang herstellen können.
Gut die ersten Ereignisse finden alle in Freiberg statt, die Stadt die aus dem Dorf Christiansdorf geworden ist und auch Änne die Nachfahrin von Marthe und Christian wird mehrfach erwähnt, aber dabei belässt es die Autorin auch zunächst.
Im ersten Teil dominiert ganz klar eine andere Geschichte und der Leser fragt sich mehr als einmal was das alles mit der Fortsetzung der Hebammentrilogie gemein haben soll.
Andere Charaktere, wenn auch nicht schlecht gezeichnet treten in den Vordergrund und geben der Story sowohl Tiefe als auch Würze. Denn wenn man eines nicht sagen kann , dann das die Geschichte die jene Autorin sich da ausgedacht hat langweilig wäre. Brisant, authentisch und ohne Umschweife kommt die Autorin an den richtigen Stellen auf den Punkt und hält die Spannung in jedem Moment aufrecht.
Leider ist es so, dass Änne auch im weiteren Verlauf des Buches, also im zweiten Teil, nicht das Charisma von Marthe erreichen kann und bis auf wenige Ausnahmen eher eine Randfigur in der Geschichte bleibt. Es geht in der Regel um Intrigen, Zwistigkeiten und Kämpfe um Gebiete und Territorien jenseits von Freiberg.
Das mag den Leser enttäuschen, aber meiner Meinung nach wird er mit anderen tollen Charakteren und einer wirklich guten Story belohnt.
Im dritten und letzten Teil spielt Änne vermehrt eine Rolle, mehren sich aber gleichzeitig auch die langatmigen Passagen die von Kämpfen, Schlachtfeldern und Strategiesitzungen der Ritter untereinander handeln. Das mildert ein wenig die Freude auf das Ende des Buches will man als Leser doch wissen wie alles zu einem Ende findet.
Fazit:
Das Änne immer nur blass umzeichnet wird, wenn überhaupt nur in der Liebesgeschichte oder kurz als Heilerin auftritt mag den Leser enttäuschen. Betrachtet man den Roman aber losgelöst von den Erwartungen die jene Hebammentrilogie mit sich bringt, kann der Leser sich über einen soliden Roman mit einer überwiegend spannenden Geschichte freuen.
Einzig allein,das dieses Buch zur Zeit nur als gebundene Ausgabe zu einem ansehnlichen Preis zu haben ist mag ein wenig sauer aufstoßen.
Als TB auf jeden Fall eine Empfehlung wert.
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