Ryotaro Shiba

Der japanische Schriftsteller Ryotaro Shiba wurde 1923 unter dem Namen Fukuda Sadaiichi in Osaka geboren. Er studierte Mongolisch an der Schule für Fremdsprachen in Osaka, heute eine Universität. Anschließend begann er seine Karriere als Journalist bei der Zeitung Sankei Shimbun, eine der wichtigsten Tageszeitungen in Japan.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Shiba mit dem Schreiben von historischen Romanen, sein erster Roman Fukuro no Shiro wurde dabei 1959 gleich mit dem Naoki Prize ausgezeichnet.

Seine historischen Romane, für die er in Japan berühmt ist, spielen größtenteils in der späten Edo-Preriode und in der frühen Meiji-Periode, also hauptsächlich im 19. Jahrhundert, in einer Zeit des Wandels in Japan. Viele seiner Romane wurden inzwischen für das Fernsehen oder das Kino adaptiert.

Zu seinem umfangreichen Werk, das inzwischen in der japanischen Gesamtausgabe in 50 Bänden erschienen ist, gehören auch zahlreiche Essays, die in Sammlungen herausgegeben wurden. Das Magazin Shukan Asahi veröffentlichte seine Reiseberichte Kaido wo Yuku innerhalb Japans zwischen den Jahren 1971 und 1996, wobei darin auch Berichte über seine Auslandsreisen, u.a. nach China, Korea, Europa, Taiwan, in die Mongolei und nach New York enthalten sind. Insgesamt brachte es die Reihe auf 1146 Beiträge, die zum Teil auch für das Fernsehen adaptiert wurden.

Seine Arbeiten werden für ihre Analysen von historischen Ereignissen gerühmt, und jeder Japaner hat wenigstens eines seiner Bücher gelesen. Inzwischen sind zahlreiche seiner Romane in Englisch erschienen, 1967 erschien mit Der letzte Shogun (orig. Saigo no Shogun, 1966) die bislang einzige deutsche Übersetzung eines seiner Romane. Derzeit ist sie innerhalb des Japan-edition des Bebra-Verlags erhältlich.

Ryotaro Shiba erhielt 1993 den Kulturorden Japans. Am 4. Februar brach er mit inneren Blutungen zusammen und fiel in ein Koma. Zwei Tage später starb er in seiner Heimatstadt Osaka. Sein Wohnhaus und ein nach seinem Tod errichtetes Nachbarhaus bilden heute das Shiba Ryotaro Memorial Museum.

Historische Romane von Ryotaro Shiba:

  • (1959) Fukuro no Shiro
  • (1960) Kamigata Bushido
  • (1961) Kaze no bushi
  • (1961) Senun no yume
  • (1962) Fujin no mon
  • (1964) Moeyo Ken
  • (1964) Shirikurae Magoichi
  • (1965) Komyo ga tsuji
  • (1965) Shiro wo toru hanashi
  • (1965) Kunitori monogatari
  • (1966) Hokuto no hito
  • (1966) Niwaka Naniwa yukyoden
  • (1966) Sekigahara
  • (1966) Der letzte Shogun
    Saigo no Shogun
  • (1967) Juichibanme no shishi
  • (1967) Junshi
  • (1968) Natsukusa no ftp
  • (1968) Shinshi taikoki
  • (1968) Yoshitsune
  • (1968) Touge
  • (1968) Musashi
  • (1969) Saka no Ue no Kumo
  • (1969) Yokai
  • (1969) Daitozenshi
  • (1969) Saigetsu
  • (1971) Yoni sumu hibi
  • (1972) Kashin
  • (1973) Hao no ie
  • (1975) Harimanada monogatari
  • (1975) Kukai no fukei
  • (1979) Kocho no yume
  • (1980) Kouu to Ryuho
  • (1981) Hitobito no ashioto
  • (1982) Nanohana no oki
  • (1984) Hakone no saka
  • (1987) Dattan shippuroku

Mehr über Ryotaro Shiba: