Robert Merle
Als Robert Merle 2004 im gesegneten Alter von 95 Jahren in Paris starb, verlor Frankreich einen seiner großen Schriftsteller und Romanciers. Geboren wurde er 1908 in Tebessa in Algerien, das damals noch zu den Kolonien Frankreichs gehörte. Nach seiner Schulausbildung studierte er in Paris Philosophie und Englisch und erwarb den Doktortitel der Philosophie.
1940 kämpfte Merle in Dünkirchen und geriet bis 1943 in deutsche Kriegsgefangenschaft. Diese Erfahrungen hat er in vielen seiner Romane verarbeitet. Nach dem Krieg beendete er sein Studium und war zunächst kurzzeitig Lehrer an einer weiterführenden Schule, bevor er einem Ruf an die Universität von Reims folgte. Anschließend wurde er Professor für Anglistik an den Universitäten von Algier und ab 1967 in Nanterre. Zudem war er unter anderem an den Universitäten von Rennes, Toulouse, Caen und schließlich Paris tätig, wo er noch bis in seine 90er Jahre lehrte.
Nachdem er zunächst kleinere Essays und Übersetzungen veröffentlichte, gelang ihm 1949 mit seinem Roman Week-end à Zuydcoote sein erster großer Erfolg. 1979 schließlich begann der seine Fortune de France-Reihe mit dem ersten Band Fortune de France, die schließlich insgesamt 13 Bände umfassen sollte.
Für einige seiner Werke erhielt Merle diverse französische Literaturpreise, so 1949 den Prix Goncourt für Week-end à Zuydcoote, 1974 den Prix John Wood Campbell Memorial für Malevil, 1962 den Prix de la Fraternité für L´Île sowie den Prix Jean Giono für den letzten Band der Fortune de France-Reihe, Le Glaive et les amours. Zahlreiche seiner Romane wurde inzwischen verfilmt.
Historische Romane von Robert Merle:
- Fortune de France (in Lesereihenfolge):
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(1977) Fortune de France

Fortune de France -
(1979) In unseren grünen Jahren

En nos vertes années -
(1980) Die gute Stadt Paris

Paris ma bonne ville -
(1982) Noch immer schwelt die Glut

Le Prince que voilà -
(1983) Paris ist eine Messe wert

La Violente Amour -
(1985) Der Tag bricht an
La Pique du jour -
(1991) Der wilde Tanz der Seidenröcke
La Volte des vertugadins -
(1993) Das Königskind
L’Enfant-Roi -
(1995) Die Rosen des Lebens
Les Roses de la vie -
(1997) Lilie und Purpur
Le lys et la pourpre -
(1999) Ein Kardinal vor La Rochelle
La Gloire et les périls -
(2001) Die Rache der Königin
Complots et cabales -
(2003) Der König ist tot
Le Glaive et les amours
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(1977) Fortune de France
- weitere Bücher:
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(1987) Das Idol
L’Idole
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(1987) Das Idol
Weitere Romane von Robert Merle:
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(1949) Wochenende in Zuitcoote
Week-end à Zuydcoote -
(1952) Der Tod ist mein Beruf
La Mort est mon métier -
(1962) Die Insel
L´Île -
(1967) Ein vernunftbegabtes Tier
Der Tag der Delphine
Un Animal doué de raiso -
(1970) Hinter Glas
Derrière la vitre -
(1972) Malevil
Malevil -
(1974) Die geschützten Männer
Les Hommes protégés -
(1976) Madrapour
Madrapour -
(1986) Nachtjäger
Le Jour ne se lève pas pour nous -
(1989) Der Tag des Affen
Le Propre de l´Homme
Neben seinen Romanen schrieb Merle auch Sachbücher und Theaterstücke.


