Paris ist eine Messe wert von Robert Merle

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Originalausgabe erschienen 1983 unter dem Titel „La Violente Amour“, deutsche Ausgabe erstmals 2003 , 458 Seiten. ISBN nicht vorhanden. Übersetzung ins Deutsche von Christel Gersch.

Kurzgefasst:

Frankreich 1589. König Heinrich III. ist ermordet. Nachfolger auf dem Thron wird der ganz und gar unhöfische, aber militärisch erfahrene, nach Knoblauch stinkende und die Mädchen des Landes vögelnde Henri de Navarre, der als Henri Quatre bald Frankreichs populärster Monarch sein wird. Doch Henri ist Protestant und darum König ohne Krone – denn noch hält die Katholische Liga seine Hauptstadt Paris besetzt.

Ihre Meinung zu »Robert Merle: Paris ist eine Messe wert«

Susannah zu »Robert Merle: Paris ist eine Messe wert« 12.11.2008
Frankreich, 1589: Der Herzog von Guise ist ermordet, die katholische Liga scheint erheblich geschwächt. Heinrich III., tolerant und deswegen von vielen verachtet, möchte, dass mit dem König von Navarra, der sein Erbe werden soll, endlich Frieden geschlossen wird. Doch das wacklige Friedenskonstrukt droht, zusammenzubrechen, als ein fanatischer Priester Heinrich III ermordet. Sein Erbe, Henri von Navarra, nun Heinrich IV., ist König ohne Stadt: denn nie und nimmer würden die Pariser einen Hugenotten in ihrer Stadt auf dem Thron dulden. Es beginnt eine ewig dauernde Belagerung, die tausende Pariser das Leben kostet. Und erst, als Henri der katholischen Kirche beitritt, empfängt ihn das Volk in der französischen Hauptstadt. Und mitten in diesen historischen Umwälzungen steht der Held der Geschichte, Pierre de Siorac, der nicht nur für seine beiden Könige gefährliche Missionen zu erfüllen hat, sondern aucb privat sich mit einigen Problemen herumzuschlagen hat ...

Grandios wie immer! Zu Robert Merle kann ich nicht mehr viel sagen - man muss ihn einfach lesen! Die historische Detailverliebtheit, die Rafinesse, Geschichte und Fiktion zu verbinden, der beißende Humor, die liebevoll gezeichneten Charaktere. Ein Stil, der anspruchsvoll und trotzdem eingängig ist. Sehr ans Herz gewachsen sind mir in diesem Band Heinrich der IV. und der getreue Monsieur de Rosny - und wie immer qualmen nach Beendigung des Buchdes die Tasten, denn im Internet gibt es viel über diese historischen Figuren zu lesen. Ich freue mich auf den sechsten Band!
anath zu »Robert Merle: Paris ist eine Messe wert« 16.08.2007
Heinrich III. ist tot,sein Thronerbe ist Heinrich IV.. Der aber ist ein König ohne Thron,denn die Hauptstadt Paris läßtihn nicht ein.Paris will keinen Hugenotten-König.Soll der doch erst mal die Religion wechseln,denn Paris ist schließlich den Gang zur Messe wert.
Pierre de Siorac dient nun Heinrich IV. in gleicher MIssion wie dem früheren König und soll ihm helfen,Paris zu erobern.In geheimen Missionen,im Schutz zahlreicher Reifröcke und mit gewohntem Esprit + Charme macht sich Pierre an diese Aufgabe.Und wer könnte sie besser erfüllen als er? Dieses Buch bietet jede Menge Spannung und Abenteuer.Wie alle Bände aus der reihe detailgetreu recherchiert und auch dem eher unbeleckten Leser gut verdauliche Kost.Leider gerät die Sioracsche Familiengeschichte in diesem Band etwas ins Reich der Fabel.Ein kleiner Wermutstropfen.Aber irgendwie muß wohl auch ein Robert Merle die Kurve kriegen,um Pierres Eskapaden in den nächsten Bänden eine plausible Grundlage zu geben. ;-)

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