Die Siedler von Catan von Rebecca Gablé

Buchvorstellung und Rezension

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Originalausgabe erschienen 2003 unter dem Titel „Die Siedler von Catan“, , 796 Seiten. ISBN 3-431-03019-X.

Kurzgefasst:

Um die Mitte des 9. Jahrhunderts: Ein blutiger Überfall auf ihr Dorf im hohen Norden lässt die Ziehbrüder Candamir und Osmund erkennen, dass ihre Tage in der Heimat gezählt sind. Nach einem Hungerwinter bricht die Gemeinschaft mit neun Schiffen auf, um ein neues Land zu suchen. Ein Sturm verschlägt sie auf jene Insel, die sie nur aus der Sage kennen: Catan …

Das meint Histo-Couch.de: „Aufbruch zu neuen Ufern – Catan wird lebendig!“

von Annalena Brix

„Die Siedler von Catan“ als Buch? Genau, eigentlich kennt man sie als Spiel. Ein Spiel, das viele Menschen begeistert. Klaus Teuber, der Autor des Spiels, liest selbst gern historische Romane und träumte von einem Roman zum Spiel. Seine Idee schlummerte bis er „Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gablé las. Er war sofort begeistert und für ihn war klar: „Frau Gablé würde die Geschichte der Besiedlung Catans schreiben – oder die Geschichte würde nie geschrieben werden.“

Tatsächlich interessierte sich die Bestsellerautorin für das Projekt. Das Ergebnis kann man nun in jeder Buchhandlung finden. Es ist zudem eine Premiere, erstmalig wurde ein Buch zu einem Spiel geschrieben. Ein Buch, in dem sich eine kleine Siedlergemeinde auf die Suche nach einer neuen, besseren „Welt“ macht und auf einer ganz speziellen Insel landet.

Widersacher, Winter, Wildwasser, Wunder

Die Turonländer suchen die kleine Siedlung Elasund nicht zum ersten Mal heim. Sie plündern, brandschatzen, rauben und versklaven die Frauen. Die Winter in Elasund sind kalt und fordern Opfer. Die Freunde Candamir und Osmund erleben schwere Zeiten. Osmunds Frau wurde beim letzten Überfall getötet, so dass er mit seinem kleinen Sohn allein zurückbleibt und Candamir muss sich darum sorgen, wie er seinen Haushalt durch den Hungerwinter bringt. Als Osmunds Onkel Olaf von einer fruchtbaren Insel erzählt, zu der ihn ein Sturm auf einer seiner Handelsreisen verschlug, werden die Träume von einem neuen Anfang stärker. Bald ist der Aufbruch beschlossene Sache.

Nach Ablauf des Winters bricht der Großteil der Siedler daher auf, um sich dem Sturm zu stellen und die geheimnisvolle Insel zu finden. Nach einer langen Reise mit Hindernissen und einem ungeheuren Unwetter auf hoher See erreichen die Abenteurer die Insel. Viele Tiere und einige Menschen hat das wild gewordene Wasser mit sich genommen, so beginnen die Verbliebenen voll Trauer, aber auch voll Hoffnung ihre neue Heimat zu erkunden. Sie glauben an ein Wunder, scheint die Insel doch Catan zu sein, welche Zeus einst erschuf.

Buch und Spiel

Man mag anfangs skeptisch sein, wenn man ein Buch zu einem Spiel liest, aber Rebecca Gablé trotzt allen Zweiflern. Wer schon oft „gesiedelt“ hat, wird Catan vor seinem geistigen Auge lebendig werden sehen. Gelungen werden Strukturen aus dem Spiel, wie die Wüste oder ein Vulkan, in die Geschichte eingebettet. Schafe sind plötzlich sehr kostbar und auch der Wüstenräuber taucht in gewisser Weise auf. Doch es wäre kein Gablé-Roman, wenn es nur eine fiktive Geschichte zum Spiel wäre. Sie gibt den Elasundern die Identität von Wikingern und erzählt nebenbei viele Einzelheiten über deren Bräuche, Religion und Riten. Mit dem Mönch Austin schafft Gablé zudem eine christliche Figur, mit der zusätzlich Schwierigkeiten und Umstände von Missionaren eingebracht werden. Dabei entsteht eine aufregende Komposition aus Fiktion und historischem Wissen.

Austin ist Candamirs Sklave, der ursprünglich aufbrach, um die ungläubigen Völker zu missionieren. Im Laufe der Geschichte bemüht er sich zaghaft und vorsichtig, den Siedlern seinen Gott näher zu bringen. Dies schafft Unstimmigkeiten in der Gesellschaft, die selbst Candamirs und Osmunds Freundschaft in Frage stellen

Vor allem mangelt es nicht an Verwicklungen verschiedenster Einzelschicksale miteinander: Sieglind, die einstige Königin der kalten Inseln, hatte sich den Siedlern auf ihrer Reise angeschlossen. Sie fügt sich nur langsam in die Gemeinschaft und erweckt das Herz nicht nur eines Mannes. Die junge Inga erlernt die Riten und das Wissen der alten Religion und will den Glauben an die alten Götter mit aller Macht durchsetzen. Olafs ältester Sohn leidet unter seinem herrschsüchtigen Vater und es kommt zum Familienzerwürfnis. Irgendwie hängt all das und noch viel mehr zusammen …

Greifbar bis zur letzten Seite

Die unterschiedlichen Figuren, die gut erzählten, detailreichen Ereignisse und letztlich der unangefochtene Gablé-Charme machen das Buch spannend bis zur letzten Seite. Es unterscheidet sich zwar von den üblichen Romanen der Autorin, ist aber ebenso klasse zu lesen wie diese. Man scheint zu spüren, dass Gablé gerade diese anderen Vorraussetzungen als willkommene Herausforderung gesehen hat. Eine Herausforderung, die sie mit Bravour gemeistert hat! Klaus Teuber kann mehr als zufrieden sein.

Das Lesen macht doppelt Spaß: Einerseits taucht man in eine tolle Geschichte ein, die man bis zur letzten Seite neugierig verfolgt, und andererseits entdeckt man immer wieder Kleinigkeiten, die man aus dem Spiel kennt. Beim nächsten Spieleabend werden „;Die Siedler von Catan“ bestimmt zu einem ganz neuen Erlebnis. Herzlichen Dank an Klaus Teuber für diese interessante Idee und an Rebecca Gablé für die brillante Umsetzung! Ein besonderes Leseerlebnis!

Ihre Meinung zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan«

M.Reinsch zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 13.04.2012
Ich habe (leider) nie das Gesellschaftsspiel "Die Siedler von Catan" gespielt, vielleicht verstehe ich deswegen einige interessante Teile des Buches nicht.
Für mich ist das der bisher schwächste Roman von Fr.Gable´! Erst sehr spät entwickeln sich die Charaktere und erst im letzten Drittel des Buches bekommen Sie wirkliche Tiefe. Sicher ist es ein interessanter Ansatz die ganze Geschichte in die "Wikingerära" zu schieben (die mich eigendlich sehr interessiert) - waren Sie doch die "Großen Entdecker"!
Aber für mich plätscherte die Geschichte nur vor sich hin, wirkliche Spannungsbögen gab es kaum und so blieb nur die (wie immer) schöne Erzählweise der Autorin, die mich bei der Stange hielt.
Im Gesamtblick ist das Buch eine "Familienchronik" mit Höhen und Tiefen, aber ohne den wirklichen Tiefgang Ihrer sonstigen Romane. Wo man sonst seine Helden in die "wahre Geschichte" eingebette verfolgen kann, liegt hier nur "Pseudohistorie" über einer Aussiedlererzählung.
Wie geschrieben ist die Erzählkunst von Fr.Gable´auch hier sehr lesenswert, nur ist der Stoff der Geschichte sehr dünn.
Stefan83 zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 10.03.2011
Ist es möglich, aus einem erfolgreichen Gesellschaftsbrettspiel einen ebenso überzeugenden Roman zu zimmern? Eine Frage, die sich eventuell auch Klaus Teuber, Erfinder des Kultspiels „Die Siedler von Catan“, anfänglich gestellt hat, um sich schließlich nach der Lektüre des historischen Epos „Das Lächeln der Fortuna“ an dessen Autorin Rebecca Gablé zu wenden. Diese war, nach beidseitigen Aussagen, sehr angetan von der Idee und stürzte sich mit der ihr eigenen Akribie in dieses Projekt. Herausgekommen ist ein Buch, das trotz der Einarbeitung ihrer profunden geschichtlichen Kenntnisse, nur noch mit Abstrichen als historischer Roman bezeichnet werden und den Vergleich mit z.B. den Werken aus der Waringham-Reihe leider nicht standhalten kann. Eine Enttäuschung also? Nur teilweise, denn auch wenn „Die Siedler von Catan“ die hohen Erwartungen, welche man mittlerweile einfach unwillkürlich an jedes neue Gablé-Werk stellt, nicht erfüllt, auch dieses Werk weiß zu unterhalten, was nicht zuletzt mal wieder an den liebevoll gezeichneten Figuren liegt.

Auch wenn Gablé bewusst keine zeitlichen Angaben macht, liegt die Vermutung nahe, dass die Handlung irgendwann zu Mitte des 9. Jahrhunderts im hohen Norden Skandinaviens seinen Anfang nimmt. Dort, in einem kleinen Küstendorf namens Elasund, wird das Leben für die Bewohner zusehends härter. Das Land wirft für die immer größer werdende Gemeinde nicht mehr genug ab und zu allem Überfluss werden die Elasunder auch regelmäßig von den benachbarten Turonländern angegriffen, die bei ihren Raubzügen neben Lebensmitteln auch Frauen und Kinder rauben, um ihr eigenes Volk lebensfähig zu halten. Wer zurückbleibt, verfällt in Trauer oder lässt den Zorn an seinen Nachbarn aus. Auch Candamir und Osmund, Ziehbrüder und Freunde seit Kindesbeinen, leiden unter den Plünderungen. Beim letzten Überfall wurde Osmunds Frau getötet, während Candamir einen Großteil seines Viehs verlor. Die Zukunftsaussichten sind wahrlich mehr als finster.

Da kommt plötzlich Hoffnung von gänzlich unerwarteter Seite: Osmunds Onkel Olaf, der wegen seines Reichtums vom Rest der Elasunder verachtet wird, berichtet von einer fruchtbaren Insel weit im Süden, auf die ihn einst auf einer Handelsreise ein Sturm verschlug und welche genug Platz für alle bieten würde. Für Candamir klingt das zu schön, um wahr zu sein. Er misstraut dem gerissenen Händler und will nichts mehr von dieser Insel hören, bis ihn ein schrecklicher Hungerwinter dazu bringt seine Meinung zu ändern. Nun beginnen fast alle Elasunder von dieser neuen Zuflucht zu träumen und als der Winter schließlich zu Ende geht, bereiten sich viele auf den Aufbruch vor. Ein Großteil der Siedler, darunter auch Osmund und Candamir, verlässt Elasund, um sich einmal mehr dem Sturm zu stellen und Olafs geheimnisvolle Insel zu finden. Doch die Reise ist lang und voller Entbehrungen. Nahrung und Wasser werden knapp, Unwetter drohen die Schiffe zum kentern zu bringen, Meuterei bricht aus. Bevor es jedoch dem halsstarrigen Olaf an den Kragen geht, setzt ein gewaltiger Sturm ein. Als die Elasunder ihr Bewusstsein wiedererlangen, finden sie sich auf einer Insel gestrandet vor … Eine Insel, die offensichtlich reich an allem ist und deshalb nur Catan sein kann. Ein Land, das Odin einst schuf und das nun zur neuen Heimat der Siedler werden soll …

Vorneweg: Inwieweit und inwiefern sich Rebecca Gablé an der Spiel-Vorlage orientiert und was sie genau davon aufgegriffen hat, kann in dieser Rezension von mir nicht beurteilt werden, da ich „Die Siedler von Catan“ bis heute (Ja, Schande über mein Haupt) noch kein einziges Mal gespielt habe. Einerseits fehlt mir deshalb natürlich der Bezug bzw. werden mir sicherlich einige der Anspielungen entgangen sein. Andererseits kann ich aber dadurch vielleicht die Geschichte an sich objektiver und mit mehr Abstand betrachten. Und diese kommt für eine Gablé nur äußerst zäh in Gang. Wo es sonst gerade der historische Kontext war, den die Autorin so geschickt mit ihrem Plot verknüpft hat, da bleibt hier alles seltsam undefiniert. Man weiß nicht genau wo und wann man sich befindet oder welcher Nationalität die Figuren angehören. Und auch Candamir und Osmund, welche augenscheinlich die Handlung tragen sollen, kommen recht blass daher. Kein Vergleich mit einem Caedmon of Helmsby oder einem Robin of Waringham. Stattdessen mutet das Ganze ein bisschen so an wie ein Fantasy-Roman (nicht zuletzt wegen der Tolkien-Anleihe bei der Catan-Legende), dem man lediglich einen geschichtlichen Touch verpassen wollte. Kurzum: Irgendwie wollt mir der Einstieg in „Die Siedler von Catan“ nicht so recht gelingen und ich musste mich, auch ungewöhnlich für ein Gablé-Werk, ein wenig durch die ersten 100 Seiten kämpfen.

Spätestens mit dem Anker lichten der Siedler in Elasund nimmt dann aber auch die Geschichte passenderweise etwas an Fahrt auf, gewinnen die Figuren mehr an Konturen. Die Aufbruchstimmung greift über und besonders der Beginn der Besiedlungsphase weckte bei mir nostalgische Erinnerungen an das von mir so geliebte PC-Spiel „Die Siedler II“. Ging man anfangs noch davon aus, dass die Erzählperspektiven durchgängig zwischen Osmund und Candamir wechseln würden, deutet sich bald an, dass Letzterer im Mittelpunkt der weiteren Geschehnisse stehen wird. Eine gute Wahl, denn Candamir ist es auch, der mir mit seiner grobschlächtigen, aber irgendwie auch herzensguten Art am Besten gefallen hat. Im Vergleich zu ihm können die anderen Figuren nicht ganz bestehen, was unter anderem daran liegt, dass Gablé Gut und Böse ein bisschen zu deutlich gekennzeichnet hat. Hier gibt es gewisse Parallelen zum Aufbau der Siedlung im Brettspiel. Denn wie dort, so musste auch die Autorin beim Buch quasi mit nichts anfangen. Wo sie sonst die Lebensläufe ihrer fiktiven Protagonisten mit denen der historischen Persönlichkeiten grandios verweben konnte, blieb ihr an dieser Stelle nichts anderes übrig, als alles komplett zu erfinden.

Trotz dieser dichterischen Freiheit ist doch die Handlung eindeutig erkennbar an der Kultur der Wikinger orientiert, deren Sitten, Bräuche und Traditionen Rebecca Gablé gut recherchiert wiedergibt und welche meines Erachtens auch am besten zur der Geschichte Catans und dem Seefahrer-Hintergrund der Figuren passt. Dabei geht sie, wie schon Bernard Cornwell in seiner Uthred-Saga, näher auf den Konflikt zwischen dem aufkommenden Christentum (welches der eifrige sächsische Sklave und ehemalige Mönch Austin geduldig unter dem Volk verbreitet) und dem altnordischen Götterglauben ein, der letztlich sogar das Spannungselement darstellt und für ein paar überraschende Wendungen im Roman verantwortlich ist. Davon gibt es jedoch leider weniger als sonst, da der Ausgang dann doch insgesamt zu offensichtlich geraten ist.

Ansonsten bietet auch „Die Siedler von Catan“ gewohnte, gute Kost. Wie in jedem ihrer Bücher, sonst sind auch hier die Einzelschicksale der kleinen Gesellschaft dicht miteinander verwoben. Alle stehen untereinander in Zusammenhang, keine Tat bleibt wirklich ohne Folgen. Die Personenanzahl ist erfrischend überschaubar und selbst der zeitliche Rahmen, der bei Gablés anderen Werken manchmal mehr als fünfzig Jahre umfasst, bleibt relativ kurz.

Insgesamt ist „Die Siedler von Catan“ ein unterhaltsam inszenierter Historienroman mit Fantasy-Anleihen, der dank Gablés herrlichem Stil trotz wenig inhaltlicher Substanz noch eine gute Wertung erreicht und den ich aber dennoch mit Sicherheit kein zweites Mal lesen werde. In diesem Sinne: „Ein netter Ausflug, Frau Gablé. Und jetzt bitte schnell wieder zurück ins mittelalterliche England.“
Katya zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 21.09.2010
Mir hat das Buch sehr gefallen, ich lese es ungefähr 1 x pro Jahr.
Es ist eines meiner Lieblingsbücher geworden.

Besonders gefällt mir die Charakterentwicklung von Candamir und Osmund, den beiden Ziehbrüdern, und wie sich dieses im verlaufe des Romanes entwickelt und wandelt, und im letzten Teil auch die charakterliche Weiterentwicklung von Candamirs kleinem Bruder.

Vielleicht liegt es an der erfundenen (wenn auch stark historisierten) Welt, die dem Roman zugrunde liegt. Hier geht Rebecca Gablé mehr als in jedem anderen Buch auf die Charakterliche Entwicklung ihrer Protagonisten ein.

Auch die Beschreibungen des erfundenen Catan sind wunderbar, man kann es sich vollkommen vorstellen.


Das einzige was mich enttäuschte war die erfundene Sage, mit der Gablé Catan in der nordischen Mythologie unterbringt.
Da hätte ich ihr doch mehr Phantasie zugetraut.

Aber das ist nur ein winziger Teil in einem ansonsten absolut meisterhaften Roman mit genialer Figurenzeichnung.
Susannah zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 03.09.2010
Nordeuropa, Mitte des 9.Jahrhundets. In Elasung, der Heimat von Candamir und Osmund, kommt es immer wieder zu Überfällen. DIe Winter sind hart, die Sommer kurz. Nach einem weiteren Angriff, der mehrere Dorfbewohner das Leben kostet, fassen sie einen Entschluss: sie verlassen ihre alte Heimat und machen sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe. Doch sie finden Catan, die Insel aus den alten Sagan mit den weißen Raben. Zunächst scheint Catan die Erfüllung aller Träume, doch Neid, Missgunst, Intoleranz und Hass bleiben den Menschen immer verbunden, auch in der neuen Heimat ...

EIn sehr schönes Buch! Ein interessanter Einblick in die Wikingerzeit, in die Riten und Gebräuche, in die Lebens- und Denkweise. Und gleichtzeitig ein Abstecher in die Geschichte des Spiels, das ich abendelang immer und immer wieder durchdacht habe. Und immer wieder habe ich mich gefragt, wie woll die Sielder nach Catan kamen. Mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatten. Und warum man manchmal für vier Holz ein Schaf bekommt. "Die Siedler von Catan" ist vielleicht nicht die endgültige Antwort - aber eine von vielen möglichen. Und die ist sehr schön gezeichnet: von Candamir, der Hauptfigur, der mich ein wenig an "Der König der purpurnen STadt" erinnerte, über seinen Ziehbruder Osmund, die alte Hexe Brigitta bis hin zu dem Sklaven Austin, der den christlichen Glauben verbreiten will! Ein tolles Leseerlebnis!
Bratmax zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 02.08.2010
Candamir und Osmund - Ziehbrüder - kommen zu der Meinung, dass sie in Elasund keine Zukunft mehr haben. Gemeinsam bricht die Dorfgemeinschaft auf. Durch Zufall landen sie in Odin' s Land: Catan
Doch hier gehen Zwist und Streitigkeiten los: Olaf mit Häuptlingsambitionen, Austin der Missionar, Inga die fanatische Nachfolgerin von Brigitta...
Das Buch ist nicht mit den anderen Büchern von R.Gablé zu vergleichen, trotzdem ein außergewöhnliches Leserlebnis, dies liegt vor allem an den interessanten Figuren wie Austin
maupe zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 28.04.2010
Dieses Buch hat zwar das Spiel und damit einen Schuss Phantasie als Grundlage doch findet man als Leser schnell die Parallelen zu der Zeit der Entdeckungen durch die Wikinger. Im Nachwort bestätigt die Autorin auch genau diese Idee welche gemeinsam mit dem Macher des Spiels entstand.

Leider floss das Buch jedoch nicht in der mir bekannten Weise ihrer Bücher. Ob es wirklich am Buch lag oder daran, dass ich zuvor schon das (gute) Hörbuch genossen hatte, vermag ich nicht zu sagen.

Der Hauptcharakter Candamir blieb mir diesmal ferner als einer der Waringhams oder einer der anderen Charas von ihr. Er nahm einen zwar mit durch den Hungerwinter, die Fahrt im Sturm und die Einnahme der Insel, aber es fehlte das i-Tüpfelchen.

Das Buch ist schön zu lesen, keine Frage. Aber es gibt bessere Bücher der Autorin.
LEA zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 06.03.2010
Sehr geehrter Herr Hoffmann,

es freut mich, dass Sie Frau Gable noch eine Chance geben.
Nur eine Anmerkung meinerseits, das Buch "Die Hüter der Rose" gehört zu einer "Trilogie", bestehend aus den Bänden "Das Lächeln der Fortuna", "Die Hüter der Rose" und "Das Spiel der Könige".
Vielleicht sollten Sie mit dem ersten Buch anfangen, damit Sie nicht wieder enttäuscht werden.
Nur ein kleiner Tipp :)

MfG
Dr. P. Hoffmann zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 02.03.2010
Sehr geehrte Frau Lea ,

den Zusammenhang mit Herrn Teuber und dem Spiel habe ich im Vorwort gelesen.
Ich weiss, dass es reine Fiktion ist.
Ja, die religiösen Gegebenheiten können so ähnlich gewesen sein.
Auch der Umgang mit der Homosexualität war vielleicht so extrem und rüde.
Aber ich lese seit über 40 Jahren Romane, und es waren viele .
Bitte glauben Sie mir, dass ich ein Gespür dafür entwickelt habe, wenn ein Autor seine persönliche Meinung hineinbringt.
Man spürt hier zu deutlich, dass Frau Gable der Homophobie und "ihrem" Christentum frönt.
Eigentlich passen die beiden ja auch gut zusammen in eine Weltanschauung.
Vielleicht war auch dies Alles nur ein Ausrutscher.
Auch mir und meiner feinen Familie rutschen mal unfeine Bemerkungen über andere oder andersartige Leute raus; wie wohl jedem mal. Ist auch Stimmungssache.
Irgendwie reitet Frau Gable auf beiden Themen zum Ende des Buchs nicht mehr herum. Es ist in der Mitte des Buchs geballt und schwächt sich nachher wieder ab. -
Ich versuch´s nochmal mit ihr : Habe mir jetzt das Buch "Die Hüter der Rose" bestellt.
Da gibt´s wieder eine Kritik von mir, so in einigen Wochen.
Ich würde mich freuen, eine gute zu schreiben.
MFG
Ihr P. Hoffmann
LEA zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 02.03.2010
Sehr geehrter Herr Hoffmann,

ich glaube leider, dass Sie das Buch und dessen Entstehungsgeschichte nicht ganz verstanden haben.
Dieses Buch basiert auf einem SPIEL und wurde in Absprache mit dem Erfinder der "Die Siedler von Catan" Spiele, Herr Teuber, zusammen geschrieben.
Es ist reine Fiktion. Außerdem ist Herr Teuber an Frau Gable getreten, um sie zu einem Buch über dieses Spiel, in seinem Sinne, zu "überreden".
Was die Religions-Propaganda, wie Sie es nennen, betrifft, woher wissen Sie denn das es nicht so war??? Wie gesagt, dieses Buch basiert nicht auf historischen Hintergründen sondern ist FREI erfunden.
Vielleicht sollten Sie ein anderes Buch von Frau Gable lesen, z.B. "Der König der purpurnen Stadt", ich bin mir sicher das sagt Ihnen mehr zu.
Aber bevor Sie überhaupt ein Buch in die Hand nehmen solltenn Sie sich vielleicht vorher erkundigen, ob es ein "Historischer" oder ein "Fiktiver" Roman ist.

In diesem Sinne
Mit freundlichen Grüßen
Dr. P. Hoffmann zu »Rebecca Gablé: Die Siedler von Catan« 19.02.2010
Einer der reaktionärsten und schlechtesten Romane, den ich je gelesen habe.
Das Buch ist relativ lustlos zusammengezimmert und wird im Laufe des Buches noch immer schlechter.
Absolut unfassbar ist die in der heutigen Zeit unglaubliche Anti-Schwulenhaltung der Autorin. Frau Gable suhlt sich geradezu in der Verurteilung und einseitig schlimmen Darstellung von Homosexualität. Sowas habe ich zuletzt in 50er Jahre-Büchern gelesen.
Und ich darf das so harsch kritisieren : Habe keinerlei Interessen in der Richtung und bin glücklicher (alter) Familienvater.
Ich bin immer noch etwas fassungslos, dass jemand sowas in der jetzigen Zeit schreiben kann.
Die Religions - Propaganda aber treibt Frau Gable bis zur Unerträglichkeit.
Es ist unglaublich, aber sie setzt gegenüber der schon übertriebenen Homophobie noch einen obendrauf.
Dies ist mein erster Gable-Roman und mit Sicherheit mein letzter. Ich weiss nicht, warum diese Frau dermassen hochgejubelt wird;
sogar Präsidentin der Krimi-Autoren-Vereinigung usw....
Ich finde den Inhalt und ihre Botschaften sehr schlecht. Es wirkt nahezu etwas dümmlich.
Der Stil geht so. Ist aber auch nur einfacher Roman-Gebrauchsstil.
Na ja, vielleicht war dieses Buch ein Ausrutscher.
Aber Frau Gables Weltanschauung und Gedankengut.........
Nee nee, da werde ich kein Freund dieser reaktionären Autorin

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