Das Lächeln der Fortuna von Rebecca Gablé

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 2001unter dem Titel „Das Lächeln der Fortuna“,, 1021 Seiten.ISBN 3-431-03610-4.

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Kurzgefasst:

England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft. Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe – und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber…

Das meint Histo-Couch.de: „Ein außergewöhnliches Buch!“100Treffer

Rezension von Elke Röhrig

Wer für die britische Geschichte ein Faible hat und gern mehr erfahren möchte, aber Spannenderes lesen als durch bloße Geschichtsbücher dokumentiert, wird früher oder später über Rebecca Gablé stolpern. – Ein unbedingter Geheimtipp für das Genre historischer Roman!

1360 bis 1399

Anhand einer fiktiven Person und seines Lebens mitten im hundertjährigen Krieg bis hin zum Sturz von König Richard II. bringt die Autorin einen Abschnitt umwälzender Geschichte farbenfroh und so genau geschildert zum Lesegenuss, dass der Leser meint, mitten im Geschehen zu stehen und mit eingreifen zu wollen, wenn Intrigen, Verrat und Korruption das Atmen erschweren.

Robert of Waringham, genannt Robin, nimmt sein Leben in seine eigenen Hände, als er während seiner Ausbildung im Kloster vom Tod seines Vaters erfährt. Des Titels und seines Erbes beraubt, begibt er sich dennoch auf sein Gut und verdingt sich als Pferdeknecht. Und so beginnt ein Lebenslauf, der quasi trotz adliger Abstammung als Knecht ohne Privilegien seinen Lauf nimmt. Doch damit nicht genug werden Mortimer, der Sohn des neuen Lord of Waringham, und er erbitterte Feinde.

Ritterlichkeit und Edelmut

Das Buch könnte man in drei Abschnitte einteilen: 1.) Robin als Jüngling und Pferdeknecht, 2.) Robin als Ritter unter falschem Namen, für England kämpfend und letztendlich die Rehabilitation seines Vaters erreichend und 3.) Robin als Vasall des Königs. Als bester Freund von John of Gaunt, des Dukes of Lancaster, und seines Sohnes Henry, dem späteren ersten vom Parlament gewählten König in der Geschichte Englands, nimmt diese fiktive Person einen wahrhaft heroischen Platz in der Politik um den Thron Englands ein. Wir erfahren von Schlachten – wie dem Kastilien- und dem Schottlandfeldzug -, sehen ganze Familien durch die immer wiederkehrenden Pestepidemien und die Auswirkungen des hundertjährigen Krieges dahingerafft nahezu aussterben. Doch Rebecca Gablé schildert nicht nur die nackten Fakten, sie versteht es, diese in eine Geschichte zu verweben, die an Spannung und Facettenreichtum ihresgleichen sucht.

Ein Pferdeflüsterer?

Robin ist ein Mann, der durch die Feder der Verfasserin so vertraut erscheint, dass man meint, ihn zu kennen. Ein Edelmann nicht nur von Geburt, sondern vom Wesen her wie er im Buche steht. Gäbe es die Tafelrunde noch, er wäre mit Sicherheit einer dieser Ritter gewesen. So wurde er „;nur“; in den Hosenbandorden aufgenommen. Und er besitzt eine besondere Gabe, eine Gabe, die ihm zum Verhängnis hätte werden können. Robin scheint einen mentalen Weg zur Kommunikation mit Pferden gefunden zu haben. Auch seine Schwester verfügt über eine besondere Gabe, und sie wie auch er vererben diese Gabe an einige ihrer Nachkommen weiter. Eine große Bürde in einer Zeit, in der die Inquisition hart durchgreift.

Das Mittelalter war eine Zeit, in der Vergewaltigung und Hurerei völlig normal erschienen. Selbst Männer von höchstem Rang hatten oft nicht nur eine Geliebte neben ihrer Gemahlin, sondern hurten auch während ihrer Feldzüge herum und hatten oft nicht wenige Bastarde in den verschiedensten Erdteilen. Letzten Endes verhalf auch dies, die Fortführung der eigenen Linie zu erhalten. Rebecca Gablé schildert uns nun einen Mann, der aus Liebe heiratet und seiner jeweils Angetrauten treu blieb. Somit wird er uns auf Anhieb sympathisch. Er versucht, Reformen durchzusetzen, zusätzliche Steuern zu verhindern oder zumindest abzuschwächen, und zeigt ein Verständnis für das Wohl der Menschen, das ihm fast zum Verhängnis wird.

Ein klares Bild des 14. Jahrhunderts wird hier skizziert, Geschichte zum Anfassen.

Ihre Meinung zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«

K. Müller zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«28.10.2015
Ich lese sie seit über 10Jahren, immer wieder - sicher mindestens einmal im Jahr. Jedesmal aufs Neue leide und lache ich mit den Waringhams. Freue mich über Hochzeiten, eburten und trauere bei Tod. Ich könnte noch jedes mal heulen, wenn Robins erste Frau stirbt, oder auch sein Freund Lancaster.
Das gilt für dieses, aber auch für alle vorangegangen und nachfolgenden Bücher. Zumal sie allesamt miteinander in Verbindung stehen - d.h. wenn Familien aus anderen Büchern plötzlich wieder auftauchen und bei den Waringhams "mitmischen". Ich könnte jedesmal jubilieren!
Cala zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«13.05.2015
Vor zwei Jahren habe ich "Das Lächeln der Fortuna" gelesen und war begeistert. Die spannende Geschichte des jungen Robin, geschickt in die historischen Ereignisse jener Zeit eingebettet, verbunden mit Rebecca Gablés unvergleichlichem Schreibstil, läßt einen in die Geschichte eintauchen, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen will. Wer sich für englisches Mittelalter interessiert, dem kann ich es nur empfehlen.
Rosenhueterin zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«06.03.2015
Vor 10 Jahren habe ich das Buch das erste Mal gelesen. Und es war nicht das einzige Mal.
Rebecca Gablés Sprache und die auserordentlich gelungene Beschreibung der Figuren ist für mich nach wie vor einzigartig. Und ja, hinzu kommt natürlich auch die Handlung, die vor so viel Wissen strotzt, dass sogar Geschichtsdozenten ihren Studenten das Buch empfehlen (habe ich mir sagen lassen). Gut recherchieren können aber auch andere Autoren, der Schreibstil von Rebecca Gablé ist jedoch unnachahmlich für mich. Und deswegen werde ich das Buch wahrscheinlich im nächsten Winter wieder aus dem Regal holen und es mir ein weiteres Mal gemütlich machen...
Catie zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«22.02.2015
Ich bin jetzt fünfzehn und habe vor einem Jahr nicht mal gewusst, dass es so was wie Gablé überhaupt gibt. Inzwischen habe ich Waringham dreimal durchgelesen. "Das Lächeln der Fortuna" war nach "Der dunkle Thron" das zweite Buch, das ich von ihr in die Finger bekommen habe, und ich war zum zweiten Mal total überwältigt. Was mir an ihren Romanen einfach am besten gefällt, ist ihre Sprache, auf ihre Art geschliffen und doch stellenweise etwas nachlässig, und die Figuren sind gut durchdacht. Auch die undurchsichtigsten historischen Persönlichkeiten bekommen bei Gablé eine ganz eigene Farbe (auch wenn das Schillern des Duke of Lancaster durch unpopuläre Entscheidungen getrübt wird).
Man bekommt eine klare Vorstellung vom Mittelalter im 14. Jh, ohne, dass sie zu viele Details verrät und einem ggf. nicht die Lust nimmt, selbst zu recherchieren (was ich natürlich ausgiebig getan habe :-) )
Ich habe das Buch bis jetzt an jeden weiterempfohlen und es bislang noch nicht bereut. Und ich habe entdeckt, dass es mir vermutlich auch nach dem vierten Mal lesen nicht langweilig wird.
Jürgen Eichermann zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«19.02.2015
Es ist schon viele viele Jahre her das ich das Lächeln der Fortuna das erste ma gelesen habe. Mittlerweile habe ich das über 1000 Seiten starke Buch 3x gelesen.
Wer gerne spannende historien Geschichten a la
*guter Ritter - böser Ritter * liest
der ist hier genau richtig.
Aber man muss damit zurecht kommen das -
Robin der Prodagonist selbstverständlich der Gute ist, edel zu seinen Mitmenschen, loyal zu seinen Lensherren, verwegen im Kampf, charmant zu den Damen und ganz nebenbei der ultimative Pferdeflüsterer vor dem Herren.
Selbsverständlich sind seine Widersacher das genaue Gegenteil.
Für diese digitalen Character definition ziehe ich 5 Punkte von möglichen 100 ab = 95 Punkte
Lesejudit zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«01.02.2015
Wer englische Geschichte, die Rosenkriege und Pferde liebt, wird dieses Buch ebenfalls mögen. Ich fand die Geschichte des jungen Robin super und habe auch gleich im Anschluss noch alle anderen Romane der Wahringham Familiengeschichte gelesen. Von mir ist dieses Buch und auch die Romanserie sehr zu empfehlen. Daumen hoch!
rolandreis zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«26.05.2014
Dieses Buch sollte man keinenfalls lesen, wenn man wenig Zeit hat, unter Prüfungsstress steht, oder ähnliches. Am besten man nimmt es sich im Urlaub vor, oder an einem verlängerten Wochenende. Rebecca Gablé schafft es einem den geschichtlichen Hinter-grund zur Zeit des Duke of Lancasters so spannend näherzubringen, dass man das rund 1200 Seiten dicke Buch kaum mehr aus der Hand legen kann. Fesselnd wird die Geschichte von Robin of Waringham erzählt: Sein Weg vom einfachen Bauern bis zum geachteten Ritter, geschickt verknüpft mit der Geschichte Englands. Für mich ein sehr gelungenes Werk.
Opi zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«04.04.2014
Ich kann mir die allgemeine Begeisterung nicht erklären. Nach gefühlten 10 Stunden Lesemüh, in Erwartung, dass bald was passiert, sind die dramaturgischen Gipfel, eine Schnittwunde und ein gestolpertes Pferd. Das fängt irgendwie nicht an mit der Spannung.
Muss wohl recht beschaulich zugegangen sein, im Mittelalter von Rebecca Gablé. Ponyhofidylle mit Händewaschen vor dem Essen nicht vergessen.

Habe mir vorher die „Sachsen Saga“ von B. Cornwell eingesogen. Das war ein anderes Kaliber. Da legt man, beim Lesen, die Streitaxt auf den Tisch.

„Das zweite Königreich“ von R. Gablé fand ich allerdings auch genial.
murmeltier zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«30.09.2013
Das war mein erster Roman aus der Waringham-Reihe, und ich habe ihn verschlungen. Da ich schon seit Langem England-infiziert bin konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Die Charaktere sind sehr lebendig, die geschichtlichen Gegebenheiten informativ. Mich störte nur ein wenig, dass die Perspektive der erzählenden Personen mitunter sogar während einer Szene wechselt. So etwas sollte einer großen Autorin eigentlich nicht passieren.
il faro zu »Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna«26.06.2013
Also ich versteh nicht wieso dieser Roman auch bei Amazon so beliebt ist. Ich habe schon sehr viele historische Romane gelesen aber wenige waren so ideenlos wie dieser. Ich finde die Geschichte spannungslos, langweilig, einfach nicht unerhaltsam - mühsam zu lesen - da geschieht nicht viel. Für mich gleicht der Inhalt der Geschichte eher einem Pferderoman.... Besserer Titel wäre da "Ferien auf dem Ponyhof" oder so.

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