Die Kinder des Gral von Peter Berling

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Die Kinder des Gral von Peter Berling

Originalausgabe erschienen 1991unter dem Titel „Die Kinder des Gral“,, 764 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

Im Jahre des Herrn 1244. Vom fernen Sizilien aus herrscht Friedrich II., der Staufer, über das Heilige Römische Reich. Im ewigen Rom regiert Innozenz IV. eine Kirche, die sich immer mehr in weltliche Politik verstrickt. In dieser Lage folgt Ludwig IX. von Frankreich dem Ruf des Papstes und sendet ein Heer gegen den Montségur, die unbezwingbare Ketzerburg im Languedoc. In einer dunklen und stürmischen Nacht werden zwei Kinder an Seilen an der Mauerkrone herabgelassen. Sie sind die Erben des Gral. Ihr Königtum könnte die Weltreligionen vereinen – doch können zwei Kinder eine solche Krone tragen, ohne davon erdrückt zu werden? Einen Schutzengel indes haben sie: William von Roebruk, ein dralles Bauernschlitzohr. Als Held wider Willen gerät der kleine Franziskaner in eine tödliche Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Kurie, zwischen christlichen Rittern und islamischen Assassinen um imperiale Machtinteressen und einen großen Plan …

Die Kinder des Gral ist der erste Roman von Peter Berlings großem Gral-Zyklus.

 

Ihre Meinung zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«

inspiriert zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«21.12.2011
Ich bin nicht unbedingt ein Freund von mehrbändigen Geschichten. Doch Berlings Bücher haben mich gefesselt und entführt.

Einerseits ist diese Pentalogie eine Reise quer durch die halbe damalige Welt: Durch Europa, die arabische Welt, die Mongolei - und ermöglicht einen historischen Einblick, ohne Geschichtsbücher zu wälzen. Förderlich für das Verständnis der Beziehungen zwischen diesen Welten, die noch heute ihre Auswirkungen haben.

Ausserdem hat Berling eine Sprache, der nicht nur die Figuren zum Leben erweckt, sondern geradezu fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen lässt.

Ich kann die Bücher wärmstens empfehlen - der Leser muss aber dazu bereit sein, sich für einen Zeitraum in eine andere Welt entführen zu lassen und darob unter Umständen fast den Alltag zu vergessen.
maupe zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«23.08.2011
Dieses Buch habe ich in den letzten zwanzig Jahren viermal begonnen und nie bis zum Ende geschafft. In diesem Urlaub startete ich meinen letzten Versuch und breche nun ab.

Fünf Bücher umfasst diese Reihe (plus einem inoffiziellen Vorgänger) und was ich an Inhaltsangaben und Kritiken lese bestärkt mich nicht, dass es sich lohnt mich weiter durch den Roman zu ächzen.

Sicher gibt es Leser, denen der Stil Berlings zusagt, der mit Sicherheit kein schlechter ist. Auch das Geschichtswissen ist fundiert. Doch für mich einfach nur furchtbar lang, verwirrend und nicht unbedingt mit einem Ziel behaftet.

Wäre das Buch allein aus der Sicht William von Roebruks erzählt worden, dann wäre das Folgen durch die Intrigen, Herrschaftshäuser und Ritterverbände sicher einfacher gewesen aber dem war leider nicht so. Man stürzt von der Erzählung des Mönchs in eine andere in der sofort ein halbes Dutzend weiterer Personen auftauchen welche kurz angerissen werden, diesem oder jenem dienen und eine bestimmte Abstammung haben. Alles durchsetzt mit Latein, welches ich müde wurde ständig nach zu blättern.

Die gewonnene Zeit nutze ich lieber für Bücher, die mir mehr zurück geben (und damit meine ich keine Dan Brown Bücher ;)).
SevHoff zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«14.03.2010
Zu Anfang: Ich habe das Buch nicht bis zum Schluss gelesen. Das hatte den Grund, das mir das Ganze ab der Hälfte nur noch langweilig war.
Der Roman fing bereits sehr verwirrend an. Im ersten Kapitel werden bereits so viele Personen "vorgestellt", dass ich während des Lesens immer wieder auf das Personenverzeichnis am Anfang zurückgreifen musste.
Auch die Unterschiedlichen Handlungsstränge wurden zur Mitte hin immer verwirrender, sodass es immer schwieriger wurde das "Große und Ganze" noch zu erkennen.
Ebenfalls gestört haben mich die ständigen Sexszenen der handelnden Personen, die meiner Meinung und viel zu oft und dann auch noch viel zu lang beschrieben wurden.
Dazu noch die ganzen lateinischen Aussprüche, die man sehr umständlich am Ende des Buches in einer Liste nachsuchen muss, haben das Lesevergnügen nicht gerade bereichert, sodass ich nach den ersten beiden Kapiteln aufgehört habe sie zu lesen, weil sie für die Handlung an sich keine größe Bedeutung hatten.

Für Fans von Historienromanen mag es ein gutes Buch sein, wenn sie Spaß daran haben ständig irgendwelche Karten, Sprüche oder Personen nachzuschlagen. Auch den Lerneffekt, den dieses Buch über das Mittelalter bietet möchte ich nicht in Frage stellen.

Wenn man allerdings weniger darauf bedacht ist das Lesen ständig zu unterbrechen und nicht an zehn verschiedenen Handlungssträngen arbeiten möchte, sollte die Finger von diesem Buch lassen.
hoffmann9471 zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«16.12.2008
Wichtig: Peter Berling tritt im Fernsehen in dieser bekannten Sendung in verschiedenen Kostümen auf und übernimmt dann auch die antwortende Rolle des Dargestellten. Das ist Satire in höchster Form und nicht ernst gemeint. Das ist nicht seine Meinung.
Insgesamt sind seine Historienromane von hohem Niveau und geschichtlich ausserordentlich gewissenhaft recherchiert .
Keine leichte und dümmliche Spannungskost a la Dan Brown.
Aber auch wahrlich keine leichte Kost zum "Nebenbeilesen".
Gut, dass es den Berling gibt.
ABaum71 zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«04.10.2008
Tja,.. Was soll man zu diesem Buch sagen ? Nicht unbedingt einfach zu lesen. Über 700 eng beschriebene Seiten verlangen einem schon einiges an Durchhaltevermögen ab. Wenn man (oder Frau) sich dann dazu durchgerungen hat, wird man aber für einiges entschädigt.
Die Erzählung eines Franziskanermönches zur Zeit der Kreuzzüge und der Inquisition in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Zum Glück, wenn auch anfangs gewöhnungsbedürftig, sind im Anhang die meisten der lateinischen und griechischen Begriffe erklärt bzw. übersetzt, auch die verschiedenen Gruppen und Personen werden dem weniger Belesenen erläutert. Und für den der in Erdkunde nicht so gut aufgepasst hat, sind auch noch zwei Landkarten abgedruckt, die bei der Orientierung helfen.
Mit Hilfe all dieser Unterstützungen kann man sich relativ einfach durch das Buch hangeln, sollte sich dafür aber auch die Zeit nehmen, denn"mal nebenbei" gelesen ist dieses Buch nicht, weil einfach zu viele Personen (auch diese werden am Anfang mit Hilfe einer Liste vorgestellt) eine Rolle spielen, die immer mal wieder auftauchen, und man dann, zum besseren Verständnis, wissen sollte in wessen Dienst diese sich befinden, im Dienste des Königs von Frankreich, des Kaisers , des Papstes oder im Dienste des Grals.
Alles in allem ein durchaus lesenswertes Buch das auch der Anfang des Gralszyklus von Peter Berling ist. Auch der offen gehaltene Schluss macht Appetit auf die nächsten Teile. Die Ketzerin ist dazu eine Art Vorgeschichte, die einem zwar hilft, besser in das Geschehen reinzukommen, aber nicht zwingend vorher gelesen werden muss.
Morgane la fay zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«21.07.2008
Ich habe die Bücher vor einigen Jahren gelesen und fand sie alle sehr interesant. die Ketzerin habe ich dann erst hinterher entdeckt. Es war wie eine Vorgeschichte dazu.
WelpeMax zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«20.07.2008
zäh, langatmig, schrecklich und ich kaufte zwei von ihm weil sich der Klappentext so toll anhörte, ich kann nur sagen Finger weg, es gibt schönere Bücher in diese Richtung, allein der Gedanke lässt mich noch heute gruseln und das weil ich ein Buch immer zuende lese und koste es Monate!
hinterwald zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«07.10.2007
ach ja, die bücher selbst sind natürlich im vergleich zu dem, was man sonst so zum thema lesen konnte (oder wie etwa bei dan brown _musste_), definitiv in den oberen bereich der qualitätsskala einzuordnen.

lesenswert, spannend, überbordend.
hinterwald zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«07.10.2007
lieber bibliophilos, ich glaube, du hast da was missverstanden - berling tritt in allen möglichen kostümen und rollen in 10 vor 10, einer sehr anspruchsvollen sendung, die einen der wenigen plätze für seriöses fernsehen bei den privaten von der ersten minute an ergattert und _behalten_ hat.

du hast da was gesehen, aber offensichtlich nicht ganz verstanden, und das scheint dein urteil ein klitzekleines bisschen zu verwirren, naja, sagen wir mal, du bist irgendwo "falsch abgebogen".

bitte noch mal drüber nachdenken, die eine oder andere sache nachschlagen und dann die bücher mit den ggfl. neu gewonnenen erkenntnissen lesen ;-)
Bibliophilos zu »Peter Berling: Die Kinder des Gral«26.09.2007
Ja ja, Peter Berling. Schon ein Phänomen, der Mann. Tritt im Fernsehen mit SS-Uniformmütze auf und faselt vom aristokratischen Geist des Nationalsozialismus. Verwurstet in seinem Gralszyklus die Verschwörungstheorie um Jesus und Maria Magdalena, bevor Dan Brown überhaupt 'Prieuré de Sion' buchstabieren konnte. Lässt in seinen Romanen einen Charakter auftreten, der eindeutig eine Hommage an den Nazi-Esoteriker Otto Rahn ist.

Kurz, Berling leidet an einer sehr ungesunden Bluts-, Abstammungs- und Elitenbesessenheit. Trotzdem, oder gerade deswegen, sind seine Romane auf eine gewisse Art überwältigend. Die schier unüberschaubare Zahl der Charaktere und Handlungsstränge, die unentwirrbare Gemengelage von historischen und erfundenen Details - all das lässt den Leser verwirrt und staunend zurück. Bald schleicht sich aber eine gewisse Langeweile ein. Man hat keine Lust mehr auf Sex und Intrigen und Völlereien (alle drei sind im Übermaß genossen stets sehr schal). Der Plot ist irgendwann nicht mehr zu überblicken, die Motivationen für die Charaktere werden zunehmend unklar. Man liest weiter, weil man gemäß der raunenden Andeutungen esoterischer Geheimnisse auf eine Art Offenbarung hofft. Nur, steckt denn hinter der Fassade auch wirklich Substanz? Ich bezweifle es.

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