Die Ludwig-Verschwörung von

Buchvorstellung und Rezension

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Originalausgabe erschienen 2011 unter dem Titel „Die Ludwig-Verschwörung“, , 576 Seiten. ISBN 3-548-28290-3.

Kurzgefasst:

Steven Lukas, ein Antiquar aus München, findet in seinen Regalen ein ihm unbekanntes altes Buch. Schon bald merkt er, dass es sich dabei um das Tagebuch eines engen Vertrauten von Ludwig II. handelt, den Assistenten des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld. Das über hundert Jahre alte Buch ist in einer geheimen Kurzschrift verfasst, die Lukas nur Stück für Stück entziffern kann. Der ungeheuerliche Fund könnte die wahren Umstände des Todes von Ludwig II. verraten! Doch offenbar haben verschiedene Parteien ein Interesse daran, die Veröffentlichung des Tagebuchs zu verhindern. Und ein Fanatiker geht dabei über Leichen. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Lengfeld gelingt es Lukas, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen – eine Rätselreise, die die beiden zu sämtlichen Schlössern des Märchenkönigs führt.

Das meint Histo-Couch.de: „Starb der Märchenkönig doch nicht durch eigene Hand?“

von Rita Dell'Agnese

In diesem Roman bewegt sich Autor Oliver Pötzsch auf zwei Zeitebenen. Einerseits hat er für seine Geschichte die Gegenwart gewählt, in der ein passionierter Antiquar und eine ambitionierte Kunstdetektivin unvermittelt in eine aufregende Ermittlung geraten, zum anderen bewegt man sich in den letzten Wochen des Lebens von König Ludwig II. von Bayern. Die beiden Geschichtsstränge sind geschickt ineinander verwoben und stellen eine gegenseitige Befruchtung dar. Dadurch schafft es Pötzsch, auf den überlieferten, historischen Fakten einen Thriller aufzubauen, der das Potential hat, zu unterhalten und zu fesseln. Obwohl – und hier muss man wohl gleich die größte Einschränkung machen – die Verschwörungs-Elemente sich stark an die bereits hinlänglich bekannten Bestseller dieses Genres anlehnen.

Ein geheimnisvolles Dokument taucht auf

Recht unvermittelt wird der Münchner Antiquar Steven Lukas in die Verschwörungsgeschichte um den Märchenkönig einbezogen. Es beginnt mit dem Besuch eines älteren Herrn, der ein bestimmtes Werk sucht, dann aber wieder verschwindet. Der Antiquar findet daraufhin ein Kästchen, das nebst Fotos und einer Haarlocke eine Kladde mit seltsamen Schriftzeichen enthält. Die Neugier des Antiquars ist geweckt. Als kurz darauf sein Geschäft verwüstet wird und er einigen Schlägertypen nur mit Hilfe der aus dem Nichts aufgetauchten Kunstdetektivin Sara Lengfeld entkommen kann, beginnt Steven zu ahnen, dass es mit der Kladde etwas Besonderes auf sich haben muss. Schließlich kann Steven die Schriftzeichen entschlüsseln. Ihm offenbart sich Ungeheuerliches: Eine Verschwörung, die den Märchenkönig das Leben kosten sollte. Steven und Sara müssen gleichzeitig erkennen, dass sie sich mitten in einem Wettlauf um die Beweise eines Mordes befinden.

Gelungener Mix

Die Mischung zwischen historischen Fakten und fiktiver Gegenwart ist Oliver Pötzsch gut gelungen. Beide Zeitebenen sind in sich stimmig und schlüssig und stehen in einem idealen Verhältnis zueinander. Da es beim historischen Teil zwar um eine Verschwörung geht, er aber gesamthaft doch ruhiger daher kommt, mag es den temporeichen Teil der Gegenwart gut vertragen. Mehr als einmal blitzt allerdings die Erinnerung an ähnlich konzipierte Verschwörungsthriller auf und man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, hier werde eben ein Mix aus diesen verschiedenen Thrillern serviert. Allerdings – und das ist dem Autor Oliver Pötzsch zugute zu halten – fällt Die Ludwig-Verschwörung nicht ab gegen die Konkurrenz. Weder von der Geschichte selber noch vom sprachlichen Niveau her.

Ein sich ergänzendes Duo

Ideal besetzt sind die Hauptfiguren des Romans. Während Steven Lukas eher den intellektuellen Part übernimmt und vieles durch seine Fähigkeit, sich durch alte Dokumente und Bücher zu wühlen, zu lösen ist, mit Sara Lengfeld den Part einer taffen und mit allen Wassern gewaschenen Detektivin ein. Das Duo ergänzt sich in vielerlei Hinsicht optimal und es steht schon von Beginn an fest, dass sie in einem besonderen Verhältnis zueinander stehen würden. Äußerst deutlich sind auch die Bösewichte gezeichnet. Oliver Pötzsch hält sich hier an die gängigen Klischees, was ihm aber angesichts der klaren Ausrichtung des Thrillers verziehen werden kann.

Unterhaltende Lektüre

Sprachlich bleibt dem Autor seinem Stil treu, mit dem er sich längst eine Fangemeinde aufbauen konnte. Der Roman ist leicht zu lesen und mag doch mit einer sprachlichen Feinheit aufwarten, die in den meisten Thrillern vergebens gesucht würde. Letztlich muss man sich gar zur Raison rufen: Nämlich sich bewusst machen, dass es sich hier nicht um eine fundierte Erklärung handelt, wie denn der Märchenkönig tatsächlich zu Tode gekommen ist, sondern um einen Roman, der alle Elemente einer guten Unterhaltung in sich vereint.

Wer sich intensiv mit der Geschichte von König Ludwig II. auseinandersetzt, wird allerdings gut daran tun, da und dort ein Auge zuzudrücken und eine eher abenteuerliche Interpretation der Ereignisse zuzulassen. Ansonsten kann dieser Thriller sowohl Krimifreunden, als auch Freunden des historischen Romans einige spannende Lesestunden bescheren.

 

Ihre Meinung zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung«

lenchen_196 zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung« 02.09.2011
Noch ein Märchen über den Märchenkönig gemurmelt

Jeder würde gerne einen König als Vorahnen haben. Nicht jeder aber, der ein Nachkomme des Königs ist, weiß davon Bescheid.
Mit dem Leben und besonders mit dem Tod des Märchenkönigs Ludwig II. sind viele Geheimnisse verbunden, es tauchen immer wieder neue Theorien, Vermutungen und Mutmaßungen auf.
Der Münchner Antiquar Steven Lukas bekommt rein zufällig ein geheimnisvolles Kästchen mit einem Tagebuch aus dem 19. Jahrhundert in seine Finger. Als er das Büchlein aufschlägt, kann er noch nicht ahnen, wohin ihn diese Geheimnisse führen werden. Sonst hätte er vielleicht das Tagebuch auf der Stelle zurückgegeben, vor allem weil so viele (und nicht immer nur gute) Leute es haben wollen. Es beginnt eine gefährliche Schnitzeljagd.
Auf Stevens Seite steht die schöne Sara, aber steht sie wirklich für ihn? Hin und wieder gibt es Andeutungen, sie könne auch zu den Stevens Verfolgern gehören. Und auch freiwillige Helfer – sind sie wahre Königsfreunde oder handeln sie nur aus eigenem Interesse? Das alles wird natürlich am Ende zu allem Guten erklärt, aber der Autor macht es spannend. Er hat die historischen Hintergründe und die aktuelle Krimi-Handlung gut vermischt. Die Fakten aus dem Leben Ludwigs II. sind interessant, genau so wie die heutige damit verbundenen Tatsachen, wie z.B. dieser Guglmänner-Orden (wenn auch etwas übertrieben, aber mit Humor). Sehr hilfreich sind jedoch das kleine Glossar für Verschwörungstheoretiker und die Karten und Pläne von den beschriebenen Orten. Das macht übrigens Lust, diese berühmten Schlösser (noch mal) zu besuchen.
Die bayrische Authentizität des Romans muss auch noch erwähnt werden. Vielleicht nicht für alle Nicht-Bayern verständlich, aber diese Liebe zu dem „Kini“ existiert hier doch auch heute, die von dem Autor liebevoll bemalten Bilder sind keineswegs unglaubhaft.
Was mich beim Lesen allerdings ziemlich störte, war die besondere Vorliebe des Autors zum Wort „murmeln“. Die im Buch handelnden Personen reden kaum, sie sprechen fast nicht, sie schreien nicht, sie flüstern auch nie. Sie murmeln nur. Das Wort kommt auf jeder Seite vor, und sogar mehrmals. Als ob Herr Pötzsch keine weiteren Synonyme finden könnte. Eigentlich schade, weil sein Stil mir insgesamt gut gefallen hat, er ist lebendig und abwechslungsreich, der Roman liest sich schnell und flüssig. Die zwei Stränge (damals, im Tagebuch, und heute, in unserer Zeit) sind bewusst wie von zwei verschiedenen Leuten geschrieben, den sprachlichen und inhaltlichen Unterschied hat der Autor ganz gut erfasst und wiedergegeben, das ist ihm gut gelungen.
Die Spannung der Geschichte lässt den Leser das Buch kaum beiseite legen, bis die letzten Seiten gelesen werden. Obwohl manche Passagen nicht sehr wahrheitsgetreu, unrealistisch und gar märchenhaft erscheinen, ist das Buch fesselnd und lesenswert. Genau die richtige Märchengeschichte über den Märchenkönig. Sehr zu empfehlen!
anyways zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung« 22.08.2011
Kurz vor Feierabend erhält der junge Antiquar Steven Lukas Besuch von einem eleganten Herrn, der ihn nach Büchern über König Ludwig den II fragt. Als er sich auf die Suche in seinem bis oben voll gestopften Laden macht, verschwindet der Besucher fast lautlos. Wenig später entdeckt Steven ein Buch das erstens am falschen Platz steht und zweitens ein merkwürdiges geschnitztes Kästchen enthält. Die Neugierde überwiegt und nach dem Öffnen kommen ein Foto, eine Haarlocke und ein Notizheft zum Vorschein. Das Foto zeigt höchstwahrscheinlich den Märchenkönig Ludwig II von Bayern ,ziemlich zum Ende seiner Regentschaft.

Jetzt beginnen die Merkwürdigkeiten aber erst richtig. Das eher einsame und eintönige Leben des Antiquars wird von nun ab völlig auf den Kopf gestellt, denn schon beim Verlassen des Hauses wird er von eigenartigen Kapuzenmännern beschattet und auch Gangster stellen ihm nach. Letztere treiben ihn direkt in die Arme der Kunstdetektivin Sara Lengfeld, die sich ihm als Nichte des inzwischen verstorbenen älteren Herrn, kein geringerer als der bekannte Professor und Ludwig-Experte Paul Liebermann, zu erkennen gibt. Sie ist es auch, die Steven dazu drängt sich näher mit dem Tagebuch zu beschäftigen. Aber leichter gesagt als getan, denn das Tagebuch ist in einer Geheimschrift geschrieben, die Steven erst einmal entziffern muss. Nach anfänglichem Zögern setzt er sich mit dem Tagebuch auseinander , entschlüsselt sogar einen Teil der Schrift und begibt sich auf die Spuren der letzten Tage des Königs, denn die Aufzeichnungen sind von Theodor Marot, dem Assistenten des Leibarztes des Königs verfasst worden. Aber das Rätselraten geht erst richtig los, als Marot seine Leser auf eine Odyssee zu allen Bauten des Königs schickt, um dessen Schicksal zu enthüllen.





Ein rasanter Thriller , sowohl Historisch als auch in der Gegenwart . Denn der Autor schickt nicht nur die Protagonisten Steven und Sarah quer durch Bayern, immer auf der Hut vor Gangstern, sondern auch der junge Assistent schrieb seine Aufzeichnungen vor über hundert Jahren teilweise unter Lebensgefahr.

Geschickt spickt er Wahrheit mit Fiktion, Verschwörungstheorien mit Tatsachen und präsentiert eine Entschlüsselung zum Tode Ludwigs die gar nicht mal so abwegig ist. Mir haben besonders die Detailverliebtheit in Bezug auf die Schlösser des Königs und die gute Darstellung des recht eigenwilligen Monarchen gefallen. Dabei wirkt der Plot aber nicht überladen und die Spannungsbögen kommen durch geschickte Wendemanöver in der Geschichte gut zum tragen. Oliver Pötzsch versteht es seinen Leser zu fesseln und ich persönlich lese ihn immer wieder gern.



Ein besonderes Sternchen gibt es für die an den Anfang gestellte Liste aller mitwirkenden Personen. Das erleichtert mir immer das Nachschlagen, gerade wenn ich mich ans rezensieren mache.
tassieteufel zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung« 13.06.2011
Für den Münchner Antiquar Steven Lukas beginnt mit dem Fund eines geheimnisvollen Kästchens, das Fotos von König Ludwig und ein in Geheimschrift verfasstes Tagebuch enthält, eine turbulente Zeit, er wird von seltsamen Kapuzenmännern verfolgt, sein Antiquaritat wird verwüstet und er wird bedroht. Gemeinsam mit der Kunstdetektivin Sara Langfeld macht sich Lukas an die Entschlüsselung des Tagebuches, das ein gewisser Theodor Marot, Assistent des königlichen Leibarztes Max Schleiß von Loewenfeld und Vertrauter des Königs verfaßt hat und das womöglich die genauen Todesumstände des Königs preisgeben könnte. Doch je weiter Steven mit der Entschlüsselung des Tagebuches vorankommt, so rätselhafter werden die Hinweise und auch ihre Verfolger werden immer hartnäckiger.
Der Tod des Märchenkönigs gibt auch nach 125 Jahren immer noch Rätsel auf, Mord oder Selbstmord, oder gar eine mysteriöse Verschwörung? Gerade die Verschwörungstheorien gegen den König haben immer noch Hochkonjuktur und vor diesem Hintergrund ist Oliver Pötzsch ein spannender Roman gelungen, bei dem es schwer fällt, ihn einem bestimmten Genre zu zuordnen. Auf 2 Zeitebenen geschrieben, bietet das Buch dem Leser einen spannenden Mix aus Fakten und Fiktion. Sehr gut gefallen hat mir, das sich die 2 Zeitebenen sprachlich unterscheiden. Der historische Part, in dem Theodor Marot die letzten Monate des Königs schildert, ist sprachlich gut an das 19. Jahrhundert angepaßt und unterscheidet sich damit vom rasant ablaufenen Teil, der in der Gegenwart spielt. Bei diesem Teil hat mich ein wenig gestört, das über weite Teile Steven Lukas und Sara Lengfeld stets als der Antiquar und die Kunstdetektivin bezeichnet wurden, mit der Zeit wurde das ein wenig nervig, als etwas störend empfand ich auch die bei Thrillern so häufige Schwarz-Weiß Zeichnung der Figuren. Die Bösen sind schon arge Schurken und auch bei den Guten gibt es keine wesentlichen Unterscheidungen, das ist allerdings ein Punkt, über den man bei der temporeichen Story hinweg sehen kann.
Das Buch hat einen eingänigen Schreibstil und läßt sich flott lesen, man will eigentlich immer wissen wie es weiter geht, die Spannung bleibt durchweg erhalten und am Ende werden beide Erzählstränge zu einem runden, zufriedenstellenden Ende verwoben.

Fazit: dem Leser wird hier ein spannender Mix aus Fakten und Fiktion geboten, verpackt in eine spannende und informative Geschichte, wobei der Blick auf den Märchenkönig wohl ein augenzwinkernder ist und nicht alles für bare Münze genommen werden darf.
lenchen_196 zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung« 05.05.2011
Noch ein Märchen über den Märchenkönig gemurmelt

Jeder würde gerne einen König als Vorahnen haben. Nicht jeder aber, der ein Nachkomme des Königs ist, weiß davon Bescheid.
Mit dem Leben und besonders mit dem Tod des Märchenkönigs Ludwig II. sind viele Geheimnisse verbunden, es tauchen immer wieder neue Theorien, Vermutungen und Mutmaßungen auf.
Der Münchner Antiquar Steven Lukas bekommt rein zufällig ein geheimnisvolles Kästchen mit einem Tagebuch aus dem 19. Jahrhundert in seine Finger. Als er das Büchlein aufschlägt, kann er noch nicht ahnen, wohin ihn diese Geheimnisse führen werden. Sonst hätte er vielleicht das Tagebuch auf der Stelle zurückgegeben, vor allem weil so viele (und nicht immer nur gute) Leute es haben wollen. Es beginnt eine gefährliche Schnitzeljagd.
Auf Stevens Seite steht die schöne Sara, aber steht sie wirklich für ihn? Hin und wieder gibt es Andeutungen, sie könne auch zu den Stevens Verfolgern gehören. Und auch freiwillige Helfer – sind sie wahre Königsfreunde oder handeln sie nur aus eigenem Interesse? Das alles wird natürlich am Ende zu allem Guten erklärt, aber der Autor macht es spannend. Er hat die historischen Hintergründe und die aktuelle Krimi-Handlung gut vermischt. Die Fakten aus dem Leben Ludwigs II. sind interessant, genau so wie die heutige damit verbundenen Tatsachen, wie z.B. dieser Guglmänner-Orden (wenn auch etwas übertrieben, aber mit Humor). Sehr hilfreich sind jedoch das kleine Glossar für Verschwörungstheoretiker und die Karten und Pläne von den beschriebenen Orten. Das macht übrigens Lust, diese berühmten Schlösser (noch mal) zu besuchen.
Die bayrische Authentizität des Romans muss auch noch erwähnt werden. Vielleicht nicht für alle Nicht-Bayern verständlich, aber diese Liebe zu dem „Kini“ existiert hier doch auch heute, die von dem Autor liebevoll bemalten Bilder sind keineswegs unglaubhaft.
Was mich beim Lesen allerdings ziemlich störte, war die besondere Vorliebe des Autors zum Wort „murmeln“. Die im Buch handelnden Personen reden kaum, sie sprechen fast nicht, sie schreien nicht, sie flüstern auch nie. Sie murmeln nur. Das Wort kommt auf jeder Seite vor, und sogar mehrmals. Als ob Herr Pötzsch keine weiteren Synonyme finden könnte. Eigentlich schade, weil sein Stil mir insgesamt gut gefallen hat, er ist lebendig und abwechslungsreich, der Roman liest sich schnell und flüssig. Die zwei Stränge (damals, im Tagebuch, und heute, in unserer Zeit) sind bewusst wie von zwei verschiedenen Leuten geschrieben, den sprachlichen und inhaltlichen Unterschied hat der Autor ganz gut erfasst und wiedergegeben, das ist ihm gut gelungen.
Die Spannung der Geschichte lässt den Leser das Buch kaum beiseite legen, bis die letzten Seiten gelesen werden. Obwohl manche Passagen nicht sehr wahrheitsgetreu, unrealistisch und gar märchenhaft erscheinen, ist das Buch fesselnd und lesenswert. Genau die richtige Märchengeschichte über den Märchenkönig. Sehr zu empfehlen!
Kuschelbu zu »Oliver Pötzsch: Die Ludwig-Verschwörung« 02.05.2011
Seit diesem sehr gut geschriebenen Krimi bin ich König Ludwig II Fan geworden! Oliver Pötzsch versteht es einfach historische Fakten mit einer Kriminalgeschichte zu verbinden, so dass man am Ende noch einiges für seine Allgemeinbildung getan hat, ohne trockene historische Bücher wälzen zu müssen.

Der Antiquar Lukas Stevens versucht das Tagebuch von Marot, dem Assistenzarzt von König Ludwig II zu entschlüsseln, um hinter das Geheimnis des Todes von diesem zu kommen. Dabei verwendet Pötzsch zum großen Teil die wirklichen Fakten und entschließt sich schließlich für eine mögliche der vielen Varianten der Todesursache König Ludwigs. Doch nicht nur Lukas und seine Partnerin Sarah versuchen hinter das Geheimis zu kommen. Es gibt auch noch die Guglmänner, die Wittelsbacher und die Erben König Ludwigs...

Dieses Buch ist einfach ein Muss für jeden, der noch nicht viel über den Märchenkönig weiß. Danach wird einfach jeder von diesem eigenartigen Menschen, der Neuschwanstein, Linderhof und Schloss Chiemsee gebaut hat, fasziniert sein. Ich war so fasziniert, dass ich mir nach dem Buch sogar Schloss Neuschwanstein angeschaut habe und das obwohl mich Geschichte bisher nie so wirklich interessiert hat. Einfach ein tolles Buch, dass ich nur jedem empfehlen kann.

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