Martina Kempff

Die Diplomatentochter kam 1950 in Stuttgart zur Welt und wollte bereits mit sechs Jahren Schriftstellerin werden. Bis dahin war sie bereits von ihrer Heimatstadt nach Bonn und nach San Francisco umgezogen, wo sie in die Westportal School ging. Sie begann bereits damals, Romane zu schreiben, sogar noch in englischer Sprache. Mit zwölf Jahren, als sie bereits in Berlin lebte, schreib sie einen Abenteuerroman, der allerdings nie veröffentlicht wurde. Mit vierzehn zog die Familie nach Helsinki, ein Jahr später besuchte sie in Internat in Plön. Mit sechzehn bekam sie eine Schreibmaschine geschenkt und schickte einem Kinderbuchverlag eine Fantasygeschichte, die jedoch abgelehnt wurde, da die Lektorin leider keine Manuskriptseiten mit siebzig Zeilen mit je hundert Anschlägen, und das beidseitig, nehmen könne. Daraufhin wuchs der Wunsch in Martina Kempff, Journalistin zu werden.

So machte sie nach dem Abitur 1970 ein Zeitungsvoluntariat in Neumünster. Sie wurde Redakteurin in Berlin und schrieb dort auch für den RIAS Kolumnen. Ab 1973 machte sie auch Übersetzungen für den Koralle Verlag und veröffentlichte erste Kurzgeschichten. Ab 1976 schrieb sie für Die Welt, desgleichen ab 1978 von Bonn aus. 1981 wechselte sie in die Redaktion von Die Bunte und konnte sich 1982 ein Ausstiegsjahr nach Griechenland erlauben, wo sie zunächst auf Paros und zwei Jahre später (doch erst) auf Mykonos lebte und einen Roman schrieb, der wie alle anderen zuvor auch abgelehnt wurde. So hielt sie sich mit kleineren Jobs und Kurzgeschichten für Frauenzeitschriften und Reiseberichten für Tageszeitungen über Wasser.

1989 zog sie nach Amsterdam, wo sie ein Übersetzerbüro gründete und bei Eurovoice in Rotterdam als Sprecherin arbeitete. Das Thema Romane schreiben war eigentlich für sie schon abgehakt, als sie das Angebot bekam, über einen württembergischen Leutnant, der Napoleons Moskaufeldzug überlebt hatte, einen Roman zu schreiben. Der Verleger, ein Cousin von Martina Kempff, ließ sich von den zahlreichen Ablehnungen nicht beirren und schaffte es schließlich, mit dem Weitbrecht Verlag in Stuttgart einen Verlag gefunden zu haben, der letztendlich 1998 Die Marketenderin herausbrachte. Im selben Jahr übersetzte und leitete Martina Kempff die deutsche Ausgabe der niederländischen Zeitschrift von Jewels & Watches.

Nach zwei weiteren historischen Romanen erschien 2002 der erste zeitgenössische Roman Die Frau, die nichts tut, und Martina Kempff zog zurück nach Deutschland. Ihre Werke werden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft empfohlen. Sie lebte bis 2009 in der Eifel und ist heute im Bergischen Land heimisch geworden.

Historische Romane von Martina Kempff:

Weitere Romane von Martina Kempff:

  • (2003) Die Frau, die nichts tut (als TB auch erschienen unter Die Eigensinnige)
  • (2010) EinKEHR zum tödlichen Frieden
  • (2010) Pendelverkehr
  • (2011) Kehraus für eine Leiche
  • (2012) Knochen im Kehricht
  • (2014) Bekehrung

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