Die Beutefrau von Martina Kempff

Buchvorstellung

Die Beutefrau von Martina Kempff

Originalausgabe erschienen 2006unter dem Titel „Die Beutefrau“,, 426 Seiten.ISBN 3-492-04870-6.

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Kurzgefasst:

Karl der Große gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Geschichte, der seine Feinde das Fürchten lehrte. Bis es ausgerechnet einer wehrlosen Geisel gelang, den mächtigen Mann durch ihre Liebe zu bezwingen. Gerswind, die Tochter des Sachsenherzogs Widukind, ist drei Jahre alt, als sie im Jahr 785 als lebende Kriegsbeute an Karls Hof nach Regensburg kommt. In dreizehn Jahren ist es dem Frankenkönig nicht gelungen, das heidnische Volk der Sachsen zu unterwerfen; erst als ihm Widukinds Familie in die Hände fällt, erklärt sich dieser, um Frau und Kinder zu retten, zur Taufe bereit. Trotzdem besteht Karl darauf, die kleine Gerswind als Pfand am Hof zu behalten. Zehn Jahre später will er die blonde Sächsin zu seiner Geliebten machen, doch sie weist ihn ab. Denn Gerswind liebt Karls bevorzugten Sohn, der nun für den Vater zum ernst zu nehmenden Rivalen wird.

Ihre Meinung zu »Martina Kempff: Die Beutefrau«

anath zu »Martina Kempff: Die Beutefrau«16.03.2011
Da holt jemand eine Frau aus der Vergessenheit, die möglicherweise ein hochinteressantes Leben gelebt hat. Und das ist das ganz große Plus für dieses Buch. Über Gerswind ist praktisch nur bekannt, daß sie die letzte Frau Karls des Großen war. Woher sie kam, wohin sie nach seinem Tod ging, dies alles liegt weitestgehend im Dunkel der Geschichte.
Die Phantasie der Autorin hat nun eine ganz eigene Gerswind erschaffen, die uns gleichzeitig die Möglich keit gibt, das Leben am Hof Karls mit zu erleben und Einblick in seine Politik zu nehmen, ihn als König, Liebhaber, Machtmenschen und Ehemann zu erleben. Daraus wird eine fesselnde Geschichte, die ich gar nicht mehr aus der Hand legen mochte.
Martina Kempff hatte nur ganz wenige Anhaltspunkte, um ihre Geschichte daraus zu bauen, viele \"vielleicht\" und viele \"nicht bekannt\" zieren Gerswinds Biographie. Für phantasielose Menschen mag das von Nachteil sein, für Martina Kempff ist es offenbar genug um ihren Faden drumherum zu spinnen. Ihre Geschichte scheint mir schlüssig (wobei ich natürlich keine Spezialistin für die Zeit Karls des Großen bin sondern Durchschnittsleserin) und gefällt mir auch durch die einfache, gradlinige Sprache.
Aber es ist eben nicht nur Gerswind, die hier wieder aufersteht sondern auch ein großer Herrscher, dessen Grausamkeit berühmt wurde, der aber auch ganz einzigartige Maßnahmen für sein Land traf und sich so als kluger, weitsichtiger Politiker erwies. Ihm über die Schulter zu schauen hat meinen Spaß an dem Buch nicht verringert.
Allen, die zu diesem Buch greifen, sei auch der Vorband "Die Königsmacherin " empfohlen.
adhara zu »Martina Kempff: Die Beutefrau«22.02.2008
Ein starkes Buch. Ich hatte nach der Königsmacherin befürchtet, wie so oft einem etwas abfallenden zweiten Teil zu begegnen. Doch meine Befürchtungen waren unbegründet. Ich habe sehr viel über den Hof von Kaiser Karl IV erfahren und das Buch in vollen Zügen genossen. Die Beutefrau ist in sich sehr stimmig, die Charaktere haben mich berührt und ich kann dieses Werk vorbehaltlos weitempfehlen. Nun freue ich mich auf den Band 3 - Die Welfenkaiserin
Tringin zu »Martina Kempff: Die Beutefrau«06.12.2007
Möchte mich in allen Punkten Uli anschließen. Dieses Buch ist - ebenso wie sein Vorgänger "Die Königmacherin"- unterhaltsam geschrieben mit klaren aber nicht "einseitigen" Charakteren und einer gradlinig komponierten Geschichte ohne großartige Action oder haarsträubende Abenteuer. Nicht spektakulär aber auch nicht zu "brav". Es handelt sich im wahrsten Sinne des Wortes um "erzählte Geschichte"; fundiert und gut als Einstieg in das Thema "Karolinger". Nicht mehr - aber keinesfalls weniger!
uli zu »Martina Kempff: Die Beutefrau«06.12.2007
Weil mich das Thema interessiert, habe ich zum erstenmal ein Buch von Martina Kempff gelesen.
Ich finde es sehr lesenswert, weil die Autorin durchaus perspektivisch erzählen kann, d.H. die Figuren sind sehr glaubwürdig und anschaulich geschildert. Sehr gut recherchiert, erfahren wir sehr viel über das leben am Hof Karls des Großen und seine nach heutigen Maßstäben despotische und chauvinistische Art. Allerdings ist Gerswin zu sehr als Lichtgestalt dargestellt, auch bleiben die Spannungsbögen etwas zu flach.
Fazit: Ein Buch für Leser, die auf unterhaltsame Weise über die Geschichte jener Zeit erfahren wollen. Freunde von reißerischer Action kommen hier jedoch nicht auf ihre Kosten.
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