Das Banner des Löwen von Mac P. Lorne

Buchvorstellungund Rezension

Das Banner des Löwen von Mac P. Lorne

Originalausgabe erschienen 2015unter dem Titel „Das Banner des Löwen“,, 408 Seiten.ISBN 3927454265.

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Kurzgefasst:

Aus England zurückgekehrt, hofft Robin Hood in seiner neuen Heimat, der Gascogne, endlich ein Leben in Ruhe und Beschaulichkeit führen zu können. Doch Simon de Montfort führt im Auftrag des Papstes einen grausamen Vernichtungsfeldzug gegen die Katharer und will bei dieser Gelegenheit den ganzen Süden Frankreichs unterwerfen. Und so bleibt dem ehemaligen Geächteten nichts anderes übrig, als erneut zu Schwert und Langbogen zu greifen, um den Verfolgten zu Hilfe zu eilen und das Erbe der verstorbenen Eleonore von Aquitanien für ihre Enkel zu bewahren. Aber er steht nicht allein. Diesmal weicht Marian nicht von seiner Seite, und neben seinem neuen Freund Charles dArtagnan stoßen auch die alten Gefährten aus dem Sherwood zu ihm, um gemeinsam unter dem Löwenbanner zu kämpfen.

Das meint Histo-Couch.de: „Ein Hochgenuss“95Treffer

Rezension von jkk

Einst von Königin Eleonore von Aquitanien ins Exil in die Gascogne geschickt, haben Robert von Loxley und seine Marian sich dort ein neues zu Hause geschaffen. Ruhe und Beschaulichkeit haben sie sich erhofft, doch dann beginnt die unerbitterliche Jagd auf die Katharer. Robin und Marian findet sich plötzlich in einem grausamen Vernichtungsfeldzug wieder, der alles bedroht, was sie sich aufgebaut haben. Gemeinsam mit ihren Ziehsohn Fulke sowie alten und neuen Freunden versuchen sie der Gefahr zu trotzen.

Mac P. Lorne hat es wieder geschafft. Binnen weniger Zeilen zieht er den Leser in mittelalterliche Welt des Robert von Loxley alias Robin Hood hinein. Doch dieses Mal sieht der Leser den Romanhelden ausschließlich auf französischem Boden leben und kämpfen. Das allein macht den besonderen Reiz von Das Banner des Löwen aus. Dem Autor gelingt es hervorragend Robin Hood aus der üblichen Legendenerzählung heraus zu heben und dessen Geschichte beeindruckend weiterzuerzählen. Kaum jemand beschreibt den König der Diebe in seinen späten Jahren. Mac P. Lorne tut es, und man nimmt ihm jede Zeile ab.

Obwohl in die Jahre gekommen, hat sein Robin Hood nichts an Glanz verloren. Er ist nach wie vor ein Idealist. Sanft zu seinen Lieben, aber gnadenlos gegenüber seinen Feinden. Noch immer weht ein Hauch Arroganz mit, wenn Robin meint, alleine mit seinem Langbogen ein ganzes Dorf rächen zu können. Sein unerbitterlicher Drang, gegen Ungerechtigkeiten vorzugehen, ist seine größte Stärke, aber auch seine größte Schwäche. Denn sie verleitet ihn dazu, sich in Dinge einzumischen, die ihm am Ende vielleicht den Kopf kosten könnten. Auch wenn er mal überschnell handelt, steht er zu seinen Wort und seinen Handlungen. Immer an seine Seite ist Marian, gnadenlos ehrlich wie ihr Mann und auch genauso unerschrocken. Zusammen bilden sie ein eingespieltes Team, die ohne den anderen nicht leben können und wollen.

Historisch genaue Fiktion

Im gewohnt spritzigen Schreibstil verwebt der Autor geschickt Fiktion und Wahrheit so gut, dass die Grenze von Legende und Realität zu verwischen beginnt. Akribisch recherchiert, unglaublich detailreich basiert Robin Hoods Welt auf fundiertem historischem Wissen. Spannend bringt Mac P. Lorne dem Leser so die doch recht undurchsichtigen Katharerfeldzüge und -verbrennungen nah. Er scheut sich nicht, den Leser in brennenden Scheiterhaufen zu stellen. Seine Beschreibungen sind derart anschaulich, dass man förmlich den Rauch riecht, die Flammen auf der Haut spürt und die Unfassbarkeit der Menschen greifbar ist. Auch auf dem Schlachtfeld hält der Autor sich nicht zurück. Gemetzel war an der Tagesordnung, also bietet er dem Leser ein Gemetzel an.

Mac P. Lornes große Stärke ist es, den Leser in seinen Bann zu ziehen, in eine Welt eintauchen zu lassen, die so realistisch beschrieben ist, dass kein Zweifel dabei aufkommt, dass es genauso stattgefunden hat. War es ein echtes Vergnügen, die Vorgänger-Romane zu lesen, ist es ein wahrer Hochgenuss, Das Banner des Löwen zu lesen. Und 395 Seiten sind einfach zu kurz.

Ihre Meinung zu »Mac P. Lorne: Das Banner des Löwen«

Roland T. zu »Mac P. Lorne: Das Banner des Löwen«06.05.2017
Im letzten Teil der Quadrologie um den englischen Nationalhelden Robin Hood müssen wir wehmütig Abschied nehmen von den liebgewonnenen Protagonisten und Romanfiguren wie Robin Hood und Marian, Littel John und Will Scarlett, den d'Artagnans und Fulke, dem unehelichen Sohn von Richard Löwenherz. Die Handlung bezieht sich diesmal hauptsächlich auf das europäische Festland, die Kreuzzüge gegen die Katharer, um die Überfälle auf die letzten Teile Aquitaniens, sowie Machtkämpfe und Gebietsansprüche französischer Fürsten und König Louis. Der Autor versteht es meisterhaft einen Spannungsbogen über alle vier Bände zu erzeugen, diesen aufrecht zu erhalten und trotzdem auf leichte und flüssige Weise historische Fakten zu vermitteln. Stoff für jeden Geschichtsunterricht und nach meiner Meinung ganz große Abenteuerliteratur im Stile der alten Klassiker.
DocRomeo zu »Mac P. Lorne: Das Banner des Löwen«27.04.2016
Der 4. Band aus der „Robin-Hood“- Reihe steht seinen "Vorgängern" in nichts nach. Auch dieser Roman nimmt den Leser wieder auf eine spannende Zeitreise mit, diesmal im Mittelpunkt des Geschehens die Zeit des Kreuzzuges gegen die Katharer. Die gelungene Mischung aus Historie und Fiktion hat mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen, von Langeweile so gar keine Spur.
Hoffentlich folgen bald noch weitere Romane aus der Reihe…..
unclethom zu »Mac P. Lorne: Das Banner des Löwen«10.04.2016
Man merkt jeder Zeile die Liebe zum Detail an die dem Autor so eigen ist. Eine Menge Recherchearbeit steckt in den Büchern um Robin Hood und man bemerkt natürlich auch dass er viele der Schauplätze selbst bereist hat.
Fast schon wie gewohnt ist es dem Autor wieder gelungen ein Buch zu schreiben, welches den Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen nimmt.
Das ist lebendige Geschichte, die einen in einer Art und Weise fesselt, dass man letzten Endes nicht mehr weiß was Fiktion und was echt ist.
Der Schreibstil von Mac P. Lorne macht es dem Leser fast unmöglich dem Buch eine Pause zu gönnen, jedes Kapitel macht Lust auf die folgenden Kapitel und so kann man das Buch nicht aus der Hand legen. Das ist lebendige Geschichte, so macht Geschichte richtig Spaß und irgendwie war es bei mir zumindest so, dass ich immer mal wieder Onkel Google aufgerufen habe um die geschichtlichen Vorgänge zu prüfen. Und man kann mir glauben, dass ich keine Fehler dabei entdeckt habe.
Die Figuren, egal ob echte oder fiktive, sind so plastisch beschrieben, dass man nach einer Weile völlig vergisst, dass es sich hier um einen Roman handelt und kein Sachbuch.
Interessant dabei am Rande, dass die Kampfszenen so beschrieben sind, dass man meinen könnte, der Autor hätte selbst das Schwert geführt.
Aber auch die Schauplätze erklärt der Autor so bildhaft, dass man das Gefühl hat, dass es diese zum großen Teil noch gäbe.
Die Spannung ist wie üblich bei Mac P. Lorne so aufgebaut, dass es sachte los geht, aber schon bald richtig die Spannung aufkommt, die einen dann bis zum Schluss nicht loslässt und sich immer mehr steigert.
Das Buch hat mich wie schon die drei vorherigen Bände der Reihe voll und ganz überzeugt. Und so erscheint es mir zumindest, ist der bisher stärkste Band der Reihe um Robin Hood. Und das obwohl ich eigentlich nach den vorherigen Bänden dachte besser geht nicht und habe diese schon jeweils mit 5 Sternen bewertet. Mehr als 5 Sterne gehen leider nicht, aber ich denke die 5 Sterne plus Leseempfehlung sollten passen.
Inge zu »Mac P. Lorne: Das Banner des Löwen«29.11.2015
Bei der Erstpräsentation erworben und im Urlaub regelrecht verschlungen! Was mich immer wieder an Lornes Romanen verwundert ist, wie er die Figur Robin Hood so in die Historie einbindet, dass man denkt, es kann gar nicht anders gewesen sein.
Ich habe zwar schon einmal von den Katharern gehört, aber was man dieser Bewegung angetan hat, ist wirklich fürchterlich und irgendwie aktuell.
Diesmal hat Marian eine größere Rolle und auch Berengaria von Navarra noch einmal einen Auftritt, worüber ich mich besonders gefreut habe.
Der Autor bleibt sich in seinem Erzählstil treu, und das ist gut so.
Kein Wunder, dass ihn ein großer Verlag unter Vertrag genommen hat.
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