Die Maurin von Lea Korte

Buchvorstellungund Rezension

Die Maurin von Lea Korte

Originalausgabe erschienen 2010unter dem Titel „Die Maurin“,, 672 Seiten.ISBN 3-426-50230-5.

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Kurzgefasst:

Andalusien im 15. Jahrhundert. Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe – und mittendrin steht die junge Zahra. Als Hofdame und enge Vertraute Aischas, der Hauptfrau des tyrannischen Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel dunkler Intrigen und rücksichtsloser Machtkämpfe. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Spanier Gonsalvo – eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt …

Das meint Histo-Couch.de: „Zauberhafte und sinnliche Spannungslektüre mit grosser Aktualität“91Treffer

Rezension von Rita Dell'Agnese

15. Jahrhundert: Mitten im blutrünstigen Kampf zwischen Mauren und Christen in Andalusien verliebt sich die Maurin Zahra in den kastilischen Adligen Gonzalo. Eine Liebe, die nicht sein darf. Denn die aus wohlhabendem Hause stammende Zahra soll nach dem Wunsch ihres Vaters mit einem angesehenen, maurischen Geschäftsmann vermählt werden. Die mutige Zahra, die Aischa, der Hauptfrau des Emirs, dient, überschreitet immer mal wieder Grenzen, um ihren Weg zu gehen. Dabei gerät sie nicht nur zwischen die Fronten der beiden Religionen, sie muss auch immer von neuem ihre Unerschrockenheit unter Beweis stellen.

Nicht bloß eine Liebesgeschichte

Leider verleitet der Klappentext zur Annahme, dass es sich hier um eine „gewöhnliche“ Liebesgeschichte handelt. Doch ist Die Maurin weit mehr als das: es ist ein Buch voller Zauber und Sinnlichkeit und ebenso ein Spiegel von Verzweiflung und Hass. Wenn auch nicht von den hervorragend eingeflochtenen geschichtlichen Geschehnissen her, so könnte Die Maurin doch ein Buch über aktuelles Geschehen sein. Denn nebst dem Verlauf der historisch belegten Ereignisse ist es vor allem die Unüberbrückbarkeit des Grabens zwischen den Religionen, die im Zentrum steht. Hier nimmt Autorin Lea Korte kein Blatt vor den Mund: Sie zeigt schonungslos den Fanatismus beider Seiten, also des Islams wie auch des Christentums auf und nimmt für keine der beiden Parteien Stellung. So stehen sich Mauren und Christen in ihrer Grausamkeit und Intoleranz ebenbürtig gegenüber. Einzig der Umgang der Mauren mit den Juden zeigt auf, dass von dieser Seite her durchaus Ansätze von Akzeptanz und Toleranz vorhanden wären.

Gut gewählte Charaktere

Mit ihren Protagonisten hat Lea Korte eine starke Basis gelegt. Die Charaktere sind stimmig und überzeugend, ihre Handlungsweisen passend und ihre Einbettung in die Geschichte könnte kaum besser gelingen. Einzig bei Zahra hat die Autorin etwas dick aufgetragen, die junge Heldin wächst in einem Maß über sich hinaus, das gefährlich nahe an Unglaubwürdigkeit stößt. Dank dem soliden Gefüge des Romans und der einfühlsamen Interpretation der Ereignisse im Andalusien des 15. Jahrhunderts fängt Lea Korte dies jedoch galant wieder auf. Grundsätzlich ist es auch das Verdienst der Autorin, dass die Leserschaft die junge Zahra durchaus ins Herz schließen und mit ihr leiden kann und sich nicht innerlich von der allzu strahlenden Heldin distanziert.

Spiel mit den Tempi

Ausgezeichnet gelöst hat Lea Korte die Verschmelzung von Spannung in Information. In einer eingängigen und schnörkellosen Sprache erzählt sie meisterlich, lässt Spannung aufkommen, hält den Spannungsbogen über weite Strecken gekonnt aufrecht, bevor sie sanft in einer ruhigere – nie aber langatmige – Szene überleitet. Das Spiel mit den Tempi verleiht dem Roman eine Kraft, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Und so ist Die Maurin letztlich einer jener Romane, die man, sind sie fertig gelesen, noch eine Weile in der Hand behält, weil man sich von der Welt, in die man durch den Roman versetzt worden ist, noch nicht wirklich trennen mag.

Die Maurin ist ein eindrücklicher und nachhaltig wirkender Roman, der als Plädoyer für mehr Toleranz gegenüber anders Gläubigen ebenso wirbt, wie dass er die Schwächen und Stärken der menschlichen Gesellschaft – unabhängig von ihrer Glaubensrichtung – aufzeigt.

 

Ihre Meinung zu »Lea Korte: Die Maurin«

isabelle zu »Lea Korte: Die Maurin«19.11.2013
Die guten Beurteilungen für dieses Buch kann ich gar nicht nachvollziehen. Das ist eines der wenigen Bücher, die ich nichteinmal fertiglesen konnte. Langweilig geschrieben, langweilige Figuren, eine einzige Aneinanderreihung von Klischees und Banalitäten.
Ich bin froh, daß ich mir das Buch nur geliehen habe.
Ticva zu »Lea Korte: Die Maurin«02.08.2010
Die Geschichte um Zahra as-Sulami beginnt im Jahre 1478, als sie 13 Jahre alt ist.
In diesem Roman wird ihre Geschichte und die ihres Landes und dem dazu gehörigen (zusammenschreiben) Glaubenskrieg geschildert. Während Zahra in dieser schwierigen Zeit heranwächst, durchlebt und übersteht sie viele Abenteuer.
Ich erfuhr während der Geschichte viel über die Mauren und ihre Kultur sowie den schlimmen Kämpfen zwischen Mauren und den Kastilianern. Aber auch die schwere Zeit als Frau wird gezeigt, und es geht auch um eine Liebesgeschichte, die unter einem dunklen Stern steht.

Auf den Inhalt direkt möchte ich nicht eingehen, da jede einzelne Situation ein Erlebnis ist und ich nicht vorab schon etwas verraten möchte.
Nur soviel: Die Geschichte ist atemberaubend, abwechslungsreich und sehr spannend.

Die Autorin bringt jede Situation perfekt zu Papier. Die Zeit war für Frauen damals überhaupt nicht einfach und Zahra muss das durch das ganze Buch hindurch am eigenen Leib erfahren. Die Diskriminierungen und das Verhalten in der damaligen Zeit hat Lea Korte sehr gut rübergebracht.
Ich konnte mich von Anfang an in Zahra hineinversetzen und habe mit ihr gelacht und geweint.
Zu jedem Augenblick fühlte ich mich mittendrin und ich konnte alles fast spürbar nachempfinden.
Gerade auch die Zeit der Trauer und des Schmerzes war sehr gut dargestellt und ich musste immer wieder mit den Tränen kämpfen.
Für dieses Jahrhundert und in dieser Gegend ist an Zahra ein wahrer Mann verloren gegangen. Sie ist eine Heldin und meistert die ihr gestellten Situationen immer mit Bravour.

Meistens wurde aus Zahras Sicht erzählt. Aber auch Gonzalos' Sichtweise, einem Kastilianer, der ihr den Kopf verdreht hatte, durfte man ab und zu lesen.
Auch konnte ich mich gut in die verschiedenen Figuren hineinversetzen und wusste sogleich, wer mir sympathisch und wer mir unsympathisch war.
Durch die Kämpfe, und dem Geschick der Autorin auch Fanatiker richtig gut zu beschreiben, war ich mit meinen Emotionen immer richtig mit dabei.
Ebenso waren die historischen Ereignisse geschickt in die Handlung eingeflochten und dazu brachte Lea Korte mir durch ihr Werk die Kultur der Mauren etwas näher, was mir sehr gefiel.

Der Roman ist unterteilt in vier Teile. Die Kapitel zum jeweiligen Abschnitt beginnen wiederum immer von vorne mit Eins. Die Kapitel selbst sind teilweise sehr lang, aber mit Absätzen versehen.
Durch die Aufteilung konnte ich mir gut vorstellen, wie Zahra heranwuchs. Mit jedem Abschnitt war sie wieder etwas älter und hatte neue und gefährlichere Abenteuer zu überstehen.

Als Zusatzmaterial gibt es vorne im Buch ein Namensregister der wichtigsten Figuren, sowohl von Mauren als auch von Kastilianern.
Nach der Geschichte kann man sich noch an den Stammbäumen, einem Glossar und den passenden historischen Ereignissen erfreuen.

Fazit:
Ein historischer Roman, den ich weiterempfehlen kann!
Ich vergebe diesem Werk fünf Sterne und mache es zu meinem Monatshighlight im Juli.
Zabou1964 zu »Lea Korte: Die Maurin«20.07.2010
Die junge Maurin Zahra lebt mit ihrer Familie in Granada. Die Geschichte beginnt im Jahr 1478, Zahra ist siebzehn Jahre alt und Hofdame Aischas, der Hauptfrau des Emirs. Doch ihre ungetrübten Tage scheinen gezählt: Der Vater will sie mit einem Mann verheiraten, der doppelt so alt ist wie sie. Zudem verschlechtert sich das Verhältnis zwischen den Christen und Mauren erheblich, ein Krieg droht. Die Kastilier wollen die Gebiete der Mauren zurückerobern und deren Herrschaft in Andalusien beenden. Am Hof des Emirs begegnet Zahra einem Kastilier, von dem sie sich magisch angezogen fühlt. Aber die Aussicht auf eine Beziehung ist nahezu unmöglich. Auf ihren Reisen durch das Land, die sie im Auftrag Aischas unternimmt, hat die mutige und selbstbewusste junge Frau ungeahnte Gefahren und Abenteuer zu überstehen.

Lea Korte ist mit diesem Roman eine spannende und bildgewaltige Reise ins Andalusien des 15. Jahrhundert gelungen. Sowohl die Landschaften als auch die Figuren und Gebäude sind so bildhaft beschrieben, dass ich alles vor meinem inneren Auge sehen konnte und meinte, mittendrin zu sein. Die Protagonistin Zahra ist mir sofort ans Herz gewachsen. Alle Charaktere sind gut beschrieben und ich konnte mich gut in deren Handeln und Gefühle hineinversetzen. In die Geschichte der fiktiven Figuren hat die Autorin geschickt reale Personen und Ereignisse eingeflochten. Man merkt, dass sie sehr aufwendig und genau recherchiert hat. Es war mir ein großes Vergnügen, auf so unterhaltsame und spannende Weise die spanische Geschichte näher gebracht zu bekommen.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die großartige Ausstattung dieses Taschenbuches. Neben dem äußerst ansprechenden Cover, das einen Ausschnitt aus einem Gemälde und den Schriftzug „Die Maurin“ in edlem Gold ziert, bietet dieses Buch enorm viele Hintergrundinfos: ein Personenregister, eine Zeittafel, zwei Stammbäume und ein Glossar. In einem Nachwort erklärt die Autorin zudem, was in ihrem Roman Fiktion und was historisch belegte Ereignisse sind. Wer noch mehr Informationen haben möchte, kann sich auf der Homepage der Autorin umschauen, die sehr liebevoll und detailliert gestaltet ist.

Fazit:
„Die Maurin“ ist ein perfekt recherchierter historischer Roman, der dennoch äußerst unterhaltsam und spannend daherkommt. Absolut empfehlenswert!
Netha zu »Lea Korte: Die Maurin«11.07.2010
Mit der Maurin nahm ich für mich das erste Buch der Autorin Lea Korte zur Hand. Das Thema Andalusien, Granada mit der Alhambra interessierte mich sehr. Da ich dieses Weltkulturerbe auch schon persönlich gesehen habe.
Das Cover zeigt dem Leser den seitlichen Torso einer maurisch gekleideten Frau, die eine Rose in der Hand hält.
Nach dem lesen hatte ich gleich den Gedanken, dass dieses Cover klasse passt. So nach dem Motto: schöne Rosen können auch ganz schön stechen.

Zarah eine 17 jährige Maurin entspricht so ganz und gar nicht dem Bild dessen was ihr Vater gerne sehen würde. Sie ist wissbegierig, teils aufsässig und vor allem hat sie Mut für drei.
Als sie dann auch noch für Aischa, der Emir Mutter, Nachforschung anstellt, weil Aischa durch ihren Sohn Hassan unter Arrest gestellt wurde, muss Zarah sich so einiges anhören von ihrer Familie. Der Vater möchte ihr am liebsten verbieten weiter als Gesellschafterin für Aischa zu dienen.
Als sich dann die Ereignisse in Granada überschlagen wagt Zarah Dinge die sie das Leben kosten könnte. Welche das sind solltet ihr selber lesen. Denn es lohnt sich.

Dieses Werk hatte in meinen Augen große Klasse, der Leser wird entführt in die Lebensweise der Mauren, aber auch in die der Spanier. Beiden ist ihr Glaube das wichtigste. Sodas Spannungen vorprogrammiert waren. Auf beiden Seiten fanden sich dann auch noch Charaktere die regelrecht fanatisch mit ihrem Glauben und dessen Regeln umgehen, und denen Menschlichkeit fremd war.
Aber auch die Menschlichen Charaktere waren vertreten und gaben der Geschichte immer wieder Kehrtwendungen mit denen ich nicht gerechnet habe.
Die Autorin schaffte es sehr schnell mich regelecht an ihren Roman zu fesseln, in einem sehr schön flüssigen und spannenden Schreibstil. Ebenso fasziniert war ich von der Leichtigkeit, mit der Lea Korte Fiktion und wahre Geschichtliche Begebenheiten verflocht. Tatsächliche Aussagen wurden Kursiv gedrückt und mit einer Fußnote erklärt.
Am Ende des Buches fand ich dann noch eine Zeittafel, die Stammbäume beider Königshäuser, ein Glossar und eine Auflistung von ausgewählter Literatur über dieses Thema vor.

Ein rundum gelungenes und interessantes Buch, welches ich 100% empfehlen kann.

Ich vergebe fünf von fünf Sternen für dieses Werk.
karatekadd zu »Lea Korte: Die Maurin«22.05.2010
Zahra as - Sulami, das zu Beginn des Romans dreizehnjährige Mädchen, Tochter einer angesehenen maurischen Familie ist die Heldin des Romans, den uns Lea Korte beschert hat.
Es ist die Zeit um 1478 - 1492 die hier den Rahmen für die Geschichte des eigenwilligen, mutigen Mädchens bildet, welches als Muslimin später einen christlichen kastilischen Ritter liebt. Das alles geschieht, kurz bevor Christobál Colón nach "Westindien" aufbricht.

Die letzten Jahre des Emirats von Granada, Überbleibsel des Kalifats von Cordoba sind angebrochen, die Jahre in denen die Reconquista siegen wird und ganz Spanien katholisch werden wird. Auch liegt in dieser Zeit das Emporkommen der Inquisition, der Autodáfes auf den Muslime, Christen, Konvertiten und Juden verbrannt werden. Kreuzzug der "Katholischen Könige" im eigenen Land.

Zahra hat es nicht gerade leicht in ihrer Familie. Der Vater ist Untertan des Emirs Hassan, der den Krieg mit den Christen wieder vom Zaum bricht. Abdarrahman, verheiratet mit einer zum Islam konvertierten ehemaligen christlichen Sklavin, Zahras Mutter, ist aber auch am Frieden interessiert.

Zahra wird den letzten Nasridenherrscher, Muhammad XII. (Boabdil) zurück nach Granada holen, damit brechen die letzten Jahre für das maurische Königreich an und der Krieg bricht erst richtig aus. Sie muss dessen Sohn als Geisel zu Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragon begleiten, wird eingekerkert und von zwei kastilischen Rittern befreit, dessen einer dann Vater ihrer Kinder wird und seine Familie durch den Krieg bringen muss.
Wird es Zahra und Jaime gelingen?

Der Roman von Lea Korte lädt förmlich ein, Andalusien und Granada mit der Alhambra, dem sitz der letzten Emire zu besuchen. Gegensätze in der Lebensweise von Muslimen und Christen im 15. Jh. werden deutlich, Traditionen, Familienleben, Denkweise werden dem Leser näher gebracht. Auch wenn der geneigte Leser nicht weiß, dass die Autorin in Spanien lebt, spürt er deren Begeisterung und deren Interesse für die Zeit und natürlich für die Mauren, die eine für Europa einzigartige Kultur "zurück gelassen" haben.

Lea Korte pflegt einen gleichmäßigen aber flüssigen Erzählstil, der die Spannung der Handlung aufrecht erhält. Tatsächliche Geschichte webt sie in die Handlung ein, historische und fiktive Personen verschmelzen miteinander. Sie schreibt selber, dass die meisten Begebenheiten historisch sind.

Ich hatte das Gefühl, dass Lea Korten nicht nur wegen ihrer Romanheldin auf Seiten der muslimischen Mauren steht, trotzdem zeigt sie anschaulich, dass beide Seiten Abendland, wie das auf die iberische Halbinsel vorgeschobene Morgenland gleichermaßen vom Krieg, dem religiösen Hass, geschürt von machthungrigen Emiren und katholischen Klerikern, betroffen sind. Das Leid tragen müssen die Untertanen, die Herrscher und "Würdenträger" kommen selbst nach verlorenem Krieg mit dem Leben und einer Leibrente davon.

Es ist ein schönes Buch, welches sich in fast einem Rutsch lesen läst, dass man kaum aus der Hand legen möchte, dies aber wegen 665 Seiten aber auch mal tun muss.
Ramona Nicklaus zu »Lea Korte: Die Maurin«10.04.2010
Man stolpert in eine aufgewühlte Zeit und zwischen zwei Religionen, die nicht mehr mit- und nebeneinander leben können.

Zahra ist jung, hübsch und eigenwillig. Sie sträubt sich gegen die Zwänge ihres Vaters und gegen die Regeln der Religion.
Sie möchte den Krieg zwischen Mauren und Christen verhindern und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.
Zu allem Überfluss hat sich Zahra aber auch noch in den gutaussehenden Christen Gonzalo verliebt, was die Sache nicht gerade vereinfacht. Und dann taucht auch noch Gonzalos Bruder auf.

Zahra gerät zwischen verfeindete Fronten - Liebe und Hass, den erbitterten Krieg und Frieden.
Sie muss um ihren Platz im Leben kämpfen und sich mehr als einmal entscheiden.

Einfühlsam und wunderbar authentisch erzählt von Lea Korte, geht Zahras Geschichte unter die Haut. Man erlebt Spanien in dieser Zeit mit all seinen Gegebenheiten. Die Landschaft, die Lebensumstände und vor Allem die Religionen.
Der rote Faden ist das ganze Buch erhalten und die vielen Personen vollkommen nachvollziehbar. Zu keiner Stelle der Geschichte hatte ich das Gefühl, nicht mehr zu wissen, wo ich bin.

Noch dazu größtenteils historisch nachweisbar, ist das Buch auch noch ein wirklich spannender Leckerbissen für Interessierte!

Hier steckt sicher viel Herzblut der Autorin drin und das ist spürbar!
Nomadenseele zu »Lea Korte: Die Maurin«05.04.2010
Der Klappentext lässt vermuten, dass es sich nur um eine weitere Liebesgeschichte im historischen Gewand handelt – weit gefehlt.
Fasziniert bin ich in das maurische Familienleben des 15. Jahrhunderts eingetaucht und habe erlebt, wie ein kleines, arabisches Mädchen in die Intrigen der Politik hineingezogen wird und zur Frau heranreift. Dabei wirkte kein einziger Charakter überzeichnet, künstlich oder überflüssig vor – alle hatten ihre Funktion, die sie hervorragend ausgefüllt haben. Auch kam mir kein einziges Mal der Gedanke, dass der Roman sich ziehen würde, im Gegenteil, ich konnte gar nicht aufhören zu lesen, weil ich dermaßen in die Handlung hineingezogen worden bin.

Zur Aufmachung:
Das Cover gefiel mir sehr gut, ich habe es oft angesehen. Ein Lexikon arabischer Begriffe und Stammbäume der Herrscherhäuser runden den durchweg positiven Eindruck ab.

Fazit:
Das Buch hängt die Messlatte für nachfolgende historische Romane sehr hoch. Hätten andere Vertreter des Genres auch nur eine annähernde Qualität, würde ich den Historischen Romanen im Allgemeinen mehr Aufmerksamkeit schenken; ich bin einfach nur begeistert.
nina2401 zu »Lea Korte: Die Maurin«15.02.2010
Als ich dieses Buch in die Hand nahm, war ich erst etwas skeptisch, Titel und Cover erinnerten mich doch sehr an die Massenware eines gewissen Autorenpaares. Aber schon beim 1. Durchblättern wurde ich eines besseren belehrt. Für mich sind gerade bei historischen Romanen Hintergrundinfos wichtig und die bekomme ich hier durch eine Zeittafel, diverse Stammbäume und ein Glossar. Auch die Personenliste ganz zu Anfang ist ein Bonbon, mit man leider selten verwöhnt wird. Auch das Anfangszitat war sehr gut gewählt, denn es hat mich durch die gesamte Geschichte begleitet.
Schon nach den 1. Sätzen war ich mittendrin in der Geschichte der Halbmaurin Zahra, die mit ihrer Familie im Andalusien des 15. Jahrhundert lebt. Vor dem geschichtlichen Hintergrund der Endphase der Reconquista wächst sie zu einer mutigen jungen Frau heran, die viel wagt und mehrmals ihr Leben riskiert, um ihr Land zu retten. Nicht umsonst wird sie zur engen Vertrauten Aischas, der Hauptfrau des Emirs. Ihr Herz verliert sie allerdings an einen Christen und das ganze Buch hindurch begleitete mich die Hoffnung auf ein Happyend. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, nur dass es spannend bis zum Schluss bleibt.

Dieses Buch besticht durch seine Lebendigkeit und die sehr bildhafte Sprache. Die Hauptprotagonistin ist mir sehr sympathisch und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, mich mit ihr gefreut und mit ihr getrauert. Die Spannung aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz. Besondern positiv ist mir aufgefallen, dass Lea Korte besonders brutale Gegebenheiten mit sehr viel Fingerspitzengefühl be- und umschreibt, so dass die Phantasie angeregt wird und man sofort eigene Bilder im Kopf hat. Aber sie verzichtet auf detaillierte blutrünstige Beschreibungen, die ja leider mittlerweile sehr in Mode gekommen sind. Die geschichtlichen Ereignisse wurden so geschickt in die Geschichte von Zahra eingebaut, dass Realität und Fiktion eins wurden. Das Buch hat absolut keine Längen, im Gegenteil, es war teilweise so spannend, dass ich mich zwingen musste, es auch mal aus der Hand zu legen. Und ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen gut recherchierten und spannenden historischen Roman lesen möchte.
lesemoni zu »Lea Korte: Die Maurin«01.02.2010
Auch dieses Buch der Autorin hat mich wieder voll überzeugt.Die Protagonisten sind sehr lebendig beschrieben,ich habe mit ihnen besonders mit Zahra gelitten gehofft ,gebangt und auch geweint.Die Gegend um Granada besonders die Alhambra ,Almeria usw. ist sehr gut beschrieben,Wenn mann so wie ich die Orte schon gesehen hat weiß wovon ich rede.Die spanische Geschichte und Fiktion sind wunderbar miteinander verwoben geradeso als hätte es Zahra wirklich gegeben.Die erbitterten Kämpfe der Mauren und Christen sind sehr glaubhaft und interresant beschrieben.Für mich war dieses Buch wieder ein Lesegenuß der viel zu schnell zu Ende war.Nun hoffe ich, nicht wieder 3 Jahre bis zum nächsten Buch der Autorin warten zu müssen.Wer Interesse an der spanischen Geschichte hat ,besonders um die Herrschaft von Boabdil wird von diesem Schmöcker begeistert sein.Von mir gibt es volle 100 Punkte.
Also unbedingt LESEN, wer es nicht liest verpasst ein wunderbares Buch !!!!!!!!
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