Kenizé Mourad

Die Schriftstellerin Kenizé Mourad ist eine echte Prinzessin und wurde 1940 in Paris geboren. Sie ist Nachfahrin des vorletzten türkischen Sultans Murad V., ihre Mutter war die letzte türkische Sultanin und ihr Vater der indische Radschah von Badalpur. Schon kurz nach der Geburt wurde sie von ihrer Mutter getrennt und wuchs in einer katholischen Umgebung auf.

Sie verbrachte viel Zeit in Indien und Pakistan, studierte aber Psychologie und Soziologie an der Sorbonne in Paris. Seit 1965 ist sie als unabhängige Journalistin tätig. 1970 traf sie Hector de Galard, der sie zum Nouvel Observateur brachte, für den sie zwölf Jahre lang tätig war und aus dem Nahen Osten und aus Indien berichtete. Zudem war sie Kriegsberichterstatterin in Bangladesh, in Äthiopien und im Libanon und berichtete 1982 während der iranischen Revolution aus Beirut.

1982 verließ sie schließlich die Zeitschrift und veröffentlichte 1987 ihren ersten Roman De la part de la princesse morte (dt. Im Namen der toten Prinzessin), der in Romanform die Geschichte ihrer Mutter erzählt. Es wurde ein internationaler Bestseller mit weltweit millionenfacher Auflage und Übersetzungen in 34 Sprachen. 1998 erschien mit Le jardin de Badalpour (dt. Der Garten von Badalpur) die Fortsetzung, ihre eigene Geschichte.

Im Jahr 2003 erschien ihr viel beachtetes Sachbuch Le parfum de notre terre: Voix de Palestine et d’Israel (dt. Der Duft unserer Erde), in dem Stimmen aus Palästina und Israel zusammengetragen werden. Ihr bislang letztes Werk ist der Roman Dans la ville d’or et d'argent (dt. Die Stadt aus Gold und Silber), der 2010 auf französisch und 2012 auf deutsch erschien.

Kenizé Mourad lebt und arbeitet in Paris.

Historische Romane von Kenizé Mourad:

Weitere Romane von Kenizé Mourad:

  • (1998) Der Garten von Badalpur
    Le jardin de Badalpour