Die Tore der Welt von Ken Follett

Buchvorstellung und Rezension

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Originalausgabe erschienen 2007 unter dem Titel „World Without End“, deutsche Ausgabe erstmals 2008 , 1294 Seiten. ISBN 3-7857-2316-4. Übersetzung ins Deutsche von Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher.

Kurzgefasst:

Wir schreiben das Jahr 1327. Vier junge Menschen versuchen in England ihr Glück zu machen: Der rebellische Merthin, ein Nachfahre des großen Baumeisters Jack. Sein Bruder Ralph, der in den Ritterstand aufstrebt. Das Mädchen Caris, das sich nach Freiheit sehnt. Und Gwenda, die Tochter eines Tagelöhners, die nur der Liebe folgen will. Und da ist noch Godwyn, ein aufstrebender Mönch, der nur ein Ziel vor Augen hat: Er will Prior der Abtei von Kingsbridge werden. Um jeden Preis.

Das meint Histo-Couch.de: „Willkommen zurück in Kingsbridge“

von Carsten Jaehner

Ende des Jahres 2007 schlug die Nachricht im deutschen Bücherwesen ein wie eine Bombe: Ken Follett veröffentlicht eine Fortsetzung zu seinem Erfolgsroman „Die Säulen der Erde“, von vielen als der Mittelalterroman schlechthin bezeichnet, gar als „Mutter aller historischen Romane“ tituliert! 19 Jahre nach dessen Erscheinen kommt  mit „Die Tore der Welt“ ein Fortsetzung auf den Markt, die allerdings keine direkte Fortsetzung ist, denn sie spielt 200 Jahre später, aber wieder in Kingsbridge, dem Ort, wo seinerzeit die Helden des ersten Buches eine Kathedrale gebaut haben.

Einstürzende Brücken und die Pest in England

England, November 1327. Kingsbridge ist im Laufe der letzten 200 Jahre, nachdem der legendäre Tom Builder die Kathedrale gebaut hat, zu einem ansehnlichen Ort geworden.Zufällig treffen sich die Brüder Merthin und Ralph und die beiden Mädchen Caris und Gwenda im Wald, wo sie eigentlich nicht sein dürften. Plötzlich kommt ein Mann zwischen den Bäumen hervor, der von zwei Soldaten verfolgt wird. Gemeinsam entledigen sie sich der Soldaten, und am Ende bleibt nur Merthin mit dem Mann übrig, der an einem Baum einen Brief vergräbt, der erst hervorgeholt werden daf, wenn er selbst verstorben sein wird. 

Zehn Jahre später ist aus Merthin und Caris ein Paar geworden. Merthin ist seinem grossen Vorfahren Tom Builder in den Handwerkerberuf des Architekten gefolgt, ist aber noch in der Lehrzeit unter seinem Meister Elfric. Jeder in Kingsbridge weiß, dass Merthin eigentlich besser ist als Elfric, dieser gilt aber als bester Architekt, der vor allem auch die Bauaufträge der Priorei bekommt. Da stürzt unterwartet die Brücke ein, die Kingsbridge am anderen Ufer mit den anderen Orten verbindet. Dies geschieht ausgerechnet am Markttag, und bei dieser Katastrophe kommen hunderte Menschen ums Leben. 

Alle versuchen, mit der Situation am besten umzugehen. Caris möchte Ärztin werden, was aber für ein Frau unmöglich ist. Merthin hat tolle Ideen, die dem Ort helfen, die er aber nicht umsetzten kann, weil er kein Meister ist und Elfric und somit auch die Priorei gegen ihn ist. Gwenda liebt einen Mann, der einer anderen Frau hinterherschaut, und Ralph hat einen hochgestellten Mann aus dem Wasser gezogen und hofft auf eine Anerkennung. Die Priorei selbst braucht auch einen neuen Prior, weil der alte Prior beim Einsturz der Brücke ums Leben gekommen ist. All das bietet genügend Zündstoff, damit aus Freunden Feinde werden. Und gerade, wenn man denkt, es könnte für jeden einzelnen nicht schlimmer kommen, hält die Pest Einzug in England.

Neubau und Wiederaufbau im Mittelalter

Ken Follett hat sich viel Mühe gegeben, den Leser mit auf seine Reise ins Mittelalter zu nehmen. Über 1300 Seiten entspinnt er eine Welt, die er gut zu gestalten weiß und in der er sich auskennt. Seine Schilderungen sind einfach, aber präzise, und so nimmt er den Leser von der ersten Seite an mit in „sein“ Kingsbridge. Dabei hat er gut daran getan, nicht direkt an „Die Säulen der Erde“ anzuschließen, sondern eine Zeitpunkt gewählt, an dem er mit neuen, frischen Charakteren beginnen kann. Das ist klug gewählt, denn so kann man die Fortschritte beobachten, die der Ort in den letzten Jahren genommen hat. Intrigen und Neid gibt es allerdings wie eh und je. 

Follett erweist sich wieder als Kenner der Materie. Sein Fachwissen, was das Bauen von Brücken angeht, ist erstaunlich und gut zu erkennen, ebenso wenn ein eingestürzter Kirchturm wieder aufgebaut werden muß oder die Priorei um Gebäude erweitert wird. Stets wird gebaut, Kingsbridge entwickelt sich, und so passiert immer irgend etwas, auch wenn man es nicht immer so genau sieht. Und da liegt der Haken bei Folletts Buch.

Kein roter Faden, viel Stereotypie

Ein Buch, das damit beworben wird, die Fortsetzung eines der bekanntesten und berühmtesten Romane der letzten zwanzig Jahre zu sein, und das zudem von vielen als die „Mutter aller historischen Romane“ bezeichnet wird, muß sich zwangsläufig mit seinem Vorgänger vergleichen lassen. Auch wenn es zweihundert Jahre danach angesiedelt ist, wird der Leser doch auf Parallelen achten und aufmerksamer das Geschehen verfolgen als bei anderen Büchern. Und der Leser wird schnell merken, dass das, was „Die Tore der Welt“ fehlt, ein roter Faden ist. Ging es bei den „Säulen der Erde“ immer irgendwie um den Bau der Kathedrale, so vermisst man bald ein Ziel, worauf dieses Buch hinauslaufen könnte. Sicherlich, es werden die Lebenswege mit ihren Hochs und Tiefs von vielen Menschen beschrieben, und so könnte man meinen, dies sei der rote Faden. Das ist aber für 1300 Seiten viel zu wenig. 

Schuld daran ist eine gewisse Stereotypie, mit der Follett seine Erzählung vorantreibt. Es taucht ein Problem auf, es wird gelöst, entweder zur Zufriedenheit der einen oder der anderen Seite. Dann folgt das nächste Problem, das wieder für die eine oder andere Seite gelöst wird. Zu Beginn des Buches fällt das nicht so auf, man fragt sich aber spätestens ab der hälft des Buches, ob dem Autor noch andere Schachzüge einfallen, den Leser bei der Stange zu halten. Glücklicherweise kommt sprengt sich das Geschehen irgendwann so weit auseinander, dass nicht mehr nur Kingsbridge im Mittelpunkt steht, sondern sogar andere Länder, und mit dem Einzug der Pest werden die Karten wieder neu gemischt.

Es passiert Vieles, aber nichts Neues

Follett hat selbst auf die Frage, warum seine Bücher so beliebt seien, geantwortet, weil auf jeder Seite etwas neues passiere. Genau das ist aber bei 1300 Seiten ziemlich anstrengend und kann natürlich nicht durchgehalten werden. Das macht auch nichts, aber auch gerade deswegen sollte nicht immer wieder dasselbe passieren. Wo Follett etwas neues einfällt, ist man schon über die Hälfte des Buches hinaus. Immerhin schafft er es, all sein zahlreichen Handlungsfäden immer im Blick zu behalten und auch den kleinsten Faden letztendlich abzuschließen. Überraschungen gibt es dabei aber letztlich kaum. 

Immerhin zeigt Follett große Fachkenntnisse, was Recht und Ordnung im Mittelalter angeht. Er kennt sich in den Gesetzen und ihrer Anwendbarkeit aus, durch alles Stände hinweg, seien es Adelige, Bauern, Handwerker oder Geistliche. Erstaunt ist man nur, dass auch jeder seine Rechte und die der jeweils anderen so genau kennt, dass er sofort weiß, wann er welches Unrecht begeht, auf das die und die Strafe folgt, was das und das bedeuten kann und man so und so darum herumkommt.

Sprachliche Mängel

Sprachlich weiß Follett leider keine Glanzlichter zu setzen, im Gegenteil. Gerade das erste Kapitel, in dem es um die Kinder geht, ist teilweise so sehr auch in Kindersprache geschrieben, dass man hofft, es möge für den Rest des Buches nicht so weitergehen. Auch Sätze wie „Ein Jahr später hatten die meisten Bäume Wurzeln geschlagen und ließen wacker Blätter sprießen“ passen sprachlich nicht in Kontext der Erzählung und wirken daher störend. Das mag auch an der Übersetzung liegen, aber hier zeigt sich auch eine gewisse Uneinheitlichkeit innerhalb des Buches. 

Insgesamt wird mehr geliebt (und beschrieben) als in „Die Säulen der Erde“, mehr und intensiver gehasst, und so werden die Guten ziemlich gut und die Bösen auch ziemlich böse geschildert, lassen aber nur wenig Abstufungen zu. Zwar gelingt die eine oder andere Differenzierung innerhalb der Charaktere, gerade bei Ralph oder dem Geistlichen Godwyn hätte man sich noch Schattierungen gewünscht. Manche Gefühlsregungen kommen dann doch etwas zu plötzlich und unerwartet. 

Mit seinem 1300 Seiten starken und 1300 Gramm schweren Buch „Die Tore der Welt“ legt Ken Follett einen Roman vor, der sich flüssig und gut lesen lässt und den Leser auch irgendwie fesselt. Leider reicht er aber an seinen Vorgänger nicht heran, gerade was die Spannung betrifft. Folletts nächstes Projekt ist eine Trilogie über das 20. Jahrhundert, für das er sieben Jahre veranschlagt hat. Auf die Frage, ob es einen dritten Teil über Kingsbridge geben werde, hat Follett gemeint, nicht in den nächsten sieben Jahren, und dann, wer weiß. Sollte es tatsächlich irgendwann einmal den dritten Teil einer Kingsbridge-Trilogie geben, so steht zu hoffen, dass Follett es dann schafft, den Leser mehr zu packen als nur zu unterhalten. Tausende geneigte Leser werden es ihm danken.

Ihre Meinung zu »Ken Follett: Die Tore der Welt«

JinJin zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 16.02.2012
ich fand das Buch einfach wunderbar !! Genau wie sein Vorgänger "Die Säulen der Erde " war es sehr interressant und unterhaltsam !! Ich habe das Buch auch regelrecht verschlungen, die insgesamt genau 1294 Seiten habe ich deshalb auch in ungefähr 2 Wochen durch gelesen !! Jeder einzelne Charakter hat eine coole und interessante Seite und das lustigste ist, das jede Person mit ihrer eigenen Geschichte auch etwas mit allen anderen personen zu tun hat XD
Das Buchg hat mir sehr gefallen, und ich war traurig als ich es durchgelesen hab !! Hofeentlich gibt es einen 3. teil !!
Kevin zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 20.07.2011
Also ich fand das Buch bis auf die ersten ca. 100 Seiten richtig gut ! Wie diese Geschichte ihren Lauf nimmt, dabei Merthin und Caris sich durch alle Probleme kämpfen, einige meistern aber viele leider auch nicht und natürlich die frage wie es enden wird. da ich bereits mehrere Mittelalter Bücher gelesen habe muss ich sagen das Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt die besten Bücher sind die ich jemals gelesen habe ! Freue mich auf den dritten Teil ;)
tedesca zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 04.07.2011
Also ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht, ich hatte mir nach den "Säulen der Erde" mehr erwartet. Nach 300 Seiten hab ich wirklich überlegt, das Buch wegzulegen, aber da ich im Urlaub war und viel Zeit hatte, hab ich mich dann doch weiter durchgebissen. Irgendwann wurde es dann auch ein wenig spannender, und somit hab ich es nicht wirklich bereut, bis zum Schluss durchgehalten zu haben. Aber ehrlich gesagt wär mir auch nichts abgegangen, hätte ich es nicht gelesen.
Natürlich finde ich die genaue Recherche und die historischen Details auch bewundernswert, aber ich fand die Handlung recht öde und die Figuren waren mir zu platt. Die Guten waren SO gut, dass es schon fast getrieft hat, und bei den Bösen war's das Gleiche andersrum.
Und wenn dann ein Mann darüber schreibt, dass eine Frau vergewaltigt wird und dabei ein "warmes Gefühl in den Lenden" spürt, da krieg ich einen Schreikrampf. Das kommt gleich 2x vor, beim ersten Mal war sie sogar noch Jungfrau. Das find ich einfach nur dumm und grauslich, Follett hätte sowas doch wirklich nicht nötig, es reichen die faden Softsex-Szenen, ohne die das Buch auch gut ausgekommen wäre. Aber irgendwie muss man ja auf 1.300 Seiten kommen...
Sehr anschaulich fand ich die Beschreibungen des Kriegsgeschehens in Frankreich und der Auswirkungen der Pest. Und Caris' Bemühungen der Emanzipation. Vielleicht wollte Follett da den Blödsinn mit dem "warmen Gefühl" wieder gut machen, indem er eine starke Frauenfigur eingeführt hat.
Wie auch immer, wenn man "Die Säulen der Erde" gelesen hat, kommt man um dieses Buch nicht herum, und wenn man es großzügig betrachtet, kann man sich auch ganz gut dabei unterhalten. Für sich allein würde ich es aber nicht weiterempfehlen.
Rene Schwarz zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 12.02.2011
Ich lese normalerweise nur historische Sachbücher, "Die Tore der Welt" stufe ich als historischen Liebesroman ein, und das tue ich mir eigentlich nicht an. Aber nachdem ich "Die Säulen der Erde " im TV gesehen hatte (und recht spannend fand), und "Die Tore..." geliehen bekam, sagte ich nicht Nein.
Ich bereute es nicht.
Obwohl 200 Jahre seit "Die Säulen der Erde" vergangen sind, ist der Hintergrund ähnlich: Mittelalter, Kingsbridge, Priorei/Kathedrale, Adel/Volk...
Die zentrale Rolle (Roter Faden) spielt die Liebesbeziehung zwischen Merthin und Caris.
Natürlich ist diese Beziehung nicht ohne Hinternissen, und eigentlich dreht sich das ganze Buch nur darum, ob sie sich kriegen oder nicht.
Aber das ist so spannend beschrieben, dass selbst Liebesroman-Hasser (wie ich) regen Anteil an ihrem Schicksal nehmen, und das über mehr als 1200 Seiten.
Denn die Protagonisten sind nicht einfach nur zwei Liebende, die sich in ihren Gefühlen verzehren, sondern Stadtbürger von Kingsbrigde, welche ihre privaten Bedürfnisse schon mal dem öffentlichen Wohl unterordnen.
Merthin ist mit Leib und Seele Baumeister, der das höchste Gebäude Englands bauen möchte, Caris will Krankheiten bekämpfen und Menschen helfen, und vor allem unabhängig bleiben.
Was an dem Buch auffällt, ist die rasante Erzählweise des Autors.
Obwohl der Roman im Mittelalter spielt, schafft er es , alle wichtigen Informationen in der Story unterzubringen. Und dem Leser bleibt trotzdem keine Frage offen.
Wer jemals Frank Schätzings "Limit" gelesen hat, weiss das zu schätzen.
Am Ende flacht die Story ein wenig ab, wenn sich die Haupt-Charaktere entgültig gefunden haben, aber darüber kann man hinwegsehen, wenn man auf so vielen Seiten hervorragend unterhalten wurde.
Sebastian zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 20.01.2011
Ich muss sagen ich habe schon viele andere Romane gelesen. Historische und dergleichen mehr. Auch wirklich viel schlechtere, aber ich habe auch bessere Bücher in der Hand gehalten. Nach 757 Seiten - ich achtete genau auf die Seitenzahl - legte ich es mit einem ächzen aus der Hand als hätte ich einen Marathon zuende gebracht aber nicht gewonnen. Es war über lange Zeit rech spannend, flaute mir dann aber immer wieder viel zu Stark ab und so entschied ich mich, mich nicht länger durch Kingsbridge zu quälen. Ich bekam das Buch von der Verkäuferin der Buchhandlung empfohlen die ein großer Fan Ken Folletts ist. Aber ich muss ehrlich sagen, nach dieser teilweise ermüdenden Reise, werde ich kein Fan dieses Autors. Vielleicht in einiger Zeit lese ich die Säulen der Erde, aber bis dahin möchte ich mir erstmal keinen weiteren Historienroman antun. Die Tore der Welt haben mich zutief enttäuscht.
Chikkabäm234 zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 10.01.2011
Ich selbst lese das Buch gerade, und musss sagen: ich bin enttäuscht. Die Handlung errinnert stellenweise doch sehr an "Die Säulen der Erde", nur andere Namen und andere Ausgangssituation! Caris und ihr "ich will unabhängig sein!" regen so ca. ab Seite 450 einfach nur noch tierisch auf, und die Liebschaften der Charktere im Allgemeinen werden mit der Zeit ermüdend. Das "bedeutende Geheimniss" aus dem ersten Kapitel hat mir zu wenig Bedeutung im weiteren Handlungsverlauf, und die Konflikte der Personen scheinen zuweilen recht "eigenwillig". Godwyn wird mir als Person nicht wirklich gut beschrieben, sondern wirkt die ganze Zeit wie eine Holzpuppe mit beschränktem Verstand. Im direkten Vergleich zum Vorgänger ist das Buch definitiv schlecht und nicht empfehlenswert.
Manni zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 06.01.2011
Ken Follet hat hier aus meiner Sicht einen würdigen Nachfolger seines Meisterwerks "Die Säulen der Erde" geschaffen. Der rote Faden ist nicht so dünn, wie von manchen Kritikern beschrieben. Das Gewebe beginnt mit einem Geheimnis, das gelegentlich tief in die Schicksale der Hauptfiguren eingreift, ohne sich dadurch dem Leser zu offenbaren.
Dadurch ist ein inhaltlicher Zusammenhang der verschiedenen Kapitel fortwährend gegeben. Daß Probleme und Hürden häufig sehr schnell in einer Entscheidung münden, vermag die Spannung auch nicht zu trüben; immerhin ist fast nie wirklich ersichtlich, wie es enden wird. Dies erreicht Ken Follet unter anderem, indem er recht glaubhaft die sich ändernden Interessen seiner Akteure beschreibt und somit den Knoten erst im letzten Moment platzen lassen kann. Ein paar Ereignisse sind in Anlehnung eines bereits gelesenen Textes vorhersehbar. Das liegt allerdings an der zynischen Ader des Autors. Es gelingt ihm, ein Schlüsselereignis einmal zu schreiben und dabei zweimal zu erzählen. Natürlich wird an mancher Stelle recht dick aufgetragen und der Zufall zu einem vielbenutzten Instrument. Das vermag aber den Unterhaltungswert und die Anziehungskraft des Romans nicht zu mindern. Es gibt nur einen Haken. Durch seinen Erzählstil zwingt Follet den Leser zur Gründlichkeit, um die versteckten Details und Seitenhiebe zu erkennen, die jenseits von Handlung und Spannung eine zusätzliche eigentümliche Form der Unterhaltung bieten. Da wirkt es zuweilen störend, daß einige Szenen weit über die Zweckdienlichkeit hinaus gedehnt werden. Alles in allem aber eine wuchtig, ergreifende Geschichte, an deren Ende ein großes Ausrufezeichen hinter dem letzten Wort steht. Ein gelungener Kompromiß zwischen Spannung und Realitätsnähe. Daher würde ich "Die Tore der Welt" eines der fünf besten Bücher Follets nennen.
Lara zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 05.01.2011
Ich bin gestern mit der Buch fertig geworden. Ich fand es recht gut, obwohl ich es mit meinen 13 Jahren noch nicht so ganz verstanden habe. Aber die handlung hat mir gefallen. Auch wenns ziemlich viel war. Für Menschen die gern etwas über das damalige England lesen wollen ist es sehr empfehlenswert!
Tina zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 05.01.2011
"Die Tore der Welt" war mein zweites Buch von Ken Follett. Als ich es in meiner Lieblingsbuchhandlung sah musste ich es sofort kaufen, auch wenn mein ganzes Taschengeld dafür draufging."Die Säulen der Erde" habe ich bis heute bestimmt gefühlte tausendmal gelesen und war gespannt was im 2. Teil der Geschichte rund um Kingsbridge geschehen würde.Jedenfalls begann ich sofort zu lesen... und war maßlos enttäuscht!Die Geschichte ist eigentlich interessant, aber die Figuren reichen nicht an ihre Vorgänger heran.Besonders Caris und Gwenda regten mich je weiter ich las immer mehr auf. Nur weil Caris unabhänig sein will und sich nicht einen Mann unterstellen will geht sie lieber ins Kloster anstatt Merthin zu heiraten.Gwenda tut alles um dieden Wulfric zu heiraten und ihm zu helfen, gibt sich sogar diesen bescheuerten Ralph hin und bekommt ein Kind.Ich meine sie kennt ihn doch gar nicht und ist kopfüber in ihn verliebt und spannt einer andere sogar den Mann aus... . Alles in allen keine Glanzleistung von K. Follett. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich das Buch nicht gekauft.
Anicka zu »Ken Follett: Die Tore der Welt« 03.01.2011
Ich bin zwar erst 17 Jahre alt , habe in dieser "kurzen" Zeit jedoch schon einiges an Büchern gelesen. "Die Tore der Welt" war zwar bisher der erste Roman den ich von Ken Follett gelesen habe , er ist mir jedoch sofort ans Herz gewachsen als ich gesehen hab das mein lieblings Autor , Wolgang Hohlbein , mit an der Übersetzung gearbeitet hat.
Ich habe "die Tore der Welt" im wahrsten Sinne des Wortes VERSCHLUNGEN und dank dieses Romans meinen Rekord von 400 Seiten in 5 Stunden auf 500 Seiten in 5 Stunden erhöht. Ich konnte dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen und bin teils erst in den frühen Morgenstunden ins Bett gekommen.
Eine Woche für ca.1300 Seiten und damit in meiner top 3 direkt hinter "die letzte Zauberin" und "Die Templerin" . Und ich hoffe noch auf den dritten Teil .

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