Die Pfeiler der Macht von Ken Follett

Buchvorstellungund Rezension

Originalausgabe erschienen 1993unter dem Titel „A Dangerous Fortune“,deutsche Ausgabe erstmals 1994, 636 Seiten.ISBN 3-404-12501-0.

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Kurzgefasst:

Das Haus Pilaster, eine der angesehensten Bankiersfamilien Londons zur viktorianischen Zeit, wird insgeheim von der schönen Augusta beherrscht. Hinter einer Fassade der Wohlanständigkeit treibt sie rücksichtslos ihre ehrgeizigen Pläne voran, die schon bald das Fundament des Finanzimperiums erschüttern und die Pfeiler der Macht ins Wanken bringen. Wird es Hugh Pilaster gelingen, den drohenden Ruin des Bankhauses abzuwenden und damit sein eigenes Lebensglück und das vieler anderer Menschen zu retten? 

Das meint Histo-Couch.de: „Lieben und Intrigen in Londons Finanzwelt!“85Treffer

Rezension von Christina Wohlgemuth

England im 19. Jahrhundert. Im britischen Königreich herrschen zwar die Adligen doch die finanzielle Macht liegt in den Händen der großen Bankiersfamilien. Die wohl mächtigste unter Ihnen sind die Pilasters, beherrscht von Augusta Pilaster, der Matriarchin. Doch dann geschieht an einer angesehenen Schule ein Unglück: ein Schüler kommt an einem Badesee zu Tode. An der Angelegenheit beteiligt sind Edward und Hugh Pilaster – Sprösslinge des angesehenen Hauses. Während Augusta mit allen Mitteln verhindern will, dass ihr Sohn Edward beschuldigt wird, will Hugh – aus einem verstoßenen Zweig der Familie stammend – seinen Weg in der familieneigenen Bank gehen. Dabei wird sein Weg immer wieder von Maisie gekreuzt – der Liebe seines Lebens. Doch Feinde und Familienfehden zerren die beiden immer wieder auseinander und versuchen, Hughs Aufstieg zu verhindern …

Das viktorianische England als Schauplatz, eine mächtige Bankiersfamilie im Zentrum der Handlung – das sind gute Zutaten für einen spannenden historischen Roman aus der Feder von Ken Follett, der sich vor vielen Jahren mit Die Säulen der Erde in die Spitzengruppe der Autoren von historischen Romanen katapultierte. Während letzteres im Mittelalter angesiedelt ist, spielt Die Pfeiler der Macht im 19. Jahrhundert: eine spannende Epoche voller Umwälzungen, in der Standesunterschiede und die persönliche Herkunft ebenso wie das Geld noch den Unterschied machen – doch die unteren sozialen Schichten lehnen sich auf.

Spannend, leidenschaftlich und mitreißend

Wer Ken Follett und seine historischen Romane kennt, weiß: es geht zur Sache. Es wird geliebt, gestritten, intrigiert, gemordet, gehofft, verzweifelt und gehasst. Hugh Pilaster, der Protagonist der Geschichte, kämpft sich nach oben, strauchelt, stürzt, steht wieder auf. Er trifft die Liebe seines Lebens, verliert sie aus den Augen, trifft sie wieder. Das kann man als festgefahrene Schiene und als vorhersehbar bezeichnen – doch Follett beherrscht diese Geschichten aus dem Effeff und weiß mit Ihnen zu überzeugen. Selbst wenn man als Leser ahnt, wohin die Reise geht, hält man nahezu den Atem an, wenn der Autor seine Figuren wieder in Gefahr bringt.

Diese Fähigkeit, eine emotionale Verbindung zwischen seinen Charakteren und den Lesern herzustellen, zeichnet Ken Follett in besonderem Maße aus, denn es führt dazu, dass der Leser in die Geschichte hineingezogen und von ihr mitgerissen wird – selbst wenn sie unter etwas zu eindimensionalen Charakteren und einer etwas vorhersehbaren Handlung leidet.

Flotter Schreibstil, Unterhaltung pur

Genauso verhält es sich mit dem Schreibstil: Folletts Schreibe ist spannend, einfach, unterhaltsam, flott. Literarisch sind seine Werke nie der große Wurf – doch nicht immer muss das Rad neu erfunden werden. Denn Follett schreibt so spannend und bildlich, dass sich die gut 600 Seiten schnell lesen lassen und eine große und lange Geschichte kurzweilig erzählt wird.

Fans von Follett und seiner Art, zu erzählen, können hier bedenkenlos zugreifen. Wer Folletts Geschichten aufgrund ihrer Vorhersehbarkeit und ihrer relativ einseitigen Figuren nicht mag, wird sich auch hier bestätigt finden. Letztlich bleibt Die Pfeiler der Macht ein spannender und mitreißender historischer Roman – reine Unterhaltung. Nicht mehr, aber gewiss auch nicht weniger.

Ihre Meinung zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«

Shaila21 zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«01.02.2016
Ich habe das Buch mehrfach gelesen, erst vor kurzem wieder und habe dann voller Vorfreude durch Zufall gesehen das die Verfilmung ausgestrahlt wird. Leider wurde diese Freude schon nach wenigen Minuten arg getrübt. Wichtige Ereignisse auf denen die Geschichte aufbaut sind überhaupt nicht vorgekommen oder gar erwähnt worden- z.B. die Ermordung des Jungen in dem Teich des Internats. Als ich mir dann kurz darauf den zweiten Teil "angetan" habe bin ich völlig frustriert schlafen gegangen. Menschen die ermordet wurden lebten bis zum Ende. Das Ende von Mickey Miranda hatte rein gar nichts mit dem Buch zu tun! Hätten die Namen nicht mit dem Roman übereingestimmt hätte man das Buch darin nicht wieder gefunden!
Für mich eine reine Enttäuschung!!! (und das als grosser Fan der Werke von Ken Follett)
Reiner Fallz zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«26.01.2016
Die Säulen der Macht erinnert mich an Denver und Dallas. Wenn in den ersten Minuten ein Mann sich das Leben nimmt und sein Sohn von einer Hure (Augusta) erfährt, das was dein Vater uns angetan hat ist unverzeihlich und dem Jungen, der überhaupt nichts dafür kann, auch noch der Abschiedsbrief von der Hure verweigert wird, dann lehne ich den gesamten Stoff ab, weder zur Unterhaltung noch im wahren Leben. Der Buch und der Film ist keine Unterhaltung sondern eine Zumutung. Abschalten ist die einzige Empfehlung.
regina zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«26.04.2014
Gäääääääääähn. Langweilig, langweilig, langweilig.
Als das typische Klischee bedient wurde: armes Mädchen kann sich die tollsten, reichsten Männer aussuchen, weil es so geil aussieht, kam mir das k******.
Schade. Ich habe mir nach dem Buch: "Die Säulen der Erde" mehr erhofft. Immerhin hat es Ken Follet mit diesem Buch geschafft, ein scheinbar uninteressantes Thema wie den Bau einer Kathedrale im Mittelalter in ein spannendes Buch zu verwandeln.
Julie zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«28.01.2012
Ich kann einfach nur sagen, dass ich Ken Follett liebe! Ich habe ungefähr seit 2 Jahren Lesefieber. In der Zeit las ich allein von Ken Follett die Bücher Die Säulen der Erde, Tore der Welt und Sturz der Titanen, Pfeiler der Macht, die Kinder von Eden, der Mann aus St. Petersburg, die Löwen, die Leopardin, die Nadel, Nacht über den Wassern, das zweite Gedächnis, der dritte Zwilling............. ich hoffe ich habe keins übersehen. Zwischendurch hatte ich noch Zeit der Name der Rose, das Verlorene Symbol, (und hier zeigt es sich das ich 14 bin) alle bereits erschiehenen Teile von House of Night. Tai-Pan hab ich angelesen, aber abgebrochen. Ach ja und den 4. Teil von Twilight. Die Schrift und der Buchdruck ist das beste, was mir passieren konnte!!!!!!
stefanz zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«05.03.2010
Nachdem ich schon die anderen Bücher von Ken Follett gelsesen habe, hatte ich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung an die Familensaga:"Die Pfeiler der Macht". Um es kurz zu machen, ich wurde nicht enttäuscht. Follett, unumstrittener klischeehafter Meister der Intrigen- und Ränkespiele, schreibt jederzeit spannend, flüssig und versteht es, das Ende offen zu lassen. Man will einfach wissen, wie der Roman endet. Aufkommende Intrigen einzelner Protagonisten, werden innerhalb kürzester Zeit gelöst. So nach dem Motto: Intrige erkannt, Gefahr gebannt! Der Roman hat einen hohen Unterhaltungswert, und ist zumindest von mir, zu empfehlen.
Seel zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«16.04.2009
Das Buch fand ich sehr spannend und man konnte nicht aufhören mit dem Lesen. Habe schon die „Nadel „ und „die Leopardin“ von Follett gelesen!
Dieses Buch war sehr stark und die Geschichte ist sehr spannend!
Der Kampf zwischen dem Guten und dem Bösen ist sehr gut dargestellt auch wie eine Intrige die andere jagt!
Dieses Buch kann ich wirklich empfehlen!
Kinsey zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«20.03.2009
Eine Familiensaga. Sozusagen „Buddenbrooks light“. Leider ohne deren Tiefgang und sprachliche Präzision. Nicht daß ich Follett mit Thomas Mann vergleichen wollte...
Zugegeben: Spannend war’s. Solide, kurzweilige Unterhaltung ohne große Längen. Der historische Hintergrund scheint gründlich recherchiert. Aber wenn man Folletts andere historischen Romane gelesen hat, so wie ich vor kurzem erst „Die Tore der Welt“, glaubt man, die Figuren wiederzuerkennen. Obwohl sie andere Namen haben und diesmal im 19. Jahrhundert anstatt im Mittelalter agieren. Wie immer sind die Rollen klar verteilt: hier die Guten, die eventuell ein paar kleinere Schwächen haben dürfen, da die Bösen. Auch das Grundschema – ausgehend von einem Schlüsselerlebnis in der Kindheit durchlebt die charismatische Hauptfigur bewegte Jahre mit Höhen und Tiefen, um am Ende den (verdienten?) Lohn zu bekommen – ist nur leicht variiert. Angesichts der momentanen Finanz- und Bankenkrise weckte das mir wenig vertraute Milieu der Finanzwelt allerdings mein besonderes Interesse, zumal ich annehme, daß sich an den grundlegenden Strukturen im Bankenwesen bis heute wenig geändert hat.
Marion zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«02.09.2008
Ich habe das Buch eben zu Ende gelesen und ich muss sagen, dass es zum Schluss so spannend war, dass ich es selbst auf dem Fussweg von Bahn zu Auto nicht aus der Hand legen konnte und im Gehen weiter gelesen habe!
Dabei beginnt die Spannung gleich schon mit den ersten paar Wörtern des Buchen. Sofort nimmt Follet einen mit an der abartigen/erstaunlichen Entwicklung diverser Charaktäre teilzuhaben. Man will förmlich wissen, wie es weiter geht bzw. was noch alles passieren kann. Sonst eher ein Fan von mittelalterlichen Romanen, fand ich es sehr interessant die Unterschiede auf gesellschaftlicher Ebene zwischen dem 14. und dem 19. Jahrhundert festzustellen. Und allein schon aus diesem Grund kann man das Buch überhaupt nicht mit den Säulen vergleichen. Zwei völlig von einander losgelöste Geschichten.
Da ich selber Bankerin bin, hatte ich auch von dieser Warte her großes Interesse an dem Buch, welches alles in allem kurz, knackig und super spannend ist. Ein toller Follet!
Georg zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«28.08.2008
Ich habe das Buch gerade zum wiederholten Mal gelesen, und ich muss sagen: Eine klare 100, in meinen Augen sogar Folletts Meisterwerk. Denn im Gegensatz zu den "Säulen" weist dieser Roman keine "Längen" auf. Der Überbau, und somit auch der Handlungsstrang ist einfach, fast trivial: Eine Londoner Bankierfamilie im19. Jahrhundert wird durch die intriganten und kriminellen Machenschaften der Patriarchin und eines skrupellosen Emporkömlings ruiniert. Folletts Leistung besteht nun m.E. darin, erstens, den eigentlichen Handlungsstrang mit ständigen in sich schlüssigen Synkopen auszuschmücken, zweitens, die Charaktere feingliedrig und der jeweiligen Situation, und damit auch der Stimmung entsprechend, aufzuzeichnen, um zum Ende hin eine für alle befriedigende Lösung zu schaffen. Klassisch Follett, das teilweise "Happy End". Zum Meisterwerk jedoch macht dieser Roman seine sprachliche Gewandheit. Selten hat mich das Gelesene die Situation so sehr empfinden lassen, selten konnte ich mich so in die Personen hinein versetzen, wie in diesem Roman. Er ist viel, spannend und realistisch. Er ist eine Saga, ein Kriminalroman und eine Liebesgeschichte. Viel Spaß
norman zu »Ken Follett: Die Pfeiler der Macht«20.08.2008
Nach einem Krimi von Follett war ich echt bedient: Der dritte Zwilling.
Nun versuchte ich es auf Anraten meiner Tochter mal mit einem historischen Roman; sie war von Säulen der Erde begeistert. Da ich es seitenmäßig nicht gleich so heftig wollte, entschied ich mich für diesen Roman. Ich habe es bald aufgegeben.
Eine Folge von Wege zum Glück oder Reich und schön im TV ist weniger zeitaufwendig aber genauso elend banal; fader geht es wirklich nicht.
Nie wieder Follet.

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