Die Stadt der dunklen Herzen von James Conan

Buchvorstellungund Rezension

Die Stadt der dunklen Herzen von James Conan

Originalausgabe erschienen 2007unter dem Titel „Dark Hearts of Chicago“,deutsche Ausgabe erstmals 2008, 520 Seiten.ISBN nicht vorhanden.

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Kurzgefasst:

Chicago 1893: Während die Vorbereitungen zur Weltausstellung auf Hochtouren laufen, verschwinden junge Mädchen unter mysteriösen Umständen. Die ehrgeizige junge Reporterin Emily Strauss stellt Nachforschungen an und findet heraus, dass eine der Vermissten noch am Leben ist. Emily kämpft sich allein durch die unruhige Metropole, um das Mädchen zu retten, und gerät dabei selbst in höchste Gefahr …

Das meint Histo-Couch.de: „Dunkle Machenschaften vor dem Hintergrund der Weltausstellung“88Treffer

Rezension von Bettina Weiß

Im Chicago des Jahres 1893, zur Zeit der Weltausstellung, verschwinden jungen Mädchen unter geheimnisvollen Umständen. Welches Schicksal erleiden diese Mädchen und ist noch Rettung möglich? Anna Zemeckis, ein junges und sehr behütet aufgewachsenes Mädchen, verlässt die Obhut ihres Vaters und reist von New York nach Chicago zu Verwandten, um dort die Weltausstellung zu sehen und zu lernen. Eines Tages kommt Anna von einem ihrer Ausfüge nicht mehr nach Hause, was die Verwandten in großen Aufruhr versetzt. Tage später wird eine kaum noch kenntliche Leiche einer jungen Frau geborgen, die von den Angehörigen wegen eines Schmuckstückes als Anna identifiziert wird.

Neben diesem Geschehen wird in einem anderen Erzählstrang von einer jungen Frau erzählt, die in einer grauvollen Irrenanstalt festgehalten und furchtbaren Untersuchungen unterzogen wird. Ihr gelingt die Flucht aus dieser Anstalt, dabei verletzt sie ihre Peiniger schwer. Doch wer ist diese junge Frau und was hat es mit den Untersuchungen und Plänen des Arztes auf sich?

Emily Strauss – eine Reporterin im Auftrag
von Joseph Pulitzer

Von dem Verschwinden der Mädchen angezogen, beginnt die junge Emily Strauss, die einen Auftrag von Joseph Pulitzer ergattern konnte, Nachforschungen in Chicago. Schnell hat sie den Verdacht, dass Anna noch leben könnte. Bei ihren Nachforschungen gerät Emily alsbald in große Gefahr. Sie scheint dem Geschehen und den Tätern immer näher zu kommen, wem kann sie trauen und wer will sie zum Schweigen bringen? Wird es ihr gelingen Anna zu finden?

Ein rasanter historischer Kriminalroman, der das Chicago um 1893 auferstehen und die Aufbruchstimmung zur Weltausstellung kurz vor der Jahrhundertwende spüren lässt. Schnell wird Emily Strauss zur eigentlich Hauptperson des Romans und der Leser begleitet sie auf ihren Untersuchungen zwischen Weltausstellung und den Armenvierteln Chicagos. Jedem Kapitel sind das genaue Datum und die Zeitangabe der Handlung vorangestellt, sodass der Stil sehr an einen Reporter erinnert und somit die Verbindung zu Emily knüpft. In einem weiteren Handlungsstrang begleitet der Leser Anna auf der Flucht und ihren Versuchen sich zu retten. Durch diese nebeneinander laufenden Erzählstränge entsteht ein Spannungsbogen, der bis zum Ende gehalten wird und auf den Höhepunkt zustrebt.

Mit Mut und Courage gegen das Grauen

Die Sprache ist leicht und flüssig, ohne Stilbrüche zu der Zeit der Handlung zu lesen. Dem Autor gelingt es, auch das Grauen der Mädchen zu beschreiben, ohne ins Voyeuristische abzugleiten. Emily gewinnt im Laufe der Handlung an Tiefe. Der Leser nimmt an ihren Erlebnissen teil und fiebert mit ihr mit. Mit jeder gemeisterten Gefahr wird Emily vertrauter und die Spannung, ob es ihr gelingen wird Anna zu finden, größer. Die weiteren Personen des Romans, allen voran Anna, bleiben leider etwas schattenhaft. Der Autor behält auch hier die Distanz eines Reporters bei. Dies wird durch die Präsenz von Emily aber wettgemacht.
Trotz der fast 630 Seiten hat der Roman an keiner Stelle Längen und der Spannungsbogen wird durch die wechselnde Erzählperspektive gehalten, sodass der Leser immer etwas mehr weiß als die Protagonisten des Romans. Dem eigentlichen Geschehen folgt ein Epilog, aus dem der Leser erfährt, wie es den Hauptpersonen des Romas in der Zukunft ergehen wird. Dieser Epilog rundet das Geschehen ab, sodass das Ende auch sehr geschlossen ist.

Alles in allem ein sehr spannender historischer Kriminalroman, der die Schattenseiten des rasanten Aufstieges der Stadt und die Abgründe der Menschen zeigt. Trotz des ernsten Themas ein sehr unterhaltsamer Roman, der vergnügliche und anregende Lesestunden bereitet hat.

Ihre Meinung zu »James Conan: Die Stadt der dunklen Herzen«

A.Heckmanns zu »James Conan: Die Stadt der dunklen Herzen«08.09.2010
Ein sehr gelungenes Buch, großartige Schauplätze und fesselnde Spannung. Man wird regelrecht hineingezogen in den Bann Chicagos um die Jahrhundertwende. Die Charaktere sind derart gut beschrieben, dass man mit ihnen mitfühlt, mithofft und oft am liebsten eingreifen würde, wenn sie sich für etwas entscheiden. Selbst, wer nichts mit historischen Romanen im weitesten Sinne anfangen kann kommt hier dank exzellenten aufgebautem Spannungsbogen voll auf seine Kosten.
A.Heckmanns zu »James Conan: Die Stadt der dunklen Herzen«08.09.2010
Ein sehr gelungenes Buch, großartige Schauplätze und fesselnde Spannung. Man wird regelrecht hineingezogen in den Bann Chicagos um die Jahrhundertwende. Die Charaktere sind derart gut beschrieben, dass man mit ihnen mitfühlt, mithofft und oft am liebsten eingreifen würde, wenn sie sich für etwas entscheiden. Selbst, wer nichts mit historischen Romanen im weitesten Sinne anfangen kann kommt hier dank exzellenten aufgebautem Spannungsbogen voll auf seine Kosten.
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