Schnellübersicht der aktuellen Histo-Couch

Der Tag X von Titus Müller

Seit ihr Vater als Wissenschaftler zu einem Leben im fernen Russland gezwungen wurde, passt Nelly sich ihrer Ostberliner Umgebung immer weniger an. Sie wird im Frühjahr 1953 kurz vor dem Abitur von der Schule geworfen. Trost könnte sie bei dem jungen Uhrmacher Wolf Uhlitz finden, der sich in sie verliebt hat. Er will ihr helfen, legt sich dafür sogar mit seinem Vater an, entwendet staatliche Dokumente und landet im Gefängnis. Was Wolf nur vage ahnt: Die junge Nelly steht in einer geheimnisvollen Verbindung mit einem russischen Spion namens Ilja, der sie mit Nachrichten über ihren verschleppten Vater versorgt und den Austausch von Briefen mit ihm vermittelt. Da entladen sich in Berlin und Halle die Unzufriedenheit mit dem Regime in Massendemonstrationen... "Ein hervorragender, mitreißender Roman", meint Birgit Borloni.

Interview mit Titus Müller 2017

"Wem es weh getan hat, der muss eine Romanfigur werden" - Die Histo-Couch im Interview mit Titus Müller über den 17. Juni 1953, sein Leben in der DDR und eigene Flopps

Historikus vor fünf: Der Klang des Pianos

Freiburg, 1912: Der junge Klavierbauer Richard soll für die Firma Welte ein selbstspielendes Piano auf einem Luxusliner einbauen: der Titanic. In Irland trifft er die bezaubernde Norah, die sein Leben gehörig auf den Kopf stellt. Sie ist Stewardess auf dem Schiff, doch im irischen Hafenviertel schafft sie sich mächtige Feinde. Schließlich läuft die Titanic aus Southampton aus und die beiden blicken in eine ungewisse Zukunft. Im April 2012 überzeugt dieser ungewöhnliche Titanic-Roman die Redaktion und hievte ihn zum HIstorikus.

weitere aktuelle Besprechungen auf der Histo-Couch:

Königsblut von Toby Clements

England, 1462. Über ein Jahr liegt die Schlacht von Towton zurück, bei der 20.000 Yorkisten und Lancastrianer starben. So auch Thomas, Bogenschütze und Weggefährte von Katherine, die ihn schmerzlich vermisst. Doch als Katherine zu Unrecht des Mordes angeklagt wird und flüchtet, passiert das Unglaubliche: Sie trifft auf den Totgeglaubten! Thomas leidet unter Gedächtnisverlust, erkennt Katherine aber wieder. Gemeinsam machen sie sich auf den gefährlichen Weg nach Cornford Castle, wo sie sich Hilfe erhoffen. Was beide noch nicht wissen: In ihrem Besitz befindet sich ein Gegenstand, der die Rosenkriege ein für alle Mal beenden könnte ... "Ein sehr intensives Leseerlebnis" hatte Annette Gloser.

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Die Treppe zum Himmel von Beatrice Colin

Paris 1887: Mitten in der Stadt soll das höchste Bauwerk der Welt entstehen – der Eiffelturm. Obwohl der Turm den Spott der Pariser Gesellschaft auf sich zieht, arbeitet der Ingenieur Émile Nouguier unermüdlich daran. Er ist überzeugt, dass der Bau gelingen wird, denn er hat alles genau berechnet. Seine Gefühle dagegen lassen sich nicht berechnen, und so verliebt sich der angesehene Ingenieur ausgerechnet in die verarmte Witwe Caitriona Wallace. Während der Turm unaufhaltsam in die Höhe wächst, scheint die Liebe zwischen Émile und Caitriona zum Scheitern verurteilt ... "Ein ganz spezielles Werk" las Rita Dell'Agnese.

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Schwert und Krone - Meister der Täuschung von Sabine Ebert

Dezember 1137: Kaiser Lothar ist tot, und sofort bricht ein erbitterter Kampf um die Thronfolge aus. Machtgierigen Fürsten und der Geistlichkeit ist jedes Mittel recht, um den Welfen nicht nur ihren Anspruch auf die Nachfolge streitig zu machen, sondern ihnen auch Bayern und Sachsen zu entziehen. Durch eine ausgeklügelte Intrige gelangen die Staufer, die selbst Jahre zuvor durch Ränke an der Machtübernahme gehindert wurden, in den Besitz der Krone. Konrad von Staufen wird in die Königsrolle gedrängt, obwohl ihm dieser Weg missfällt. Bald muss er erkennen, dass sogar sein Bruder und sein junger Neffe, der künftige Friedrich Barbarossa, ihm nur bedingt die Treue halten... "Eine spannende, begeisternde Handlung" verfolgte Yvonne Schulze.

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Das Lied der Störche von Ulrike Renk

Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt ... "Unbedingt lohnenswert", empfiehlt Annette Gloser.

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