Die Kathedrale des Meeres von Ildefonso Falcones
Buchvorstellung und Rezension
Originalausgabe erschienen 2006 unter dem Titel „La Catedral del Mar“, deutsche Ausgabe erstmals 2007 , 656 Seiten. ISBN 3-502-10097-7. Übersetzung ins Deutsche von Lisa Grüneisen.
Kurzgefasst:
Das mittelalterliche Barcelona im 14. Jahrhundert steht in höchster Blüte. Dort erlebt der junge Arnau den Bau von Santa María del Mar, einer riesigen Kathedrale, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er am eigenen Leib, welch schweres Los die Arbeit dort ist. Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch während sich die Kathedrale des Meeres in den Himmel reckt, wirft sie auch dunkle Schatten auf das Leben der Menschen: Das Volk leidet unter der Willkür des Adels, die Pest lauert vor den Toren. Und Arnaus Aufstieg zu einem der angesehensten Bürger der Stadt droht ihm zum Verhängnis zu werden: Er wird Opfer einer Intrige, und sein Leben gerät in höchste Gefahr.
Das meint Histo-Couch.de: „;Eine großartige Geschichte aus Katalonien“;
von Carsten Jaehner
Barcelona. Metropole Kataloniens und strategisch wichtiger Hafen des Mittelmeeres. Handelszentrum und Fluchtort für viele vom Land vertriebene Spanier. In dieser geschichtsträchtigen Stadt in der Zeit von König Pedro III. beobachtet Ildefonso Falcones den Bau einer Kathedrale anhand des Schicksals von Arnau Estranyol und beschränkt sich in seinem großartigen Werk nicht nur auf die Entwicklung der Kirche.Barcelona im 14. Jahrhundert
Im Jahr 1320 wird Bernat Estranyol bei seiner Hochzeitsfeier mit seiner Braut Francesca von seinem Herrn gestört, der prompt das Recht Primae Noctes (das „Recht der ersten Nacht“) fordert. Glücklicherweise stellt sich bald heraus, dass der Sohn der beiden doch von Bernat abstammt und er wird Arnau genannt. Bernat muss mit ihm nach Barcelona fliehen, während die Mutter von ihrem Herrn nicht freigelassen wird.
Mühsam baut sich Bernat eine Existenz in der Stadt auf. Zunächst arbeitet er in der Werkstatt seines Schwagers, bis er das Bürgerrecht erlangt und seinem Sohn eine Lehre ermöglichen kann. Arnau wächst unter einer Kinderfrau auf und bekommt als Antwort, warum er keine Mutter habe, gesagt, seine Mutter sei jetzt die Heilige Jungfrau Maria. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie schließlich in dem Neubau einer großen Kathedrale, die Santa Maria del Mar genannt wird und sich seit 1329 im Bau befindet. Arnau darf mit seinem Freund und Bruder Joanet den Arbeitern helfen und wird bald von allen geachtet.
Arnau macht seinen Weg und wird genau wie jeder andere von der Liebe getroffen. Da er jedoch standesgemäß heiraten muss, geht das leider nicht so wie der junge Mann es sich vorgestellt hätte. Nach dem Tod seines Vaters auf sich gestellt, macht Arnau seinen Weg durch Handelskriege und Seeschlachten und findet neben Freunden auch zahlreiche Feinde, die ihm teilweise näher sind, als gedacht.
Lebenschroniken von Menschen und Bauwerken
Ildefonso Falcones ist mit seinem Debütroman ein großartiges Werk gelungen, das man zu keiner Zeit, trotz seines Gewichtes von 1150 Gramm, aus der Hand legen möchte. Wobei das Gewicht auch das einzig Schwere an diesem Buch ist. Nach fünf Jahren Arbeit legt Falcones ein Buch vor, das die Chronik einer Kirche ist, den Bau derselben aber nicht in den Vordergrund stellt. Somit ist es auch nicht mit anderen Büchern über Kathedralbauten vergleichbar. Es wird auch nicht das letzte sein, in dem eine Kathedrale gebaut werden wird und doch ist es für sich einzigartig.
Das Buch spielt in den Jahren 1320 bis 1384 und erzählt das Leben von Arnau Estranyol, der zwar nur zu Beginn direkt mit dem Bau der Kathedrale zu tun hat, aber immer wieder dorthin zurückfindet, in ihr betet und Schutz sucht und auch ihr gegenüber wohnt. Er dient sich in dieser Zeit vom kleinen Lehrling zum Seekonsul der Stadt Barcelona hoch und der Leser verfolgt gebannt seinen Werdegang. Arnau und sein Stiefbruder Joanet werden hervorragend charakterisiert und auch die Nebenfiguren werden gut dargestellt und all ihr Handeln in allen Konsequenzen klar erläutert. Dabei versteht es Falcones, nicht mit überbordenden Fakten zu langweilen, sondern diese, wo nötig, in die Handlung mit einzubeziehen. Das rundet ein erzählerisches Gesamtbild ab, das sich leicht verfolgen lässt und nicht kompliziert und überfrachtet formuliert ist. Somit schreibt er in einem sehr leserfreundlichen Stil, der allerdings gerade zu Beginn des Buches noch etwas unausgereift ist, sich aber bis zum spannenden und dramatischen Finale stetig steigert.
Viele Wendungen sorgen für viel Spannung
Vermeintliche Nebenfiguren tauchen später wieder auf und somit schließen sich Kreise, von denen man nicht ahnte, dass sie sich überhaupt geöffnet hatten. Falcones’ großes Plus ist, dass er sich nicht auf den Bau der Kathedrale beschränkt, sondern Arnaus Leben durch alle Lagen verfolgt und beschreibt. Durch viele Wendungen und persönliche Veränderungen, mit manchmal zu deutlichen Schnitten, lernt man so auch die Zeit und das Leben in Barcelona kennen. Mit all seinen komplizierten eigenen Gesetzen, seinem unbrauchbaren Hafen, seinen Vierteln und einem Konglomerat von verschiedenen Menschen wie Händlern, Juden, Adeligen, Arbeitern und Königen wird die Stadt selbst zum heimlichen Hauptdarsteller des Buches. Da tut der Einsatz der Inquisition in Spanien ihr Übriges. Falcones formuliert detailliert und malt so ein buntes und verständliches Bild der Stadt und ihrer teilweise eigentümlichen Gesetzgebung.
Da stört auch eine gewisse Schwarz-Weiß-Malerei nicht, die in manchen Personen zu finden ist. Auch wenn manche Konflikte etwas zu glatt gelöst werden, so gibt es doch im Kleinen, Privaten wie im Großen, Globalen immer wieder genügend komplizierte Auseinandersetzungen, die gelöst werden müssen. Arnaus Weg vom kleinen Bastaixos, einem Steineschlepper, über einen Geldverleiher bis zum Seekonsul geben ihm einen Werdegang, der zwischenzeitlich etwas zu traumhaft wirkt, aber wer hoch steigt, wird auch …Nun, ganz so einfach ist es dann auch nicht, darf aber hier nicht verraten werden.
Gute Umsetzung langjähriger Recherchen
Ildefonso Falcones legt mit „Die Kathedrale des Meeres“ ein Werk vor, nach dem man immer lange sucht, es aber nur selten findet. Ohne langweilig zu werden, versteht er es den Leser in das Katalonien des 14. Jahrhunderts zu versetzen, von dem nicht viel bekannt ist. Die Ergebnisse seiner langjährigen Recherchen lesen sich flüssig und spannend. Warum gelegentlich die Zeitsprünge innerhalb der Kapitel und nicht als Kapitelsprung genutzt werden, ist jedes Mal anders und daher unverständlich, schmälert aber das Lesevergnügen in keinster Weise. Nach einem teilweise etwas holperigen Beginn mit zu abrupten Zeit- und Erzählsprüngen entwickelt sich ab dem zweiten Drittel des Buches ein farbenfroher Roman, der den Leser fortan bis zur letzten Seite an sich fesselt und man ist fast traurig, wenn die 650 Seiten ausgelesen sind. Die Zeit wird ausführlich geschildert, die Menschen ausreichend charakterisiert und mit Ecken und Kanten und allen Zweifeln, Hoffnungen und Träumen versehen, die einen großen Roman ausmachen. Politische Geschehnisse runden ein Buch ab, das auf jedes Regal gehört von Lesern, die sich für historische Romane interessieren.
Im Einband des Buches ist eine historische Karte Barcelonas mit Anmerkungen, die im Anhang in einer Legende ausführlich erklärt werden und so auch Nicht-Barcelonesen ermöglicht, dem Geschehen noch näher zu sein. Das ebenso ausführliche und lesenswerte Nachwort des Autors erklärt, wo er sich an Fakten gehalten hat, wo er warum von ihnen abgewichen ist und welche Freiheiten er sich genommen hat. Dazu ist es erstaunlich, welche Details der Wahrheit entsprechen und welche nicht.
Es ist durchaus verständlich, warum dieses Buch das erfolgreichste Buch eines spanischen Autors aller Zeiten in Spanien ist. Bleibt zu hoffen, dass es in Deutschland auch auf eine so große begeisterte Leserzahl trifft. Und die Kirche Santa Maria del Mar ist in Barcelona kostenlos zu besichtigen. Ein Ausflug dahin lohnt sich beim nächsten Spanien-Aufenthalt bestimmt – und vielleicht sieht man diese Kathedrale dann mit anderen Augen.
Ihre Meinung zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres«
- Dinesh Bauer zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 06.03.2010
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Mein Urteil fällt zwiespältig aus. Wie die Baumeister der Kathedrale errichtet er ein gewaltiges, hoch aufragendes Gerüst. Stein um Stein wird herbei geschleppt und aufeinander getürmt. Die Bögen spannen sich, die Säule wachsen empor und spannen ihr steinernes Netzwerk und die Mauern ruhen auf einer soliden geschichtlichen Fundament. Wie seine Protagonisten, die unverdrossen an der Kathedrale werkeln ist der Autor ein Handwerker, der seine Geschichte aufbaut und die Fügen mit Mörtel verkittet. Und nach über 600 Seiten steht das buch da - gewaltig und ehern wie die Kathedrale des Meeres oder besser Marias. Nur leider bietet die Geschichte nicht die feinen Lichtspiele, den farbigen Zauber, der Bauten wie Santa Maria del Mar zu einem himmlischen Refugium auf Erden werden lassen. Etwas schade, das vieles - vor allem die Charaktere - zu flach angelegt, zu wenig profiliert und mit zu wenig Liebe zur sprachlichen Arabeske skulpiert ist.
- Ailis zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 24.02.2010
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Die vielen Lobeshymnen auf dieses Buch, die davon sangen, dass hier endlich noch einmal ein historischer Roman von Qualität auf den doch sehr überfütterten Markt geworfen worden sei, haben mich dazu veranlasst, freudig in den Buchhandel zu marschieren und entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht auf das Taschenbuch zu warten, sondern gleich zuzuschlagen. Ehrlich - ich habe lange keinen Kauf mehr so bereut. Nach 200 Seiten war ich es satt, diesen eindimensionalen Figuren auch nur noch einen Schritt durch ihr langweiliges Leben zu folgen. Schade - aber das Buch wanderte auf einen caritativen Bücherflohmarkt und konnte so hoffentlich nicht nur einem guten Zweck dienen, sondern vielleicht einen anderen Leser glücklich machen. :-)
- Cathy zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 02.12.2009
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Warum werden alle Bücher miteinander verglichen? Ist es nicht so, dass man jedes Buch für sich nehmen sollte, wenn es sich nicht gerade um eine Trilogie handelt?
Ich habe mich auf dieses Buch eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Es hat mich mitgenommen in das Barcelona des 14. Jahrhunderts. Ich habe das Buch in 2 Tagen ausgelesen, weil es mich nicht mehr los gelassen hat. Ich kenne Follets Bücher nicht; und das ist vielleicht auch gut so. Dennoch sollte man das Buch für sich sehen.
Ich habe es weiterverschenkt und es hat großen Zuspruch gefunden.
Meine Empfehlung? 100%!
- Alejandra zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 30.11.2009
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Ich bin ein großer Ken Follet Fan und habe mich daher mit Vorfreude auf "Die Kathedrale des Meeres" gestürtzt. So eine Enttäuschung! Das Buch ist eine Ansammlung billigster Klischees, jede Frau darin wird mindestens einmal vergewaltigt und der Hautpcharakter ist absolut nicht überzeugend. Sehr ärgerlich, ich habe es nicht zu Ende gelesen - und das passiert mir nur bei Büchern, die mich wirklich langweilen.
- maripe zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 22.10.2009
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Es tut mir ja Leid, einen negativen Kommentar über einen Landsmann abzugeben aber ich fand das Buch absolut langweilig!...da ist keine Spannung dabei! - ich kann nur nachvollziehen, daß es Leser gibt, die das Buch toll finden wegen der Kulissen...Das Buch steht bei mir im Regal (das Original auf Spanisch) und ich werde es mit Sicherheit nicht wieder lesen!
- tedesca zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 22.10.2009
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Fast 24 Stunden Hörvergnügen sind vorüber - Wolfgang Condrus verleiht der Geschichte ein Leben, das sie nach meinem Gefühl in der gedruckten Version garnicht hat. Da wär sie mir wohl zu langatmig und stellenweise zu eintönig gewesen, die langen Dialoge hätten mich sicher genervt. Aber Condrus versteht es, den Figuren eine Persönlichkeit zu geben, ohne sich auf große Spielereien mit seiner Stimme einzulassen, was meistens eher störend wirkt.
Zur Geschichte selbst kann ich nur sagen, dass diese ewige schwarz-weiß-Darstellung der Personen und Geschehnisse dem Buch leider viele Möglichkeiten mehr in die Tiefe zu gehen verbaut. Vieles ist zu simpel, zu sehr auf den Plot hingetrimmt. Die junge Francesca wird gleich beim ersten Mal schwanger (muss sie ja, weil ein zweites Mal gibt es nicht), das Kind hat genau das Muttermal, das es braucht, um keine Zweifel aufkommen zu lassen... mehr will ich jetzt von der Handlung nicht vorwegnehmen, es soll ja für alle spannend bleiben.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich diesen imemr wiederkehrenden Verlgeich mit Follet's "Säulen der Erde" nicht ganz verstehe, denn abgesehen davon, dass beide Bücher im Mittelalter spielen, haben sie nicht viel gemeinsam. Steht bei Follet der Kathedralenbau im Mittelpunkt, ist er hier ein Rahmen für die Geschichte der Stadt Barcelona und Katalaniens, wir erfahren wenig darüber, wie sich der Bau selbst und seine Planung gestaltet haben. Stilistisch hat Follet sicher mehr drauf, aber trotzdem würde ich "Die Kathedrale des Meeres" allen Freunden historischer Literatur empfehlen.
- wahrewortesindnichtschön zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 01.09.2009
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ich bin wirklich überrascht, dass es hier leser gibt, die ken follets "die säulen der erde" kennen und es im nachhinein tatsächlich geschafft haben falcones "kathedrale des meeres" durch zu lesen - und es auch noch gut finden. ich bin sowas von enttäuscht von diesem buch. angepriesen wurde es mir als spiegel-bestseller. auf dem klappentext dann auch noch der vergleich mit follets "säulen der erde". dieser punkt war für mich eine klare kaufentscheidung. hinter der riesen merchandising-maschinerie des verlages verbirgt sich ein totaler flopp, der den vergleich mit follet nicht besteht. man kann hier fast von einer hinterlistigen täuschung des verlages sprechen, der versucht, anspruchsvolle leser zu aquirieren. falcones sprache hölzern und schlicht. der erzählstil zum einschlafen. die handlung geist- und fantasielos. wofür hat dieser man bitte fünf jahre gebraucht? toll recherchiert tröstet mich persönlich nicht über einen schlechten erzählstil hinweg. ich habe das buch nur zu einem drittel gelesen, in der hoffnung, dass es irgendwann nochmal spannend wird. das genaue gegenteil war leider der fall. nach einem verheißungsvollen anfang baute die handlung stark ab und verflachte dann vollends. wer interesse an historischen romanen hat sollte sich lieber andere bücher kaufen. im übrigen gibt es ja schon seit längerem den zweiten teil von follets "säulen der erde" der "die tore der welt" heißt. ein sehr gutes buch. kommt zwar nicht ganz an den ersten teil heran aber trotzdem tausendmal besser als falcones "die kathedrale des meeres". mein fazit: das buch ist ein absolutes no-go. besser geld sparen und in ein anderes buch investieren.
- Jens Wagener zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 08.07.2009
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Ich habe mir "Die Kathedrale des Meeres" als ungekürzte Lesung angehört. Sprecher dieser Fassung ist Wolfgang Condrus, der maßgeblich zum guten Gesamteindruck des Hörbuches beiträgt.
Ich war aufgrund des Titels etwas voreingenommen, da ich das Buch für einen Abklatsch von Ken Folletts "Säulen der Erde" hielt. Dem ist nicht so. Zwar gibt es einige Parallelen, dennoch hat das Buch einen eigenständigen Charakter.
Die Geschichte ist spannend und weitgehend gut erzählt. Insbesondere der Beginn des Buches hat mir gut gefallen. Einige Wendungen der Geschichte konnte ich schlecht nachvollziehen. Vielleicht lag es daran, dass manche Figuren zu schwarz-weiß und zu einfach gezeichnet sind. Raffinesse ist keine Stärke von Falcones.
Dafür vermittelt er ein wunderbares Bild des 14. Jahrhunderts. Schon allein deshalb lohnt sich das Lesen bzw. Hören des Buches.
Mir hat es insgesamt gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen der historische Romane mag. Trotz kleinerer Schwächen ein gutes Buch. Nicht sehr gut aber gut.
- Jane zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 12.02.2009
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Hallo, also ich kann dieses Buch jeden empfehlen, der überhaupt gerne liest!
Normalerweise bin ich nicht so der historische Bücher- Leser, aber diese Buch hat alles verändert!
Es ist spannend geschrieben und man kann sich ganz leicht in die gerade handelnde Person hineinversetzen, und das ist, finde ich bei Büchern besonders wichtig!
Also viel Spaß beim Lesen!
- Janko zu »Ildefonso Falcones: Die Kathedrale des Meeres« 07.11.2008
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„Die Kathedrale des Meeres“ erzählt die herzzerreißende, historische Geschichte um das schicksalhafte Leben des Bauern Bernat Estanyol und seines Sohnes Arnau. Ständig auf der Flucht vor der Obrigkeit oder von selbiger permanent bedroht, gedemütigt und ausgenutzt, kommen die beiden vorerst in Barcelona bei Bernats Schwester und deren Ehemann unter, damit allerdings auch vom Regen in die Traufe. Armut, Hunger, Schmerz und Demut, sind nur ein kleiner Teil der Widrigkeiten im Katalonien des 14. Jahrhunderts, mit denen sie stets zu kämpfen haben. Bernat arbeitet hart und gewissenhaft in der Töpferwerkstatt seines Schwagers, während Arnau die Bastaixos beim Bau der Kathedrale Santa María del Mar unterstützt. Der kleine Joan, der sich unterdes mit Arnau angefreundet hatte, verliert wenig später seine Mutter und wird letztendlich vom eigenen Vater verstoßen. Er kommt bei Bernat und Arnau unter, die sich mittlerweile nach einer anderen Bleibe umgucken mussten. Einige Zeit später darf sich Arnau aktiv am Bau von Santa María del Mar beteiligen und schleppt gemeinsam mit den übrigen Bastaixos schwere Steine für den Bau herbei, während Joan die Schule besucht, um Mönch zu werden. Beide werden im Laufe ihres doch so unterschiedlichen Lebens stets mit Hass, Stolz, Ehre, Intrigen, Verrat, Schmerz, Leid, Hoffnung, gleichwohl Freundschaft, Liebe, Leben und Tod konfrontiert. Als Arnau Maria (die Tochter eines hohen Bastaixos) heiratet, zieht er, aufgrund seiner verbotenen Liebe zu Aledis, in den Krieg. Er will Aledis, die im selben Haus, wie Bernat, er und Joan gelebt hat, vergessen. Als der Krieg zu Ende ist und Arnau wieder heim kehrt, wütet die Pest, die ganze Landstriche entvölkert. Seine Frau und viele andere um ihn herum fallen der Seuche zum Opfer, doch er selbst überlebt. Wenig später steigt er ins Geldwechselgeschäft ein und wird ein reicher, angesehener Mann. Doch auch dies ruft immer wieder Neider und Missgönner auf den Plan, die ihm das Leben immer wieder schwer zu machen versuchen, bis sie Arnau letztendlich da haben, wo sie ihn haben wollen. Interessante, geschichtliche Fakten vermischen sich mit Fiktionen und die moderne, dennoch an die Zeit angepasste Sprache, lässt eine durchaus mittelalterliche Atmosphäre entstehen. Nicht zuletzt diese Fakten machen den, mit 650 Seiten zu Buche schlagenden Wälzer, zu einem monumentalen, historischen Drama.
Meine Wertung: 75°
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