Historische Romane über das 20. Jahrhundert

Die Weltkriege – das wohl düsterste Kapitel des 20. Jahrhunderts und damit auch hier auf der Histo-Couch. Fast zehn Millionen Tote forderte der Erste Weltkrieg, etwa fünfzig Millionen der Zweite. Kein leichter Hintergrund für Romane, der viel Feingefühl, Recherche und mit Sicherheit auch eine Portion Abstand seitens der Autoren verlangt, um nicht in falsche Heldenverehrung, ins Verdrehen historischer Tatsachen oder gar Verharmlosung zu verfallen. Und dennoch: Klassiker wie Das Boot oder Im Westen nichts Neues verdienen auch ihren Platz unter den historischen Romanen.

Seien Sie bitte nachsichtig mit uns, dass wir ein Thema wie dieses an dieser Stelle nur in Grundzügen anreißen können und lediglich einen stichpunktartigen Überblick auf das Geschehen von 1914-1945 geben. Links zu weiterführenden Informationen finden Sie am Ende dieser Seite.

Der Erste Weltkrieg

Die „;Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“; nennen Historiker den Ersten Weltkrieg. Zu seinem Ende waren 25 Staaten und Kolonien, in denen seinerzeit fast drei Viertel der gesamten Weltbevölkerung lebten, im Kriegszustand. Ausschlaggebend für diese Katastrophe war das Attentat in Sarajewo am 28. Juni 1914, bei dem der Thronfolger Österreich-Ungarns, Franz Ferdinand und seine Frau umgebracht worden sind. Die Kettenreaktion, die darauhin einsetzte, sollte fast zehn Millionen Menschen das Leben kosten:

  • Österreich-Ungarn fordert von Serbien eine gerichtliche Untersuchung des Attentats mit eigener Beteiligung, was Serbien als Beeinträchtigung seiner Souveränität ablehnt. Genau einen Monat nach dem Tod des Thronfolgers erklärt Österreich-Ungarn den Serben den Krieg
  • Russland befiehlt am 30. Juli 1914 die Generalmobilmachung zur Unterstützung Serbiens
  • Das Deutsche Reich, Bündnispartner der k.u.k.-Monarchie, erklärt daraufhin Russland den Krieg – am 1. August 1914 überschreitet die russische Kavallerie die ostpreußische Grenze
  • Frankreich als Bündnispartner Russlands schließlich zog kurz darauf in den Krieg gegen das Deutsche Reich, ein Zweifrontenkrieg drohte.
  • Das Deutsche Reich suchte den schnellen Schlag gegen die Franzosen, erhielt aber vom neutralen Belgien keine Durchmarschgenehmigung. Die Deutschen missachteten dieses, was wiederum Großbritannien auf den Plan brachte und dem Deutschen Reich den Krieg erklärte.
  • Trotz hartnäckigem Widerstand hatten das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn den Alliierten 1918 nicht mehr viel entgegen zu setzen. Österreich-Ungarn zerfiel. Das Deutsche Reich willigt schließlich am 5. November 1918 in den von Frankreich diktierten Friedensvertrag ein.
  • Der Friedensvertrag von Versailles (28. Juni 1919) verpflichtete das Deutsche Reich zur Abgabe zahlreicher Territorien und zu immensen Reparationszahlungen.

Der Zweite Weltkrieg

Nachdem mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 die junge wie unstabile deutsche Demokratie (Weimarer Republik) faktisch zu Grabe getragen worden war, setzte das „;Großgermanische Reich“; eine verhehrende Vernichtungsmaschinerie in Gang, die zum wohl größten, blutigsten und Menschen verachtendsten Konflikt der Weltgeschichte ausarten sollte:

  • Am 1. September 1939 marschiert Nazi-Deutschland in Polen ein.
  • Großbritannien und Frankreich erklären am 3. September 1939 Deutschland den Krieg
  • Am 10. Mai 1940 beginnt Deutschland den Westfeldzug mit dem Angriff auf die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg, am 14.  Juni besetzen Teile der deutschen Streitmächte Frankreichs Hauptstadt Paris.
  • Obwohl der Hitler-Stalin-Pakt Bestand hatte, marschieren deutsche Truppen am 22. Juni in die Sowjetunion ein.
  • Nach dem Überfall der Japaner in Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und der deutschen Kriegserklärung an 11. Dezember 1941 treten die Vereinigten Staaten in den Krieg ein.
  • Auf der „;Wannseekonferenz“; beschließen die Nationalsozialisten die „;Endlösung der Judenfrage“;: Bis Kriegsende ermorden die Nazis sechs Millionen Juden, teils mit einer perfiden Perfektion (Konzentrationslager)
  • 6. Juni 1944, D-Day: Alliierte Truppen landen in der von den Deutschen besetzten Normandie – der Anfang vom Ende Nazi-Deutschlands.
  • Ende April 1945 stehen sowjetische Truppen vor Berlin. Hitler nimmt sich am 30. April 1945 das Leben, am 2. Mai kapitulieren die letzten deutschen Truppen in der Hauptstadt.
  • Am 6. Mai 1945 kapituliert Deutschland bedingungslos.

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