Hans G. Stelling

Hans G. Stelling ist eines der vielen Pseudonyme des Autors Hans Gerhard Franciskowsky. Andere Pseudonyme sind H.G. Francis, Frank Sky, Ted Scott, Gunther Frank, Cade C. Merritt, R.C. Quoos-Raabe, Peter Bars oder H.G. Francisco.

Geboren wurde Franciskowsky 1936 in Itzehoe. Nach seinem Abitur studierte er Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Hamburg und war danach als Gebietsleiter eines Pharma-Unternehmens tätig. Diesen Beruf übte er dreizehn Jahre lang aus, ehe er 1972 sein Hobby zum Beruf machte und endgültig ins schreibende Metier wechselte. Schon als Jugendlicher las er begeistert Science Fiction-Romane, und so schrieb er schon in den 60ern selber für dieses Genre. Sein erster Roman hieß Die fünf Oligos und wurde 1962 veröffentlicht. Daraufhin schrieb er für mehrere Romanserien und baute mit Rex Corda eine eigene Serie auf.

Von Fachleuten wird sein Roman Die fünften vom Hundert zu den ebsten SF-Romanen der Nachkriegszeit gezählt. Er wechselte zur Atlan-, und später zur Perry Rhodan-Serie, zu der er bis 2004 210 Romane beisteuerte. Neben seinen Arbeiten für die fantastische Literatur schrieb er auch für die Jugendbuchserie Wendy und war auch für die Pferde-Zeitschrift Lissy tätig. Für eine Buchserie um vom Aussterben bedrohte Tierarten reiste er um die ganze Welt, um vor Ort seine Recherchen betreiben zu können. So war er in Indien, Ostafrkia, China, auf den Azoren, in Florida und Kanada. Immer wieder nimmt er in all seinen Romane Bezug auf den Umweltschutz.

Neben seinen Romanen lag ein weiterer Schwerpunkt bei Drehbüchern für Hörspielserien wie TKKG, Die drei Fragezeichen, Die fünf Freunde, Edgar Wallace, Gruselserie, Commander Perkins, Masters of the Universe, Wendy und vielen anderen. Für seine insgesamt rund 600 Hörspiele erhielt er 120 Goldene Schallplatten, sechs Platin-Schallplatten und erreichte eine Gesamtauflage aller seiner Hörspiele von 120.000.000.

Ergänzend dazu schrieb er Detektivromane, Kurzgeschichten und Drehbücher für Fernsehsendungen, so dass er sich eine Vielfalt in seiner Arbeit erhielt. Mit dem Roman zur Fernsehserie Störtebeker schrieb er seinen ersten historischen Roman.

Zuletzt arbeitete er an einer Krimiserie, die zur Hansezeit in Hamburg spielt. Da der Verlag der Ansicht war, der Name Franciskowsky passe nicht zu Störtebeker, wurde das Pseudonym Hans G. Stelling gewählt, angelehnt an den Ort Stellau, in dem er wohnte. Er starb am 3. November 2011 in Hamburg im Alter von 75 Jahren.

Historische Romane von Hans G. Stelling: