Erich Maria Remarque

Der Niedersachse Erich Paul Remark wurde am 22. Juni 1898 als Sohn eines Buchbinders in Osnabrück geboren. Erst ab 1922 verwendete er den Namenszusatz „Maria“ und ab 1924 nannte er sich „Remarque“. Nach der Volksschule besuchte er zunächst das katholische Lehrerseminar, eher er 1916 nach einem Notexamen als Soldat eingezogen wurde und 1917 an die Westfront kam. Hier wurde er schon bald durch Granatsplitter an Hand, Arm und Bein verletzt. So erlebte er das Kriegsende 1918 in einem Lazarett in Duisburg.

Nach Ende des Krieges setzte er seine Lehrerausbildung fort und unterrichtete fortan im Raum Osnabrück. Ende 1920 bat er um Beurlaubung und begann eine Karriere als Zeitungsredakteur, u.a. in Osnabrück, Hannover und 1924 in Berlin bei der Sport im Bild. Schon während seiner Zeit in Hannover veröffentlichte er um die 100 Prosatexte in verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen.

Bereits 1928 schrieb er seinen wohl bekanntesten Roman Im Westen nichts Neues, in dem er hauptsächlich die Erfahrungen von Kameraden verarbeitete, die er im Lazarett kenngelernt hatte. Zunächst erschien der Roman in der Vossischen Zeitung in Berlin um wurde 1929 auch als Buchausgabe veröffentlicht. Nicht nur hierdurch, sondern vor allem auch durch die Verfilmung von Lewis Milestone 1930 wurde er weltweit bekannt.

1932 verliess er Deutschland und emigrierte zunächst in die Schweiz, wo er andere Schriftsteller wie Thomas Mann und Carl Zuckmayer kennen lernte und weiteren Emigranten Unterschlupf gewährte. 1933 wurden seine pazifistischen Bücher von den Nazis verbrannt. Ebenso verbreiteten sie das Gerüchte, Remarque sei Jude gewesen und habe gar nicht am Krieg teilgenommen, so dass er 1938 ausgebürgert wurde und ab 1929 in den USA lebte. Hier traf er Persönlichkeiten wie Lion Feuchtwanger, Bertolt Brecht und auch Marlene Dietrich, mit der er später eine Affäre hatte. 1947 erlangte er die amerikanische Staatsbürgerschaft und lebte ab 1948 abwechselnd in den USA und in Porto Ronco in der Schweiz.

Nach zwei glücklosen Ehen mit der Tänzerin Jutta Ilse Zambona und zwischenzeitlichen Affären u.a. mit Marlene Dietrich und Greta Garbo heiratete er 1958 Paulette Godard, die frühere Ehefrau von Charlie Chaplin. Mit ihr lebte er bis zum Ende seines Lebens im Tessin. Er starb am 25. September 1970 in Locarno an einem Aortenaneurysma, einer besonderen Komplikation der Arteriosklerose und wurde auf dem Friedhof in Ronco begraben.

Remarque erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter 1967 das Große Bundesverdienstkreuz. 1991 rief seine Heimatstadt Osnabrück ihm zu Ehren den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ins Leben, der alle zwei Jahre vergeben wird. 1995 wurde das Erich-Maria-Remarque-Institut der New York University European Studies von dem Historiker Tony Judt gegründet, der dafür auch den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis im Jahr 2007 erhielt.

Historische Romane von Erich Maria Remarque:

Weitere Romane von Erich Maria Remarque:

  • (1920) Die Traumbude
  • (1927) Station am Horizont
  • (1930) Der Feind
  • (1952) Der Funke Leben
  • (1955) Der letzte Akt
  • (1956) Seid wachsam!!
  • (1956) Die letzte Station
  • (1959) Der Himmel kennt keine Günstlinge
  • (1970) Das gelobte Land

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