Feuer und Stein von Diana Gabaldon

Buchvorstellungund Rezension

Feuer und Stein von Diana Gabaldon

Originalausgabe erschienen 1991unter dem Titel „Outlander“,deutsche Ausgabe erstmals 1995, 798 Seiten.ISBN 3-7645-0155-3.Übersetzung ins Deutsche von Elfriede Fuchs, Gabriele Kuby.

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Kurzgefasst:

Man schreibt das Jahr 1945. Claire Beauchamp Randall, die bis vor kurzem als Krankenschwester an der Front gearbeitet hat, verbringt die zweiten Flitterwochen mit ihrem Mann Frank in den schottischen Highlands. Als sie bei einem Spaziergang nichtsahnend einen magischen Steinkreis berührt, verliert sie das Bewußtsein – und erwacht mitten im Schlachtgetümmel schottischer Rebellen, im Jahr 1743… 

Das meint Histo-Couch.de: „;Ein packender Klassiker, den man einfach gelesen haben muss“;98Treffer

Rezension von Vanessa Brinker

Schottland, das Land der Highlands, Mythen und Geschichten. Es ist ein raues Land, das aber durch seinen Charme und seine Geschichte besticht. Wenn es ein Land gibt, in dem noch Kobolde leben, Seeungeheuer ihr Unwesen treiben und Brownies die Menschen ärgern, dann ist es wohl das Land, in dem auch Feen Menschenkinder stehlen und sie in eine Welt entführen, die wohl knapp 200 Jahre zurückliegt. Wieso sollte es dann nicht auch möglich sein, dass Druiden ebenfalls einen Weg gefunden haben, in die Vergangenheit zu reisen? Eine Art Portal, das sich nur zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten öffnen und deswegen gekennzeichnet werden muss – mit Steinkreisen. Und sollte es nicht vielleicht doch die Möglichkeit geben, dass es Menschen gibt, die durch die Steine und durch diese Portale hindurch in die Vergangenheit reisen können?

Ein Steinkreis als Zeitmaschine

Claire und ihr Mann Frank verbringen 1945 ein paar Tage in Schottland. Diese Reise soll so etwas wie ihre zweiten Flitterwochen werden, denn durch den zweiten Weltkrieg, in dem Frank als Soldat und Claire selbst als Krankenschwester gedient haben, sind sie sich fremd geworden. In der kleinen kuscheligen Pension hoffen sie, wieder enger zueinander zu finden und ihre Ehe neu aufleben lassen zu können.

Frank ist Hobby- Genealoge und nutzt diese Zeit ebenso, um sich mit seinen Vorfahren – im Besonderen mit Hauptmann Jonathan Randell, der zu seiner Zeit auch als Black Jack bekannt war – zu beschäftigen und ein paar Nachforschungen anzustellen. Claire hingegen ist fasziniert von den Heilkräutern der Gegend und bricht so eines Morgens alleine zu einem nahe gelegenen Steinkreis auf, weil sie dort interessante Pflanzen gesehen hat. An diesem Morgen vernimmt sie ein tiefes Brummen von einem der Steine, der gespalten ist und macht sich auf die Suche nach der Ursache für das Geräusch. Dabei tritt sie durch den Spalt im Stein.

Nach dem ersten Schock dämmert ihr das Unfassbare – sie ist durch die Zeit gereist und befindet sich nun im Schottland des Jahres 1743. Und als wäre das noch nicht schlimm genug, gerät sie auch gleich zwischen die Fronten. Die Engländer halten sie für eine schottische Spionin und die Schotten habe keine bessere Meinung über sie, was die Engländer angeht.

Auch wenn Claire sich vorläufig damit abgefunden hat, in der Vergangenheit gefangen zu sein, hofft sie doch immer noch darauf, zurück zu dem Steinkreis zu gelangen und damit auch einen Rückweg in ihr eigenes Leben zu finden. Wird es ihr gelingen, sich von der Vergangenheit zu befreien und ihren Platz in der Welt und der Zeit zu finden?

Geschichte, die bewegt

Diana Gabaldon ist mit ihrem Debüt „;Feuer und Stein“; gleich ein Bestseller gelungen. Das Buch verkaufte sich wie warme Semmeln – und das lag sicherlich nicht nur an ihren äußerst sympathischen Hauptfiguren Jamie und Claire Fraser.

Die Autorin legte größten Wert auf die historischen Fakten, die sie in ihren Roman eingebaut hat. Der Leser bekommt ein sehr genaues Bild von den Begebenheiten und den Lebensumständen, die im 18. Jahrhundert in Schottland herrschten. Die schottischen Clans kämpfen erbittert gegen die englischen Besatzer und mussten sich auch noch mit Verrat, Hexenwahn und Rebellion in ihren eigenen Reihen auseinander setzten. All diese Umstände hat Diana Gabaldon bedacht und in ihren Roman einfließen lassen.

Diana Gabaldon beweist in Feuer und Stein nicht nur erzählerisches Geschick, sondern auch viel Einfühlungsvermögen in ihre Charaktere. Feinfühlig und mit immer genau den passenden Worten bekommt der Leser einen Eindruck in die Gedankenwelt der Figuren in diesem Buch vermittelt. Und dabei bleibt es nicht. Mit jeder gelesenen Seite verlässt man seine Zeit ein Stückchen mehr, taucht immer weiter in die Geschichte Schottlands ein, verstrickt sich mit den Figuren immer weiter in die politischen Dispute der Zeit und leidet und hofft mit den Highlandern. Einmal in den Fängen dieser Autorin wird es schwer, ihr wieder zu entfliehen.

Liebenswerte Charaktere

Kaum einem Leser wird verborgen bleiben, welch liebenswerte Charaktere die Autorin geschaffen hat. Egal ob es sich um eine Hauptperson handelt oder es eine der Nebenrollen ist, alle Protagonisten haben ihre eigene Persönlichkeit. Diana Gabaldon ist es gelungen, sowohl Charakterstärken zu zeigen, die Menschen in einer Notsituation entwickeln, als auch die Schwächen, die sich ebenso in solchen Momenten herauskristallisieren.

Manche der Charaktere sind so vielschichtig, dass man beim Lesen nie weiß, woran man bei ihnen gerade ist. Und auch diese Tatsache trägt bedeutend dazu bei, dass dieser 800 Seiten dicke Wälzer niemals langweilig wird.

Edelsteine schützen

Was diesen Zeitreiseroman noch so interessant macht, ist die ausgefeilte Zeitreisetheorie, die sich Diana Gabaldon zu Recht gelegt hat. Nicht jeder ist demnach fähig durch die Zeit und damit auch durch die Steine zur reisen. Und ungefährlich ist es auch nicht. Diana Gabaldons Theorie nach könnte es aber möglich sein, die negativen Nebenwirkungen der Reise zu mindern, in dem man den richtigen Zeitpunkt für seine Reise wählt und gewisse Vorkehrungen trifft. Edelsteine zum Beispiel könnten dem Zeitreisenden durch die Strapazen der Reise helfen.

Dieses Buch, der erste Roman der Highland- Saga, unterhält nicht nur, es bringt die Geschichte Schottlands ins Wohnzimmer. Was in der Schule als trockener und öder Stoff empfunden wurde, wird aufregend und spannend.

„;Die Leser erzählen mir, dass sie sich bei der Lektüre so fühlen, als seien sie mittendrin in der Story, körperlich anwesend. Sie sind Teil der Ereignisse und teilen die Gefühle von Jamie, Claire und all den anderen.“; erzählt die Autorin in einem Interview.

Und genauso ist es – man ist mitten drin statt nur dabei. Dieses Buch ist ein Highlight und bietet nicht nur Frauen großes Lesevergnügen.

Ihre Meinung zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«

Ute_L. zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«17.12.2016
Ich liebe Zeitreiseromane und dieser ist wirklich super. Dass das Buch fast 800 Seiten hat merkt man gar nicht, denn es ist durchgehend spannend und in einem wunderbar leichten, teilweise witzigen Stil geschrieben, dass man nur so über die Seiten fliegt.
Ich hab mir direkt nach dem Buch die verfilmte 1. Staffel angesehen und ich kann auch die Regiseure nur loben. Oft ist man ja von der Verfilmung eines tollen Buches enttäuscht, aber hier ist alles wunderbar umgesetzt. Nur in der letzten Folge wurde die Buchvorlage ganz schön zusammengerafft und auch ein bisschen abgeändert.
Ich bin schon sehr gespannt wie es im zweiten Band weitergeht.
Trotzdem ich das Buch wirklich spannend fand und es auch auf jeden Fall weiterempfehlen kann muss ich doch ein bisschen Kritik anbringen und das betrifft die beiden Männer in Claires Leben: Ich finde es ein bisschen schade, dass man von Frank überhaupt nichts mehr erfährt nachdem Claire durch die Steine gegangen ist. (In der Verfilmung ist das ein bisschen anders) Ja und was Jamie betrifft ist das, was er alles an Schmerzen, Foltern und Misshandlungen ertragen muss und trotzdem alles überlebt doch schon sehr, sehr dick aufgetragen. So ein bisschen Held und Ritter lass ich mir ja gefallen, aber aus Jamie jetzt einen Mr. Superman zu machen, das stört ein bisschen.
Nadine zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«16.10.2015
Ich habe zuerst die ungekürzte Fassung gelesen vom ersten Band und weil ich nicht auf den zweiten Band warten will habe ich mir die alte Fassung gekauft und wollte weiterlesen. Aber was ist den das bitte für ein Übergang? Plötzlich ist sie wieder in ihrer alten Welt und es sind 20 Jahre vergangen???Was hab ich da verpasst?
Runa Saatkamp zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«18.09.2015
Diana Gabaldon ist eine Göttin , sie ist eine Zauberin die einen mit nimmt in eine Traumwelt, sie ist eine Druidin die einen eigenen Kosmos erschafft!!!!
Es ist wunderbar,wundervoll und wunderschön!!!Sie ist selbst eine Zeitreisende die uns mit nimmt auf Ihre Reise!!!!Ich habe mich in diese Traumwelt verliebt und tauche bei jedem Lesen darin ein!!!!Von Herzen vielen Dank!!!
lorelei zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«18.06.2015
Abgesehen von dem völlig bescheuerten Titel -(Stein geht ja noch, aber wo kommt das Feuer her???) ist es eine nette Geschichte. Zeitreise- Märchen, Romantik, ein Mann von dem man zumindest träumen kann, weil es ihn ohnehin nie geben wird, weder in Vergangenheit noch in Zukunft, Heldentum, Humor und guter Schreibstil und gute Geschichtskenntnisse. Sex und Crime inbegriffen. Die ersten drei Bände sind ganz okay. Danach? Mal wird der eine vergewaltigt, mal die andere, soviel Kugeln und Prügel und Schwerthiebe wie Jamie sie auch weiterhin einstecken muss hätten jeden anderen längst umgebracht - aber er überlebt alles; und nun kommt noch Bändeweise der amerikanische Unabhängigkeitskrieg dazu - ein Ende ist nicht in Sicht. Ab Band vier habe ich mir alles aus der Bücherei geliehen und den - bisher- letzten Band überflogen. Die Autorin ist geschäftstüchtig und die jetzige Verfilmung bringt das Geschäft noch mal richtig zum Kochen. Aber wirklich süchtigmachend ist es nicht. Nicht mehr.
Vanessa Overeem-Venneker zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«21.04.2015
Habe das Buch von einer Arbeitskollegin bekommen. Ich bin von der Geschichte fasziniert und kann einfach nicht mehr aufhören darin zu lesen. Das beste Buch (Bücher) das ich bis jetzt gelesen habe. Man wird genauso in die Geschichte gesogen wie Claire in den Stein. Die Liebesgeschichte die sich dabei abspielt geht einem unter die Haut. Wundervolle Personenbeschreibungen, viele Gefühle (die ganze Palette von Angst, Trauer, Freude, Wut, Liebe). Ich lache und weine mit, fühle die Anspannung, lebe mit Claire und Jamie mit.
dodowo66 zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«17.11.2014
Habe das Buch als preisreduziertes Mangelexemplar gekauft, weil ich ja so gar kein Fan von Zeitreisen, Liebesdramen und Seeungeheuern bin... nun gut. Das Buch hat was, ich hab mir heute die anderen Bände dieser Reihe bestellt.... Die Suchtgefahr ist bei diesem Buch extrem gross. Ich mag die freche Sprache und den flotten Erzählstil.
Petra Warias zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«22.05.2013
Gute Unterhaltungslektüre. Historisch genau und Jamie ist ja irgendwie jederfrau's Traummann. Nur die Szene mit Nessie am Loch Ness war doch ein bisschen zu dick aufgetragen ;-) Doch bin ich froh, die Highlander-Serie so spät entdeckt zu haben. Daher konnte ich alle Romane hintereinander weg lesen. Denn nichts ist schlimmer, als auf die Fortsetzung ein Jahr und länger warten zu müssen.
MarleeCKay zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«04.01.2013
Mir fällt auf, dass bisher viele Lesermeinungen darauf verwiesen, ihnen wäre das Buch empfohlen worden. Witzig, bei mir war das auch der Fall! Nun zu meiner Wertung, ausgehend von 100 möglichen Punkten (Ich könnte es nicht besser schildern):
Für die ersten 100 Seiten Langeweile 10 Punkte Abzug, für die nächsten 100 Seiten Langeweile 10 Punkte Abzug, für eine mir zunächst relativ unsympathische Heldin 10 Punkte Abzug, für die Vielschichtigkeit der Geschichte und Charaktere im weiteren Verlauf 10 Punkte Bonus und für ein Etappenhappy-End weitere 10 Punkte Bonus.
Fazit: Dieses Buch ist gewöhnungsbedürftig, es lohnt sich jedoch, die ersten 200 Seiten durchzuhalten. Danach kann man es nicht aus der Hand legen. Müsste ich die Handlung mit wenigen Stichworten wiedergeben, so lauteten diese: Zeitreise in die Vergangenheit, blühender Liebesroman, Perversion als Feind.
almadlereffi zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«15.05.2010
Ich habe zufällig ein gespräch zweier Bekannte mitbekommen, als sie sich über die Bücher unterhielten und irgendwie wurde ich neugierig. Normalerweise ist Zeitreise ja nicht so mein Thema, aber alles drumherum von den erzählungen....naja, ich lieh mir den ersten Band in der Bibliothek aus und schon nach der Hälfte des uches hab ich mir Band 2 dort vorbestellt, weil ich wußte...das ist es. Ich hab praktisch mit Jamie und Claire zusammen gelebt und seit dem geht es auch nicht mehr ohne. Vier Monate nach Band 1, mittlerweile war ich bei Band 4 aus der Bibo, hab ich mir dann zum geburtstag alle 6 Bände gewünscht und sie alle schon 2 mal durch. Ich liebe sie einfach.
Nina zu »Diana Gabaldon: Feuer und Stein«21.03.2010
Ich habe von einer Freundin den Tip für das Buch bekommen und seit dem bin ich total süchtig nach den Büchern. Es kommt immer wieder vor, dass ich eines der Bücher aus dem Regal ziehe und ein paar Seiten daraus lese. So kann man sich besser an manche Details erinnern auf die in den folgenden Büchern bezug genommen wird. Ich bin jedenfalls froh, dass ich den Tip damals von meiner Freundin bekommen habe.

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