Der Winterkönig von Bernard Cornwell

Buchvorstellungund Rezension

Der Winterkönig von Bernard Cornwell

Originalausgabe erschienen 1995unter dem Titel „The Winter King“,deutsche Ausgabe erstmals 1996, 568 Seiten.ISBN 3-499-24624-4.Übersetzung ins Deutsche von Gisela Stege.

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Kurzgefasst:

England zum Ende des fünften Jahrhunderts: Die Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Längst ist die Erinnerung an das Römische Imperium verblasst, und die heidnischen Götter weichen vor dem erstarkenden Christentum zurück. Über das Meer dringen die Heere der Sachsen auf die Insel. Eine tödliche Gefahr, denn die Bündnisse zwischen den keltischen Königreichen sind zu zerbrechlich, um dem Ansturm der Feinde auf Dauer standzuhalten. Als der Großkönig Uther Pendragon stirbt und sein Nachfolger noch ein hilfloses Kind ist, gibt es nur einen Mann, der den Thron halten kann: Uthers Bastardsohn, sein Name ist Arthur …

Das meint Histo-Couch.de: „Ein alter Mythos wird lebendig!“88Treffer

Rezension von Carsten Jaehner

Das 5. Jahrhundert war nicht nur eine allgemein dunkle Zeit, sondern auf den Britischen Inseln auch die Zeit eines sagenhaften, aufstrebenden jungen Mannes, der später als König Arthur bekannt wurde. Bernard Cornwell legt mit „Der Winterkönig“ den ersten Teil seiner Artus-Trilogie vor.

Der König ist tot, es lebe – wer?

Ganz Britannien wartet Ende des 5. Jahrhunderts auf die Geburt eines Sohnes für König Uther und als er endlich da ist, stirbt der König ob seines hohen Alters. Der Säugling namens Mordred kann natürlich nicht regieren und so benötigt das Land einen Ritter, der an des eigentlichen Königs statt die Regierungsgeschäfte auf Zeit übernimmt. Natürlich sollte der Regent zu dieser Zeit auch von seinem Amt zurücktreten und dem rechtmä゚igen Herrscher das Feld überlassen.

Ein Rat der verschiedenen Bevölkerungsgruppen soll sich auf einen Kandidaten einigen und nach langem Hin und Her wird Arthur, Uthers illegitimer Sohn, neuer Protektor Mordreds. Gemeinsam mit seinem Heer versucht Arthur von nun an, das zerteilte Britannien zu einen und gegen die eindringenden Sachsen zu verteidigen. Das erweist sich jedoch als nicht so einfach, da bereits einige Stämme mit den Sachsen gemeinsame Sache machen. Arthur beginnt seinen Kampf für sich und für den noch kindlichen König und es werden viele Tränen und viel Blut flie゚en. Und immer wieder taucht die Frage auf: Wer ist Freund, wer ist Feind?

Klare Sprache und familiäre Nähe

Bernard Cornwell gilt heute als einer der Gro゚meister der Erzählkunst und mit dem ersten Band seiner Artus-Trilogie aus dem Jahr 1995 zeigt er eindrucksvoll, warum dies so ist. Cornwell holt den Leser in seine Geschichte, indem er sie aus der Ich-Perspektive von Derfel Cadarn erzählen lässt, einem Mündel Merlins und Krieger Arthurs. So erfährt man die Geschichte nicht nur, sondern man erlebt sie mit und dies schafft eine sehr familiäre Nähe zum Geschehen.

Die Tatsache, dass über den „realen“ Arthur nur wenig bis nichts bekannt ist, nutzt Cornwell, reizt sie aber nicht aus. Sein Arthur ist nicht König, sondern nur Protektor und auch einige Details, die man eigentlich zu kennen glaubt, wie beispielsweise die „Sache mit dem Schwert im Stein“, werden hier etwas glaubhafter zurecht gerückt. Damit wird zwar ein berühmter Mythos entzaubert, gleichzeitig aber ein neuer geschaffen und dies wirkt eher glaubwürdig und nicht überzogen.

Cornwells Sprache ist klar und verständlich und mühelos malt er ein Bild der Zeit, in die man sich sehr schnell hineingezogen fühlt. Gelegentlich fabuliert er etwas zu lang und zu weitschweifig, aber das fällt nicht zu negativ ins Gewicht. Die komplizierten politischen Verhältnisse werden immer Stück für Stück erklärt und so bleibt der gesamte Roman mit seinen 688 Seiten immer in sich stimmig und interessant.

Britannien im Aufbruch

Die von Cornwell beziehungsweise seinem Erzähler gezeichneten Figuren sind mit nur wenigen Worten charakterisiert und sprechen sowieso meistens durch ihre Taten für sich. Dabei präsentiert sich eine bunte Palette der verschiedensten Personen, von dem Krieger Derfel, wahnsinnig scheinenden Frauen wie Nimue und Morgan, niederträchtigen Menschen wie Bischof Sansum und Blendern wie Lancelot. Natürlich darf der undurchsichtige Merlin nicht vergessen werden, der fast nie da, aber trotzdem das Bindeglied aller Ereignisse ist, die beschrieben werden. So bekommt jede Figur nicht nur einen Stempel aufgedrückt, sondern zeigt mehrere Facetten. Niemand ist nur gut oder böse, stark oder schwach. Jeder hat seine Fähigkeiten oder entwickelt sie noch, was die Figuren zu realen Menschen macht, die nichts mit unrealistischen Mythen zu tun haben. Und das ist erfrischend zu lesen.

Arthurs Abenteuer sind auch immer Derfels Abenteuer und so ist man immer mittendrin im Geschehen. Doch Derfel ist ein selbstständiger Krieger, der seine eigene Entwicklung durchmacht und auch seine eigenen Wege geht. So holt er seine Gefährtin Nimue eigenständig von der Toteninsel zurück, weil alle anderen sie bereits aufgegeben haben und nie jemand lebend von dieser Insel zurückgekehrt ist. Cornwell schafft es, den Leser auch mit leichtem Grusel an sich zu fesseln und das ohne lächerlich zu wirken.

Bernard Cornwells Ausflug in die Zeit, in der das Druidentum langsam vom Christentum abgelöst wird, ist ein mehr als gelungener Sprung in eine andere Denkweise und von der ersten bis zur letzten Zeile packend und lesenswert. Zwei Karten und Personen- und Ortsverzeichnisse zu Beginn des Buches und ein paar historische Anmerkungen am Schluss des Buches runden ein Werk ab, das von einem Autor verfasst wurde, der völlig zu Recht als Meister seines Fachs gilt. Und das wird auch noch lange so bleiben.

 

Ihre Meinung zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«

SleWa zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«06.09.2016
Die verherrlichten Ritter der Gralsrunde in diesem Licht dargestellt zu bekommen, ist ein Erlebnis. Außerdem führt Bernard Cornwell in das Leben einer Zeit, die uns unseren Vorstellungen entzieht. Sie wird vorstellbar. Der Wandel vom Druidentum, gemischt mit den römischen Einflüssen, hin zum Christentums in minuziösen Facetten beschrieben, die Entwicklung von einem Glauben zum anderen, lässt mich eintauchen in diese Zeit mit der vergessenen und mir unaussprechlichen Sprache.
Hannes zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«11.05.2016
Ein unheimlich starker Roman. Es bedarf schon der großen Erzählkunst Bernard Cornwells, um den Spagat zwischen Phantastik, Abenteuer und Historie ( die, wie im Anhang erläutert, kaum hinterlegt ist ) zu schaffen. Wiederum ist es die akribische Beschreibung des Lebens und Sterbens des einfachen Menschen in dem gerade beginnenden Mittelalters, die diesen Roman so fesselnd macht.
Martina zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«21.03.2016
Das ist der schlechtste hitorische Roman, den ich seit langem gelesen habe. Ich habe nach ca. 115 Steiten aufgegeben, weil ich nicht weiß, um was es eigentlich geht. Dieses Buch kann ich absolut nicht empfehlen, schade, denn die Idee von der Geschichte von Artus ist ja nicht schlecht, aber bitte nicht so.....
Stefan83 zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«15.05.2010
Nachdem zuletzt die Warterei auf Band 5 von Bernard Cornwells Sachsen-Saga zu lang zu werden drohte, habe ich mir „Der Winterkönig“ aus dem Bücherregal hervorgeholt, um damit zumindest etwas die Zeit überbrücken zu können. Ich konnte ja nicht ahnen, dass der Auftakt der Arthur-Trilogie, welche Cornwell Mitte der 90er und damit chronologisch vor der so erfolgreichen Serie mit dem Sachsen Uthred geschrieben hat, die anderen Werke nochmal derart in den Schatten stellen sollte. Und dabei standen die Zeichen vor der Lektüre doch eigentlich nicht so günstig, gibt es schließlich bereits genug Bücher über die Artus-Saga, von denen ein Großteil (von wenigen Ausnahmen abgesehen) letztendlich am versuchten Spagat zwischen Fiktion und Fakten gescheitert ist. Besonders auf Letztere legt nun ja auch Cornwell bekanntlich großen Wert, weswegen das von ihm hier Geleistete umso höher zu bewerten ist. Ihm ist es gelungen, aus Mythen und Legenden, und trotz fehlender geschichtlich belegbarer Aufzeichnungen, einen historischen Roman zu schmieden, der die märchenhafte Erzählung zwar zu großen Teilen entzaubert, dafür aber gleichzeitig eine viel realistischere aus der Taufe gehoben hat. Diese sei schnell angerissen:

Britannien Ende des 5. Jahrhunderts. Es ist eine dunkle, eine düstere Zeit. Die Königreiche der Insel werden von Sachsen und Iren gleichermaßen bedroht, innere Streitigkeiten sorgen für Krieg zwischen den einzelnen Stämmen. Uther Pendragon, der alternde Großkönig, wartet verzweifelt auf die Geburt seines Kindes, in der Hoffnung es möge ein Junge sein, der seine Nachfolge sichert. Sein Wunsch wird ihm erfüllt, doch nur wenige Zeit später stirbt Uther aufgrund seines hohen Alters. Da der Säugling mit dem Namen Mordred das Land nicht regieren kann, beginnt nun die Suche nach einem Vertreter unter den Rittern, der anstatt des jungen Königs die Führung übernimmt und die begonnenen Friedensgespräche zwischen den britannischen Stämmen weiter vorantreibt. Ist Mordred alt genug, muss dieser Regent von seinem Amt zurücktreten und dem von Geburt an bestimmten Herrscher die Macht übergeben. Doch wer soll dieser Ritter sein?

Ein Rat wird gegründet, der aus den verschiedensten Stämmen den geeignetsten Kandidaten auswählen soll. Nach langen, zähen Verhandlungen einigt man sich schließlich auf Arthur, den Bastardsohn Uthers ohne legitimen Kronanspruch, der derzeit in Armorica, an der nordwestlichen Küste Galliens weilt, um dort das gefährdete britannische Reich gegen die vorrückenden Franken zu verteidigen. Bevor er sein Amt als Protektor Mordreds antreten kann, kommt es zu Verrat zwischen den Stämmen auf der Insel, den der junge rechtmäßige König nur knapp überlebt. Arthur eilt in Riesenschritten zur Hilfe und macht sich fortan an daran, das zerteilte Britannien zu einen, um die Sachsen endgültig vernichtend schlagen zu können. Alles sieht danach aus, als hätte er Erfolg. Die Heirat der Tochter eines ehemaligen Feindes scheint endlich den ersehnten Frieden und damit auch den Sieg zu bringen … bis Arthurs Blick auf die junge Guinevere fällt und durch seine Liebe zu ihr das gesamte Königreich in den Abgrund zu stürzen droht.

Uther Pendragon, Arthur, Guinevere, Merlin, Gawain, Lancelot. All die aus der legendären Sage bekannten Namen tauchen auch in diesem Buch auf, soviel sei verraten. Doch mit den Namen endet dann auch jegliche Ähnlichkeit zu anderen Artus-Büchern. Von Rittern in glänzenden Metallrüstungen oder elfengleichen Prinzessinnen vor turmhohen Steinburgen fehlt hier nämlich jede Spur. Und auch die Figuren sind so ganz anders, als man sie aus Film und vergleichbaren Büchern kennt. Cornwell zeigt sich einmal mehr als innovativer Autor und lässt die Geschichte, wie auch in der Sachsen-Saga, rückblickend erzählen. In diesem Fall von einem alten Mönch mit Namen Derfel, der als Kind nur knapp einer Todesgrube entkam und als Mündel des Druiden Merlins aufwuchs. In späteren Jahren wurde er zum findigen Krieger, Heerführer und Freund an Arthurs Seite, mit er gemeinsam so manche Schlacht schlug, um letztendlich in einem christlichen Kloster zu landen. Nun, im hohen Alter, schreibt er auf Wunsch von Lady Igraine seine Erlebnisse nieder, wobei diese stets den Ausgang der Geschichte sowie die Darstellung der Figuren zu beeinflussen versucht, da die von Derfel berichteten Vorgänge nicht zu dem von ihr lieber gesehenen Heldenbild der Beteiligten passen wollen. An dieser Stelle spielt Cornwell augenzwinkernd auf die verschiedenen, zumeist eher traditionellen Artus-Sagen an, die in seiner realitätsnahen Geschichte letztendlich keinen Platz finden.

Arthur ist hier kein strahlender Held und schon gar nicht König, sondern lediglich ein willensstarker, fähiger Krieger mit politischem Weitblick, dem es jedoch nicht an charakterlichen Schwächen und Feinden mangelt. Sein Mentor Merlin kann keine Zauberkräfte aufbieten und ist vielmehr der führende Kopf des vom Aussterben bedrohten Druidenkults. Und selbst Lancelot, der strahlende, blondgelockte Vorzeigeritter aus der Sage, hat keinerlei Ähnlichkeit mit der von z.B. Richard Gere verkörperten Figur. In diesem Buch ist er ein Feigling und Blender, und ein besonders hassenswertes Geschöpf dazu, an dem Cornwell seinen Spaß gehabt zu haben scheint. Selbiges gilt natürlich auch für Merlin, der mit seiner zynischen Art und dem staubtrockenen Humor nicht nur für ordentlich Spaß in der Geschichte sorgt, sondern der auch trotz seiner anfangs undurchsichtigen Handlungen die zusammenhängenden und -führenden Faden der Ereignisse in den Händen zu halten scheint.

Wo sonst besonders die Ausarbeitung der Charaktere zu den größten Schwächen des Autors zählt (u.a. bei „Das Zeichen des Sieges“ oder den ersten Bänden der Uthred-Reihe), so ist sie gerade hier das Bemerkenswerte des Romans. Alle, wirklich alle Personen innerhalb der Handlung überzeugen mit einer beeindruckenden Tiefe und einem Facettenreichtum, den man sonst innerhalb dieses Genres vergeblich sucht. Gute und Böse gibt es hier nicht. Vielmehr verkörpert fast jede Figur vor allem das Menschliche, das Zerrissene. Geleitet von den verschiedensten Motivationen und Wünschen sind sie weit entfernt von den strahlenden Rittergestalten der Sage, wodurch der Plot nicht nur an Authentizität gewinnt, sondern auch der Leser einen viel engeren Zugang zu den Charakteren bekommt. Und obwohl sich Cornwell liebevoll um diese, SEINE Figuren kümmert, verliert er doch nie den größeren Kontext aus den Augen. Dies hat zur Folge, dass „Der Winterkönig“ weit mehr ist, als nur eine weitere Version einer Legende. Der Autor erweckt eine ganze Epochen mit ihren Kriegen, Religionsstreitigkeiten und politischen Auseinandersetzungen zum Leben, und tut dies derart bildreich und berührend, das man nicht anders kann, als mitgerissen zu werden. So blutig und brutal auch hier die Schlachten wieder sind, sind es doch diesmal die ruhigen Szenen, die im Gedächtnis haften bleiben und das Leseerlebnis damit zu einem äußerst nachhaltigen machen.

Insgesamt ist „Der Winterkönig“ weit mehr als ein guter Auftakt einer Trilogie. Cornwell stellt hier vielleicht erstmals sein sprachliches Können und seine Befähigung als Romancier unter Beweis. Ein historischer Roman mit Anleihen des Fantasy-Genres, der einen Mythos auf die allerbeste Weise neu erzählt und gleichzeitig in Punkto Spannungsaufbau neue Grenzen auslotet. Für mich das (bisher) beste Werk dieses Autors, der sich langsam aber sicher zum Olymp des Genres schreibt.
yoshi zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«12.04.2010
das beste, was ich (ein artus-fan, seit ich den film "excalibur" gesehen habe) bisher gelesen habe.
klar, die orts- und personennamen sind gewöhnungsbedürftig, aber man muss die doch nicht immer im stillen mitlesen, oder? ansonsten: derfel ist mein wahrer held in dieser story, ein junge und mann, der immer treu zu artus steht, auch wenn es, wie bei tristan und isolde nicht immer leicht mit ihm ist! gut fand ich ich die anderen charaktere, wie merlin, nimue und auch guinivere. da ich noch nie lancelot-fan war, ist auch dieser "lump" recht gut gelungen! ich habe diese bücher nun ca. 8 jahre und in dieser zeit bestimmt aller halben jahre gelesen: kann eben auch zur sucht werden! in diesem sinne: lest bitte auch alle drei anmerkungen von cornwell am schluss der bücher, die sind richtig gut!
Uthred II zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«05.04.2010
"Wello" hat es schon auf den Punkt gebracht. Am Anfang brauchts ein wenig Disziplin um dran zu bleiben, aber dann wird man mit einer der besten Trilogien seines Genres belohnt! :)
Erwähnenswert ist noch die Demontage des Mythos "Merlin" und "Lancellot". Wieso weshalb warum möchte ich zugunsten der Spannung nicht verraten, aber ich habe schon ein paar Mal geschluckt.
Uthred II zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«05.04.2010
"Wello" hat es schon auf den Punkt gebracht. Am Anfang brauchts ein wenig Disziplin um dran zu bleiben, aber dann wird man mit einer der besten Trilogien seines Genres belohnt! :)
Erwähnenswert ist noch die Demontage des Mythos "Merlin" und "Lancellot". Wieso weshalb warum möchte ich zugunsten der Spannung nicht verraten, aber ich habe schon ein paar Mal geschluckt.
Wello zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«02.03.2009
Nach den ersten Seiten hätte ich dieses Buch am liebsten in die Ecke gelegt und nicht mehr angerührt. Diese Namen, Gwlyddyn – Hygwydd -, oder diese Orte, Ynys Wydryn – Caer Cadarn , kann sich doch niemand über längere Zeit merken. Auch die Geschichte plätscherte so dahin. Ohne Personen- und Ortsverzeichnis wäre ich hoffnungslos verloren gewesen.
Nach ca. 150 qualvollen Seiten wandelte sich alles. Die Ecke sah das Buch nie wieder, die Namen und Orte waren in mein Hirn wie eingebrannt und der Roman entwickelte eine unglaubliche Dynamik. Mit dem Satz „ Denn nun war – endlich – Artus gekommen“ war es um mich geschehen.
Die Handlung wird erzählt von Derfel, einer von Arthurs Kriegern, der auch die Hauptperson ist. Aber es ist nicht die Glorifizierung der Artus-Sage, sondern eher das Gegenteil. Arhus wird gequält von Selbstzweifel und Lancelot wird sogar als Feigling tituliert. Hervorragend ist die Figur des Merlin, der als etwas schusseligen aber würdevollen und weisen Druiden dargestellt wird.
Ein außergewöhnlicher Roman mit hohem Suchtfaktor. Die Vorfreude auf die Fortsetzung ist riesig.
Marco zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«10.04.2008
Der beste Historische Roman, den ich bisher gelesen habe... und das nicht nur einmal, sondern mittlerweile bestimmt 6 mal. Und jedesmal entdecke ich neue Facetten am Buch.
Falkjen zu »Bernard Cornwell: Der Winterkönig«23.06.2007
Dunkel, mystisch und bedrohendes Zeitbild des besetzten Britannien zur Zeit nach der römischen Herrschaft (ab 410 n.Chr).
Das dunkle Zeitalter wird lebendig in dieser Saga von Freundschaft, Liebe, Macht, Hass, Blut und Krieg.
Es lebe Derfel Cadarn! Eine Hauptperson die einfach gestrickt ist doch das beste verkörpert was ein Mensch sein kann.
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