Im Labyrinth der Lilien

Erschienen: Januar 2007

Bibliographische Angaben

  • List, 2007, Titel: 'Im Labyrinth der Lilien', Originalausgabe

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Carsten Jaehner
Ein gelungenes Debüt mit Delikatesse

Buch-Rezension von Carsten Jaehner Dez 2007

Dass es in königlichen Palästen bisweilen recht pikant und dekadent zugeht, ist hinlänglich bekannt und darf gerade am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. von Frankreich nicht verwundern. Wer da mit dem turtelt und wer wessen Favorit ist, das gehört zum täglichen Hofklatsch dazu. Wenn aber die Gemahlin des Königsbruders dahinscheidet und der Hofklatsch besagt, sie sei keines natürlichen Todes gestorben, ruft das den König persönlich auf den Plan.

Im Labyrinth der Lilien

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Letzte Kommentare:
09.11.2014 19:00:18
Thomas Krüger

Ein sehr guter historischer Roman. Man kann nur erahnen, wie viel Recherche und Wissen darin eingeflossen ist. Youkhana erspart sich nervende, "belehrende" Ausführungen, zu denen andere Autoren dieses Genres leider neigen, damit das, was sie mühsam recherchiert haben, auch gebührend gewürdigt werden kann. Hier darf die genauen Details würdigen, wer will - und wer "nur" einen spannenden Krimi lesen will, fühlt sich nicht wie in einer Geschichtsstunde eines übereifrigen Studienrates.

Es ist auch ein sehr spannender Krimi. Immer wieder meinte ich, jetzt wüsste ich die Lösung, und fing an, mich ein wenig über einen zu offensichtlichen Plot zu ärgern. Aber eine Seite weiter war dann alles doch ganz anders. Aber Youkhana spielt dieses -an sich nicht ungewöhnliche- Spiel mit dem Leser so lakonisch, so subtil, dass ich es immer erst später, zu spät, durchschaue.

Summa summarum frage ich mich, ob Sargon Youkhana nicht der "bessere" Umberto Eco ist?

31.08.2010 23:26:03
KatrinWoody

Habe vor ca. einer Woche "Im Labyrinth der Lilien" fertig gelesen und nach einem für mich holprigen Anfang, konnte ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen.
Vor allem der Hof rund um den Sonnenkönig Ludwig XIV. sind sehr gut beschrieben; ich bin anfangs etwas mit den französischen Edelleuten und ihren Namen durcheinander gekommen, aber das hat sich gegeben. Was mich auch sehr positiv überrascht hat ist der Charakter Antoine de Montagnacs, den man lieben und hassen kann. Auch sein mit ihm ermittelndes "Bauernmädchen" Marie schließt man nach einiger Zeit ins Herz; und so ist es nunmal: Die Personen sind vielleicht nicht von vornherein sympathisch, sie müssen es sich erarbeiten - wie im richtigen Leben!
Ich finde das Buch empfehlenswert und werde mir wohl auch Youkhanas 2. Buch, "Die Affäre Königsmarck", bei Zeiten besorgen.

19.10.2008 23:36:47
anath

Nicht unbedingt ein Buch bei dem man nicht merkt, daß das Badewasser immer kälter wird, eher eines von der "durchwachsenen" Sorte. Interessant mit seinen Informationen über das Hofleben z.Z. Ludwigs XIV., mit seinen historischen Persönlichkeiten, interessant auch mit DIESEM Ermittler. Auch wenn andere ihn gewöhnungsbedürftig finden : Ich habe auf einen bekennend schwulen historischen Ermittler gewartet und ihn nun endlich bekommen. Wer auch wäre besser geeignet, im Umfeld Monsieurs zu ermitteln ?
Allerdings konnte ich mir das Grinsen oft nicht verkneifen, denn die Beschreibung Montagnacs erschafft einen Gay-Superhelden erster Güte (der mit bloßer Hand einem Hirsch das Genick bricht !!!). Zum Glück ist sein Charakter nicht ganz so makellos gestrickt wie sein Körperbau.

Allerdings schien mir gerade dabei nicht wirklich alles nachvollziehbar. Den kaltschnäuzigen Hofkavalier habe ich ihm problemlos abgenommen. Schwieriger wurde es, als er seine Verantwortung für das Bauernmädchen Marie entdeckte. Diese junge Dame erschien mir fast facettenreicher und auch glaubhafter als Montagnac selbst.
Der Krimi als solcher ist dabei irgendwie ein wenig ins Hintertreffen geraten, die von Youkhana angebotene Lösung glaubhaft aber lange vorhersehbar und manchmal war ich versucht, Montagnac mit der hübschen Nase drauf zu stoßen. Ich hoffe, das wird im nächsten Band anders, denn auf die Dauer nervt so was ganz schön.
Den nächsten Band werde ich aber auf jeden Fall kaufen denn eins hat mir an diesem Buch gut gefallen : die Schilderung von Zeit und Sitten. Dabei hatte ich meinen Spaß und den gewünschten Wissenszuwachs, das hat sich für mich gelohnt. Und vielleicht wird das nächste Buch ja doch ein richtiger Krimi ?

16.07.2008 19:41:39
tassieteufel

Frankreich 1670, der Lebemann Antoine de Montagnac ist beim Sonnenkönig in Ungnade gefallen und mußte sich auf seine Ländereies zurück ziehen. Als die Schwägerin und Vertraute des Königs Henriette Stuart unter seltsamen Umständen stirbt, ergibt sich für Montagnac die Chance, sich wieder zu etablieren, denn der König betraut ihn mit der geheimen Suche nach dem Mörder.
Das Buch läßt sich eigentlich in einem Satz zusammenfassen: ganz amüsante französiche Lottereien, mehr aber auch nicht. Die Schilderungen des barocken Hoflebens sind sehr anschaulich und interessant zu lesen, das ist dem Autor wirklich gut gelungen. Gruselig allein die Vorstellung, das die Duchesse quasi öffentlich stirbt, um sie herum der ganze Hofstaat, der nur auf sein Amüsement
bedacht ist! Auch die ganzen Intrigen und Machtkämpfe am Königshof sind lebendig geschildert und geben einen guten Einblick. Als Gegensatz zu dem ganzen Prunk dann die finsteren Gassen mit ihren ärmlichen Bewohnern und die schwarzen Messen, das hätte eigentlich einen tollen Hintergrund für einen Histo-Krimi geben können, aber vom Krimiaspekt her hat mich das Buch doch
enttäuscht. Zum einen war mir Antoine am Anfang etwas unsympathisch, das wurde erst besser als er Marie vor den 3 Perverslingen geretten hat. Zum anderen erfährt man ja schon ziemlich am Anfang, wer der Mörder ist, das da noch ein Drahtzieher im Hintergrund lauert war klar und zumindest für mich zeichnete sich auch schon ab, wer selbiger war, so war das dann auch keine
Überraschung mehr für mich, als Antoine es dann endlich heraus fand. Alles in allem hat mir hier auf jeden Fall die Krimispannung gefehlt und auch mit dem Schluß war ich nicht wirklich glücklich, weil zuviel offen blieb. Vermutlich wird das im nächsten Teil irgendwie geklärt hat mich aber erst mal etwas unzufrieden zurückgelassen.
Fazit: ganz netter Historienschmöker, der mir immerhin so gut gefallen hat, das ich sicher auch den 2. Teil lesen werde, aber von einem Histo-Krimi erwarte ich dann doch mehr.

28.12.2007 12:23:35
bonomania

im Labyrinth der Lilien wird geführt als historischer Kriminalroman. Unter einem Kriminalroman erwartet man ein Mindestmaß an Spannung, die ich hier vergeblich gesucht habe. Die Handlung plätscherte träge dahin, die Auflösung war für mich sehr unbefriedigend. Der Autor hat zweifelsohne sorgfältig recherchiert, aber auf Kosten der Spannung. Im Bemühen, die Zeit so authentisch wie möglich zu beschreiben, wurde der kriminalistische Handlungsstrang doch sehr in den Hintergrund gedrängt. Das Ganze erinnert mich eher an ein Sittengemälde der Zeit Ludwigs des XIV.

Wer auf langatmige, historische Unterhaltung mit einem doch sehr gewöhnungsbedürftigen Ermittlerpaar steht, wird hier bestens bedient.

Als Fan von historischen Krimis bitte Finger weg.